Die Schneewittchen Story, wie alles begann

Schuffel

macht Rennlizenz
Registriert
19 August 2014
Ort
Wesel
Wagen
BMW Z3 M coupé
Die Verfechter des reinen Glaubens müssen bei diesem Bericht ganz stark oder sehr tolerant sein. Ich wollte einfach nur ein schönes Auto herrichten, unabhängig davon, ob es sowas in Europa je gegeben hat.

Seit nunmehr 7 Jahren fahre ich einen Zetti.
Vor knapp 3,5 Jahren hatte ich mal einen Durchhänger, weil ich krankheitsbedingt meinen Job an den Nagel hängen mußte. Da stand Zetti fahren nicht mehr an erster Stelle.

Der Junior wollte ihn haben, der Junior hat ihn bekommen und hält ihm bis heute die Treue.

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Ich habe mir was Solides gekauft (E93) und dachte die Sache wäre damit aus der Welt.

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Bald stand aber wieder ein Zetti in der Garage. Diesmal jedoch in der geschlossnen Version. Das Auto fährt heute mein Kumpel Mattes.

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Um meinen Spieltrieb auszuleben hatte ich mir ein neues Projekt vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wußte ichnoch nicht, das es noch einige Zeit dauern wird bevor ich das angehen kann. Einige Fingerübungen hatte ich dann in der Folgezeit absolviert und die Werkstatt hat ein Upgrade erfahren. Jetzt konnte es wirklich losgehen.

Folgendes hatte ich mir selbst ins Lastenheft geschrieben.
Zetti, Facelift, Motorisierung egal, Chrome Line Exterieur und wenn möglich Sportsitze, Farbe selten aber nicht krawallig.

Und dieses Auto sollte als Ausgangsbasis dienen. Mal als Ersatzteilträger gekauft, aber von der Substanz viel zu gut um geschlachtet zu werden. Kaum km runter. Als Wunschfarbe hatte sich die Familie alpine white vorgestellt. Warum nicht, obwohl die Ursprungsfarbe schwarz ist.

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Zu einem weißen Auto passen natürlich ganz hervorragend die blauen Sitze, aber diese Kombi gibt es ja häufig. Ich fand rote Sitze gut. Nach sehr langem Suchen habe ich diese hier gefunden.

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Jetzt stand fest, das Auto wird in traumrot/schwarz ausgestattet sein. Das mir mein Coupe Projekt dazwischen kommen wird, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Fortsetzung folgt.

 
So jetzt kann es weiter gehen.

Als ich das Auto auf der Bühne hatte sind mir recht schnell einige "Baustellen" aufgefallen. Jetzt muss ich dazu sagen, daß ich zwar in meiner Jugend sehr viel schrauben mußte (sonst wäre das Mopped nie gelaufen) und auch auf eine solide technische Ausbildung zurückgreifen kann, aber das ist schon mehr als 4 Jahrzehnte her und ich habe nie wieder in dem Job gearbeitet. Da das Langzeitgedächnis aber noch akzeptabel gut funktioniert sind viele Fertigkeiten recht schnell wieder verfügbar gewesen.
Hier die Liste der wichtigsten Sachen.

1. der Endtopf sollte erneuert werden
2. die Dämpfer HA
3. das Diff
4. Die Inkontinenz beseitigen

Ich hatte mich entschieden die Dämpfer und den Endtopf erst einmal unangetatstet zu lassen.
Das Diff war als erstes dran. Die 16 Jahre alte Plörre im Diff sah wenig vertrauenserweckend aus. Gute Entscheidung den Tausch vorzunehmen

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Ein Glück das ich noch ein generalüberholtes 168er Diff bekommen konnte. Und dann auch noch mit meiner Lieblingsübersetzung i = 3.64 - serienmäßig ist ein i = 3.38 verbaut. Mit der knapp 10% kürzeren Übersetzung kann der kleine Vierzylinder recht gut mithalten. Die paar km bei der Endgeschwindigkeiten sind für mich zu vernachlässigen.

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Viele Stunden später war das Diff gewechselt und meine Nerven lagen ziemlich blank. Beim nächsten Mal werde ich auf die original Schrauben verzichten und dafür Stehbolzen und Muttern nehmen. Spart ne Menge an Zeit und Nerven.

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Nach dieser Aktion habe ich eine kleine schöpferische Pause eingelegt. Um die Ölundichtigkeit am Motor zu beseitigen mußte ich mich erst einmal einlesen und Infos sammeln.
 
So jetzt kann es weiter gehen.
Meine Planung hat sich ein wenig verschoben. Nach dem Gewühle mit dem Diff wollte ich erst einmal nicht mehr im Öl wühlen. Der Motor kann warten.

Ich wollte doch unbedingt ein Armaturenbret (bicolor) passend zu den Sitzen. Habe auch eines bekommen und dachte, das ich mal eben die Teile austauschen könnte. Dann noch ein paar ZUsatzanschlüsse versteckt und gut ist.

Weit, ganz weit gefehlt.

Alleine der Ausbau des alten Armaturenbrettes ist ohne Demontage der Mittelkonsole garnicht machbar. Wer das jemals versucht hat kann nachvollziehen, welche Flüche da über meine Lippen gekommen sind.
Wobei ich dazu sagen muss, dass meine Jungens eine große Hilfe waren.

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Beim Beifahreairbag hat mein Jüngster allerdings gehörigen Respekt gezeigt. Das war ihm so garnicht geheuer. Das die Batterie schon seit Tagen abgeklemmt ist und ich einen Potentialausgleich vorgenommen habe versteht sich von selbst. Aber da hat der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand behalten. Macht nix, muss der Papa halt ran.

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Das Endergebnis nach vielen Stunden der Schrauberei sieht dann so aus. Ich hatte zwar schon gehört das BMW unterhalb des Armaturenbretts unlackierte Stahlteile einsetzt, konnte mir das aber nie vorstellen. Die nächste schöpferische Pause steht an.

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Unglaublich so ein rostender Träger im Innenraum ... Und dabei wollte ich das Armaturenbrett doch gar nicht anfassen :(
Ich ignoriere deinen letzten Post einfach. Für mich gibt es da keinen Rost ...

Ansonsten, schönes Projekt :)
 
wenn ich das ausgebeinte Auto sehe :11shocked, würde mir der Träger die kleinsten Sorgen machen :laugh4::laugh4::laugh4:

J. weiterhin viel Spaß

Gr. Kl:8policemausi :3devilish
 
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