| Fahrer mit Rennlizenz
Registriert seit: 02.07.2004 Alter: 42
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Wagen: Z3 coupé 3.0 | AW: Autobahfahrten mit dem 3.0 Coupe Hallo,
hier mal meine Gedanken zum Thema:
Ich bin auf das Z3QP von einem etwa gleich starken 3er umgestiegen.
Und auch ich musste feststellen, dass die gleiche Autobahngeschwindigkeit im Z mir deutlich schneller vorkam - und er sich oben herum (so etwa ab 160 km/h ) subjektiv auch etwas schwerer tat. Woran lag das ?
1. Relativ ungünstiger cw-Wert (damit relativ viel Luftwiderstand trotz insgesamt noch moderater Gesamtstirnfläche)
2. Ziemliche "Walzen", die Temperament fressen (vorne 222/40/18, hinten 265/35/18
3. Relativ kurze Gesamtübersetzung
4. Für das subjektive Empfinden: deutlich dünnere Dämmung als bei den Konzerngeschwistern; Sitzen fast auf der Hinterachse, dadurch Laufgeräusche presänter - als auch insofern mehr Feedback im Popometer ...
5. achskinematische Nachteile hinten: Hinterachse vom E30 (M3) - im Unterschied zur Intgrallenkerachse z.B. schon beim E36 - dadurch gewisse Neigung zum Seitversatz, etwas stößiger...
(wenn auch deutlich besser, als vom "normalen" E30)
6. vorne deutliche Wank - oder Rollneigung (Tendenz zum Rotieren um die Hochachse in beiden Richtungen) ("weicher" Vorderwagen)
7. relativ weiche Stabis, die recht starkes Wanken begünstigen
8. kurzer (kürzerer) Radstand bei relativ kurzem Nachlauf und recht direkter Lenkung
(teilweise auch gewisse Komfortzugeständnisse, die man diesem Sportwagen anerzogen hat, um ihn für die Masse aufgrund seiner ohnehin schon sehr sportlichen Gene nicht zu "extrem" werden zu lassen bzw. relativ gutmütig und alltagsauglich...) Was kann man tun ?
Langsamer Fahren.
Im ernst, das tue ich vergleichar wirklich, im Schnitt. Aber vor allem, weil ich viel mehr als z.B bei einer Limousine das Gefühl habe, in einem ästhetisch wunderschönen Sportwagen zu sitzen, der seine wirklichen und besonderen Stärken eben auf anderem Terrain hat (wo ich das durchaus auslebe (!) - und auch, weil es mir hier irgendwie leid tut, sinnlos zu heizen, wenn ich das gar nicht muss, weil das hier eben konzeptbedingt viele Brot - und Butter - Autos genauso - und besser können... Abhilfe des "Mankos" in der Längsdynamik :
Mehr Leistung... Bei mir sind es nun ca. 265 PS dank Nockenwellen, Luftfilter, Auspuff, Elektronik. Gegensteuern bei der Querdynamik bzw. Fahrwerksmodifikationen:
Hier nun meine Lösungen bzw. Vorschläge:
1. andere Federn und Dämpfer mit nochmals sportlicherer Druck - und Zugstufe der Dämpfer, kürzeren und etwas härteren Federn (z.B. wie bei mir, von Schnitzer)
2. andere, dickere (ggf. verstellbare) Stabilisatoren (wie bei mir z.B. von H&R)
3. Domstrebe vorne (wie bei mir, z.B. von Wiechers)
(allein 2.und 3. bringt wesentliche Verbesserung der Tendenz zum Rollen um die Hochachse - und mehr Stabilität im Vorderwagen - und ist recht preisgünstig zu realisieren)
4. steifere Stützlager hinten (vom M3 E36)
5. ggf. Distanzen... (neben Optik auch fahrdynamische Vorteile durch Achsgeometrie und Schwerpunktlage - neben, wie bei allen Veränderungen, auch gewissen Komfort - und Haltbarkeits - bzw. Verschleißnachteilen...)
Insgesamt gesehen kommen so die Anlagen des Autos (tiefer Schwerpunkt, Räder weit außen, (Gesamt)Masse insofern "insassen" - oder "mittenzentriert", steifer Aufbau durch Roadsterauslegung + Dach.... 50 %ige Schwerpunktverteilung vorne/hinten, kurze Überhänge, etc...), wozu hier übrigens auch das für einen so kleinen Sportwagen doch relativ beachtliche stattliche Leergewicht positiv beiträgt - auch bei schneller Autobahnfahrt - als so geschnürtes Gesamtpaket - positiv zur Geltung.
(Was nicht heißt, dass dies im Serientrimm nicht der Fall wäre, man muss halt wissen, was man individuell bevorzugt)
Wer aber sportliches und auch sichereres schnelles Fahren liebt, wird bei dieser Aufzählung möglicherweise fündig werden...
Richtungswechsel sind nun noch viel zackiger und ohne größeres Nachwippen möglich.
Der Seitversatz auf Bodenwellen in lang gezogenen Autobahnkurven bei höherer Geschwindigkeit ist nur noch ansatzweise spürbar.
Das Auto liegt durch den nochmals gesenkten Schwerpunkt nochmals satter auf der Straße.
Durch die geänderten Federn und Dämpfer wesentlich weniger Eintauchen und Nachfedern bei sehr gutem Restkomfort.
Mehr Richtungsstabilität beim Einlenken und Linie halten...
Durch die geänderte Motorcharakteristik: durch die Nockenprofile ist der Motor etwas "spitzer", also drehfreudiger ausgelegt, so dass er sich oben herum etwas "wohler fühlt", leichter hochdreht. (Das empfindet man auch subjektiv so, auch wenn der tatsächliche Verschleiß natürlich nicht geringer ist...)
viele Grüße,
Max
Geändert von MaxZ3QP (28.06.2005 um 17:49 Uhr).
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