| RE: Neue Information Hoppeldipoppel... Oder Was geht denn hier ab...
Ohne hier irgend jemandem zu Nahe treten wollen muss ich hier mal einige Dinge ganz klar und offen komunizieren.
- Der Z3 Roadster beruht eigentlich nicht auf einer alten BMW 3 er Bodengruppe!!!
- Der Z3 verwendet lediglich Fahrwerks und Aufhängungsteile von der alten E 30er 3 Serie
- Die Karosse des Z3 wurde ursprünglich als Antwort auf den Mazda Miata Roadster konzipiert
- Dies heisst aber, dass das genannte Fahrzeug von der Festigkeit her betrachtet auf das Gewicht und die Leistung eines 4 Zylinder Reihenmotörchens ausgelegt wurde...
- Im Laufe der Zeit aber wurde in dieses Fahrzeug dann immer mehr an Gewicht, an Drehmoment an Leistung und nicht zuletzt auch an Hebelarm in Form von immer breiter werdenden Spurweiten und Reifendimensionen "hineinoptimiert"...
Dass Diese Dinge, ohne signifikante Verstärkungen im Bereich der Karroseriefestigkeit, bei einer notabene schon mit einem 4 Zylinder Motor in Verbindung mit der schmäleren Hinterhand nicht gerade über jeden Zweifel erhabenen Karosseriesteifigkeit irend wann zu ernsten Problemen führen muss sollte eigentlich jedermann einleuchten der auch nur im entferntesten einmal an einem Physiklergang teilgenommen hat... So der geneigte Leser denn auch noch an Vorlesungen in Statik beiwohnen durfte, sollten ihm eigentlich beim Anblick bzw. beim Fahren mit einem 321 PS starken ///M Roadster die Nackenhaare abstehen...
Das wir uns hier nicht missverstehen... Hab ja selbst ein solches Gerät in der Garage stehen... Und hab ne Menge spass damit... Aber, nur weil ich gewisse Dinge nicht so Eng sehe, werden sie dabei nicht besser und sie verschwinden auch nicht! Beim Befahren einer holprigen Strasse fällt einem, wenn man die Hand an den Scheibenrahmen hält sofort auf, dass dieser ganz ordentlich zittert und dass sich die ganze Fuhre spürbar verwindet...
Die Lehre welche ich daraus gezogen habe ist mit Sicherheit die, dass ich die "Bumper" in den 30er Zonen nur mit max. 15 kn/h bewältige... Das Banking am Karusell und am Schwalbenschwanz auf dem Nürburgring sind für mein kleines schwarzes Biest ebenfals tabu...
Diese Dinge helfen mir dann die Belastungsspitzen etwas abzumildern... Toll sind sie aber trotzdem nicht...
Wenn wir uns nun mal über die Diskusion in Sachen Fahrwerk versus Domstrebe hermachen, dann muss ich als Maschinenbauer bei der Diskusion wie sie hier geführt wird, sofort HALT rufen...
Komischerweise muss ich dann auch dem "Softwarefritzen aus Heidelberg" völlig beipflichten wenn er meint, dass zwar Belastungsspitzen auftreten würden diese aber durch eine satte und eingeschweissete Domstrebe besser im Zaum gehalten würde... Dies ist aber leider nur die halbe Miete...
Im Falle eines unverstrebten und untierfergelegten und mit relativ weichen Federraten ausgestatteten ///MZ3, kann davon ausgegangen werden, das die während dem Fahren auftretenden Belastungsspitzen sich zum einen Im Fahrwerk, zum Anderen aber auch in der elastischen Verformbarkeit des gesammten Fahrzeuges abgefedert werden.
Wird einem solchen Fahrzeug dann eine Domstrebe à la Wiechers, welche nicht sehr satt sitzt und welche auch noch etwas Spiel hat, verpasst, dann ist die Wirkung dieser Strebe nicht berauschend, sie erzeugt aber auch nicht zu viel Belastung an den Punkten wo sie montiert wurde... Im Falle einer straff sitzenden und fest montierten Strebe entstehen justament an dem Punkt wo diese montier ist natürlich zusätliche Belastungen. Diese können nun in der Tat derartig gross werden, dass dabei punktuell die Belastungsgrenze der Karosserie überschritten wird! Eine Kobination aus hartem Fahrwerk und / oder einer festsitzenden Strebe könnte also durchaus Grund für die bei Mario aufgetretenen Belastungsspitzen bzw. der daraus resultierenden Materialermüdung sein.
Wer nun aber meint, mit einem einfachen Schweissvorgang an der beschädigten Stelle sei die Geschichte deann aber ein für alle Male vom Tisch, der irrt hier ganz gewaltig. Hervorgerufen durch die Einbringung von Wäre beim Schweissvorgang wird sich das umliegende Material eher noch negativ verändern. Dies wiederum führt dann dazu, dass die reparierte Stelle um so schneller wieder gerade neben der Schweissstelle reisst...
Aus diesem Grunde werden auch im Falle von eingeschweissten Überrollbügeln bzw. im Falle von eingeschweissten Käfigen, diese niemals direkt auf die Karosserie verschweisst. Durch eine solche Vorgehensweise würden die dicken Rohre jedesmal am Übergang zu den Karosserieblechen sehr starke punktuelle Lastspitzen erzeugen. Diese Belstungsspitzen würden dann aber den Käfig, oder besser das Karosserieblech, an der Stelle wo der Käfig verankert ist in Kürze einreissen lassen...
Was ist aber nun zu tun? Wenn anscheinend die Kombination eines Rennsportfahrwerkes in Verbindung mit einer Domstrebe tatsächlich Spannungsspitzen in einer Form erzeugen welche die Karosserie im Bereich der Stossdämpferdome einreissen lässt, ja dann bleibt nichts anderes èbrig, als entweder eines der Bauteile wieder zu demontieren oder aber die Stossdämpferdome mittels entsprechender eingeschweisster Verstärkungsbleche zu verstärken...
Bei den Problemen mit den ausgerissenen Fahwerkskomponennten wie Hinterachslager und Stabilisatorhalkterungen verhält es sich gant z ähnlich. Diese Teile verkraften die Belastungsspitzen, welche durch härtere Feder / Dämpfer Kennlinien in Verbindung mit den durch die Verbreiterung der Rad / Reifenkombinationen hervorgerufen werden nicht.
Auch hier gibt es eigentlich nur 2 gangbare Wege. Entweder man demontiert das schädliche Geraffel in Form von härteren Federn/ Dämpfern und / oder man verstärkt die Aufnahmepunkte durch zusätzliche Knotenbleche... Oder aber man lässt den ganzen Schrammel wie er ist un benutzt die Kiste nurmehr als Boulevard, Café und / oder Disco Racer...
Ein Hardcoreracer wird dieses Fahrzeug aber mit Sicherheit niemals werden... |