- Registriert
- 2 August 2004
- Wagen
- BMW Z8
Nun ist es eigentlich nicht meine Art, ein Allerweltsauto zu kaufen, das in Massen an jeder Ecke herumsteht, aber das Z4 Coupé hat doch von Anfang an einen gewissen Reiz in mir ausgelöst, dem ich nur mit Mühe nicht widerstehen konnte.
Nach nunmehr einem Jahr möchte ich daher meine Eindrücke an diejenigen weitergeben, die sich mit dem Kauf eines solchen Autos beschäftigen.
Hier zunächst die Daten:
BMW Z4 Coupé 3.0 si
Meister-Proper-Weiß
Xenon-Scheinwerfer
M-Fahrwerk
Angesichts der mit Extras vollgepfropften Vorführwagen mag die kurze Liste verwundern, aber nicht jeder kann sich Spielereien wie Navi etc leisten. Und früher ist man sowieso ohne ausgekommen.
Die Einfahrzeit verlief ziemlich problemlos, allerdings war ich doch einigermaßen erstaunt über die Platzverhältnisse unter dem Blechdach. Besonders das elegante Einsteigen vor Damen will geübt sein, am besten auf abwegigen Parkplätzen:
Trotz relativer Sitzgröße gelang es mir nie, über die Mitte der Motorhaube hinwegzublicken, was dann im Fahrbetrieb zum Entwickeln eines ausgeprägten Schätzsinnes führte, wie weit man von anderen Dingen des Kraftfahrlebens noch entfernt ist. Meist hat mich dieser Schätzsinn kaum im Stich gelassen.
Im Laufe des Jahres lief das QP recht problemlos, es waren allerdings auch nicht mehr als rund 11.000 km, da ich die meiste Zeit doch mit vernünftigen Autos unterwegs bin. Lediglich ein Motor wurde getauscht, was sich aber im Nachhinein als überflüssig herausstellte.
Aber nun zu ein paar Dingen, die man besonders beim Erwerb eines gebrauchten Z4 im Auge behalten sollte.
Das Z4 QP ist ein sogenannter Spochtwagen, bei dem es angeblich nicht auf den Zustand der Bandscheiben des Fahrers ankommt. Entsprechend spartanisch ist auch die Innenausstattung:
Zum Glück hatte ich mich seinerzeit gegen den M entschieden, da ich keine Batterie im Kofferraum herumstehen haben wollte. Das Gepäckfangkreuz gab es übrigens als kostenlose Option mit dazu.
Die hocheffiziente Kombination einer praktisch nicht-existenten Klimaanlage und einer übereifrigen Heizung sorgte dafür, daß eine Sitzheizung im Alltagsbetrieb nicht benötigt wurde.
Ein wenig enttäuschend war dagegen die Qualität der Dachdämmung, die sich mühelos mit einem Spachtel ablösen ließ. Da ist man von BMW besseres gewohnt.
Um den in diesem Forum bereits mehrfach angesprochenen Knarzgeräuschen auf die Spur zu kommen, betrieben wir einigen Aufwand. Wie meist in solchen Fällen, fand sich der Fehler erst nach mehrfachem Probieren....
....und zwar exakt in der Mitte dieses Kabelbaums.
Nachdem wir ihn ausgebaut hatten, war das Knarzen weg. Der Verlust der Funktion der Seitenairbags erschien uns als angemessenes Opfer in dieser Situation.
Das Fahrerlebnis mit dem Z4 Coupé umfaßt alle Facetten des Wohlgefühls. Die oft beschriebene Neigung zum Nicht-Geradeauslauf kann ich nicht wirklich bestätigen, da ich gerade bei hohen Geschwindigkeiten zum Trinken neige und deshalb oft nur eine Hand am Lenkrad habe. Allerdings war es mir nicht möglich, zur gleichen Zeit mit der anderen Hand zu telefonieren, so daß die Vorwürfe berechtigt sein mögen. Ein Funkgerät schaffte recht schnell Abhilfe.
In Kurven verhält sich das QP weitgehend neutral, zumindest dem Betrachter gegenüber:
Der Reifenverschleiß hält sich mit ca. 500 bis 600 km pro Satz in vernünftigen Grenzen, aber nur, wenn man den Luftdruck genau im Auge behält.
Alles in allem läßt sich das QP recht entspannt fahren, trotzdem war es überraschend, daß die Namen der Fahrer an auffälliger Stelle angebracht werden mußten, damit allfällige Verwarnungen prompter zugestellt werden können.
Nach einem Jahr stellt sich natürlich die Frage, ob man ein solches Auto behalten soll oder nicht. Entgegen der derzeitigen Flaute im Gebrauchtwagenmarkt erhielt ich Angebote im Bereich ca. 25% unter Beschaffungspreis, eine schöne Bestätigung dafür, das richtige Auto gewählt zu haben. Ich denke, es ist besser, das QP zu behalten unter diesen Umständen. Verkaufen kann man immer noch.
Zusammenfassend kann ich sagen, daß das Z4 Coupé sicherlich eine Überlegung wert ist, auch wenn der Einstiegskomfort beim Roadster sicherlich besser ist. Aber zur Sicherheit kann man ja immer einen Dosenöffner in der Tasche haben.
Nach nunmehr einem Jahr möchte ich daher meine Eindrücke an diejenigen weitergeben, die sich mit dem Kauf eines solchen Autos beschäftigen.
Hier zunächst die Daten:
BMW Z4 Coupé 3.0 si
Meister-Proper-Weiß
Xenon-Scheinwerfer
M-Fahrwerk
Angesichts der mit Extras vollgepfropften Vorführwagen mag die kurze Liste verwundern, aber nicht jeder kann sich Spielereien wie Navi etc leisten. Und früher ist man sowieso ohne ausgekommen.

Die Einfahrzeit verlief ziemlich problemlos, allerdings war ich doch einigermaßen erstaunt über die Platzverhältnisse unter dem Blechdach. Besonders das elegante Einsteigen vor Damen will geübt sein, am besten auf abwegigen Parkplätzen:
Trotz relativer Sitzgröße gelang es mir nie, über die Mitte der Motorhaube hinwegzublicken, was dann im Fahrbetrieb zum Entwickeln eines ausgeprägten Schätzsinnes führte, wie weit man von anderen Dingen des Kraftfahrlebens noch entfernt ist. Meist hat mich dieser Schätzsinn kaum im Stich gelassen.
Im Laufe des Jahres lief das QP recht problemlos, es waren allerdings auch nicht mehr als rund 11.000 km, da ich die meiste Zeit doch mit vernünftigen Autos unterwegs bin. Lediglich ein Motor wurde getauscht, was sich aber im Nachhinein als überflüssig herausstellte.
Aber nun zu ein paar Dingen, die man besonders beim Erwerb eines gebrauchten Z4 im Auge behalten sollte.
Das Z4 QP ist ein sogenannter Spochtwagen, bei dem es angeblich nicht auf den Zustand der Bandscheiben des Fahrers ankommt. Entsprechend spartanisch ist auch die Innenausstattung:
Zum Glück hatte ich mich seinerzeit gegen den M entschieden, da ich keine Batterie im Kofferraum herumstehen haben wollte. Das Gepäckfangkreuz gab es übrigens als kostenlose Option mit dazu.
Die hocheffiziente Kombination einer praktisch nicht-existenten Klimaanlage und einer übereifrigen Heizung sorgte dafür, daß eine Sitzheizung im Alltagsbetrieb nicht benötigt wurde.
Ein wenig enttäuschend war dagegen die Qualität der Dachdämmung, die sich mühelos mit einem Spachtel ablösen ließ. Da ist man von BMW besseres gewohnt.
Um den in diesem Forum bereits mehrfach angesprochenen Knarzgeräuschen auf die Spur zu kommen, betrieben wir einigen Aufwand. Wie meist in solchen Fällen, fand sich der Fehler erst nach mehrfachem Probieren....
....und zwar exakt in der Mitte dieses Kabelbaums.
Nachdem wir ihn ausgebaut hatten, war das Knarzen weg. Der Verlust der Funktion der Seitenairbags erschien uns als angemessenes Opfer in dieser Situation.
Das Fahrerlebnis mit dem Z4 Coupé umfaßt alle Facetten des Wohlgefühls. Die oft beschriebene Neigung zum Nicht-Geradeauslauf kann ich nicht wirklich bestätigen, da ich gerade bei hohen Geschwindigkeiten zum Trinken neige und deshalb oft nur eine Hand am Lenkrad habe. Allerdings war es mir nicht möglich, zur gleichen Zeit mit der anderen Hand zu telefonieren, so daß die Vorwürfe berechtigt sein mögen. Ein Funkgerät schaffte recht schnell Abhilfe.
In Kurven verhält sich das QP weitgehend neutral, zumindest dem Betrachter gegenüber:
Der Reifenverschleiß hält sich mit ca. 500 bis 600 km pro Satz in vernünftigen Grenzen, aber nur, wenn man den Luftdruck genau im Auge behält.
Alles in allem läßt sich das QP recht entspannt fahren, trotzdem war es überraschend, daß die Namen der Fahrer an auffälliger Stelle angebracht werden mußten, damit allfällige Verwarnungen prompter zugestellt werden können.
Nach einem Jahr stellt sich natürlich die Frage, ob man ein solches Auto behalten soll oder nicht. Entgegen der derzeitigen Flaute im Gebrauchtwagenmarkt erhielt ich Angebote im Bereich ca. 25% unter Beschaffungspreis, eine schöne Bestätigung dafür, das richtige Auto gewählt zu haben. Ich denke, es ist besser, das QP zu behalten unter diesen Umständen. Verkaufen kann man immer noch.
Zusammenfassend kann ich sagen, daß das Z4 Coupé sicherlich eine Überlegung wert ist, auch wenn der Einstiegskomfort beim Roadster sicherlich besser ist. Aber zur Sicherheit kann man ja immer einen Dosenöffner in der Tasche haben.

, aber was solls.
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