Erfahrungsbericht: 37tkm 3.0i M54 vs. 1tkm M S54

Philorus

Fahrer
Registriert
24 April 2013
Ort
München
Wagen
BMW Z3 M coupé
Hallo zusammen,

nachdem ich nun seit ein paar Monaten Besitzer eines schwarzen M Coupes (S54) bin und nebenbei noch den oxfordgrünen 3.0er habe, möchte ich an dieser Stelle meine Eindrück aus dem Vergleich der beiden Fahrzeuge schildern. Vlt interessiert es ja jemanden(; Beide Coupes befinden sich in unveränderten Originalzustand.

Vorab: Der 3.0er soll bald zu einem fairen Preis verkauft werden. Bislang ist mein Eindruck, dass ein Großteil der inserierten Fahrzeuge zu Mondpreisen angeboten wird, von denen auch ich mich vlt anfänglich habe täuschen lassen. To be continued....

Design:

Hier finde ich den 3.0er (und auch die 2.8er) einfach schöner weil eleganter bzw. dezenter. Insbesondere in den oxfordgrünen 3.0er habe ich mich (welch Wunder) verknallt, nachdem ich ursprünglich nie ein grünes Auto fahren wollte. Als ich das erste Mal live davor stand, war das Thema durch.

Der M sieht in meinen Augen mit den vier Pötten am Heck fast schon ordinär aus, dazu die Tiefbrettfelgen. Eigentlich stehe ich nicht wirklich auf diese optische Nummer "offene Hose". Von vorne bzw. in der Seitenansicht finde ich die M-spezifischen Umfänge dagegen gelungen. Und ja, so ganz klammheimlich finde ich den Gesamtauftritt a la schwarzes Batmobil vlt doch ganz G*** (;

Im Innenraum gefallen mir die M Sitze (ich bilde mir leicht besseren Seitenhalt ein), die zusätzlichen Rundinstrumente, der beleuchtete Schaltknauf sowie die erweiterte Tachoskalierung. Durch diese Details ist die Besonderheit dieses Autos für mich unaufdringlich aber dauerhaft präsent.

Fahrwerk / Bremsen

Den 3.0er habe ich 2013 mit 88tkm gekauft, heute hat er 125tkm runter (ohne mich je im Stich gelassen zu haben). Der S54 wurde mit 46tkm erworben.

Bzgl Fahrwerk bin ich überrascht, wie komfortabel der M ist. Ehrlich gesagt stelle ich überhaupt keinen signifikanten Unterschied zum M-Fahrwerk im 3.0er fest (gab es da wirklich eine Wahlmöglichkeit bei den AG Modellen?). Federung/Dämpfung sind in beiden Fahrzeugen sportlich mit ausreichend Restkomfort. Bei hohen Geschwindigkeiten laufen beide absolut stoisch geradeaus. Für den M hätte ich mir weniger Servounterstützung in der Lenkung gewünscht. Dazu ist allerdings zu sagen, dass ich die Fahrzeuge nie auf der Rennstrecke bewegt habe oder bewegen werde und meine Beurteilung daher nur bedingt differenziert ausfällt.

Bei der Bremse ist der Unterschied spürbar. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie schwach BMW die Bremse des 3.0ers dimensioniert hat. Für ein Auto, welches mit 250 km/h Topspeed im Schein steht, sind Scheiben/Beläge einfach nicht ausreichend standfest (auch für damalige Verhältnisse (?)), zumindest bei längeren Autobahnetappen mit erhöhter Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim M ist die Bremse deutlich bissiger und auch auf längeren Autobahnetappen fadingfrei. Mit einer modernen Bremse (z.B. aus meiner BMW Familienkutsche) ist aber auch der Emma Anker nicht vergleichbar.

Antrieb

Beim M54 habe ich die Vanos und sämtliche potentielle Problemkomponenten tauschen lassen (u.a. LMM, Disa, Nockenwellensensoren etc.). Der Wagen zieht schön durch, mit leichter Drehmomentspitze bei 3.5k und nochmal Richtung 5k U/Min. Insgesamt ein wunderbar laufruhiger Motor, der bei Bedarf kräftig anzieht und viel Freude macht, bei mir aber den Wunsch nach mehr Druck nie komplett vergessen machen konnte. Der S54 liefert in dieser Hinsicht, oder etwas detaillierter ausgedrückt:

1. Elastizität und Fahrbarkeit: Wenn man sich die Foreneinträge zum S54 durchliest, bekommt man den Eindruck, es hier mit einer super zickigen, anfälligen Diva zu tun zu haben. Dieser Eindruck hat sich bei mir (bislang) nicht bestätigt. Der Wagen springt gut an, läuft genauso ruhig wie der M54 und zieht aus dem Leerlauf ohne jedes Ruckeln hoch. Zum Thema Anfälligkeit kann ich noch nicht berichten, werde aber die Pleuellager und den Ölpumpenkolben bei ca. 65tkm vorsorglich wechseln. Dazu kommt, dass die Schaltung im S54 gefühlt kürzere Wege hat und in jedem Fall über einen kürzeren Schalthebel bespielt wird. Insgesamt ergibt sich so das Gefühl eines nochmals knackigeren Getriebes, auch wenn das faktisch vlt. nicht stimmen mag
2. Sound: Der Motor und insbesondere das Ansauggeräusch unterscheiden sich sehr viel deutlicher vom M54 als gedacht. Wo der M54 vornehm "surrt" und erst später (>5k U/Min) "trompetet", fängt der S54 recht früh an zu "bollern" und geht dann in ein brutales "sägen" über. Sorry, besser kann ich das nicht beschreiben. In jedem Fall spürbar anders und auch etwas lauter als das AG Modell. Dazu kommt ein spürbar höheres Drehmoment bei niedrigen/mittleren Drehzahlen. Insgesamt reizt der S54 den rechten Gasfuß damit deutlich mehr, wohingegen der M54 mich fast eher zum gemütlichen Gleiten veranlasst hat
3. Leistung(sentfaltung): Der Leistungsunterschied ist erheblich, klar. Die Leistungsentfaltung finde ich beim S54 trotz Hochdrehzahlkonzepts überraschend gleichmäßig, mit einfach deutlich mehr Druck in wirklich jeder Drehzahlregion. Am stärksten merkt man das Ganze natürlich bei höheren Geschwindigkeiten (> 200km/h) auf der Autobahn. Während der 3.0er relativ zügig auf 220 geht und danach zäher wird, zieht der S54 hier mühelos weiter. Die 250 km/h laut GPS sind wirklich zügig erreicht, danach ging es bislang weiter bis auf 268 laut GPS. Komplett ausfahren bzw in den Begrenzer drehen konnte ich bislang noch nicht. So wirklich sicher bin ich mir auch nicht, ob man die kleine Schüssel überhaupt in diesem Geschwindigkeitsbereich bewegen sollte. In jedem Fall bin ich überrascht über die scheinbar fehlende - oder sehr spät einsetzende - Abregelung
4. Verbrauch: Der 3.0er läuft bei mir über die Gesamtdistanz (ca. 37tkm) gemessen bei 10.5 Litern, was ich sehr respektabel finde für einen bald 20 Jahre alten Benziner mit > 200 PS. Der S54 hat auf knapp 1tkm bislang 11.6 Liter verbraucht, bei überdurchschnittlich hohem Autobahnanteil mit Volllastanteil

In Summe bleibt zu sagen, das natürlich niemand ein M Coupe benötigt, so wie auch niemand ein "normales" Z3 Coupe benötigt. In meinen Augen transportiert die Emma einfach noch diese für die meisten zu Recht unbedeutende, aber für mich sehr reizvolle Portion Mehrleistung und Exklusivität, die diese überragende Karosserie/Designsprache verdient hat. Ob die Mehrkosten dazu in Relation stehen, werde ich in ein, zwei Jahren besser beurteilen können.

Soweit, falls jemand einen ähnlichen Vergleich anstellen möchte oder vergleichbare Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über Rückmeldung freuen.
Euch einen schönen Abend!
Grüße
 
Danke für diesen ausführlichen Bericht!
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden ob der M einem dieser doch erhebliche Aufpreis wert ist.
Wobei ich Dir uneingeschränkt zustimme ist Deine Aussage zu den Mondpreisen, ich beobachte den Markt (speziell der 3.0er) auch und habe den Eindruck dass kaum Fahrzeuge verkauft werden.
Wundert mich eigentlich, da die Fahrzeuge doch in letzter Zeit einiges an Aufmerksamkeit der Fachpresse erhalten haben.
Liegt aber sicher auch daran dass das QP im Gegensatz zu einem 11er sehr polarisiert.
 
Hallo zusammen,

nachdem ich nun seit ein paar Monaten Besitzer eines schwarzen M Coupes (S54) bin und nebenbei noch den oxfordgrünen 3.0er habe, möchte ich an dieser Stelle meine Eindrück aus dem Vergleich der beiden Fahrzeuge schildern. Vlt interessiert es ja jemanden(; Beide Coupes befinden sich in unveränderten Originalzustand.

Vorab: Der 3.0er soll bald zu einem fairen Preis verkauft werden. Bislang ist mein Eindruck, dass ein Großteil der inserierten Fahrzeuge zu Mondpreisen angeboten wird, von denen auch ich mich vlt anfänglich habe täuschen lassen. To be continued....

Design:

Hier finde ich den 3.0er (und auch die 2.8er) einfach schöner weil eleganter bzw. dezenter. Insbesondere in den oxfordgrünen 3.0er habe ich mich (welch Wunder) verknallt, nachdem ich ursprünglich nie ein grünes Auto fahren wollte. Als ich das erste Mal live davor stand, war das Thema durch.

Der M sieht in meinen Augen mit den vier Pötten am Heck fast schon ordinär aus, dazu die Tiefbrettfelgen. Eigentlich stehe ich nicht wirklich auf diese optische Nummer "offene Hose". Von vorne bzw. in der Seitenansicht finde ich die M-spezifischen Umfänge dagegen gelungen. Und ja, so ganz klammheimlich finde ich den Gesamtauftritt a la schwarzes Batmobil vlt doch ganz G*** (;

Im Innenraum gefallen mir die M Sitze (ich bilde mir leicht besseren Seitenhalt ein), die zusätzlichen Rundinstrumente, der beleuchtete Schaltknauf sowie die erweiterte Tachoskalierung. Durch diese Details ist die Besonderheit dieses Autos für mich unaufdringlich aber dauerhaft präsent.

Fahrwerk / Bremsen

Den 3.0er habe ich 2013 mit 88tkm gekauft, heute hat er 125tkm runter (ohne mich je im Stich gelassen zu haben). Der S54 wurde mit 46tkm erworben.

Bzgl Fahrwerk bin ich überrascht, wie komfortabel der M ist. Ehrlich gesagt stelle ich überhaupt keinen signifikanten Unterschied zum M-Fahrwerk im 3.0er fest (gab es da wirklich eine Wahlmöglichkeit bei den AG Modellen?). Federung/Dämpfung sind in beiden Fahrzeugen sportlich mit ausreichend Restkomfort. Bei hohen Geschwindigkeiten laufen beide absolut stoisch geradeaus. Für den M hätte ich mir weniger Servounterstützung in der Lenkung gewünscht. Dazu ist allerdings zu sagen, dass ich die Fahrzeuge nie auf der Rennstrecke bewegt habe oder bewegen werde und meine Beurteilung daher nur bedingt differenziert ausfällt.

Bei der Bremse ist der Unterschied spürbar. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie schwach BMW die Bremse des 3.0ers dimensioniert hat. Für ein Auto, welches mit 250 km/h Topspeed im Schein steht, sind Scheiben/Beläge einfach nicht ausreichend standfest (auch für damalige Verhältnisse (?)), zumindest bei längeren Autobahnetappen mit erhöhter Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim M ist die Bremse deutlich bissiger und auch auf längeren Autobahnetappen fadingfrei. Mit einer modernen Bremse (z.B. aus meiner BMW Familienkutsche) ist aber auch der Emma Anker nicht vergleichbar.

Antrieb

Beim M54 habe ich die Vanos und sämtliche potentielle Problemkomponenten tauschen lassen (u.a. LMM, Disa, Nockenwellensensoren etc.). Der Wagen zieht schön durch, mit leichter Drehmomentspitze bei 3.5k und nochmal Richtung 5k U/Min. Insgesamt ein wunderbar laufruhiger Motor, der bei Bedarf kräftig anzieht und viel Freude macht, bei mir aber den Wunsch nach mehr Druck nie komplett vergessen machen konnte. Der S54 liefert in dieser Hinsicht, oder etwas detaillierter ausgedrückt:

1. Elastizität und Fahrbarkeit: Wenn man sich die Foreneinträge zum S54 durchliest, bekommt man den Eindruck, es hier mit einer super zickigen, anfälligen Diva zu tun zu haben. Dieser Eindruck hat sich bei mir (bislang) nicht bestätigt. Der Wagen springt gut an, läuft genauso ruhig wie der M54 und zieht aus dem Leerlauf ohne jedes Ruckeln hoch. Zum Thema Anfälligkeit kann ich noch nicht berichten, werde aber die Pleuellager und den Ölpumpenkolben bei ca. 65tkm vorsorglich wechseln. Dazu kommt, dass die Schaltung im S54 gefühlt kürzere Wege hat und in jedem Fall über einen kürzeren Schalthebel bespielt wird. Insgesamt ergibt sich so das Gefühl eines nochmals knackigeren Getriebes, auch wenn das faktisch vlt. nicht stimmen mag
2. Sound: Der Motor und insbesondere das Ansauggeräusch unterscheiden sich sehr viel deutlicher vom M54 als gedacht. Wo der M54 vornehm "surrt" und erst später (>5k U/Min) "trompetet", fängt der S54 recht früh an zu "bollern" und geht dann in ein brutales "sägen" über. Sorry, besser kann ich das nicht beschreiben. In jedem Fall spürbar anders und auch etwas lauter als das AG Modell. Dazu kommt ein spürbar höheres Drehmoment bei niedrigen/mittleren Drehzahlen. Insgesamt reizt der S54 den rechten Gasfuß damit deutlich mehr, wohingegen der M54 mich fast eher zum gemütlichen Gleiten veranlasst hat
3. Leistung(sentfaltung): Der Leistungsunterschied ist erheblich, klar. Die Leistungsentfaltung finde ich beim S54 trotz Hochdrehzahlkonzepts überraschend gleichmäßig, mit einfach deutlich mehr Druck in wirklich jeder Drehzahlregion. Am stärksten merkt man das Ganze natürlich bei höheren Geschwindigkeiten (> 200km/h) auf der Autobahn. Während der 3.0er relativ zügig auf 220 geht und danach zäher wird, zieht der S54 hier mühelos weiter. Die 250 km/h laut GPS sind wirklich zügig erreicht, danach ging es bislang weiter bis auf 268 laut GPS. Komplett ausfahren bzw in den Begrenzer drehen konnte ich bislang noch nicht. So wirklich sicher bin ich mir auch nicht, ob man die kleine Schüssel überhaupt in diesem Geschwindigkeitsbereich bewegen sollte. In jedem Fall bin ich überrascht über die scheinbar fehlende - oder sehr spät einsetzende - Abregelung
4. Verbrauch: Der 3.0er läuft bei mir über die Gesamtdistanz (ca. 37tkm) gemessen bei 10.5 Litern, was ich sehr respektabel finde für einen bald 20 Jahre alten Benziner mit > 200 PS. Der S54 hat auf knapp 1tkm bislang 11.6 Liter verbraucht, bei überdurchschnittlich hohem Autobahnanteil mit Volllastanteil

In Summe bleibt zu sagen, das natürlich niemand ein M Coupe benötigt, so wie auch niemand ein "normales" Z3 Coupe benötigt. In meinen Augen transportiert die Emma einfach noch diese für die meisten zu Recht unbedeutende, aber für mich sehr reizvolle Portion Mehrleistung und Exklusivität, die diese überragende Karosserie/Designsprache verdient hat. Ob die Mehrkosten dazu in Relation stehen, werde ich in ein, zwei Jahren besser beurteilen können.

Soweit, falls jemand einen ähnlichen Vergleich anstellen möchte oder vergleichbare Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über Rückmeldung freuen.
Euch einen schönen Abend!
Grüße


Toller Vergleich. Jetzt will ich einen M ...
Toll ... Dankeschön!
 
Warum sollte ich von einem guten Motor auf einen schlechten wechseln? :sneaky: :D

OT Anfang:

Die Leute (Marc nur exemplarisch) mit diesem ständigen 3.0er Bashing....der 2.8er ist auch ein toller Motor (ich hatte bereits das Vergnügen) und mit wenig Aufwand auf 3.0er Niveau zu bringen. Dem M54 wg. u.a. etwas Ölverbrauch (bei mir tatsächlich kaum messbar) die Legitimation abzusprechen, ist jedoch etwas abwegig. Vor allem hat es für mich als Hobbypsychologe auch immer den Beigeschmack von "Ich muss mir die eigene Wahrheit aus Unsicherheit und zur Bestätigung krampfhaft einreden". Mit Hinblick auf Dein geniales Project Marc, kann ich mir das zumindest in Deinem Fall nicht wirklich vorstellen. Aber wer weiss, ich kenne Dich ja auch nicht persönlich;))

OT Ende
 
OT Anfang:

Die Leute (Marc nur exemplarisch) mit diesem ständigen 3.0er Bashing....der 2.8er ist auch ein toller Motor (ich hatte bereits das Vergnügen) und mit wenig Aufwand auf 3.0er Niveau zu bringen. Dem M54 wg. u.a. etwas Ölverbrauch (bei mir tatsächlich kaum messbar) die Legitimation abzusprechen, ist jedoch etwas abwegig. Vor allem hat es für mich als Hobbypsychologe auch immer den Beigeschmack von "Ich muss mir die eigene Wahrheit aus Unsicherheit und zur Bestätigung krampfhaft einreden". Mit Hinblick auf Dein geniales Project Marc, kann ich mir das zumindest in Deinem Fall nicht wirklich vorstellen. Aber wer weiss, ich kenne Dich ja auch nicht persönlich;))

OT Ende


Ach Quatsch, ich würde den 3.0 wahrscheinlich genauso fahren wollen wie den 2.8. Das war nur ein Konter auf Z3bastian :)
Ob grün oder braun ich steh auf alle Fraun :)
Ich bin sehr zufrieden mit dem 2,8er. Den 3.0 bin ich nicht gefahren und giesse einfach nur etwas Öl ins Feuer das ich nicht kenne :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurzes OT zum M52 vs. M54:
Ich fahre derzeit parallel den M52 TU B28 mit 193 PS im Z3 Coupe und den M54 B25 mit 192 PS im E46 Compact.
Der M54 fühlt sich in der Längsbeschleunigung 50 PS schwächer an, verbraucht bei gleicher Fahrweise 1 bis 1,5 l/100 km mehr Super Plus und nimmt 2-3 l Öl auf 10.000km im Gegensatz zu 0-0,5 beim M52...
Fortschritt?
 
Das ein Fahrzeug mit weniger Hubraum, weniger Drehmoment und deutlich mehr Gewicht (>100kg) sich relativ betrachtet schwächer anfühlt und mehr verbraucht finde ich wenig überraschend.

Ich hoffe dieses OT können wir abschließen, bevor das Ganze in ergebnisfreien Glaubenskriegen ausartet...
 
Kurzes OT zum M52 vs. M54:
Ich fahre derzeit parallel den M52 TU B28 mit 193 PS im Z3 Coupe und den M54 B25 mit 192 PS im E46 Compact.
Der M54 fühlt sich in der Längsbeschleunigung 50 PS schwächer an, verbraucht bei gleicher Fahrweise 1 bis 1,5 l/100 km mehr Super Plus und nimmt 2-3 l Öl auf 10.000km im Gegensatz zu 0-0,5 beim M52...
Fortschritt?


Ich fahre ebenso beide Fahrzeuge und habe genau das umgekehrte Gefühl. Am Wochenende werden mal die Vanos vom M52 gemacht, vielleicht ändert sich dann was...
 
Vielen Dank für den wirklich detaillieren und ausführlich geschilderten Vergleich! Sehr interessant dies aus erster Hand berichtet zu bekommen.

Ich habe hier noch von Niemandem gelesen, der sich für seinen 3.0L rechtfertigt, lese aber dauernd von 2.8L, die ihren Motor Preisen. Vielleicht ist der Motor garnicht das Problem :whistle: :d
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr schön geschrieben sowie zu lesen. Ich hatte von 10/2002 bis 05/2004 ein 2.8er DV Z3 Coupé und bin dann seit 05/2004 Besitzer und Fahrer eines s50 MQP‘s ...

Ich finde es hat sich definitiv für mich ausgezahlt, ob es jetzt die Optik, das Fahrverhalten, der Sound oder der Spirit ist...
 
Die späte Abregelung kann ich mit meinem ZZZ m coupé nur bestätigen, lt. GPS regelt meiner bei genau 269 km/h ab. Und selbst bei der Geschwindigkeit spürt man das sanfte abregeln...übrigens überrascht mich immer wieder wie genial dieses Auto bei hohen Geschwindigkeiten liegt. Kein Vergleich zu meinem ZZZZ roadster E89, der im Vergleich dazu sich wie ein Hochseedampfer auf schwerer See anfühlte.
 
Die späte Abregelung kann ich mit meinem ZZZ m coupé nur bestätigen, lt. GPS regelt meiner bei genau 269 km/h ab. Und selbst bei der Geschwindigkeit spürt man das sanfte abregeln...übrigens überrascht mich immer wieder wie genial dieses Auto bei hohen Geschwindigkeiten liegt. Kein Vergleich zu meinem ZZZZ roadster E89, der im Vergleich dazu sich wie ein Hochseedampfer auf schwerer See anfühlte.

Interessant. Fährst Du den S50 oder S54?

Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass ein serienmäßiges M Coupe (ob S50 oder S54) ohne Abregelung mehr als 275 km/h packt und wundere mich daher, wie zügig die Kiste obenrum noch beschleunigt. Ein 996 2. Generation mit ähnlicher Leistung (320 PS) z.B. schafft 285 km/h, jedoch mit einer deutlich besseren Aerodynamik.
 
Interessant. Fährst Du den S50 oder S54?

Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass ein serienmäßiges M Coupe (ob S50 oder S54) ohne Abregelung mehr als 275 km/h packt und wundere mich daher, wie zügig die Kiste obenrum noch beschleunigt. Ein 996 2. Generation mit ähnlicher Leistung (320 PS) z.B. schafft 285 km/h, jedoch mit einer deutlich besseren Aerodynamik.
Ich bin schon 283km/h laut gps gefahren mit meinem MQP (s50) (nicht abgeregelt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant, das mit der späten Abregelung, da ich mit meinem S50 ebenfalls die gleiche Erfahrung gemacht habe. Tachonadel stand bei ca. 273km/h, musste dann leider abbremsen. Da war aber mit der Beschleunigung noch nicht Schluss. Konnte mir damals nicht vorstellen, das die Tachonadel so stark "lügt"...
 
Ich habe meinen S54 schon über 15 Jahre und fahre den auch nur im Sommer. Momentan steht er mit rund 74tsd Km sehr gut da - der TÜV Prüfer meint, sieht ja aus wie ein Neuwagen...;o) Das coupé erfreut mich jede Saison mit seiner Spritzigkeit, Der Wagen steht im Vergleich zu seinem Vorgänger, den ich auch gefahren bin, wesentlich besser im Futter. Geht man davon aus, dass die S54 Motoren im Z3 coupé eher nach oben streuen und die S50 von der Nennleistung gut 30 PS entfernt waren, erklären sich auch die Unterschiede in der Beschleunigung. Allerdings dient das alles nur dem "Stammtisch", denn egal welche Motorisierung unsere coupés alle haben, es sind wunderschön gezeichnete Autos, die ihren schrulligen Charme immer mehr entfalten, je älter sie werden und je seltener man sie sieht.
 
Angeblich die geänderte Abgasanlage, aber auch die Maxdrehzahl wurde ja um rund 500U/min abgesenkt. Ich glaube man wollte den damald neu vorgestellten M3 E46 nicht zuviel Konkurrenz machen, was ja mit knapp 300 produzierten Fahrzeugen durchaus gelungen ist.....;o)
 
Angeblich die geänderte Abgasanlage, aber auch die Maxdrehzahl wurde ja um rund 500U/min abgesenkt. Ich glaube man wollte den damald neu vorgestellten M3 E46 nicht zuviel Konkurrenz machen, was ja mit knapp 300 produzierten Fahrzeugen durchaus gelungen ist.....;o)

((: Ja, durchaus aufgegangen die Strategie. Wenn man sich anschaut, was ein Schmickler mit etwas Optimierung aber primär über die Anhebung der Drehzahl auf E46 Niveau rausholt, dann vermute ich, dase es hier primär die Elektronik ist, mit der gedrosselt wurde...
 
Ja ich habe mir die Diagramme von Schmickler angeschaut, das ist für einen Sauger aller Ehren wert. Aber ich kann nur für mich sprechen und bin mit den original zur Verfügung stehenden Pferdchen mehr als begeistert. Zumal ich den Wagen nicht im Alltag fahre und man sich deshalb zum Glück nicht daran gewöhnt. Der Punkt ist, wenn Du einen nagelneuen M3/4 im jeden Tag fährst, der auch noch auf 600PS gepimpt ist, hast Du unter dem Strich weniger Spaß als alle paar Wochen in einen originalen Z3 m coupé zu steigen und den um die Ecken zu scheuchen. Aber ich habe jedes Verständnis dafür, diese Motoren zu tunen oder gleich einen 8 Ender in die coupés zu stecken. Wir sind halt Petrolheads...;o)
 
schau Dir mal die Ergebnisse von diesem Schmick an. Der holt sich rund 30 PS durch den Drehzahlzuwachs und erreicht damit die Leistung des "normalen" S54 Motors. Also demnach ist das alles durch die Elektronik eingebremst und nicht durch die Abgasanlage
 
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