Anonym im Netz?

6inline

macht Rennlizenz
Registriert
10 Mai 2010
Interessanter Fall aus Bayern.

http://www.spiegel.de/kultur/gesell...gsburger-allgemeinen-durchsucht-a-880178.html

Gut, dass es hier im Forum vergleichsweise gesittet zugeht:) :-). Man könnte jetzt die Freiheit des Internets bedroht sehen. Oder froh sein, dass es dort auch Grenzen gibt. Eine massive Beleidigung unter der Tarnkappe des Pseudonyms hat für mich eine ähnliche Qualität wie das Werfen von Steinen durch vermummte Gestalten aus der dritten Reihe einer eigentlich friedlichen Demonstration.
 
naja...... , wenn ich mir die Diskussion um Wulff ansehe, waren dort auch einige Kommentare, die recht beleidigend/verunglimpfend gegenüber einem Amtsträger waren ;) ....

Die §§185-200, StGB würden sogar hier greifen &: ?

Beleidigungen bzw. andere öffentlich in einer Internetplattform in Misskredit zu bringen oder sei es als reales "Stammtischgerede", hat auch sehr viel mit der gezielten Diktion sowie grammatikalischen Stilblüten zu tun, mit der sich ein Mensch artikulieren kann.

Man kann Menschen auch öffentlich vorführen indem man seine Wortwahl sehr geschickt wählt und relativierenden Nebensätze einfügt.

Wenn man User hier in diesem Forum (so wie auch in anderen Foren) zitiert (und der deutschen Sprache mächtig ist), Sätze (und hier oftmals so, dass der Zitierende nicht angreifbar ist) über seine Geisteshaltung/Unwissendheit oder seine fehlerhafte Rechtschreibung macht, ist das nichts Anderes als wenn man in der Beantwortung direkt fragen würde "Was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?" ..... ist eben nur mittels Stilblüten besser verpackt, aber nicht minder beleidigend ;)

Da entsprechende Passagen aus dem Diskussionsforum nicht mehr einsehbar sind, ist es schwer nun darüber zu diskutieren, ob der Herr Referent aus eine Mücke einen Elefanten macht, das Wort "Rechtsbeugung" in einem anderen Kontext stand oder aber, ob es hier wirklich zu einer Beleidigung kam.

Alles andere sind Spekulationen. Die Fakten sollten von versierten Rechtsanwälten, Staatsanwälten beurteilt werden.

Für mich liest sich die Pressemitteilung im ersten Step so, als wenn der betroffene Referend sich verbal nicht zu wehren wüsste, bzw. als wenn bei ihm ein Ausverkauf der deutschen Sprache stattgefunden hat und er nicht willens/fähig ist in die Diskussion einzusteigen. Mag sein das es so ist, mag sein, dass es nicht so ist.
 
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