Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

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Gelöschtes Mitglied 1475

Guest
Hallo Leute! :)


So wie ich im August meine Herbstdepression kriege (die zum Glück im Oktober verschwindet), mache ich mir auch schon Gedanken über mein Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. :d

Manche sichern sich ab über Berufsunfähikeitsversicherungen (BU) bzw. Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (BUZ). Auch ich habe mich seinerzeit beim Abschluss sehr ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt - allerdings war ich Teil des "Runs" der auf diese Versicherungen erst 2001 durch geänderte Gesetzgebungen (Stichwort: Erwerbsunfähigkeitsrente) einsetzte. Über den VERLAUF einer solchen Versicherung und dem Leistungsfall war damals wenig bekannt bzw. viele Versicherer kamen aus verschiedenen Gründen um die Leistung herum. Hier ist über die Gerichte der Verbraucherschutz in den letzten Jahren deutlich verbessert worden.

Leider tauchen ja wohl die meisten Betroffenen aus dem Arbeitsleben ab, so dass man sie schwer fragen kann.

Kennst Du einen Fall aus Deiner Umgebung, den Du mitgekriegt hast, bei dem es zur Leistung der Versicherung kam? Oder die Leistung verweigert wurde? Ist der Prozess der Leistungsbewilligung schwierig und langwierig gewesen oder entspricht er sogar den Werbeversprechungen?

Bei den Gebrauchtwagenpreisen des Z wird es hier wohl gar keinen mehr über 35 geben, der sich äußern könnte!? :b
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Also genau INFO´s hierzu im Forum zu verbreiten ist etwas "gefährlich"
Bin seit 30 Jahren in der Branche und es gibt schon erhebliche Unterschiede bezüglich des Leistungsumfanges und vor allem eine Verweisung auf berufsfremde Tätigkeiten.

Solltest Dich mal in diversen Internetseiten informieren und auch die Verbraucherzentralen haben teilweise Berichte vorliegen.
Vor allem über Fachzeitschriften in denen diese getestet wurden kannst Du Dir relativ schnell ein Bild darüber machen.
Ansonsten geh zu einem fähigen Berater, der nicht unbedingt nur eine Gesellschaft vertritt.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

... und es gibt schon erhebliche Unterschiede bezüglich des Leistungsumfanges und vor allem eine Verweisung auf berufsfremde Tätigkeiten.

Alles schon bekannt!
WEIL die Unterschiede so erheblich sind, will ich ja mal wissen, "was drauß geworden" ist!



Solltest Dich mal in diversen Internetseiten informieren und auch die Verbraucherzentralen haben teilweise Berichte vorliegen.
Vor allem über Fachzeitschriften in denen diese getestet wurden kannst Du Dir relativ schnell ein Bild darüber machen.

Das habe ich schon vor acht Jahren gemacht. Da kommen nur die "Highlights" zu Tage. Entweder, dass Kunden wegen des hohen Risikos abgelehnt wurden oder, dass Streitigkeiten vor Gericht endeten.
ICH will aber wissen, wie eine ganz stinknormale Berufsunfähigkeit endete. Auch, ob die betreffende Person vielleicht nach Jahren wieder eine Arbeit aufgenommen hat und wie diese von der Versicherung betrachtet wird (z.B. als "kaum geringer bezahlt" (2/3!) oder "vergleichbare, bisher erworbene Lebensstellung des Versicherten").

Mit anderen Worten: Wer kennt jemanden, dem die BU genützt hat?


Ansonsten geh zu einem fähigen Berater, der nicht unbedingt nur eine Gesellschaft vertritt.

Warum sollte ich? &:
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

und vor allem eine Verweisung auf berufsfremde Tätigkeiten.

Das ist häuftig (oder schon die Regel? :X ) der Streitpunkt. Denn eine Vielzahl der Leistungsfälle sind nicht voll erwerbsunfähig, sondern "nur berufsunfähig". Und an diesen beiden Begriffen merkt bzw. versteht man schnell worauf es hinausläuft ;) Eigentlich muss ich den Begriff "berufsunfähig" vermeiden, da es diesen nicht mehr gibt.
Entweder ist man voll erwerbsunfähig oder nur teilweise erwerbsunfähig. Und das wird in Prozenten definiert. Und derjenige, der nur "teilweise EU" ist, der wird auf ein anderes Berufsfeld "geführt". Nix mit BU/BUZ-Rente. Ähnliche Prinzip wird auch in der privaten Krankentagegeldversicherung praktiziert, dann nix weiter KT
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Und das wird in Prozenten definiert. Und derjenige, der nur "teilweise EU" ist, der wird auf ein anderes Berufsfeld "geführt". Nix mit BU/BUZ-Rente.

Und genau da liegt das Problem, denn Pförtner kann man (fast) immer.
Es gibt aber mittlerweile auch Gerichtsurteile zu, die zB aussagen, dass einem "so etwas" nicht zugemutet werden kann/darf und genau dies ja eine BU/BUZ abfangen soll.

Und wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließe darf ich doch eigentlich davon ausgehen, dass es keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist.....
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Und wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließe darf ich doch eigentlich davon ausgehen, dass es keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist.....

So sehe ich es auch!

Das Problem, stellt sich bei der Mehrzahl der Fälle aber weniger bei der Frage
ob Erwerbsunfähigkeit, sondern
ob Berufsunfähigkeit vorliegt.

Natürlich würde aber die erste Frage, sollte sie vor Gericht geklärt werden müssen, größere Beachtung finden und Öffentlichkeitswirkung entfalten, da ein Mensch, der kaum mehr als 3 und weniger als 6 Stunden IREGENDEINER Tätigkeit nachgehen könnte (man beachte den Konjunktiv!) als einer gilt, der erheblich gesundheitliche Probleme zu verarbeiten hat. Wenn ein solcher nichts von seiner Versicherung hat, sorgt das für Entrüstung.
Ich hoffe mal, dass es solche Beratungs- und Vertragsgemeinheiten kaum noch gibt. :#


Bei der zweiten Frage, sehe ich heute die größere Gefahr, krank und einkommensschwach in jahrelange (Gerichts-) Prozesse hineingezogen zu werden. Denn was ist ein Beruf? Was ist mit dem bisherigen Beruf vergleichbar, was nicht? Wer soll das entscheiden?
Ist ein Violinist mit einem Verkäufer von Musikinstrumenten vergleichbar? Beide müssen etwas von Musik verstehen, können Instrumente spielen. Ist ein Lehrer und ein (Diplom-) Bibliothekar vergleichbar? Beide haben mit der Vermittlung von Wissen und Büchern zu tun?

Nach langem Drängen hat mir seinerzeit eine Versicherung die Frage beantwortet, was sie unter "ähnlichem Einkommen" versteht- 2/3 des bisherigen!! :O
Noch schwieriger ist die Frage nach der "gesellschaftlichen Stellung" zu beantworten. Wie anerkannt ist der Beruf in der Öffentlichkeit? Da wäre vom Arzt aus nur ein Abstieg möglich.

Die Beispiele sollen zeigen, dass die Entscheidung der Versicherung, ob ein früherer Beruf ganz und gar nicht mehr ausgeführt wird oder ob typische Eigenschaften der neuen Tätigkeit zum größten Teil noch von der alten durchschimmern. :s

Deshalb sind für mich nicht die "einfachen" Fälle interessant, wo es um Erwerbsfähigkeit geht, sondern die diskussionswürdigen, wo es um Berufsfähigkeit geht.
Das Hintertürchen der Versicherungen dürfte übrigens die Höchstrente sein. So bieten einige Direktversicherer nur Abschlüsse bis 800,00 € an. Damit wird sich kein Besserverdiener auf Dauer zufrieden geben. Das heißt im Leistungsfall für die Versicherung einfach nur "Abwarten". IRGENDEINE Tätigkeit wird der Versicherte schon wieder aufnehmen.
Und dann erklären wir ihm, dass das praktisch derselbe Beruf ist, den er schon hatte. :X :b

Falls meine kritische Einschätzung nicht stimmt - immer nur her mit Euren Beispielen, wo einer problemlos seine Rente erhielt!
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Grundsätzlich ist in der privaten Versicherung eine BU-Rente versichert, die ab 50% zum Tragen kommt.
Die Maßstabe der gestzlichen BU/EU-Rente werden hier nicht konform angewandt.

Und bei einem richtigen Tariff bekommst Du auch ab 50% BU in DEinem Beruf die Rente.
Eins ist natürlich auch klar, der Weg zur Rente kann sehr steinig sein, wenn die Diagnose nicht 100% die BU aussagt, außerdem hat die Vers. das Recht, jedes Jahr nachzuprüfen, ob BU weiter besteht.

Kann in meinem Berufsleben auf ca. 50 Fälle, die Ihre erhalten haben zurück blicken.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Kann in meinem Berufsleben auf ca. 50 Fälle, die Ihre erhalten haben zurück blicken.

Das ist ja interessant! Warst Du dann in der Leistungsabteilung?
Auf wieviele blickst Du zurück, bei denen Ihr nicht bezahlt habt? :w


Grundsätzlich ist in der privaten Versicherung eine BU-Rente versichert, die ab 50% zum Tragen kommt.

Es gibt Versicherungen, die leisten ab 33,33 % (dann aber auch nur 1/3 der Höchstleistung :M).
Ist meines Erachtens aber uninterssant, da damit für die Versicherung die Verlockung besteht, um jedes % zu feilschen durch immer neue Untersuchungen. Es macht schon was aus, ob eine Versicherung bei 64% Ruhe gibt und 100% zahlt oder bei 53% Untersuchungen anordnet, um auf 49 % zu kommen und 4- Prozentpunkte monatlicher BU- Rente einzusparen.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Das ist ja interessant! Warst Du dann in der Leistungsabteilung?
Auf wieviele blickst Du zurück, bei denen Ihr nicht bezahlt habt? :w



War zwar nicht in der LA, habe diese Fälle meiner Mananten aber mit abgewickelt.
In meinem Mandantenkreis sind ca. 50% bewilligt worden, die aber auch außer Frage standen., ca. 10% mußte gerichtlich per Gutachten geklärt werden und 40% der Anträge ergaben keine Leistungszusage. Ist aber nicht repräsentativ.

Die Quote der nicht anerkannten Fälle ist i.d.R. wesentlich höher als 50%
Das Problem ist nur eine Beurteilung der Einzelfälle und der dementsprechenden Vertragsbedingungen.

Auch die unterschiedlichen Gutachten eines Falles mit 30% bis 70% BU kann einem schon zu denken geben.
Diese "Gutachter" sind auch, sagen mir mal, verschiedenen Kriterien Ihrer Bewertung unterlegen.
Manchmal kann es etwas schwer fallen objektiv zu urteilen, wenn die Hand, die einen füttert........................:w:w
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

ca. 10% mußte gerichtlich per Gutachten geklärt werden und 40% der Anträge ergaben keine Leistungszusage. Ist aber nicht repräsentativ.

Die Quote der nicht anerkannten Fälle ist i.d.R. wesentlich höher als 50%

"Gutachter" ...
Manchmal kann es etwas schwer fallen objektiv zu urteilen, wenn die Hand, die einen füttert........................:w:w


Gibt es denn zur Erfolgsquote öffentlich zugängliche, repräsentative Angaben? Schließlich warnen die Versicherer ja und weisen darauf hin, dass bestenfalls 2/3 aller Erwerbstätigen ihr Altersrentealter ohne Malessen erreichen. Dann müßten sie fairerhalber auch mal darauf hinweisen, wie viele ihrer Versicherten auch in den "Genuß" einer BU- Rente kommen.

Offenbar empfiehlt es sich, gleich eine Rechtsschutzversicherung dazu zu versichern.
Im Idealfall bei einer anderen Gesellschaft. :s
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Gib
Offenbar empfiehlt es sich, gleich eine Rechtsschutzversicherung dazu zu versichern.
Im Idealfall bei einer anderen Gesellschaft. :s

Gar nicht so falsch gedacht, besonders bzw. auch für die gesetzliche RV.
Statistiken über z.B. Ablehnungen usw. sind wenig aussagekräftig, da viele Ansprüche/Anträge von vornherein zum scheitern verurteilt sind, da die Diagnose/Krankheitsbild einfach nicht ausreicht um BU zu sein.

In den meisten "meiner Fälle" in der auch gesetzliche BU/EU beantragt wurde, hat die private bezahlt und die gesetzliche mußte vor Gericht eingeklagt werden.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

es gibt versicherungen (anscheinend aber nur 2 in deutschland), wo das dahingehend läuft das man z.B. wenn man plastischer chirurg ist, danach nicht mehr zum röntgen auswerten eingeteilt werden darf (wenn man sich z.b. an den händen etwas tut) sondern voll ausgezahlt bekommt. so hat mir das damals mein - extrem guter - versicherungsmann erzählt... ich hab aber noch keine derartige versicherung, das kommt dann ab 30.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Na ja, fast richtig so, aber ein seltenes Beispiel, da es für Ärzte besondere Policen gibt.

Die sog. Verweisungspflicht ist entscheidend und da gibt es eben diese Unterschiede mit sog. "berufsfremden Tätigkeiten" usw.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

ich hab aber noch keine derartige versicherung, das kommt dann ab 30.

Dann musst Du bis dahin aber die Heilung aller kritischen Krankheiten und Verletzungen privat bezahlen und somit unbemerkt kurieren und/ oder höhere Beitragszahlungen in Kauf nehmen bzw. mit Ablehnung rechnen. :X

Interessant sind für Versicherungen nur Leute mit geringem Risiko und das (und die Krankengeschichte, Anamnese) wächst mit jedem Lebensjahr. :#
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Dann musst Du bis dahin aber die Heilung aller kritischen Krankheiten und Verletzungen privat bezahlen und somit unbemerkt kurieren und/ oder höhere Beitragszahlungen in Kauf nehmen bzw. mit Ablehnung rechnen. :X

Interessant sind für Versicherungen nur Leute mit geringem Risiko und das (und die Krankengeschichte, Anamnese) wächst mit jedem Lebensjahr. :#
Mittlerweile sind die Aufnahme-Kriterien sehr hart geworden. Schon das "Kleinste" Zipperlein führt zur Ablehnung oder einem Leistungsauschluß.

Und so ein LA, z.B. wegen Rückenbeschwerden und derer Folgen ist fast schon ein KO-Kriterium, da sich vom Rücken, bzw, Wirbel/Nerven sehr viele Krankheiten ableiten lassen.

Mein Tip: Wenn jetzt gesund, warum dann warten und je jünger, desto günstiger die Beiträge.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

So wie ich im August meine Herbstdepression kriege (die zum Glück im Oktober verschwindet), mache ich mir auch schon Gedanken über mein Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. :d

Dieser Satz, in Verbindung mit den 41 Jahren die in Deinem Profil stehen ...????
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Offenbar empfiehlt es sich, gleich eine Rechtsschutzversicherung dazu zu versichern.
Im Idealfall bei einer anderen Gesellschaft. :s

Eine sehr richtige (und wichtige) Anmerkung!!! :t

Wobei es sich nicht nur empfiehlt, sondern unbedingt ein MUSS ist.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

hier was zum Thema zum selber nachlesen:
http://www.focus.de/finanzen/steuern/berufsunfaehigkeitspolicen-die-bio-risiken_aid_333736.html
und
http://www.rentenpilot.com/netbuilder/templates/tpl02.php?ide=ad2001-08-16-0701

Wenn rund zwei Prozent (der besten 8 Gesellschaften) aller BU-Fälle vor dem Richter landen, dann halte ich die Panikmache für grobfahrläßig. Der Deutsche schließt erst eine Rechtsschutz ab und spart dann an der BU-Versicherung - bis in Hartz IV trifft. Dann muß die Rechtsschutz auch aufgelöst werden!

Ein Leistungsausschluß "Bewegungs- und Stützapparat", also Wirbelsäule usw., ist natürlich ärgerlich, aber trotzdem bleiben ja z.B. Psychische Ursachen (mit rund 1/3 aller BU-Ursachen) mitversichert - kein Grund also keine Arbeitskraftabsicherung zu betreiben, denn nur eines ist Sicher - die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit.
Oftmals gilt eine Vorerkrankung auch "nur" mit einem Risikozuschlag als mitversichert. Wer sich früh versichert, hat damit natürlich weniger Probleme.
Grüße
Klaus Lindauer
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?


Moin, moin und

danke für den Link! :t Der zweite ist schon näher am Problem als der erste, der ja nur die üblichen Tipps abgibt.

Ich habe mal den ersten Absatz daraus kopiert:

"Jeder Erwerbstätige hat ein Berufsunfähigkeitsrisiko. Die Zahlungen, die man von den gesetzlichen Versicherungsträgern zu erwarten hat, reichen oft kaum zum Überleben, geschweige denn zum Leben auf dem gewohnten Standard. "

Ich frage mich dann immer, wenn die Leistungen des Staates angeblich so gering und ungewiss sind, warum sich dann in den Beispielrechnungen ein 30 Jähriger mit einer 1.000,00 € privaten BU- Rente zufrieden geben soll? :j

Gut, das ist billiger als eine 2.500,00 € Rente aber 1.000,00 € reichen doch nie und nimmer! Hier gehts ja nicht um Vermögensaufbau (gut und schön), sondern um den ERHALT des bisherigen Status Quo. Und der kann innerhalb von wenigen Wochen auf "Basic" zurückgefahren werden. Oder darunter, wenn noch Schulden abzustottern sind.

Glück auf!
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Ich möchte mich hier auch mal einhacken.:t

Kennt jemand aus dem Bekannten bzw. Verwandten Kreis jemanden der
diese BU benötigt hat / hätte ? und wird / wurde sie auch gezahlt ?

Es gibt ja genug Statistiken aber wie heißt es noch:

Glaub keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast...:j

Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema und muss eigentlich nur das für oder gegen abwägen.

Natürlich muss man Versichert sein aber ist bei einem "Schreibtischtäter" das Risiko nicht überschaubar ?
Bevor ich Berufsunfähig werde braucht es ja schon einiges.(Augenlicht, Psychisch) Oder ? &:
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Hallo Leute! :)


So wie ich im August meine Herbstdepression kriege (die zum Glück im Oktober verschwindet), mache ich mir auch schon Gedanken über mein Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. :d

Manche sichern sich ab über Berufsunfähikeitsversicherungen (BU) bzw. Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (BUZ). Auch ich habe mich seinerzeit beim Abschluss sehr ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt - allerdings war ich Teil des "Runs" der auf diese Versicherungen erst 2001 durch geänderte Gesetzgebungen (Stichwort: Erwerbsunfähigkeitsrente) einsetzte. Über den VERLAUF einer solchen Versicherung und dem Leistungsfall war damals wenig bekannt bzw. viele Versicherer kamen aus verschiedenen Gründen um die Leistung herum. Hier ist über die Gerichte der Verbraucherschutz in den letzten Jahren deutlich verbessert worden.

Leider tauchen ja wohl die meisten Betroffenen aus dem Arbeitsleben ab, so dass man sie schwer fragen kann.

Kennst Du einen Fall aus Deiner Umgebung, den Du mitgekriegt hast, bei dem es zur Leistung der Versicherung kam? Oder die Leistung verweigert wurde? Ist der Prozess der Leistungsbewilligung schwierig und langwierig gewesen oder entspricht er sogar den Werbeversprechungen?

Bei den Gebrauchtwagenpreisen des Z wird es hier wohl gar keinen mehr über 35 geben, der sich äußern könnte!? :b



Meine BU-Versicherung zahlt angeblich ab 50% Berufsunfähigkeit!
Muss ich eigentlich Änderungen in meinem Berufsumfeld oder andere Tätigkeiten als zum Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung melden?

Andreas
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Natürlich muss man Versichert sein aber ist bei einem "Schreibtischtäter" das Risiko nicht überschaubar ?
Bevor ich Berufsunfähig werde braucht es ja schon einiges.(Augenlicht, Psychisch) Oder ?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann man z.B. nicht ausschließen und warum sollte man psychische Erkrankungen als Schreibtischtäter ausschließen können?
Muss ich eigentlich Änderungen in meinem Berufsumfeld oder andere Tätigkeiten als zum Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung melden?Je nach Bedingungswerk: JA - bei Risikoerhöhung/-verminderung entweder Anpassung der Beiträge, oder je nach Bedingungen keine Erhöhung - am besten also direkt mit dem Versicherer sprechen, oder selbst nachlesen.

aber 1.000,00 € reichen doch nie und nimmer! wer Bedarf hat kann sich ja höher versichern - 1000 € ist ein guter Anhaltspunkt - 2000 € kosten eben das doppelte an Beitrag (ab 1500 € geht es meistens zur ärztlichen Untersuchung), ob es sich jeder leisten kann/will sein Nettoeinkommen (bis 65/67 Jahren) abzusichern?
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Psychisch schließe ich bei mir auch nicht aus, das waren nur die
beiden Punkte die mir auf anhieb eingefallen sind.
Zusätzlich dann Herz- Kreislauf Probleme.

Und ich denke auch das man Rund 1/2 bis 3/4 Prozent vom letzten Netto absichern sollte.
Bereichern darf man sich durch die Versicherung eh nicht und vom Staat kommt ja auch noch was.

Ist ja eigentlich auch nur für den "Notfall" vorgesehen.
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Ich möchte mich hier auch mal einhacken.:t
Kennt jemand aus dem Bekannten bzw. Verwandten Kreis jemanden der
diese BU benötigt hat / hätte ? und wird / wurde sie auch gezahlt ?

Genau DAS ist die Frage des Threattitels. :M
 
AW: Berufsunfähigkeitsversicherungen - wer kennt Leistungsfall?

Natürlich muss man Versichert sein aber ist bei einem "Schreibtischtäter" das Risiko nicht überschaubar ?
Bevor ich Berufsunfähig werde braucht es ja schon einiges.(Augenlicht, Psychisch) Oder ? &:

2xNein! :)

1. Schreibtischtäter haben tatsächlich ein geringeres Unfallrisiko (Finanzielle Risiken aus Unfälle lassen sich nebenbei bemerkt auch billiger mit Unfallversicherungen abdecken), aber ein gleich hohes Risiko an Krebs, Rheuma, Depressionen oder Herz- Kreislaufkrankheiten zu erkranken. Vielleicht sogar ein höheres, weil sie kaum Ausgleich in Bewegung finden.

2. Verwechsel nicht Erwerbsfähigkeit mit Berufsfähigkeit! Ein Friseur, der eine Haarallergie bekommt, kann ansonsten alles machen - außer Haare.

Sollte Dein Risiko tatsächlich viel geringer sein, als das anderer Berufe, erkennst Du das an deutlich niedrigeren Beitragssätzen.
Oder andersrum: je teurer der Beitrag, umso höher ist das von Versicherungen berechnete Risiko berufsunfähig zu werden.

Viele Versicherungen versichern auch gar nicht erst bis 65 oder gar 67 weil ihnen das Risiko zu hoch erscheint.
 
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