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RE: Wieder ne Hifi - LS Frage - Infinity
Hi Pat,
ich glaube Du hast da was missverstanden. Externe Verstärker werden mit 12V versorgt. In den Verstärkern (fast alle) befindet sich ein Netzteil das z.B. mit Hilfe des Prinzip des Sinuswandlers eine höhere interne Spannung erzeugt (z.B. + / - 40V. Damit können die Endstufentransistoren an dieser Spannung (80V absolut) betrieben werden. Da der Lastwiderstand - sprich die Lautsprecher definiert sind (wie z.B. 4 Ohm bei 1kHz) und man nun statt der 12V vom Bordnetz mit 80V arbeiten kann, steigt die Leistung natürlich an, die man zur Verfügung hat, um die Lautsprecher zu treiben.
P = U*U/R = 80x80/4Ohm
Nun ist die Gesamtleistung an der Eingangsseite und der Ausgangsseite (+Verlustwärme) gleich. Folglich ziehen die Endstufen satt Strom.
Auf dieser Basis funktioniert jede Leistungsendstufe. In den Radios habe ich noch keine Zerhacker gesehen. Es gibt aber von verschiedenen Herstellern wie Philips im Halbleiterbereich Endstufen ICs, die mit Spannungstrickschaltungen aus den 12V arbeiten und so "auf dem Papier" 40W erzeigen können. Das ist aber reine Augenwischerei. Diese Endstufen sind recht niederohmig und können so kurzzeitig diese Leistung bringen. Dies bei einer extrem schnellen Slewrate (Signalflankensteilheit) bei 1kHz.
Wenn man aber wie die Amerikaner eine RMS Messung machen würde (über einen NF Frequenzbereich) mit klar definierten Grenzwerten in welcher Zeit die Ausgangsleistung um wieviel dB in den "Keller" gehen darf, wird man sehr schnell ernüchtert sein.
Ich zeige Dir gerne mal Schaltpläne von Endstufen, da ich den halben Keller davon voll liegen habe, da ich früher Radios, CD Player und Endstufen von SONY nebenher in meiner Werkstatt für verschiedene Hifi Läden repariert habe. Da kann man recht gut das Prinzip erkennen.
WIchtigster Bestandteil: mehrere Transformatorspulen um die hohen Spannungen über das Induktionsprinzip zu erzeugen.
Gruß
Modo
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