Hartz4 ist noch zuviel...

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AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Hier sind echt gute, tiefgreifende Beiträge dabei!
Aber ich glaube, hier wurden Perlen vor die Säue geworfen, denn diejenigen, die die besagten Stammtischparolen von sich geben, können vermutlich nichtmal richtig lesen.
Wer sich jetzt angesprochen fühlt ist selber schuld!
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Vielen Dank!:t

Achtung, Spaßmodus:
Tja, die Preußen halt... gell...:b sind eh alle unchristlich... saufen am Sonntag anstatt in die Kirche zu gehen... wie du ja schon bemerkt hast...kommen eh alle nicht in den Himmel:b:s
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Zu meiner Schreibe heute früh: man muss immer das Maximium fordern, um das Minimum zu erreichen.

..........................

Und weiter schöne Fahrt an den Auswüchsen solcher Politik vorbei (Scheiben putzen an Ampeln gibt es bei uns noch nicht?)
Gruß
AKIBA
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Um hier mal einige Kommentare zu entschärfen bzw. zu belegen.

Fakt ist und jetzt schiebt mich hier bitte keiner in die Schublade ;)

Die Arbeitslosenquote von sog. Ausländern(also mit nicht deutschem Pass) liegt bei 17,3 %
Die von deutschen Staatsbürgern, bei 7,8 %.
Die Umstände des ganzen muss man nicht erläutern sondern sollten klar sein(Sprache/Ausbildung etc).

Eine Tendenz ist dort also sicherlich zu erkennen, wobei das hier prinzipiell egal sein dürfte da mein Nachbar deutscher Staatsbürger ist.

Die durchschnittliche Zahlung pro Arbeitslosen Alleinstehendem liegt bei 745 Euro im Monat.
53,5% leben alleine !
21,7 % mit 2 Personen
12,7 % mit 3 Personen
7,4 % mit 4 Personen
4,7 % mit 5 und mehr Personen

Die Tendenz geht also mehr als deutlich zum alleinstehenden potentiellen Parksitzer hin, also zur Familie mit Kind.

So, bevor sich hier nun noch einige in die Haare kriegen :s
Reden wir doch über Nordkorea :B

Achja, Quelle.
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Von Stammtischparolen halte ich nichts. Das hier habe ich selbst erlebt, ein Freund von mir und Nachmieter meiner Studentenwohnung erlebt es immer noch:

Als Student hatte ich in einer staatlich-geförderten Wohnung (vulgo: Sozialwohnung) in einem "sozialen Brennpunkt" gelebt. Rund die Hälfte der Anwohner in der Siedlung lebt von Hartz 4. Dies äußerte sich dann so:

  • Wenn es das Wetter zuläßt, sitzen die Leute den ganzen Tag draußen oder auf Ihren Balkons und unterhalten sich. Man kriegt die dummen Gespräche zwangsläufig mit, wenn man sein Fenster offen hat. Sachen wie "Ich könnte ja arbeiten, aber dieses Jahr habe ich noch keine Lust, vielleicht nächstes Jahr". Oder: "Ich war grad beim Vorstellungsgespräch. Hat der mich gefragt, was eine Düne ist. Woher soll ich denn das wissen?!?"

  • Nachbarschaftsstreits werden öffentlich von Fenster zu Fenster bzw. Balkon ausgetragen: "Steffi!!! Du frisst doch Schwänze wie Brot!!". Ab und zu wird irgendwo die Frau verprügelt oder die Wohnungstür eingetreten, weil die Frau den Mann/Freund nicht reinlassen will. Einmal lag eine Nachbarin in ihrer Blutlache im Treppenhaus gegenüber. Zu Ostern hat mal der ganze Keller gebrannt.

  • Meine direkte Nachbarin hat sich regelmäßig Mittwochs einen drei Tage langen Drogenrausch inkl. Schranz-Gedonner hingegeben. Mein Freund bestätigte, daß sie das nun auch die ganze Woche durchhält. Staat zahlt für Miete, Drogen und Alk. Die Polizei wurde schon mehrmals angerufen, mittlerweile kommt sie nicht mehr vorbei. An Lernen oder Schlafen ist nicht zu denken, wenn sie da ist.

  • Möbel etc. werden einfach aus dem Fenster geworfen. Einmal dachte ich bei einem dumpfen Geräusch, jemand sei gesprungen... es war nur die Eck-Couch aus dem dritten Stock. Was mich dabei jedesmal aufregte: Als Student besorgt man sich mit viel Mühe und wenig Geld gebrauchte Möbel über Zeitungsanzeigen. Diese Leute haben guterhaltene Sachen einfach weggeworfen und nachträglich noch in Kleinholz verwandelt. Wozu auch die Anstrengung mit dem Umzug? Neue Möbel gibt's vom Staat.

Es handelte sich dabei durchgehend um relativ junge (max. 40 Jahre) deutsche Menschen, die körperlich topfit waren (wie man an den weißen Body-Shirts und Trainings-Hosen erkennen konnte). Sie könnten arbeiten, wenn sie wollten. Aber sie wollten einfach nicht. Den Plasma-TV vom Mediamarkt kann man auch mit monatlichen Raten abstottern (der alte große Röhren-Fernseher mußte natürlich dran glauben und wurde vor den Mülltonnen zerstört).

Bis auf den ständigen Lärm und den Müll, den sie überall hinterlassen haben, waren die Leute eigentlich ganz nett. Und bis auf die Drogen-Tante waren die Leute auch keine Alkis.

Natürlich gibt es auch schwere Einzelschicksale, wo Menschen ins soziale Elend abrutschen. Aber bei meinen Nachbarn war das nicht so. Die haben damit auch noch geprahlt. Einige machen das schon in der dritten Generation, weil sie es von ihren Eltern vorgelebt bekommen haben.

Wenn ich das Betroffenheits-Geseier mancher Politiker oder Wohlstands-Bürger höre, die von den "ach so armen hungernden Kindern" erzählen, dann würde ich diese Leute gerne für ein ganzes Jahr in einem solchen sozialen Brennpunkt wohnen lassen. Sie würden dann selbst sehen, wie "schlecht" es den Hartzern geht. Geld haben die genug, es wird einfach nur ungeschickt ausgegeben (Aldi-Pizza ist da nicht gut genug, es muß Dr. Oetker sein, wie die leeren Schachteln im Treppenhaus zeigten).

Das ist meine persönliche Erfahrung.

Beste Grüße,
Unterfertigter
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Um hier mal einige Kommentare zu entschärfen bzw. zu belegen.

Fakt ist und jetzt schiebt mich hier bitte keiner in die Schublade ;)

Die Arbeitslosenquote von sog. Ausländern(also mit nicht deutschem Pass) liegt bei 17,3 %
Die von deutschen Staatsbürgern, bei 7,8 %.
Die Umstände des ganzen muss man nicht erläutern sondern sollten klar sein(Sprache/Ausbildung etc).

Eine Tendenz ist dort also sicherlich zu erkennen, wobei das hier prinzipiell egal sein dürfte da mein Nachbar deutscher Staatsbürger ist.

Die durchschnittliche Zahlung pro Arbeitslosen Alleinstehendem liegt bei 745 Euro im Monat.
53,5% leben alleine !
21,7 % mit 2 Personen
12,7 % mit 3 Personen
7,4 % mit 4 Personen
4,7 % mit 5 und mehr Personen

Die Tendenz geht also mehr als deutlich zum alleinstehenden potentiellen Parksitzer hin, also zur Familie mit Kind.

So, bevor sich hier nun noch einige in die Haare kriegen :s
Reden wir doch über Nordkorea :B

Achja, Quelle.
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf
Erstmal finde ich es gut, dass Du dich schlau gemacht hast.:t

Leider bringst Du hier ein wenig durcheinander.

Die besagten 745 EUR stehen nicht jedem Arbeitslosen zur Verfügung, sondern das ist das durchschnittliche Arbeitslosengeld, welches im Regelfall für 1 Jahr gezahlt wird. Hiervon müssen im Regelfall Miete, Telefon, Heizung, etc. bezahlt werden. Danach gibt es AlgII (Hartz 4). Hier beträgt der Regelsatz 356 EUR - Miete wird vom Amt gezahlt.

Die von Dir aufgez. % gelten pro "Bedarfsgemeinschaften".
Wenn jetzt z.B. jemand in einer Partnerschaft lebt, bei der die Partnerin / der Partner AlgII-Empfänger ist, der/die andere jedoch nicht, wird 1. AlgII gekürzt und 2. fällt man automatisch in eine der Kategorien Bedarfsgemeinschaften > 1.
Um diese Kürzung und die gemeinsame Veranlagung zu umgehen, gibt es halt immer mehr "Wohngemeinschaften" und somit Alleinstehende.
Weiterhin ist der % der Alleinstehenden so hoch, weil viele Azubis nach der Lehre nicht übernommen werden...

Ich selbst war auch mal längere Zeit al (nach 9/11), hatte jedoch das Glück, dass ich vorher ein recht gutes Einkommen hatte. Aber es war trotzdem nicht leicht und wenn man längere Zeit al ist, fällt man auch evtl. in ein tiefes Loch... und da wieder raus zu kommen ist nicht ganz leicht.

Wenn man eine Bewerbung nach der anderen schreibt und eine Absage nach der anderen erhält knabbert das ganz schön am Selbstwertgefühl.

Also bitte nicht gleich vorverurteilen. Nur mal so als Denkanstoß.
Und wie gesagt, es gibt natürlich auch Menschen, die das Ausnutzen.
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Nene, die 700 Euro sind schon mit Miete etc berechnet, dass ist mir klar :)
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Bitte mehr Postings ! Ihr heitert grade meine Arbeit auf (habe wirklich selten so gelacht wie über einige Äußerungen hier) :D:D:D
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Bitte mehr Postings ! Ihr heitert grade meine Arbeit auf (habe wirklich selten so gelacht wie über einige Äußerungen hier) :D:D:D




Der 55 jährige Familienvater, der ohne eigene Schuld arbeitslos geworden ist und Hartz4 beantragen muss, nachdem er all seine Versicherungen mit Verlust aufgelöst hat und sein Haus verkaufen musste, bevor ihm vom Staat überhaupt etwas gegeben wird (selbst im Bekanntenkreis erlebt!), dem bleibt das Lachen im Halse stecken, wenn er Dich so hört.
Ihr erdreistet Euch, diese Leute, die Jahrzehnte fleißig und ehrlich malocht
und Sozialbeiträge gezahlt haben, auf eine Stufe zu stellen mit
Kriminellen, Faulen und Alkoholikern - ganz egal, ob Deutsche oder Ausländer.
Warum sollte es eigentlich keinen Gesundheitstest für Antragsteller geben? Das muss ich doch bei einem Versicherungsvertrag ggf. auch!
Glaube mir, mein Bekannter wäre gerne dazu bereit gewesen.
Speziell den Alkoholikern soll doch auch geholfen werden, aber bitte dann auch richtig.
Dir würde es ganz sicher mit Deinen 23 Jahren als Hartz4-Empfänger
noch ganz gut gehen, soviel kannst Du (Dir) in Deinem jungen Leben ja noch nicht geleistet haben, was Dir der Staat wieder abnehmen könnte, also lach ruhig weiter.

Andreas
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Andreazzz, ich glaube, es reicht!

Das meine ich jetzt nicht böse, oder gar als einen persönlichen Angriff auf Dich, sondern einfach als Meinung eines Users, der hier diesen Fred mitverfolgt. Bitte!!!!
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Man erkläre mir bitte, was an Andreas´ Beitrag so anstößig sein soll?
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

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AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Korrekt! :t

Allerdings gibts auch "Gesundheitstests" (ob jemand erwerbsfähig ist)
bei Hartz IV-Empfängern.

Das hat einen ganz anderen Hintergrund. Denn wenn jemand nicht erwerbsfähig ist, dann ist dafür die Deutschen Rentenversicherung zuständig und nicht die Gemeinde mit ihrer Sozialhilfe ;)

Und diese Prüfung wurde schon im Vorwege ggf durch das Arbeitsamt während des ALG-Bezuges vollzogen.

Hier reden einfach zu viele Leut' die keine Ahnung vom realen Leben haben!
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

milchmädchenrechnung.

ich subjekt a habe keine ausbildung und die möglichkeit für sagen wir mal 1100€ netto 40 / stunden woche zu arbeiten.

möglichkeit b ist nicht zu arbeiten, hartzIV zu kassieren und nebenbei 10 stunden die woche schwarz z.B. an autos rumzuschrauben, wo ich 20€ / stunde kassiere (brutto für netto, versteht sich.)

ich habe also die wahl ob ich ~1600€ / monat verdiene, mit 40 stunden arbeit / monat, oder 1100 mit 160 stunden ... wofür werde ich mich als rational denkender mensch schon entscheiden ...

zumindest siehts bei uns in österreich so aus ... :)

und schuld ist imho das system, weil jeder handelt für sich rational, und wenns voraussetzungen wie die oben beschriebenen gibt, dann ists auch rational so zu handeln ...
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

zumindest siehts bei uns in österreich so aus ... :)
Sieht in Deutschland nicht anders aus. Kenne persönlich genug Leute, die genau SO argumentieren.

Wozu den ganzen Monat malochen, um dann am Monatsende nur 300 € netto mehr auf der Hand zu haben als mit Hartz IV? (Mit ein paar Stunden Schwarzarbeit sind die 300 € ohnehin schnell wieder drin)

Wenn man den Lebensstandard mit der Freizeit bemisst, die man zur Verfügung hat, dann leben die "Wahl"-Hartzer im Luxus. Im Kollegenkreis (Unternehmensberatung) sehe ich Leute, die selten weniger als 70 Stunden die Woche keulen. Arbeit wird mit ins Wochenende genommen, damit am Montag Morgen die Präsentation fertig ist. Klar verdienen die mehr, aber um welchen Preis? (Keine Zeit für Freunde, latentes Burn-Out-Syndrom, etc.)

So gesehen sind die Wahl-Hartzer echt nicht dumm!

Gruß,
Unterfertigter
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Der 55 jährige Familienvater, der ohne eigene Schuld arbeitslos geworden ist und Hartz4 beantragen muss, nachdem er all seine Versicherungen mit Verlust aufgelöst hat und sein Haus verkaufen musste, bevor ihm vom Staat überhaupt etwas gegeben wird (selbst im Bekanntenkreis erlebt!), dem bleibt das Lachen im Halse stecken, wenn er Dich so hört.
Sehr dramatisch...
Nur verstehe ich nicht, warum deinem Bekannten aufgrund diesem Posts das Lachen im Halse stecken bleibt:

Bitte mehr Postings ! Ihr heitert grade meine Arbeit auf (habe wirklich selten so gelacht wie über einige Äußerungen hier) :D:D:D

Mal Hand aufs Herz - so schlimm ist die Geschichte deines Bekannten nun wirklich nicht, dass er wegen diesem Post das Lachen verlernen würde :s
 
AW: Hartz4 ist noch zuviel...

Sieht in Deutschland nicht anders aus. Kenne persönlich genug Leute, die genau SO argumentieren.

Wozu den ganzen Monat malochen, um dann am Monatsende nur 300 € netto mehr auf der Hand zu haben als mit Hartz IV? (Mit ein paar Stunden Schwarzarbeit sind die 300 € ohnehin schnell wieder drin)

Wenn man den Lebensstandard mit der Freizeit bemisst, die man zur Verfügung hat, dann leben die "Wahl"-Hartzer im Luxus. Im Kollegenkreis (Unternehmensberatung) sehe ich Leute, die selten weniger als 70 Stunden die Woche keulen. Arbeit wird mit ins Wochenende genommen, damit am Montag Morgen die Präsentation fertig ist. Klar verdienen die mehr, aber um welchen Preis? (Keine Zeit für Freunde, latentes Burn-Out-Syndrom, etc.)

So gesehen sind die Wahl-Hartzer echt nicht dumm!

Gruß,
Unterfertigter


Aber nein meine Herren, so ist das doch gar nicht. Die Hartzer sind eine zu 100% homogene Masse lauter rechtschaffener Menschen, die alle unverschuldet durch Machenschaften der ausbeutenden herrschenden Klasse ohne Arbeit da stehen. Missbrauch, Schwarzarbeit, Mitnahmementalität und mangelndes Gemeinschaftsempfinden sind schlicht nicht vorhanden. Und wenn, dann sind eh nur die Unternehmer schuld. So sieht es aus.

Ich habe fertig.
 
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