Mein Standpunkt und die dem zugrunde liegenden Fakten werden sich jedoch nicht ändern.
Welche Fakten? Aus einer Ursachenforschung, die von 2 Beteiligten nur rein subjektiv mit dem Besteben nach emtionaler Distanz betrieben werden kann, wozu auch Charakterausprägungen zählen müssen wie eine depressive oder dominante Art oder Wünsche ("Vielleicht können wir Freunde bleiben, wenn ich ihn wenigstens jetzt verstehe..."), abgemixt mit der Außenwahrnehmung des "Umfeldes" werden dann Fakten?
Und selbst wenn, wurde dann die alleinige Schuld mit Brief und Siegel eingestanden? Wieviel von so einem Eingeständnis ist Opfer der Kommunikation?
Viele Punkte, die mitverantwortlich sind für das eigene retrospektive Empfinden einer Situation werden auch durch die Gegenwart geprägt. Neue gescheiterte Beziehung, man will vor gemeinsamem Freundeskreis geläutert und gereift erscheinen, sonstige downs lassen einen emotional die Vergangenheit durchkauen...
Oder anders ausdrückt: Wie oft ändert sich die Bewertung von Ursachen, "Schuld" und Auswirkung dramatisch, wenn mehr Zeit und neue Erfahrungen vorbeiziehen?
Mit solchen "Fakten" lassen sich mE in Wissenschaftsmanier keine Thesen falsifizieren, schon gar nicht von jemandem, der persönlich involviert war.
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Für mich gehören aus dem Bauch heraus auch immer zwei dazu, wenn etwas in die Brüche geht.
Spätestens wenn man sich eingestehen muß, daß man sein gegenüber zu Anfang oder in der weiteren Entwicklung "falsch eingeschätzt" hat. Und die von Jan angesprochenen "kleinen Fehler" macht JEDER - ansonsten würden wir zumindest über einen Menschen mit absoluter Kommunikationsgabe (was schon die Sprache als Mittel nicht hergibt) und perfekt ausgeprägter Empathie sprechen..
Mit einer Schuldfrage oder zu welchen Teilen die Ursache wem zuzuordnen ist, hat das mit "den beiden" aber nichts zu tun - somit könnte man schon platt sagen, daß nur eine Partei verantwortlich ist.
Gruß,
Marius
Btw. Das mit dem nachträglichen Löschen eines Beitrags finde ich zwar zunächst auch eher lächerlich. Wenn aber jemand nachträglich zu der Einsicht kommt, daß der eigene Beitrag unnötig und provokant war... sollte man denjenigen nicht für diese Erkenntnis abstrafen. In der Realität würde man ja auch hin und wieder gerne etwas "zurücknehmen"... und kann nicht.
