Die Abschaffung der Arbeit

nobbo

aus Wittgenstein
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24 Februar 2007
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,2i
Kaum einer kann sie leiden, fast niemand hinterfragt sie wirklich. Kann man Arbeit abschaffen? Der Anarchist Bob Black fordert die Abschaffung der Arbeit.

Die Verherrlichung der Arbeit ist relativ neu. Noch die Griechen und Römer verabscheuten Arbeit, sie war nur für Sklaven eine Option. So kritisierte Cicero alle Formen der Arbeit für Geld und stellte fest, dass "wer immer seine Arbeitskraft für Geld gibt, sich selbst verkauft und sich in den Rang eines Sklaven stellt."
Das sind recht deutliche Worte, deren Realität wir heute scheinbar kaum noch sehen können. Zwangsarbeit ist heute nicht mehr nur normal, sondern scheint sogar seltsam erstrebenswert. Man könnte fast meinen, die Sklavenhaltung wäre mittlerweile so perfektioniert, dass die Sklaven ihren Status gar nicht mehr bemerken.

http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2014/die-abschaffung-der-arbeit.html
 
Naja, dann wären wir halt noch in der Anike, tragen die Schei... mit Eimern ins nächste Erdloch, frieren uns im Winter den Arsch ab....

Ok, ich bin gegen Arbeit
 
Zitat vom Ende des Artikels: "Und vielleicht, vielleicht werden eines Tages alle Menschen tatsächlich ihre Kündigung abschicken und den Konsum von Schwachsinn einfach einstellen."
Denke mal der Artikel trifft hier auf keinerlei Gegenliebe,da es Grundlage dieses Forums ist "Schwachsinn" zu konsumieren(zumindest glaube ich,dass der Autor dieses Artikels so über den Erwerb von Sportwagen und den dazugehörigen Assesoires denkt).
Grundsätzlich denke ich,dass derjenige,der seine Arbeit als Qual empfindet etwas falsch gemacht hat. Die regelmäßige Arbeit gibt dem Leben Struktur und Sinn,Erfolge bei der Arbeit stützen das Selbstwertgefühl. Auch die Freizeit lernt man ja erst durch den Kontrast zur Arbeit schätzen. Mir tun Bekannte leid,die schon jetzt,10 Jahre vor ihrer Verrentung,die Tage bis zur Pensionierung zählen,ich werde,wenn mich die Gesundheit nicht im Stich lässt,bis 70 arbeiten. In meiner Praxis arbeitet ein 75jähriger auf 450€ Basis und der macht einen deutlich zufriedeneren Eindruck als all die 60jährigen Vorruheständler die ich sonst kenne.
 
Im Ernst, Arbeit schätzt man erst, wenn man keine mehr hat.
Ich könnte gerne darauf verzichten, so schnell würde bei mir keine Langeweile aufkommen.
Dann hätte ich endlich mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.
In meiner Freizeit habe ich eigentlich immer etwas zu tun, sei es am Haus und Garten, Hobbys wie meinen Zetti der mehr steht als fährt, Fotografieren, Lesen, Fahrradfahren, Fitness, Reisen, mehr Zeit für meine Frau etc.
 
Und wie finanziert man das? &:
Deswegen meine Antwort #2. Die Menscheit wäre nicht soweit wie sie heute ist.
Ob das immer gut ist, ist ne andere Frage, aber besser wie mein obiges Beispiel mit Sicherheit :D
 
Frag mal die Geissens! ;)
Rooobert...
Die geissens sind auch nicht so reich geworden. Das ist heute das Ergebnis einer guten Idee und langjährigen harten Arbeit.(uncle Sam). Und jetzt ist es nicht so das die nichts tun, das "fernsehen"ist auch Arbeit und fordert viel. Und ein neues Label haben die auch, was auch mit Arbeit verbunden ist. Ich gönne es der Familie das. Vorallem welche Kinder sprechen 3-4 Sprachen im Alter von 12 Jahren. Die werden bestens auf das Leben vorbereitet.

So jetzt zu mir, ich arbeite sehr gerne. Ohne der Arbeit wäre mir langweilig und mein Selbstvertrauen würde stark Leiden. Ich finde das Arbeiten gehört dazu wie die Freizeit. Wem arbeiten Spaß macht der macht sie auch gut. So wie ich :D:D
 
IHobbys wie meinen Zetti der mehr steht als fährt, Fotografieren, Lesen, Fahrradfahren, Fitness, Reisen, mehr Zeit für meine Frau etc.
1. Interessante Prioritäten :D
2. Weiß Deine Frau, dass Zeit mit ihr verbringen nur ein Hobby von Dir ist? ;)

Ich arbeite auch schon länger am Business-Plan für mein nächstes Unternehmen ohne lästige Kunden und Mitarbeiter ... allein die Finanzierung will noch nicht so recht klappen.

Tim
 
Und wie finanziert man das? &:

Indem man dafür sorgt, dass die Geldströme beständig zu einem fließen, Stichwort passives Einkommen. Je früher man damit anfängt, umso besser. Ich bin der Meinung, dass das Leben auch ohne Hamsterrad Struktur haben kann. ;)

Ich finde das Buch "Rich Dad, Poor Dad" von Robert Kiyosaki zu diesem Thema ganz interessant.

LG Christian
 
Indem man dafür sorgt, dass die Geldströme beständig zu einem fließen, Stichwort passives Einkommen. Je früher man damit anfängt, umso besser. Ich bin der Meinung, dass das Leben auch ohne Hamsterrad Struktur haben kann. ;)
Dann erklär mal wie man ohne Arbeit diese Geldströme zu sich selbst lenken kann.
 
Och, da gibt's viele Möglichkeiten:

Du kannst zum Beispiel Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen erhalten, um die gängigsten zu nennen.
 
Um Dividenen zu erhalten brauche ich erstmal Geld, welches ich anlegen kann -> woher kommt das? Fällt das vom Himmel oder muss ich mir das erarbeiten?

Das Erhalten von Dividenen setzt voraus, dass ich die richtige Anlageentscheidung und -strategie treffe, ist das keine Arbeit?

Auch Zinsen setzen Kapital voraus und die die richtige Strategie.

Mieteinnahmen generiere ich aus eigenen Wohnungen, die muss ich gekauft haben, woher kommt das Geld? Und auch der Kauf der Wohnungen ist Arbeit. Auch das Verwalten der Wohnungen oder das Kümmern, "dass" sie jemand verwaltet - all das ist "Arbeit" ... also eine Leistung, die ich über eine gewisse Zeit erbringe.

Auch das Posten jetzt gerade in diesem Forum ist "Arbeit", wenn auch unentgeltlich, aber irgendjemand liest das und freut sich - ich habe etwas geleistet und Zeit investiert = "Arbeit verrichtet".

Es geht somit nicht ohne Arbeit. Nirgendwo. Jedes Lebewesen verrichtet Arbeit - auch ein Faultier arbeitet.
 
Och, da gibt's viele Möglichkeiten:

Du kannst zum Beispiel Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen erhalten, um die gängigsten zu nennen.

Interessanter Ansatz, wenn wir alle also nur noch fleissig vermieten und Miete kassieren, dazu fleissig Dividende auf Aktien bekommen, dann muessen wir ab einer bestimmte Summe ueberhaupt nicht mehr arbeiten!
Doch warte, wer soll denn dann überhaupt das Geld fuer die Dividende erarbeiten (faellt nicht vom Himmel) oder uberhaupt noch Immobilien mieten? (ich bei dir und du bei mir?)
Irgendwas fehlt bei deinem Ansatz, findest du nicht? Mindestens diejenigen, die das ganze erarbeiten "muessen"?

Abgesehen davon, wuesste ich nicht, wo man Immobilien oder Aktien geschenkt bekommt.

Ach ja, was bin ich froh, dass ich meine Arbeit liebe :D

Gruesse
 
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Och, da gibt's viele Möglichkeiten:

Du kannst zum Beispiel Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen erhalten, um die gängigsten zu nennen.

Indem man dafür sorgt, dass die Geldströme beständig zu einem fließen, Stichwort passives Einkommen. Je früher man damit anfängt, umso besser. Ich bin der Meinung, dass das Leben auch ohne Hamsterrad Struktur haben kann. ;)

Ich finde das Buch "Rich Dad, Poor Dad" von Robert Kiyosaki zu diesem Thema ganz interessant.

LG Christian

Du hast das Buch gelesen, bist von der Theorie beeindruckt, oder besser, schon bekehrt worden :mad:
Bitte Leb mir das mal 10 Jahre vor, dann reden wir wieder :roflmao::roflmao:


Da könnte man ja schon fast an Sektentum denken. Einer kassiert, lässt Sklaven für sich arbeiten.
Und ich glaube, ich habe das Wort Sklaven schon im Eingangspost gelesen :g
 
Offen gesagt bin ich ohnehin überrascht, dass über einen so offensichtlichen Unsinn derart lebhaft diskutiert wird.

Womöglich ist es ja so, dass der werte Herr "Black" irgendwo in seinem Beitrag, den ich nach Lesen der ersten Absätze gedanklich in den virtuellen Papierkorb befördert habe, neben der Dokumentation seiner eigenen Faulheit auch eine fundierte Lösung für eine arbeitsfreie Weltordnung anbietet. Dafür, dass das nicht so ist, spricht freilich bereits die Webseite, auf der dieser Unsinn veröffentlicht wurde.

Natürlich kann man aber über alles und jeden diskutieren, wenn man reichlich Zeit hat oder gerne das Arbeiten vermeiden möchte. :7madz:
 
@ Jokin, P_I_M_P:

Natürlich muss man sich das Anfangskapital erarbeiten. Ab dem Zeitpunkt, an dem man seine Ausgaben aus seinem passiven Einkommen bestreiten kann, benötigt man jedoch kein aktives Einkommen mehr. Das Treffen von Anlageentscheidungen sehe ich nicht als Arbeit an.

@ pixelrichter:

Ich möchte niemanden bekehren. Ich habe nur deine Frage beantwortet, wie man ein Leben ohne Arbeit finanzieren kann. Wenn du meinst, dass das nicht funktionieren kann, dann ist das eben so. Wo ist das Problem?

LG Christian
 
Wenn keiner mehr arbeitet wer baut uns dann all die schönen Autos ?

Mir würde es langen wenn ich nicht mehr arbeite.
 
Naja, dann wären wir halt noch in der Anike, tragen die Schei... mit Eimern ins nächste Erdloch, frieren uns im Winter den Arsch ab....

Ok, ich bin gegen Arbeit

Na ja, mit etwas Weitsicht wäre das Ergebnis, dass man den Kapitalismus und den ausbeutenden Wirtschaftsunternehmen als auch den nimmersatten Staatsregierungen den Schneid abringt. Stichwort: Tausch anstelle Geld. Beispiel: Ein Handwerker bietet seine Hilfe gegen etwas, das er aktuelle gebrauchen kann (und wenn es "nur" Essen wäre) usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Ernst, Arbeit schätzt man erst, wenn man keine mehr hat.

Als Privatier arbeite ich schon seit 2005 nicht mehr. Bis heute vermisse ich den Druck der Arbeitswelt überhaupt nicht ;)
Alles wie immer eine Betrachtung aus einem anderen Winkel!

Ich gebe Dir aber vollkommen recht. In der heutigen Zeit ohne Arbeit sein zu müsssen, wenn man von irgend einem Einkommen bzw. irgend einer Einnahme abhängig ist, ist absolut unschön und nahezu menschenunwürdig.
 
Zitat vom Ende des Artikels: "Und vielleicht, vielleicht werden eines Tages alle Menschen tatsächlich ihre Kündigung abschicken und den Konsum von Schwachsinn einfach einstellen."
Denke mal der Artikel trifft hier auf keinerlei Gegenliebe,da es Grundlage dieses Forums ist "Schwachsinn" zu konsumieren(zumindest glaube ich,dass der Autor dieses Artikels so über den Erwerb von Sportwagen und den dazugehörigen Assesoires denkt).
Grundsätzlich denke ich,dass derjenige,der seine Arbeit als Qual empfindet etwas falsch gemacht hat. Die regelmäßige Arbeit gibt dem Leben Struktur und Sinn,Erfolge bei der Arbeit stützen das Selbstwertgefühl. Auch die Freizeit lernt man ja erst durch den Kontrast zur Arbeit schätzen. Mir tun Bekannte leid,die schon jetzt,10 Jahre vor ihrer Verrentung,die Tage bis zur Pensionierung zählen,ich werde,wenn mich die Gesundheit nicht im Stich lässt,bis 70 arbeiten. In meiner Praxis arbeitet ein 75jähriger auf 450€ Basis und der macht einen deutlich zufriedeneren Eindruck als all die 60jährigen Vorruheständler die ich sonst kenne.

Tja, das "System" hat jeden fest im Griff. Und "Ameisen" sind so fest eingebunden, dass sie es noch nicht einmal merken und für selbstverständlich halten. Was hat das mit Selbstwertgefühl gemeinsam? Ich denke rein gar nichts ;)

Und später straft das (heutige) "System noch! Die eh schon immer und lange arbeiteten sind gezwungen in ihrem Ruhestand arbeiten zu müssen. Ist das richtig? Nein. Und das wird noch schlimmer werden. Und wirst davon ebenso nicht unbedingt sicher sein :whistle:
 
Auch Tausch ist Arbeit. Mann muss ja auch erst mal etwas "erwirtschaften" was man tauschen kann. Und es muss ja immer etwas besseres dabei raus kommen, sonst gibts bald nix mehr zu tauschen....
Als muss investiert werden = Arbeit
 
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