AW: Deutsche Regierung nimmt unkooperative Staaten aufs Korn
Von der Steuerquote auf die Entwicklung des Landes zu schließen ist Unfug. Schau die Dänemark, Schweden und Norwegen an, die zahlen ein Vielfaches mehr an Steuern und dort ist der Lebensstandard auch signifikant höher als in Deutschland.
Ich glaube nach all diesen Skandalen in letzter Zeit um die UBS haben die Schweizer ein bisschen Angst, dass die Steuerbetrüger jetzt woanders hingehen
Du hast dir Schweden & Co. aber selber noch nie richtig angeguggt, sonst würdest du nicht einen solchen Blödsinn schreiben. Es kommt auch immer ganz darauf an, was man für einen bestimmten Betrag X bekommt. Und wenn du das Ganze mal mit Deuschland vergleichen würdest, käme dir wohl das Heulen!
Zur UBS: Das, was die UBS gemacht hat, hat rein gar nichts mit dem, was jetzt auf breiter Front versucht wird, zu tun. Es ist bloss Vorwand bestimmter marktwirtschaftlich betrachteter bankrotter Staaten (dazu zähle ich auch Deutschland).
Dummes Geschwätz. Die USA dürften vom Verdacht der Marktwirtschaftsgegner ziemlich befreit sein. Und die machen vor, wie man mit den SChweizer Banken WIRKLICH umgehen sollte. Da setzt nämlich das Justizministerium der UBS die Pistole auf die Brust und sagt denen, dass sie ihnen gefälligst die steuerhinterziehenden Kunden zu nennen haben, sonst würde die UBS ind en USA keine Geschäfte merh machen. Klar, dass da die Schweizer einknicken. SO macht man...
Das, was du hier schreibst, ist dummes Geschwätz. Es hat nichts mit „den Schweizer Banken“ zu tun, sondern lediglich mit der UBS. Und so klar ist es gar nicht, dass die Schweizer einknicken – das Ganze hat in dieser Konstellation viel mehr mit der aktuellen Finanzmarktkriese und der angeschlagenen UBS zu tun. Die UBS ist nun mal für eine Volkswirtschaft wie die Schweiz bedrohend gross. Wäre damals das USA-Geschäft für sich gegliedert worden, hätte man in Bern wohl auch anders reagiert.
Steuerbetrüger hatten noch nie was in der Schweiz zu suchen, weil sie dort noch nie Schutz bekamen. Steuerhinterzieher sind nicht erst seit gestern (bzw. seit UBS) aus der Schweiz raus, schon seit den bilateralen Vertägen hätte man die Schweiz meiden sollen.
Der UBS-Fall hat mit alledem wenig am Hut... Hier gehts eher um die "Frechheit" der Amis.
Völlig richtig! Ergänzend dazu: … und der neuen Regierung der USA!
Und das Steuerhinterzieher noch nie Schutz in der Schweiz bekamen stimmt doch genauso wenig. Das Gegenteil ist der Fall, die Schweizer Banken haben sich schon immer auf ihr Bankengeheimnis berufen. Da haben sich die Deutschen Finanzbehörden die Zähne ausgebissen (das ist ja das, woran die Politiker sich jetzt mit aller Macht drauf stürzen, das System zu zerbrechen). Das haben die Schweizer Banken sich auch gut bezahlen lassen.
Die Schweizer Banken haben Mitte der 90er Jahre ganz große "unter dem Tisch"-Aquisien betrieben.
FALSCH! Die Schweiz leistet bei nach Schweizer Gesetzeslage vorliegendem Steuerbetrug Amtshilfe. Nur komisch, dass bis dato nur eine handvoll Amtshilfegesuche eingegangen sind. Soll ich dir erklären, wie das richtig zu laufen hat? Deutsche Behörde XY reicht ein Amtshilfe-Gesuch mit stichhaltigen Beweisen ein, der Staatsanwalt prüft und fordert die Bank nötigenfalls zur Herausgabe der Akten auf. Nur, was will Deutschland & Co.? Sie wollen – wie in Deutschland mittlerweile üblich – per Knopfdruck alle Daten einsehen – ohne lange Gerichtswege.
Diese Erbsenzählerei macht auch nur die Schweiz... wer Steuern hinterzieht, der betrügt, ganz einfach.
So einfach ist das nicht. In der Schweiz wird die Einkommenssteuer nicht vom Arbeitgeber abgeführt (Quellensteuer), sondern jeder AN muss jährlich seine Steuererklärung ausfüllen und diese einreichen. Tja, bei knapp 8 Mio. Menschen kann es schon mal passieren, dass man mal was vergisst, und hier wird unterschieden zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug.
Das macht schon Sinn, denn die Steueroasen in Europa werden aufgrung der "Übermacht" der EU enorme Probleme bekommen, wenn sie nicht kooperieren. Für den Rest: Die Hemmschwelle, sein Geld irgendwo im Pazifik zu investieren, ist schonmal deutlich höher... es wird auf jeden Fall weniger abgezogen werden. Verhindern kann man Steuerhinterziehung sowieso nicht, aber Ziel muss es sein, diese zu minimieren.
Hmmm… Wie rechtfertigst du dann Irland (Körperschaftssteuersatz von 12.5 % bis 2025)? Wie rechtfertigst du Lettland, Litauen & Co.? Was ist mit Malta und Zypern? Was ist mit den „Krongebieten“ von UK oder den niederländischen Antillen? Also bitte…
Also ich sehe, hier wird einfach geglaubt ohne zu hinterfragen. Ich habe tagtäglich mit Deutschen zu tun, die Deutschland den Rücken kehren und das sind nicht Sozialhilfeempfänger, sondern Leistungsträger – der ehemalige gesunde Mittelstand. Was ich zu hören kriege, geht auf keine Kuhhaut mehr.
EDIT: Schon verwunderlich, dass z.B. in der Schweiz prozentual bezogen auf die Steuerbelastung weniger hinterzogen wird, als in Ländern wie Deutschland, Frankreich & Co. Woran das wohl liegen dürfte. Vielleicht daran, ob man eine bestimmte Steuerbelastung als fair erachtet? Runter mit den Steuern, und unnötige Ausgaben für überzogene Betriebsprüfungen usw. einsparen, aber das geht in einem Sozialstaat ja nicht.