Hallo zusammen,
nachdem ich nun seit ein paar Monaten Besitzer eines schwarzen M Coupes (S54) bin und nebenbei noch den oxfordgrünen 3.0er habe, möchte ich an dieser Stelle meine Eindrück aus dem Vergleich der beiden Fahrzeuge schildern. Vlt interessiert es ja jemanden(; Beide Coupes befinden sich in unveränderten Originalzustand.
Vorab: Der 3.0er soll bald zu einem fairen Preis verkauft werden. Bislang ist mein Eindruck, dass ein Großteil der inserierten Fahrzeuge zu Mondpreisen angeboten wird, von denen auch ich mich vlt anfänglich habe täuschen lassen. To be continued....
Design:
Hier finde ich den 3.0er (und auch die 2.8er) einfach schöner weil eleganter bzw. dezenter. Insbesondere in den oxfordgrünen 3.0er habe ich mich (welch Wunder) verknallt, nachdem ich ursprünglich nie ein grünes Auto fahren wollte. Als ich das erste Mal live davor stand, war das Thema durch.
Der M sieht in meinen Augen mit den vier Pötten am Heck fast schon ordinär aus, dazu die Tiefbrettfelgen. Eigentlich stehe ich nicht wirklich auf diese optische Nummer "offene Hose". Von vorne bzw. in der Seitenansicht finde ich die M-spezifischen Umfänge dagegen gelungen. Und ja, so ganz klammheimlich finde ich den Gesamtauftritt a la schwarzes Batmobil vlt doch ganz G*** (;
Im Innenraum gefallen mir die M Sitze (ich bilde mir leicht besseren Seitenhalt ein), die zusätzlichen Rundinstrumente, der beleuchtete Schaltknauf sowie die erweiterte Tachoskalierung. Durch diese Details ist die Besonderheit dieses Autos für mich unaufdringlich aber dauerhaft präsent.
Fahrwerk / Bremsen
Den 3.0er habe ich 2013 mit 88tkm gekauft, heute hat er 125tkm runter (ohne mich je im Stich gelassen zu haben). Der S54 wurde mit 46tkm erworben.
Bzgl Fahrwerk bin ich überrascht, wie komfortabel der M ist. Ehrlich gesagt stelle ich überhaupt keinen signifikanten Unterschied zum M-Fahrwerk im 3.0er fest (gab es da wirklich eine Wahlmöglichkeit bei den AG Modellen?). Federung/Dämpfung sind in beiden Fahrzeugen sportlich mit ausreichend Restkomfort. Bei hohen Geschwindigkeiten laufen beide absolut stoisch geradeaus. Für den M hätte ich mir weniger Servounterstützung in der Lenkung gewünscht. Dazu ist allerdings zu sagen, dass ich die Fahrzeuge nie auf der Rennstrecke bewegt habe oder bewegen werde und meine Beurteilung daher nur bedingt differenziert ausfällt.
Bei der Bremse ist der Unterschied spürbar. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie schwach BMW die Bremse des 3.0ers dimensioniert hat. Für ein Auto, welches mit 250 km/h Topspeed im Schein steht, sind Scheiben/Beläge einfach nicht ausreichend standfest (auch für damalige Verhältnisse (?)), zumindest bei längeren Autobahnetappen mit erhöhter Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim M ist die Bremse deutlich bissiger und auch auf längeren Autobahnetappen fadingfrei. Mit einer modernen Bremse (z.B. aus meiner BMW Familienkutsche) ist aber auch der Emma Anker nicht vergleichbar.
Antrieb
Beim M54 habe ich die Vanos und sämtliche potentielle Problemkomponenten tauschen lassen (u.a. LMM, Disa, Nockenwellensensoren etc.). Der Wagen zieht schön durch, mit leichter Drehmomentspitze bei 3.5k und nochmal Richtung 5k U/Min. Insgesamt ein wunderbar laufruhiger Motor, der bei Bedarf kräftig anzieht und viel Freude macht, bei mir aber den Wunsch nach mehr Druck nie komplett vergessen machen konnte. Der S54 liefert in dieser Hinsicht, oder etwas detaillierter ausgedrückt:
1. Elastizität und Fahrbarkeit: Wenn man sich die Foreneinträge zum S54 durchliest, bekommt man den Eindruck, es hier mit einer super zickigen, anfälligen Diva zu tun zu haben. Dieser Eindruck hat sich bei mir (bislang) nicht bestätigt. Der Wagen springt gut an, läuft genauso ruhig wie der M54 und zieht aus dem Leerlauf ohne jedes Ruckeln hoch. Zum Thema Anfälligkeit kann ich noch nicht berichten, werde aber die Pleuellager und den Ölpumpenkolben bei ca. 65tkm vorsorglich wechseln. Dazu kommt, dass die Schaltung im S54 gefühlt kürzere Wege hat und in jedem Fall über einen kürzeren Schalthebel bespielt wird. Insgesamt ergibt sich so das Gefühl eines nochmals knackigeren Getriebes, auch wenn das faktisch vlt. nicht stimmen mag
2. Sound: Der Motor und insbesondere das Ansauggeräusch unterscheiden sich sehr viel deutlicher vom M54 als gedacht. Wo der M54 vornehm "surrt" und erst später (>5k U/Min) "trompetet", fängt der S54 recht früh an zu "bollern" und geht dann in ein brutales "sägen" über. Sorry, besser kann ich das nicht beschreiben. In jedem Fall spürbar anders und auch etwas lauter als das AG Modell. Dazu kommt ein spürbar höheres Drehmoment bei niedrigen/mittleren Drehzahlen. Insgesamt reizt der S54 den rechten Gasfuß damit deutlich mehr, wohingegen der M54 mich fast eher zum gemütlichen Gleiten veranlasst hat
3. Leistung(sentfaltung): Der Leistungsunterschied ist erheblich, klar. Die Leistungsentfaltung finde ich beim S54 trotz Hochdrehzahlkonzepts überraschend gleichmäßig, mit einfach deutlich mehr Druck in wirklich jeder Drehzahlregion. Am stärksten merkt man das Ganze natürlich bei höheren Geschwindigkeiten (> 200km/h) auf der Autobahn. Während der 3.0er relativ zügig auf 220 geht und danach zäher wird, zieht der S54 hier mühelos weiter. Die 250 km/h laut GPS sind wirklich zügig erreicht, danach ging es bislang weiter bis auf 268 laut GPS. Komplett ausfahren bzw in den Begrenzer drehen konnte ich bislang noch nicht. So wirklich sicher bin ich mir auch nicht, ob man die kleine Schüssel überhaupt in diesem Geschwindigkeitsbereich bewegen sollte. In jedem Fall bin ich überrascht über die scheinbar fehlende - oder sehr spät einsetzende - Abregelung
4. Verbrauch: Der 3.0er läuft bei mir über die Gesamtdistanz (ca. 37tkm) gemessen bei 10.5 Litern, was ich sehr respektabel finde für einen bald 20 Jahre alten Benziner mit > 200 PS. Der S54 hat auf knapp 1tkm bislang 11.6 Liter verbraucht, bei überdurchschnittlich hohem Autobahnanteil mit Volllastanteil
In Summe bleibt zu sagen, das natürlich niemand ein M Coupe benötigt, so wie auch niemand ein "normales" Z3 Coupe benötigt. In meinen Augen transportiert die Emma einfach noch diese für die meisten zu Recht unbedeutende, aber für mich sehr reizvolle Portion Mehrleistung und Exklusivität, die diese überragende Karosserie/Designsprache verdient hat. Ob die Mehrkosten dazu in Relation stehen, werde ich in ein, zwei Jahren besser beurteilen können.
Soweit, falls jemand einen ähnlichen Vergleich anstellen möchte oder vergleichbare Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über Rückmeldung freuen.
Euch einen schönen Abend!
Grüße
nachdem ich nun seit ein paar Monaten Besitzer eines schwarzen M Coupes (S54) bin und nebenbei noch den oxfordgrünen 3.0er habe, möchte ich an dieser Stelle meine Eindrück aus dem Vergleich der beiden Fahrzeuge schildern. Vlt interessiert es ja jemanden(; Beide Coupes befinden sich in unveränderten Originalzustand.
Vorab: Der 3.0er soll bald zu einem fairen Preis verkauft werden. Bislang ist mein Eindruck, dass ein Großteil der inserierten Fahrzeuge zu Mondpreisen angeboten wird, von denen auch ich mich vlt anfänglich habe täuschen lassen. To be continued....
Design:
Hier finde ich den 3.0er (und auch die 2.8er) einfach schöner weil eleganter bzw. dezenter. Insbesondere in den oxfordgrünen 3.0er habe ich mich (welch Wunder) verknallt, nachdem ich ursprünglich nie ein grünes Auto fahren wollte. Als ich das erste Mal live davor stand, war das Thema durch.
Der M sieht in meinen Augen mit den vier Pötten am Heck fast schon ordinär aus, dazu die Tiefbrettfelgen. Eigentlich stehe ich nicht wirklich auf diese optische Nummer "offene Hose". Von vorne bzw. in der Seitenansicht finde ich die M-spezifischen Umfänge dagegen gelungen. Und ja, so ganz klammheimlich finde ich den Gesamtauftritt a la schwarzes Batmobil vlt doch ganz G*** (;
Im Innenraum gefallen mir die M Sitze (ich bilde mir leicht besseren Seitenhalt ein), die zusätzlichen Rundinstrumente, der beleuchtete Schaltknauf sowie die erweiterte Tachoskalierung. Durch diese Details ist die Besonderheit dieses Autos für mich unaufdringlich aber dauerhaft präsent.
Fahrwerk / Bremsen
Den 3.0er habe ich 2013 mit 88tkm gekauft, heute hat er 125tkm runter (ohne mich je im Stich gelassen zu haben). Der S54 wurde mit 46tkm erworben.
Bzgl Fahrwerk bin ich überrascht, wie komfortabel der M ist. Ehrlich gesagt stelle ich überhaupt keinen signifikanten Unterschied zum M-Fahrwerk im 3.0er fest (gab es da wirklich eine Wahlmöglichkeit bei den AG Modellen?). Federung/Dämpfung sind in beiden Fahrzeugen sportlich mit ausreichend Restkomfort. Bei hohen Geschwindigkeiten laufen beide absolut stoisch geradeaus. Für den M hätte ich mir weniger Servounterstützung in der Lenkung gewünscht. Dazu ist allerdings zu sagen, dass ich die Fahrzeuge nie auf der Rennstrecke bewegt habe oder bewegen werde und meine Beurteilung daher nur bedingt differenziert ausfällt.
Bei der Bremse ist der Unterschied spürbar. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie schwach BMW die Bremse des 3.0ers dimensioniert hat. Für ein Auto, welches mit 250 km/h Topspeed im Schein steht, sind Scheiben/Beläge einfach nicht ausreichend standfest (auch für damalige Verhältnisse (?)), zumindest bei längeren Autobahnetappen mit erhöhter Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim M ist die Bremse deutlich bissiger und auch auf längeren Autobahnetappen fadingfrei. Mit einer modernen Bremse (z.B. aus meiner BMW Familienkutsche) ist aber auch der Emma Anker nicht vergleichbar.
Antrieb
Beim M54 habe ich die Vanos und sämtliche potentielle Problemkomponenten tauschen lassen (u.a. LMM, Disa, Nockenwellensensoren etc.). Der Wagen zieht schön durch, mit leichter Drehmomentspitze bei 3.5k und nochmal Richtung 5k U/Min. Insgesamt ein wunderbar laufruhiger Motor, der bei Bedarf kräftig anzieht und viel Freude macht, bei mir aber den Wunsch nach mehr Druck nie komplett vergessen machen konnte. Der S54 liefert in dieser Hinsicht, oder etwas detaillierter ausgedrückt:
1. Elastizität und Fahrbarkeit: Wenn man sich die Foreneinträge zum S54 durchliest, bekommt man den Eindruck, es hier mit einer super zickigen, anfälligen Diva zu tun zu haben. Dieser Eindruck hat sich bei mir (bislang) nicht bestätigt. Der Wagen springt gut an, läuft genauso ruhig wie der M54 und zieht aus dem Leerlauf ohne jedes Ruckeln hoch. Zum Thema Anfälligkeit kann ich noch nicht berichten, werde aber die Pleuellager und den Ölpumpenkolben bei ca. 65tkm vorsorglich wechseln. Dazu kommt, dass die Schaltung im S54 gefühlt kürzere Wege hat und in jedem Fall über einen kürzeren Schalthebel bespielt wird. Insgesamt ergibt sich so das Gefühl eines nochmals knackigeren Getriebes, auch wenn das faktisch vlt. nicht stimmen mag
2. Sound: Der Motor und insbesondere das Ansauggeräusch unterscheiden sich sehr viel deutlicher vom M54 als gedacht. Wo der M54 vornehm "surrt" und erst später (>5k U/Min) "trompetet", fängt der S54 recht früh an zu "bollern" und geht dann in ein brutales "sägen" über. Sorry, besser kann ich das nicht beschreiben. In jedem Fall spürbar anders und auch etwas lauter als das AG Modell. Dazu kommt ein spürbar höheres Drehmoment bei niedrigen/mittleren Drehzahlen. Insgesamt reizt der S54 den rechten Gasfuß damit deutlich mehr, wohingegen der M54 mich fast eher zum gemütlichen Gleiten veranlasst hat
3. Leistung(sentfaltung): Der Leistungsunterschied ist erheblich, klar. Die Leistungsentfaltung finde ich beim S54 trotz Hochdrehzahlkonzepts überraschend gleichmäßig, mit einfach deutlich mehr Druck in wirklich jeder Drehzahlregion. Am stärksten merkt man das Ganze natürlich bei höheren Geschwindigkeiten (> 200km/h) auf der Autobahn. Während der 3.0er relativ zügig auf 220 geht und danach zäher wird, zieht der S54 hier mühelos weiter. Die 250 km/h laut GPS sind wirklich zügig erreicht, danach ging es bislang weiter bis auf 268 laut GPS. Komplett ausfahren bzw in den Begrenzer drehen konnte ich bislang noch nicht. So wirklich sicher bin ich mir auch nicht, ob man die kleine Schüssel überhaupt in diesem Geschwindigkeitsbereich bewegen sollte. In jedem Fall bin ich überrascht über die scheinbar fehlende - oder sehr spät einsetzende - Abregelung
4. Verbrauch: Der 3.0er läuft bei mir über die Gesamtdistanz (ca. 37tkm) gemessen bei 10.5 Litern, was ich sehr respektabel finde für einen bald 20 Jahre alten Benziner mit > 200 PS. Der S54 hat auf knapp 1tkm bislang 11.6 Liter verbraucht, bei überdurchschnittlich hohem Autobahnanteil mit Volllastanteil
In Summe bleibt zu sagen, das natürlich niemand ein M Coupe benötigt, so wie auch niemand ein "normales" Z3 Coupe benötigt. In meinen Augen transportiert die Emma einfach noch diese für die meisten zu Recht unbedeutende, aber für mich sehr reizvolle Portion Mehrleistung und Exklusivität, die diese überragende Karosserie/Designsprache verdient hat. Ob die Mehrkosten dazu in Relation stehen, werde ich in ein, zwei Jahren besser beurteilen können.
Soweit, falls jemand einen ähnlichen Vergleich anstellen möchte oder vergleichbare Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über Rückmeldung freuen.
Euch einen schönen Abend!
Grüße


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