| AW: Bremsscheiben vorn bei 38.000 Km kurzes starkes Bremsen:
Die Beläge liegen an der Scheibe über ihre ganze Fläche an, wodurch eine relative gleichmäßige Pressungsverteilung einstellt und die Kontakttemperatur auf der Scheibe über die gesamte Belag- / Scheibenfläche annähernd gleich ist. Die Scheibe bleibt verhältnismäßig "kühl", wodurch der Belagverschleiß gering ist
leichtes langes Bremsen:
Die Beläge liegen nicht über die gesamte Fläche an, die Scheibe wird lokal an den Stellen erwärmt (sog. Hot Spots), wo der Belag anliegt. Diese Stellen werden heißer, der Wärmeeintrag in die Scheibe geht langsamer. Die Oberflächentemperatur an den Anlagestellen der Scheiben wird höher wodurch der Belagverschleiß steigt.
Das Verschleißverhaltens eines Belages wird durch die thermische Belastung über der Lebensdauer beeinflusst. Während des Betriebs nimmt der Belag in seiner sog. Reibschicht Metallpartikel auf. Diese Reibschicht unterscheidet sich vom Belaggrundmaterial, ihre Dicke wird bestimmt durch den Verschleiß an der Oberfläche und der Neubildung durch u.a. chem. Veränderung (Das heißt, es stellt sich je nach Betriebsbedingungen ein stationärer Zustand ein). Für das Reibverhalten ist die Art der gebildeten Reibschicht maßgebend (ein neuer Belag muss daher immer eingefahren werden, damit er seine optimale Leistungsfähigkeit entfalten kann).
Je kühler der Belag über die Lebensdauer bleibt, desto mehr Metallpartikel der Scheibe nimmt er auf, und wird dementsprechend härter. Damit steigt dann aber auch der Scheibenverschleiß an, der Belagverschleiß nimmt ab.
__________________ Grüße,
Christian |