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Alt 18.05.2006, 17:00   #16
bummsbass
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AW: Eigene Opjektivität bei Tests in Autoheften

Zitat:
Zitat von fox60
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ich denke auch , dass die Redakteure zusätzlich mit Events "verwöhnt" werden, wass die Objektivität unter Umständen auch etwas beeinflussen mag.
Ich bin leitender Angestellter in einem amerikanischen Konzern. Dort ist man per Policy verpflichtet, solchen Lockungen zu widerstehen.
Erst war ich etwas verschnupft (wer lässt sich schon gerne VIP Karten zur Formel 1 entgehen).
Im Nachhinein muss ich aber auch sagen, das es richtig ist wie es ist.
Ich möchte nicht sagen, dass es mich wesentlich beeinflusst hat. Aber mir selbst ist wesentlich wohler dabei, wenn mein Gegenüber gar nicht erst denken muss ich sei beeinflusst.
Ich denke, diese Objektivität haben Redakteure unserer , und wie ich gelesen haben auch der ausländischen- Presse nicht
Ein guter Beitrag, der die Sache wesentlich auf den Punkt bringt. Die einschlägigen Magazine und Gazetten leben in erster Linie von den Anzeigenkunden - und davon, dass sie qua Reichweite den von diesen in der Regel angepeilten Mainstream gut erreichen.

Sport auto liegt - bei aller Überschneidung mit ams oder autozeitunng - mit der Reichweite (Zielgruppe) etwas anders als beispielsweise die ams aus dem gleichen Verlag, also auch eine etwas andere Ausrichtung der redaktionellen Beiträge, sonst gibt es Glaubwürdigkeitsprobleme.

Aber der Zusammenhang: Anzeigenkunden, Zielgruppe(n) und Reichweiten sowie die für diese Zielgruppen(n)angestrebte Glaubwürdigkeit und Authentizität ist nun mal das Geschäftsmodell, nach dem diese sogenannten "special interest"-Titel funktionieren.

Was die Sache momentan strukturell sehr verändert: Zeitschriften lassen sich durch die moderne Informationstechnik viel einfacher und kostengünstiger produzieren und - das Internet verändert die Kauf- und Lesegewohnheiten gewaltig.

Und der von fox60 angeschnittene Punkt der "speziellen Beeinflussung" ist nicht nur richtig, sondern viel mehr verbreitet als man glaubt, gerade in Deutschland und im Umfeld der Automobilindustrie. Die Grauzone, was ist einfach Info, und was Gefälligkeit oder sogar mehr, ist sehr gross. Die moralischen Bedenken sind auf beiden Seiten (Geben und Nehmen) in den letzten Jahren immer weniger geworden.

Hut ab vor jeder Firma oder Organisation, die eine klare Politik nicht nur verkündet sondern auch praktiziert. Ich könnte Stunden darüber erzählen, was ich in 25 Jahren Management in der Industrie schon an Versuchen der Beeinflussung erleben durfte ... manchmal ist es sogar besser, man sucht sich einen neuen Job.
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