Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Viktor

macht Rennlizenz
Registriert
8 Dezember 2002
Hallo!

In letzter Zeit stelle ich mir die Frage, ob eine Teiferlegung bei den meisten Straßenfahrzeugen überhaupt Sinn macht!?!

Ich nehme jetzt als Beispiel den Z3, der ja aufgrund der nervösen Hinterachse, sehr gerne tiegergelegt wird! Erkauft man sich dadurch nicht viele Nachteile?

Der Sturz nimmt bei der Tieferlegung, im unbelastetem Zustrand, erheblich zu. Das ist bei jedem Fahrzeug so. Nur läßt Dieser sich beim Z3 nicht einstellen.

Was passiert jetzt beim Fahren? (ich beziehe mich vor allem auf das stärker belastete, Kurvenäußere Rad)

- Gerade Strecke: Durch den höheren Sturz liegt das Rad nicht mit der vollen Fläche auf. Da es aber geradeaus geht, spielt es fahrdynamisch keine Rolle. Der Bremsweg ändert sich nicht (kleinere Fläche, aber höherer Druck). Der Verschleiß nimmt an den Innenseiten der Reifen stark zu.

- Kurve langsam: Der Reifen steht immernoch nicht mit der kompletten Fläche auf, die Spurweite ist somit schmaler als Original. Im """" oder auf Schnee kann das zum plötzlichem Ausbrechen der Hinterachse führen.

- Kurve im Grenzbereich (trocken): Der Reifen liegt mit der kompletten Fläche auf und taucht im Radkasten ein.
Beim Betrachten von Fotos, die an der Nordschleife gemacht wurden, erkennt man, daß ein tiefergelegtes Fahrzeug und ein Serienauto im Grenzbereich sehr ähnliche oder sogar identische Sturzwerte haben, weil der Sturz durch die Hinterachskinematik vorgegeben ist und im Grenzbereich bei beiden Dämpfer/Ferdern-Kombinationen derselbe Einfederweg erreicht wird.

Fazit: In meiner Theorie ist ein tiefergelegtes Fahrzeug, ohne korrigierten Sturz im unbelastetem Zustand, dem Serienfahrzeug im Sachen Fahrbarkeit im """", Schnee und Verschleiß unterlegen.


Jetzt gehen wir mal davon aus, daß der Sturz durch irgendwelche Sturzkorrekturlager, umgeschweißte Hinterachsen oder beim Z4 durch die vorhandenen Einstellmöglichkeiten korrigiert wurde. Ich komme dann zum folgendem Ergebnis:

- Gerade Strecke: Verhält sich genau wie Serie. Keine Probleme.

- Kurve langsam: Verhält sich sehr ähnlich wie Serie. Die Hinterachse erfährt aber durch weniger Federweg unde dem daruas resultierendem kürzeren Einfederweg der kürzeren Federn etwas weniger Sturz. Ich denke, das ist aber vernachläßigbar.

- Kurve Grenzbereich: Die Hinterachse hat jetzt deutlich weniger Sturz als Serie. Und zwar genauso viel, wie im unbelastetem Zustand zurückgenommen wurde. Das heißt, das der Wagen hier zum Übersteuern neigen wird und das Fahrverhalten im Grenzbereich als kritisch zu bewerten ist.
Wahrscheinlich wird dies nicht auffallen, weil der Sturz auch an der der Vorderachse zurückgenommen wurde (keiner legt seinen Wagen nur an der Hinterachse tiefer). Das Gripniveau wird aber im Vergleich zur Serie verringert!
Dasselbe Problem hat man auch bei Keilform Autos. Diese neigen wahrscheinlich durch die verschobenen Achslasten UND den geringeren Sturz deutlich an Untersteuern.

Fazit: Wer sehr flott unterwegs ist, dürfte mit der nachgestellen Achse weniger Freude am Fahren haben.

In meinen Augen ist leider keine der beiden Varianten akzeptabel! Beides ist irgendwie murks!
Habe ich bei meinen Überlegungen einen Denkfehler gemacht?

Grüße Viktor
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Ich lege meins ja auch nicht tiefer. Ich will ein einzigartiges Z3 Coupe haben :X :d

Vergessen hast du aber noch den positiven Effekt durch die Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts. Dieser dürfte den negative Einfluss des Sturzes ausgleichen oder sogar übertreffen...
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, habe aber mit einem Statement ein Problem:

- Gerade Strecke: Durch den höheren Sturz liegt das Rad nicht mit der vollen Fläche auf. Da es aber geradeaus geht, spielt es fahrdynamisch keine Rolle. Der Bremsweg ändert sich nicht (kleinere Fläche, aber höherer Druck). Der Verschleiß nimmt an den Innenseiten der Reifen stark zu.

Da lässt Du den Verzahnungseffekt außer acht, der dazu führt, dass ein Reifen mit mehr Auflagefläche in der Praxis auch mehr Grip (Haftung) aufbaut und natürlich umgekehrt dasselbe gilt.
Somit wird der Bremsweg nach meiner Einschätzung zunehmen.b:

Siehe hierzu auch
http://www.michelin.de/de/auto/grip_dry.jsp


Grüßle
Chris
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

ChrisNoDiesel schrieb:
Somit wird der Bremsweg nach meiner Einschätzung zunehmen.b:

Nicht ganz. Der Sturz an der Vorderachse ändert sich ja kaum :s
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Black Mamba schrieb:
Nicht ganz. Der Sturz an der Vorderachse ändert sich ja kaum :s

stimmt auch wieder ... wenn's nur der HA-Sturz ist, da dort ja fast nichts passiert.

Grüßle
Chris
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Betrachte mal das kurveninnere Rad bei tiefergelegten Fahrzeugen :s

... da hat man größere Kräfte zum Boden, die Kräfte auf beiden Seiten sind nicht sooo unterschiedlich wie bei einem Serienfahrwerk.

Dann betrachte das Verhalten bei Wechselkurven (schnelles Ausweichen). Das Serienfahrzeug braucht viel Zeit bis es sich von der einen auf die andere Seite gelegt hat. Beim tiefergelegten Fahrzeug wird diese Zeit massiv verkürzt.
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Jokin schrieb:
Dann betrachte das Verhalten bei Wechselkurven (schnelles Ausweichen). Das Serienfahrzeug braucht viel Zeit bis es sich von der einen auf die andere Seite gelegt hat. Beim tiefergelegten Fahrzeug wird diese Zeit massiv verkürzt.

Ohhhh jaaa! :# Damit kann man 1.9er schnell mal an eine Laterne Nageln - beim Perfektionstraining... :# :# :#

Natürlich spielten da noch eine menge andere Faktoren eine Rolle, aber das Aufschaukeln ist bei Serie schon recht stark.

Tiefergelegt hat man da wesentlich mehr Kontrolle...
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Viktor schrieb:
Hallo!

In letzter Zeit stelle ich mir die Frage, ob eine Teiferlegung bei den meisten Straßenfahrzeugen überhaupt Sinn macht!?!

Ich nehme jetzt als Beispiel den Z3, der ja aufgrund der nervösen Hinterachse, sehr gerne tiegergelegt wird! Erkauft man sich dadurch nicht viele Nachteile?

Der Sturz nimmt bei der Tieferlegung, im unbelastetem Zustrand, erheblich zu. Das ist bei jedem Fahrzeug so. Nur läßt Dieser sich beim Z3 nicht einstellen.

Was passiert jetzt beim Fahren? (ich beziehe mich vor allem auf das stärker belastete, Kurvenäußere Rad)

- Gerade Strecke: Durch den höheren Sturz liegt das Rad nicht mit der vollen Fläche auf. Da es aber geradeaus geht, spielt es fahrdynamisch keine Rolle. Der Bremsweg ändert sich nicht (kleinere Fläche, aber höherer Druck). Der Verschleiß nimmt an den Innenseiten der Reifen stark zu.

- Kurve langsam: Der Reifen steht immernoch nicht mit der kompletten Fläche auf, die Spurweite ist somit schmaler als Original. Im """" oder auf Schnee kann das zum plötzlichem Ausbrechen der Hinterachse führen.

- Kurve im Grenzbereich (trocken): Der Reifen liegt mit der kompletten Fläche auf und taucht im Radkasten ein.
Beim Betrachten von Fotos, die an der Nordschleife gemacht wurden, erkennt man, daß ein tiefergelegtes Fahrzeug und ein Serienauto im Grenzbereich sehr ähnliche oder sogar identische Sturzwerte haben, weil der Sturz durch die Hinterachskinematik vorgegeben ist und im Grenzbereich bei beiden Dämpfer/Ferdern-Kombinationen derselbe Einfederweg erreicht wird.

Fazit: In meiner Theorie ist ein tiefergelegtes Fahrzeug, ohne korrigierten Sturz im unbelastetem Zustand, dem Serienfahrzeug im Sachen Fahrbarkeit im """", Schnee und Verschleiß unterlegen.


Jetzt gehen wir mal davon aus, daß der Sturz durch irgendwelche Sturzkorrekturlager, umgeschweißte Hinterachsen oder beim Z4 durch die vorhandenen Einstellmöglichkeiten korrigiert wurde. Ich komme dann zum folgendem Ergebnis:

- Gerade Strecke: Verhält sich genau wie Serie. Keine Probleme.

- Kurve langsam: Verhält sich sehr ähnlich wie Serie. Die Hinterachse erfährt aber durch weniger Federweg unde dem daruas resultierendem kürzeren Einfederweg der kürzeren Federn etwas weniger Sturz. Ich denke, das ist aber vernachläßigbar.

- Kurve Grenzbereich: Die Hinterachse hat jetzt deutlich weniger Sturz als Serie. Und zwar genauso viel, wie im unbelastetem Zustand zurückgenommen wurde. Das heißt, das der Wagen hier zum Übersteuern neigen wird und das Fahrverhalten im Grenzbereich als kritisch zu bewerten ist.
Wahrscheinlich wird dies nicht auffallen, weil der Sturz auch an der der Vorderachse zurückgenommen wurde (keiner legt seinen Wagen nur an der Hinterachse tiefer). Das Gripniveau wird aber im Vergleich zur Serie verringert!
Dasselbe Problem hat man auch bei Keilform Autos. Diese neigen wahrscheinlich durch die verschobenen Achslasten UND den geringeren Sturz deutlich an Untersteuern.

Fazit: Wer sehr flott unterwegs ist, dürfte mit der nachgestellen Achse weniger Freude am Fahren haben.

In meinen Augen ist leider keine der beiden Varianten akzeptabel! Beides ist irgendwie murks!
Habe ich bei meinen Überlegungen einen Denkfehler gemacht?

Grüße Viktor
Bravo Viktor :t genau so ist es,dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen ausser das es noch mehr Verbesserungen gibt am Fahrwerk ohne tieferlegen.
Habe mein Qp wieder Serie das ist das Beste.
Gruß Günter
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Hand auf's Herz: 80% und mehr der Autofahrer sind Autofahrer und keine Rennfahrer, somit wird nur der Optik wegen tiefer gelegt. So hab ich's auch.

Man versucht sich durch Diskussionen bezüglich der Fahrdynamik wichtig zu reden, um der Tieferlegung irgendwie einen Sinn zu geben, man möchte schliesslich nicht als Proll dastehen.

Steht doch einfach dazu: Die Kiste sieht nun mal 1000x besser aus wenn sie tiefer ist.;)
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Die Frage, die sich mir immer stellt: Mit welcher Absicht legen die Leute eigentlich ihre Autos tiefer ?

- Optik ?
Ok, das ist ein Grund, dafür kann man je nach persönlicher Priorität Einbußen beim Fahrverhalten in kaufen nehmen wollen.

- Verringerung des Wankwinkels ?
Das lese ich häufiger. Aber da liegt wohl ein fundamentales
Mißverständnis vor. Das Wankmoment ergibt sich aus dem Abstand des
Aufbauschwerpunktes von der Rollachse - nicht dem Boden. Nun ist es
aber so, dass bei der BMW-Achskinematik die Rollachse bei der
Tieferlegeung stärker absinkt als der Aufbauschwerpunkt.
Die Folge: Das Wankmoment steigt - das Gegenteil des gewünschten.

Dass der tatsächliche Wankwinkel abnimmt, ergibt sich dann dadurch,
dass der Aufbau bis auf die Zusatzfedern abgesenkt wird - auf öffentlichen Straßen ein fahrdynamisch sehr kontraproduktives Vorgehen.

Sinnvoll ist eine moderate Tieferlegung (15-20mm) wie bei den BMW-Sportfahrwerken und zusätzlich bei Bedarf noch härtere Federn, Stabis und Dämpfer, wie bei den M-Modellen. Alles andere zieht auf öffentlichen Straßen meistens mehr oder weniger gravierende Nachteile nach sich. Eigenartigerweise kann man sowas aber im Tuningbereich kaum kaufen - sieht wohl nicht gut genug aus:g .
Ich habe ehrlich gesagt noch keinen Fahrwerksingenieur kennen gelernt (kenne neben meinen Kollegen auch welche von Tuningfirmen), der sowas bei seinem Privatwagen machen würde.

@Ch Z4
Richtig!!

Gruß,
Thorsten
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

CH Z4 schrieb:
Hand auf's Herz: 80% und mehr der Autofahrer sind Autofahrer und keine Rennfahrer, somit wird nur der Optik wegen tiefer gelegt. So hab ich's auch.

Man versucht sich durch Diskussionen bezüglich der Fahrdynamik wichtig zu reden, um der Tieferlegung irgendwie einen Sinn zu geben, man möchte schliesslich nicht als Proll dastehen.

Steht doch einfach dazu: Die Kiste sieht nun mal 1000x besser aus wenn sie tiefer ist.;)

ich glaube du hast den nagel auf den kopf getroffen... kann dir nur zustimmen und bin voll deiner meinung :t
aber jedem das seine und wenn man spass am tiefer und breiter hat... dann soll man seine wünsche und träume erfüllen...
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Hallo Viktor,


Was an meiner Tieferlegung positiv war: Weniger "Bumpsteer" (keine Ahnung, wie das auf Deutsch heißt!). Merkte man daran, daß das Giermoment deutlich kleiner war, wenn man mit hohem Tempo nicht-gerade über ne Kuppe fliegt.

Die negativen Auswirkungen bei Nässe kann ich bestätigen, ABS hat deutlich häufiger geregelt mit dem tiefen Fahrwerk (VA: -30; HA -40).

VG!
NN.


PS:
CH Z4 schrieb:
Hand auf's Herz: 80% und mehr der Autofahrer sind Autofahrer und keine Rennfahrer, somit wird nur der Optik wegen tiefer gelegt. So hab ich's auch.


Da kennst Du den Viktor aber schlecht. Der gehört zu den 20%. Genauer gesagt zu den letzten 5% der 20%. Ich glaube die Frage hier ist eher so zu verstehen: Maximale Fahrdynamik bei eben noch zumutbarer Optik.
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Hm, die Wankneigung läßt sich vor allem durch entsprechende Stabilisatoren, härtere Federn und entsprechend eingestellte Druckstufen beeinflussen meiner Meinung nach.

Es bleibt der Vorteil des tiefen Schwerpunktes, und bei meinem schweren Schiff merkt man das schon ganz gut. :M

Ob die Sturzverhältnisse sich im Alltagsbetrieb so sehr anders auswirken, kann ich nicht beurteilen, da ich nie die Gelegenheit hatte, die Tieferlegung isoliert zu betrachten, sondern nur im Zusammenspiel mit anderen Fahrwerksänderungen. :M

Fahrdynamisch sind die Serienfahrwerke mit Sicherheit schon sehr gut, aber eben nur ein Kompromiß. M-Fahrwerke sind entsprechend schon tiefer und etwas härter, aber trotzdem immer noch ein Kompromiß. Selbst die einstellbaren Fahrwerke von M5/M6 lassen noch erheblichen Spielraum für Verbesserungen.

Aber "Verbesserung" heißt grundsätzlich immer die Abkehr vom bestmöglichen Kompromiß, d.h. die Vorteile in einer Richtung werden durch Nachteile in anderer Richtung erkauft.

Liegt ein Auto tiefer und härter, fährt es sich leichter bis an den Grenzbereich heran meiner Meinung nach, es fühlt sich einfach stabiler an. Der Grenzbereich selbst ist aber erheblich schmaler, wenn die Haftung abreißt, dann ist auch direkt was los, die Gutmütigkeit des Serienfahrwerks gibt es dann nicht mehr. :M
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

nixnuz schrieb:
PS:
Da kennst Du den Viktor aber schlecht. Der gehört zu den 20%. Genauer gesagt zu den letzten 5% der 20%. Ich glaube die Frage hier ist eher so zu verstehen: Maximale Fahrdynamik bei eben noch zumutbarer Optik.

Ich kenne ihn überhaupt nicht..;) Meine Ausführungen waren auch keinesfalls gegen ihn gerichtet. Ich wollte einfach mal festhalten dass die meisten Leute die Ihr Auto tiefer legen, nie eine Rennstrecke von innen sehen werden.
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

...ganz einfach man steht auf der Nordschleife in der Kurve nicht mehr so quer wie Viktor und bekommt als Betrachter nicht mehr den Eindruck, da kippt gleich ein Zetti um :t .

GruZZZ
Dirk
powered bei H&R Federn u. Bilsteindämpfer :t
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

@CH Z 4

Das mit der Optik gut formuliert!

Maverick schrieb:
Sinnvoll ist eine moderate Tieferlegung (15-20mm) wie bei den BMW-Sportfahrwerken und zusätzlich bei Bedarf noch härtere Federn, Stabis und Dämpfer, wie bei den M-Modellen. Alles andere zieht auf öffentlichen Straßen meistens mehr oder weniger gravierende Nachteile nach sich. Eigenartigerweise kann man sowas aber im Tuningbereich kaum kaufen - sieht wohl nicht gut genug aus:g .
Ich habe ehrlich gesagt noch keinen Fahrwerksingenieur kennen gelernt (kenne neben meinen Kollegen auch welche von Tuningfirmen), der sowas bei seinem Privatwagen machen würde.

Guter Beitrag! Man könnte noch anfügen, dass ein Fahrwerk nicht nur eine höchst komplexe Angelegenheit ist (weil es verschiedene und teils gegenläufige Parameter unter einen Hut bringen muss), sondern einen sehr hohen Abstimmungs- und Testaufwand durch Ing. und Testfahrer bedeutet.

Deswegen würde ich, wenn mir das M-Fahrwerk nicht reicht oder nicht erhältlich ist, höchstens ein komplettes Fahrwerk von einem der wenigen seriösen Tuner wie Alpina, Schnitzer usw. gezielt für meine speziellen Bedürfnisse unters Auto machen - weil ich weiss, dass diese Leute sorgfältig den entsprechenden Aufwand getrieben haben.

Das Problem für diese Tuner ist, den grossen Entwicklungsaufwand über die winzigen verkaufbaren Stückzahlen überhaupt finanzieren zu können.

Das Gros der Federn, Dämpfer usw. in den einschlägigen "Tuner"-Katalogen (je tiefer, je besser) kann man in technischer und fahrdynamischer Hinsicht getrost vergessen. Es dient ausschliesslich der (meist fragwürdigen) Optik. Wobei ich nur schmunzeln kann, wenn so verbastelte Autos mit stark negativem Sturz und kleinen Motoren auf den Supermarkt-Parkplatz gehoppelt kommen ...

Lieber hin und wieder mal eine Probefahrt mit einem BMW mit M-Fahrwerk unter Alltagsbedingungen machen, dann relativiert sich vieles. ;)
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Wieso habe ich mir die Gedanken gemacht?

Hier wird oft berichtet, wie schlecht das Serienfahrwerk ist. Das kann ich nicht nachvollziehen. Es gab sogar Beiträge, wo von 25kmh höherer Durchschinttsgeschwindigkeit auf der "Hausstrecke" berichtet wurde. Wie soll das möglich sein? Ebenso werden Hinterachsen Sturzkorrigiert, was meiner Meinung nach, das Fahrverhalten im Gernzbereich nur noch verschlechtert.

Außerdem hätte ich gerne ein etwas strafferes Fahrwerk, um die Fahrdynamik zu verbessern. Das soll aber nicht zu Lasten der Nässeeigenschaften gehen.

Bei einem Serienauto ist das alles schlichtweg unmöglich! Es sei denn, man ändert die Kinematik der Achsen. Bei einer Tieferlegung sollte der Sturz wie bei der Serie bleiben (beim Z4 wenigstens an der Hinterachse machbar). Der Restfederwg wird verkürzt. Deshalb müßte die Sturzzunahme beim Einfedern erhöht werden. So hätte man ein verbessertes Handling in allem Lebenslagen (außer Offroad ;) )

Bietet ein Tuner ander Achsschenkel an, um den Effekt der höheren sturzzunahme zu erreichen, an? Vorne müßten einige Sachen umgebaut werden, aber hinten dürtfe es kein großes Problem darstellen!?

Für mich steht fest, daß ich wohl wieder bei der Serie bleibe und die Gutmütigkeit sowie den Fahrkomfort einfach geniessen werde. Alles andere wird mich nicht glücklich machen. Oder man müßte auf einen Sportwagen umsteigen...

Gruß Viktor
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

... gibt doch Schnitzer beispielsweise - aber hier im Forum sind doch ein Haufen Meinungen und auch der eine oder andere Experte zum Thema.
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Viktor schrieb:
Hier wird oft berichtet, wie schlecht das Serienfahrwerk ist. Das kann ich nicht nachvollziehen. Es gab sogar Beiträge, wo von 25kmh höherer Durchschinttsgeschwindigkeit auf der "Hausstrecke" berichtet wurde. Wie soll das möglich sein? Ebenso werden Hinterachsen Sturzkorrigiert, was meiner Meinung nach, das Fahrverhalten im Gernzbereich nur noch verschlechtert.

Ich hab's vorletztes Jahr im Sommer mit dem entdoc ausprobiert. Er fährt einen Z4 3.0 mit Serienfahrwerk, ich hatte meinen 2.5 mit Eibachtieferlegung. Beide mit 18"-Rädern ... könnte aber auch sein, dass der entdoc auf 17"-Rädern unterwegs war.

Erst er vorweg auf kurvigen Straßen - der 3.0 überzeugte überhaupt nicht, ich dachte er hat Angst die Kurven schneller zu durchfahren.

Danach tauschten wir die Autos und es stellte sich heraus, dass er in meinem 2.5 so schnell durch die Kurven fuhr, dass ich mit dem 3.0 und seinem Serienfahrwerk nicht hinterherkam, bzw. das unsichere Gefühl mich bremste - hab ihn dann fahren lassen.

Und sorry, wenn ich jemanden einfach so fahren lasse, dann gehört da schon mehr dazu.

Durch den Fahrzeugtausch haben wir den Vergleich fahrerunabhängig machen können.

Die Kurvengeschwindigkeiten mit einem tiefergelegten Auto sind eindeutig höher. :M

Wieso und warum und mit welchen Nachteilen ... das ist mir doch rattenegal. :w

Auch ob ein Fahrwerk aufwendig abgestimmt werden muss, möchte ich nicht in Frage stellen, aber in meinem Fall ist das extrem überflüssig - das Teil geht so gutmütig um die Ecken, ich habe kein Bedürfnis nach weiteren Optimierungen.
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Was man seriöser Weise in einer Forendiskussion sagen kann ist, daß das Serienfahrwerk rundrum gut abgestimmt ist. Daraus abzuleiten, daß tiefere Fahrwerke allesamt optisch motivierte Verschlechterungen mit sich bringen ist aber Quatsch!

Ich bin z.B. mal in Werners MQP mitgefahren mit KW competion II, Uniball und Yokohama Semis und das Fahrgefühl war phantastisch! Kein Vergleich mit nem H&R Gewinde und um Längen präzieser. Fakt ist, daß die Rückmeldung vom Serienfahrwerk verbesserungsbedürftig ist. Dafür ist der Grenzbereich gutmütiger und das ist der Grund dafür, warum man sich so problemlos genau da tummeln kann. Mit präzieseren Fahrwerken merkt man plötzlich, daß es Reifen und Feder/Dämpfer Abstimmung gibt, die nicht so recht funktionieren etc pp. Also alles Kram, der "Serie" nie ein Problem war...

Ausserdem ist es absolut wichtig, daß der Fahrstil zum Fahrwerk passt. Und genau hier ist der Punkt, wo im Zweifel der Ausschlag zum gutmütigeren Paket gehen sollte. Der BMW M3 GTR war auch nur so ungewöhnlich erfolgreich, weil er so ein (laut seiner Piloten) ungewöhlich gutmütiges Auto war.

VG vom NN.

PS:
Du kannst vorne die Schenkel vom MQP verbauen, kosten nicht die Welt. Allerdings passen darauf dann auch nur die M Bremsen. Also am besten alles zusammen von einem verunfallten E36 M besorgen....
 
AW: Fragen und wichtige Theorien zur Teiferlegung!

Hallo zusammen,

meine Erfahrung zu diesem Thema ist vor allem die, dass der limitierende Faktor i.d.R. auf dem linken Sitz zu finden ist :-)

Die ganze DIskussion erinnert mich auch stark an das Thema Gewichtsoptimierung beim Motorrad, da werden irrsininnge Summen ausgegeben, um mittels Carbon und Co. das Gewicht im Grammbereich zu senken - und dann hat der Fahrer zehn oder mehr Kilo Übergewicht ...

Ich fahre jetzt den zweiten Z3 mit 3.0 Maschine und M-Fahrwerk und kann mich nicht beklagen. Das Gesamtpaket stimmt.
 
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