Ahoi zusammen,
der Artikel zur Verschiebung der Erdachse (http://www.zroadster.com/forum/caf/40100-erdachse_verschoben.html) von Z4Black hat mich schwer zum Nachdenken gebracht und nagt an meinem Gewissen. Nein, den Mond habe ich nicht verschoben, aber womöglich bin ich schuld am Ausfall der Elektrik im heute zwischen Würzburg und Fulda liegengebliebenen ICE.
Wie das sein kann? Nun, betrachten wir einmal den typischen Zetti-Fahrer in freier Wildbahn, in seiner natürlichen Umgebung, ungestört von feindlichen Verkehrsteilnehmern und der Rennleitung. Was tut er oder sie? Richtig, Drehmoment nützen bis die Tachonadel zuckt. Nun gab es vor ein paar Jahren einen schlauen Freimaurer und Apfelspezialisten names Isaak Newton, der einen Satz geprägt hat, der mir in der grotesk-absurden Form "actio gegengleich reactio" im Kopf geblieben ist. Der besagt nun, dass der Schub, der den Zetti nach vorne drückt, die Erdkugel nach hinten drückt.
Nun habe ich also auf der A7 zwischen Fulda und Würzburg mehrmals kräftig beschleunigt und dadurch zweifellos eine Kraft auf die Straße und damit auf die Erdkugel ausgeübt, die genauso brachial war wie der Antritt meines Zetti. Womöglich hat der dadurch resultierende Ruck dafür gesorgt, dass ausgerechnet in dem ICE eine Schwachstelle der Elektrik den Todesstoß bekommen hat?
Und es kommt noch schlimmer: Wenn ich irgendwann wieder stark bremse, dann sollte die Erdkugel wieder einen Gegenimpuls bekommen, und abgesehen davon, dass die Erdzeit zwischen den Impulsen - solange ich also flott unterwegs bin - geringfügig von der Atomuhr in Braunschweig abweichen sollte, müsste dann wieder alles im Lot sein.
Nun muss ich aber leidvoll gestehen, dass ich zwar mehrfach stark beschleunigt habe, aber durch entspannte und vorausschauende Fahrweise selten bremsen musste, so dass die Beschleunigungsenergie häufig nur durch den Windwiderstand wieder zunichte gemacht wurde. Damit habe ich also nicht die Erde, sondern nur die sie umgebende Luft beschleunigt, und das könnte erklären, warum das schweizerische Uhrwerk an meinem Handgelenk immer noch von der Atomuhr abweicht.
Damit habe ich ja jetzt wohl ein generelles Problem identifiziert: Wer häufig stark beschleunigt und nicht stark bremst (oder - nicht auszudenken - womöglich zwischen Beschleunigung und Abbremsen die Richtung ändert!), der beeinflusst die Rotation unseres Planeten. Für die Fahrer weniger potenter Fahrzeuge sollte das egal sein (was passiert, wenn ein Smart beschleunigt? Richtig, der kleine Impuls wird durch das kurze Ein- und Zurückfedern benachbarter Brennnesseln und anderen Straßenbegleitgrüns hinreichend aufgefangen) - aber spätestens ab 90 PS reicht die Bioelastizität heimischer Flora sicher nicht mehr aus.
Ich denke, ich sollte einen Brief an meinen Bundestagsabgeordneten verfassen und auf diese Problematik aufmerksam machen. Gleichzeitig kann ich einen Vorschlag für einen entsprechenden Gesetzentwurf vorschlagen:
Danach sollte jeder, der mehr als 90 Pferde unter der Haube hat, für den Abruf des resultierenden Drehmoments eine gewisse Anzahl an Beschleunigungszertifikaten erwerben müssen. Für den Handel mit den - staatlich ausgegebenen - Beschleunigungszertifikaten ist eine staatliche Beschleunigungsbörse ins Leben zu rufen, als Standort schlage ich die Nordschleife vor.
Beschleunigungszertifikate sind richtungsgebunden auszugeben, d.h. wer zwischen München und Stuttgart auf der A8 beschleunigen will, hat vorher ein (< 170 PS) oder mehrere (ab 171 PS) Ost-West-Beschleunigungszertifikate zu erwerben (und gleichzeitig vorab Strafe an die Rennleitung zu entrichten, weil man auf dieser Strecke zur Zeit nicht beschleunigen kann ohne in einer Baustelle eine Ordnungswidrigkeit zu begehen).
Die Richtungsbindung gibt der Bundesregierung die Möglichkeit, die Beschleunigung zu hedgen. Konkret: Gebe ich mit 231 PS Gummi von Ost nach West, dann kann die Bundesregierung aus dem Erlös des Beschleunigungszertifikats eine Beschleunigungskompensationsmassnahme (BKM) durchführen lassen, wofür zur Abwicklung ein Bundesamt zu schaffen ist. Die Durchführung der BKM könnte an China delegiert werden, wo dann - im konkreten Beispiel - 12 Chinesen jeweils einen Reissack kraftvoll von Ost nach West schubsen würden (wobei zu beachten ist, dass die Chinesen sich dabei nicht auf dem Erdboden abstützen dürfen, sondern beispielsweise von einem Zeppelin zu suspendieren wären).
Das Bundesamt zur Durchführung dieser Massnahmen hätte also als oberes Ziel, die Beschleunigungen so zu arrangieren, dass sich alle gegenseitig aufheben. Daher schlage ich als Benennung das "Bundesamt für globalen Stillstand" vor. Kompetente Politiker zur Verwaltung des Stillstands zu finden dürfte ja nicht allzu schwer werden.
Was meint Ihr - habt Ihr noch Verbesserungsvorschläge, bevor ich das nach Berlin faxe?
Viele Grüße,
Christian
der Artikel zur Verschiebung der Erdachse (http://www.zroadster.com/forum/caf/40100-erdachse_verschoben.html) von Z4Black hat mich schwer zum Nachdenken gebracht und nagt an meinem Gewissen. Nein, den Mond habe ich nicht verschoben, aber womöglich bin ich schuld am Ausfall der Elektrik im heute zwischen Würzburg und Fulda liegengebliebenen ICE.
Wie das sein kann? Nun, betrachten wir einmal den typischen Zetti-Fahrer in freier Wildbahn, in seiner natürlichen Umgebung, ungestört von feindlichen Verkehrsteilnehmern und der Rennleitung. Was tut er oder sie? Richtig, Drehmoment nützen bis die Tachonadel zuckt. Nun gab es vor ein paar Jahren einen schlauen Freimaurer und Apfelspezialisten names Isaak Newton, der einen Satz geprägt hat, der mir in der grotesk-absurden Form "actio gegengleich reactio" im Kopf geblieben ist. Der besagt nun, dass der Schub, der den Zetti nach vorne drückt, die Erdkugel nach hinten drückt.
Nun habe ich also auf der A7 zwischen Fulda und Würzburg mehrmals kräftig beschleunigt und dadurch zweifellos eine Kraft auf die Straße und damit auf die Erdkugel ausgeübt, die genauso brachial war wie der Antritt meines Zetti. Womöglich hat der dadurch resultierende Ruck dafür gesorgt, dass ausgerechnet in dem ICE eine Schwachstelle der Elektrik den Todesstoß bekommen hat?
Und es kommt noch schlimmer: Wenn ich irgendwann wieder stark bremse, dann sollte die Erdkugel wieder einen Gegenimpuls bekommen, und abgesehen davon, dass die Erdzeit zwischen den Impulsen - solange ich also flott unterwegs bin - geringfügig von der Atomuhr in Braunschweig abweichen sollte, müsste dann wieder alles im Lot sein.
Nun muss ich aber leidvoll gestehen, dass ich zwar mehrfach stark beschleunigt habe, aber durch entspannte und vorausschauende Fahrweise selten bremsen musste, so dass die Beschleunigungsenergie häufig nur durch den Windwiderstand wieder zunichte gemacht wurde. Damit habe ich also nicht die Erde, sondern nur die sie umgebende Luft beschleunigt, und das könnte erklären, warum das schweizerische Uhrwerk an meinem Handgelenk immer noch von der Atomuhr abweicht.
Damit habe ich ja jetzt wohl ein generelles Problem identifiziert: Wer häufig stark beschleunigt und nicht stark bremst (oder - nicht auszudenken - womöglich zwischen Beschleunigung und Abbremsen die Richtung ändert!), der beeinflusst die Rotation unseres Planeten. Für die Fahrer weniger potenter Fahrzeuge sollte das egal sein (was passiert, wenn ein Smart beschleunigt? Richtig, der kleine Impuls wird durch das kurze Ein- und Zurückfedern benachbarter Brennnesseln und anderen Straßenbegleitgrüns hinreichend aufgefangen) - aber spätestens ab 90 PS reicht die Bioelastizität heimischer Flora sicher nicht mehr aus.
Ich denke, ich sollte einen Brief an meinen Bundestagsabgeordneten verfassen und auf diese Problematik aufmerksam machen. Gleichzeitig kann ich einen Vorschlag für einen entsprechenden Gesetzentwurf vorschlagen:
Danach sollte jeder, der mehr als 90 Pferde unter der Haube hat, für den Abruf des resultierenden Drehmoments eine gewisse Anzahl an Beschleunigungszertifikaten erwerben müssen. Für den Handel mit den - staatlich ausgegebenen - Beschleunigungszertifikaten ist eine staatliche Beschleunigungsbörse ins Leben zu rufen, als Standort schlage ich die Nordschleife vor.
Beschleunigungszertifikate sind richtungsgebunden auszugeben, d.h. wer zwischen München und Stuttgart auf der A8 beschleunigen will, hat vorher ein (< 170 PS) oder mehrere (ab 171 PS) Ost-West-Beschleunigungszertifikate zu erwerben (und gleichzeitig vorab Strafe an die Rennleitung zu entrichten, weil man auf dieser Strecke zur Zeit nicht beschleunigen kann ohne in einer Baustelle eine Ordnungswidrigkeit zu begehen).
Die Richtungsbindung gibt der Bundesregierung die Möglichkeit, die Beschleunigung zu hedgen. Konkret: Gebe ich mit 231 PS Gummi von Ost nach West, dann kann die Bundesregierung aus dem Erlös des Beschleunigungszertifikats eine Beschleunigungskompensationsmassnahme (BKM) durchführen lassen, wofür zur Abwicklung ein Bundesamt zu schaffen ist. Die Durchführung der BKM könnte an China delegiert werden, wo dann - im konkreten Beispiel - 12 Chinesen jeweils einen Reissack kraftvoll von Ost nach West schubsen würden (wobei zu beachten ist, dass die Chinesen sich dabei nicht auf dem Erdboden abstützen dürfen, sondern beispielsweise von einem Zeppelin zu suspendieren wären).
Das Bundesamt zur Durchführung dieser Massnahmen hätte also als oberes Ziel, die Beschleunigungen so zu arrangieren, dass sich alle gegenseitig aufheben. Daher schlage ich als Benennung das "Bundesamt für globalen Stillstand" vor. Kompetente Politiker zur Verwaltung des Stillstands zu finden dürfte ja nicht allzu schwer werden.
Was meint Ihr - habt Ihr noch Verbesserungsvorschläge, bevor ich das nach Berlin faxe?
Viele Grüße,
Christian



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