Immobilienfinanzierung

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11 Oktober 2006
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Moin zusammen,

wir planen uns nächstes Jahr zu vergrößern und wenn möglich ein Haus in der Nähe zu kaufen. Aktuell leben wir in einer Eigentumswohnung, die zu 85% abgezahlt ist. Jetzt stellt sich natürlich in Anbetracht der Zinsen und der generellen Situation auf dem Immobilienmarkt die Frage, was besser ist:

1) ETW verkaufen und das Geld in das neue Haus investieren.
2) ETW behalten, vermieten und damit die höhere Kreditrate abbezahlen. Natürlich immer verbunden mit dem Risiko, dass es Probleme bei der Vermietung geben kann.

Stand jemand schonmal vor einer ähnlichen Situation? Oder gibts Finanzexperten hier? :) :-)

Gruß Chris
 
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Hallo Chris,

dies kann Dir Niemand abschließend beantworten ohne weitere Infos. Es kommt auf viele weitere Faktoren an wie Lage, Zustand, Mieteinnahme bzw. Verkaufspreis der Wohnung an. Mach am besten eine Aufstellung mit allen wichtigen Details und wäge danach ab oder hole einen Experten zu Rate.

Grüße Christian
 
Du wirst aus der Wohnung tendenziell weniger Eigenkapitalrendite ziehen, als du Zinsen auf entsprechend zusätzliches Fremdkapital zahlen musst.

Aber am besten mal beide Varianten beim Kreditgeber durchrechnen lassen.

Wenn ihr die Wohnung behaltet, habt ihr ja für's Haus vermutlich nicht viel Eigenkapital übrig. Das kann weitaus mehr kosten, als die paar Kröten Nettomieteinnahmen bringen - zumal der Wohnungskredit ja auch noch bedient werden muss...

Und ob man sich als frischgebackener Hauseigentümer (womöglich mit Umbauplänen, Gartenarbeiten etc) überhaupt noch "nebenbei" um Vermietung und Unterhaltung der Mietwohnung kümmern möchte/kann, ist die andere Frage...
 
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Ja, wir haben noch kein entsprechendes Objekt gefunden, verfügen aber auch ohne Verkauf über solche Reserven, dass wir 20% Eigenkapital aufbringen könnten.
Da unsere Wohnung im Rhein-Main-Gebiet liegt (Mainz), lässt sie sich garantiert auch gut vermieten.

Eigentlich war ich immer der Ansicht, dass verkaufen besser wäre, u.a. weil ich dann keine Arbeit mit Vermietung, nervigen Mietern etc. hätte. Nun scheint sich der Immobilienmarkt aber so zu entwickeln, dass die Mieten weiter steigen, wogegen die Kaufpreise eher stagnieren bis sinken?!?
 
Also Hauskauf mit nur 20% Eigenkapital……davon würde ich in der heutigen Zeit abraten.
Sprich auch mal mit der Bank. Die lehnen im Vergleich zu den Vorjahren viele Finanzierungen ab.
 
Also Hauskauf mit nur 20% Eigenkapital……davon würde ich in der heutigen Zeit abraten.
Sprich auch mal mit der Bank. Die lehnen im Vergleich zu den Vorjahren viele Finanzierungen ab.
So pauschal kannst du das nicht sagen, denn es kommen auch viele Faktoren wie Tilgungsrate usw. hinzu.
Cleverer wäre es natürlich die Eigentumswohnung zu vermieten, gerade wo diese fast abbezahlt ist.
 
Also ich würde mir eine Vermietung nicht antun, wenn Du Pech hast bekommst Du Mietnomaden rein, oder eine Frau die dann schwanger wird, die bekommst Du nicht mehr so einfach raus. Du bist dann der Sklave der Wohnung (sorry gegenüber allen Frauen, das soll kein Vorurteil sein !!!!). Ich würde das Haus mit Euren Ersparnissen anzahlen, einziehen, Wohnung auf den Markt anbieten und mit dem Erlös eine Teiltilgung für das Haus tätigen. Ist aber nur meine Meinung....

LG
Oliver.
 
Also ich würde mir eine Vermietung nicht antun, wenn Du Pech hast bekommst Du Mietnomaden rein, oder eine Frau die dann schwanger wird, die bekommst Du nicht mehr so einfach raus. Du bist dann der Sklave der Wohnung (sorry gegenüber allen Frauen, das soll kein Vorurteil sein !!!!). Ich würde das Haus mit Euren Ersparnissen anzahlen, einziehen, Wohnung auf den Markt anbieten und mit dem Erlös eine Teiltilgung für das Haus tätigen. Ist aber nur meine Meinung....

LG
Oliver.
Ich gebe dir prinzipiell Recht, eine Vermietung erzeugt Aufwand und man kann Pech mit Mietern haben.

Aber immer diese Angst vor "Mietnomaden"...

Ich habe keine Statistik dazu parat, würde aber davon ausgehen, daß 0,01% der vermieteten Wohnungen in DE/AT von Mietnomaden "betroffen" sind/waren.

Edit: auf die Schnelle einen passenden Artikel dazu gefunden:


Diese Angst kann man also zur Seite schieben bzw., wenn man wirklich so ängstlich durchs Leben geht, dann gibt es ähnliche Horrroszenarien für den Wohnungsverkauf.

Am Ende muss das der TE, wie oben schon angemerkt, nach Abwägung aller uns unbekannten Variablen, selbst entscheiden.

LG Didi
 
Zuletzt bearbeitet:
ETW behalten, vermieten und damit die höhere Kreditrate abbezahlen
Ich denke der wichtigste Aspekt wurde hier noch nicht genannt, vielleicht weil es ohnehin klar ist? Die Mieteinnahmen aus der ETW wären zu versteuern.

Beispielsweise (ich kann nur für das Ösiland sprechen) wenn hierzulande jemand gut verdient ist der Steuersatz für die Einkommenssteuer schnell einmal bei 50%. Wenn ich jetzt eine "durchschinttliche" ETW (in der Großstadt) vermiete, und habe dort 800 Euro netto Mietzins Einnahme monatlich (also ohne Betriebskosten, ohne Mehrwertsteuer) bleiben mir 400 Euro zur Kreditrückzahlung. Ja die Mietschädlinge (gegen die man sich mit Profis aus dem Immobilienbereich schützen kann) sind statistisch gesehen vernachlässigbar, aber: abzüglich Leerstandsrisiko (grob -5%), abzüglich Nebenkosten wie Makler, Anwalt für Vertragserrichtung, Verwalter (und sei es nur für die Übergabe und Rücknahmen und Beratung), abzüglich Erhaltung mitvermieter Gegenstände (Küche etc), abzüglich Kosten für die Neuvermietung (Ausmalen, Reinigen, Reparaturen). Und, was viele gerne vergessen - abzüglich der Rücklagenvorschreibung (Erhaltungsbeitrag) für die ETW, den der Vermieter nicht auf den Mieter überbinden darf, sondern aus der eigenen Tasche zahlen muss - in Ö liegt das aktuell bei rund 1 Euro je m² im Monat! Bleiben am Ende vielleicht 300 Euro die man tatsächlich von der monatlichen Kreditbelastung abziehen kann, wobei man sich jedes Monat zumindest ein paar Minuten (Mahnwesen) mit der vermieteten Wohnung beschäftigen muss.

Je nachdem was aus der ETW zu erlösen ist und wie hoch die Kreditbelastung wäre, würde ich daher beide Modelle durchrechnen. Ohne rechnen (gefühlsmäßig) müsste es eigentlich bei den aktuell hohen Zinsen günstiger sein zu verkaufen und lange Jahre weniger Kreditbelastung zu haben. Aber ohne durchrechnen wird das nix - nimm es daher nur als Hinweis, auf das Versteuern der Mieteinnahmen und auf die "Vermietungs-Nebenkosten" plus den Erhaltungsbeitrag beim Rechnen nicht zu vergessen, könnte teuer werden.

Letzter Aspekt: Gibt es Nachwuchs, der später mit der ETW "versorgt" werden will?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich für meinen Teil vermiete nicht mehr. Ich habe seit Jahren eine schöne 70qm Wohnung allerdings im eigenen Haus unvermietet und nutze diese für andere Zwecke, Ferienwohnung oder wenn die Kinder mal da sind. Steuerlich bleibt da einfach zuwenig von der Miete hängen wenn abbezahlt ist. Und Ärger mit Mietern ist leider auch nicht selten. Ich würde nichts überstürzen, die ETW verkaufen und so wenig wie möglich neue Verbindlichkeiten anhäufen.
 
@Didi,

ich bin da nicht Deiner Meinung. Leider kenne ich zu viele Fälle in meinem Bekanntenkreis die negative Erfahrungen mit Vermietern gemacht haben. Tatsache ist das Mieter einfach viel weniger auf die Immobilie aufpassen (Parkett, angeschlagener Putz etc. etc.) wie Eigentümer. Das ist das gleiche wie bei Mietautos, kaum zu glauben wie die oft zurückgegeben werden.

Weiters bin ich ein Freund davon keine Schulden zu haben, daher würde ich verkaufen und so schnell wie möglich damit Kredit(e) tilgen. Und dann sind da auch noch die Steuern für Mieteinnahmen !!!

LG
Oliver.
 
Die Rechte der Mieter haben mittlerweile solche Unfänge angenommen, das man sich schwer tut einen Mieter zu kündigen. Darum würde ich die ET- Wohnung verkaufen um mit dem Erlös das Haus abzuzahlen. Aber dazu sollte man eine Experten zu Rate ziehen, der hier bessere Auszünfte geben kann, als hier das Forum.
 
Ich denke, das ganze Projekt sollte man mit einem kundigen Sachberater von einer Bank durchrechnen lassen.

Wir haben uns damals eine Menge Angebote eingeholt. Ganz mies waren leider die ortsüblichen VR Banken und Sparkassen. Bei der SANTANDER wurde uns zu 100% professionell geholfen und beraten...
(SOll keine Werbung sein und sicherlich gilt das nicht für alle Ortsbanken)
Nur der Hinweis, dass so ein großes Projekt andere Dimensionen erfordert als ein Autoforum.

Natürlich sind hier Hinweise bestimmt auch nicht verkehrt!

Ein Punkt zum Vermieten, der hier noch nicht benannt wurde: wir erbten eine ET-Wohnung. Nach einem Besuch der WEG Versammlung war klar: sofort Wohnung verkaufen!!! --> Hausverwaltung korrupt, Abrechnungen überall komplett fehlerhaft, und andere Eigentümer, denen die Zustände völlig egal waren, weil es immer so war.
Ganz ehrlich, so einen Ärger will man sich nicht antun....
 
Mal von Zustand, Lage und Co. abgesehen, kurz ein paar Gedanken dazu.

ICH würde die Wohnung behalten, weil:

A: Du momentan sicherlich nicht den Kaufpreis erhalten wirst, den Du Dir wünschst.

B: kannst Du eine weitere Hypothek auf die Wohnung aufnehmen (die ja fast abbezahlt ist) und damit Dein Haus (mit)finanzieren. Die Laufzeit würde ich schön strecken und Zinsen sind auch fast egal. Dabei ist der große Vorteil, dass Du steuerlich einiges gegenrechnen kannst. Z.B. Zinsen und AFA. Und wenn Du kreativ bist auch manche Anschaffung, die du „eigentlich“ für das Haus tätigst. ;) Bei einer selbstbewohnten Immo kannst Du das alles NICHT.

C: werden die Preise in den nächsten 10 Jahren steigen. Die Wohnung wird dann bestimmt mehr Wert sein

D: bei Scheidung gäbe es eine Wohnung, die du bewohnen kannst. Oder irgendwann die Kinder o.ä.

E: Überlege beim Vermieten ob Du nur befristete Mietvertäge machst. Dann bist Du die Mieter im Zweifel schnell los.

Würde ich mal drüber nachdenken.


Grüße
 
Letzter Aspekt: Gibt es Nachwuchs, der später mit der ETW "versorgt" werden will?

Damit wäre ich heutzutage sehr vorsichtig. Eine große Gruppe der heutigen jungen Erwachsenen wollen sich den "Stress" mit einer eigenen Immobilie gar nicht erst antun. Passt nicht in die work life balance und man ist zu sehr an einen Ort gebunden.

Wir möchten uns ja eher verkleinern. Von derzeitig ca. 350 m² auf 120 m² (in der Größenordnung, kommt auf nen Schnapps nicht an). Unsere drei (28 - 32 Jahre alt) wollen die lastenfreie Altimmobilie (ohne Reparatur und Wartungsstau) noch nicht einmal geschenkt haben. Sondern zahlen lieber 13,00 / m² Kaltmiete. Wenn man was Besseres findet ist man innerhalb von 3 Monaten raus und der Vermieter soll sich um alles andere kümmern.

Für mich nicht mehr nachvollziehbar.

Ein Aspekt wäre aber auch für mich inzwischen mehr als wichtig. Die staatlich verordneten Regeln zur Energieeinsparung. Da ist schon so mancher aus meinem Bekanntenkreis nach dem Kauf aus allen Wolken gefallen. Das würde ich im Vorfeld sehr genau mit den Ordnungsbehörden abstimmen bevor ich auch nur ansatzweise in Vertragsverhandlungen gehe.
 
Mal von Zustand, Lage und Co. abgesehen, kurz ein paar Gedanken dazu.

ICH würde die Wohnung behalten, weil:

A: Du momentan sicherlich nicht den Kaufpreis erhalten wirst, den Du Dir wünschst.

B: kannst Du eine weitere Hypothek auf die Wohnung aufnehmen (die ja fast abbezahlt ist) und damit Dein Haus (mit)finanzieren. Die Laufzeit würde ich schön strecken und Zinsen sind auch fast egal. Dabei ist der große Vorteil, dass Du steuerlich einiges gegenrechnen kannst. Z.B. Zinsen und AFA. Und wenn Du kreativ bist auch manche Anschaffung, die du „eigentlich“ für das Haus tätigst. ;) Bei einer selbstbewohnten Immo kannst Du das alles NICHT.

C: werden die Preise in den nächsten 10 Jahren steigen. Die Wohnung wird dann bestimmt mehr Wert sein

D: bei Scheidung gäbe es eine Wohnung, die du bewohnen kannst. Oder irgendwann die Kinder o.ä.

E: Überlege beim Vermieten ob Du nur befristete Mietvertäge machst. Dann bist Du die Mieter im Zweifel schnell los.

Würde ich mal drüber nachdenken.


Grüße
Was willst du den bei ein fast abbezahlt Immobilie steuerlich bei Vermietung groß gegenrechnen wenn nix groß in diese Investiert wird eine weitere Hypothek die anderweitig verwendet wird wohl nicht zumal diese oft auch noch zweckgebunden sind. Was man machen kann ist freigewordene Grundschulden zur Sicherung der neuen Hypothek verwendet um so besser Konditionen zu bekommen. Auch befristete Mietverträge sind keine Garantie, Mieter im Streitfall fristgerecht los zu werden.
 
Die Wohnung wird dann bestimmt mehr Wert sein
Ja und wenn man die Wohnung vermietet hatte und später weiter verkauft, dann nimmt (bei uns zumindest) der Staat 30% Immobilienertragsteuer von dem "Mehrwert":D

Auch befristete Mietverträge sind keine Garantie, Mieter im Streitfall fristgerecht los zu werden
Aber man bringt nach Ablauf der Mietdauer damit die Räumungsklage durch. Wenigstens.

inzwischen mehr als wichtig. Die staatlich verordneten Regeln zur Energieeinsparung
Ist nicht auch in D derzeit so eine wilde Diskussion um Grundsteuererhöhungen im Gange, in einem Ausmaß wo man bald Pleite geht, wenn man ein großes Grundstück mit Einfamilienhaus hat? Wäre auch noch ein Aspekt wenn man sich "vergrößern" will.

Für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Jedem das Seine - das große Erwachen kommt dann erst beim Nachwuchs vom Nachwuchs, oder bei deren Rente... Aber ja, die jungen Leute werden es schon besser wissen als wir alternde Hasen, mein Nachwuchs erzählt mir ja regelmäßig, wie er später mein Haus bewohnen wird :roflmao:

der große Vorteil, dass Du steuerlich einiges gegenrechnen kannst. Z.B. Zinsen und AFA
Da lieber den Steuerberater fragen, nicht alles kann man vorteilhaft abschreiben - Zinsen ja (aber das sind keine namhaften Beträge, es sei denn man finanziert ein mittleres Bauprojekt), Renovierung ja, Neubau oder Erweiterung nein, etc.. Das Geld in den STB ist hier gut investiert.

A: Du momentan sicherlich nicht den Kaufpreis erhalten wirst, den Du Dir wünschst.
Kann nicht für D sprechen, aber hier in Ö ist gerade der Preishöhepunkt überschritten worden, und die Preise stagnieren oder fallen erstmals seit vielen vielen Jahren. Derzeit ist der Markt für Eigentumswohnungen hier im Raum Wien fast ein Intensivpatient, die Rückgänge im Verkauf sind ein Wahnsinn. Sollte man jetzt für seine Wohnung (vorausgesetzt man braucht sie nicht und schafft stattdessen eine andere Immobilie an) noch ein gutes Angebot bekommen, ist bestimmt nicht die falsche Zeit um zu verkaufen.

Ich würde nichts überstürzen
Das (!) ist hier der beste Rat überhaupt, bei Immobilien geht mit Eile nichts, aber auch gar nichts. Hier rasch sein zu wollen beim vermeintlichen Schnäppchen ist bestimmt die schlechteste Idee.
 
ohne Verkauf über solche Reserven, dass wir 20% Eigenkapital aufbringen könnten
Keine Ahnung wie eine Bank in D das sieht, aber hier bekommt man damit keinen (guten) Kredit für das Einfamilienhaus. Ein Immobilienkredit (d.h. mit Verpfändung des gekauften EFH an die Bank, die es finanziert) mag mit 20-30% Eigenkapitalquote möglich sein, empfehlenswert muss das aber lange noch nicht sein.

Nun scheint sich der Immobilienmarkt aber so zu entwickeln, dass die Mieten weiter steigen, wogegen die Kaufpreise eher stagnieren bis sinken?!?
Grundsätzlich ja, das bedeutet aber nur, dass in der ETW zu wohnen auf lange Sicht sinnvoller sein mag, als zur Miete zu wohnen (das war es immer schon, zumindest wenn man mehr als die eigene Generation betrachtet). Dass dem Vermieter hiervon mehr bleibt, heißt das noch lange nicht, und selbst wenn dem so wäre, dann muss man am Ende immer auf die Rendite (Mietertrag per anno vs Kapitaleinsatz) achten. In den letzten Jahren, wo Sparzinsen quasi null waren und es keinen Sinn hatte, Geld zu halten (Inflation höher als Zinsertrag) hat jeder Immobilieninvestor auch sehr niedrige Renditen akzeptiert - zuletzt war schon 2 bis 2,5% attraktiv genug, damit Leute die eines haben ihr Geld "parken" wollen. Kann gut sein, dass mittelfristig die Renditen wieder leicht ansteigen, aber wenn sie das tun, dann ziehen auch die Immobilienpreise wieder mit an, weil genau dann in Immobilien zu investieren ja wieder attraktiv geworden ist.

Es sei denn, unseren Politikern fällt wieder etwas ein, uns das alles wegzunehmen. Hierzulande wird ja nun wieder offen über Erbschaftssteuern etc diskutiert, und das in einem Land wo man mit der Steuer- und Abgabenquote weltrekordhalter ist. Ja klar, das was wir schon 3x versteuert haben werden wir dann beim Weitergeben uns nochmals wegnehmen lassen. Was für eine Welt, wo sich echter Fleiß immer lohnt.
 
Wenn sich die Wohnung durch die Vermietung selbst trägt, würde ich sie behalten. Kein guter Zeitpunkt zu Veräußerung. Für das neue Vorhaben würde ich nicht länger als fünf Jahre Festzins vereinbaren. Mittelfristig sehe ich eher ein niedrigeres Zinsniveau.
 
Wenn sich die Wohnung durch die Vermietung selbst trägt, würde ich sie behalten. Kein guter Zeitpunkt zu Veräußerung. Für das neue Vorhaben würde ich nicht länger als fünf Jahre Festzins vereinbaren. Mittelfristig sehe ich eher ein niedrigeres Zinsniveau.
Nehmen wir mal hyphotetisch 300k€ Erlös für ETW dann sind das bei ca. 4% 12000 Euro Zinsen/Jahr weniger sorry da wüsste ich was zu machen ist.
 
Vielen Dank für die Antworten, waren viele interessante Aspekte dabei, nur bei Scheidung und Kinderversorgung musste ich etwas schmunzeln :D
Wir haben zwar einen Sohn, der sollte bei der Erwägung aber keine Rolle spielen.

Ich bin eigentlich jemand der nicht gerne Kredite hat, insofern war ich immer für Verkauf. Nun habe ich aber selbst erlebt, wie sich die Kaltmieten hier entwickelt haben, gefühlt ein Plus von 50% in den letzten 5 Jahren. Wir sind vor 4 Jahren aus einer tollen Neubau-Mietwohnung in unsere ETW umgezogen, da haben wir knapp 11 EUR pro m2 kalt gezahlt, jetzt kosten solche Wohnungen locker 15 EUR pro m2. So würde ich das Mietniveau bei unserer Wohnung auch einschätzen (war damals auch ein Neubau).

Wenn ich das mal schnell laienhaft durchrechne, dann könnte ich also durch die Vermietung nach Abzug der Steuer eine um 1000 EUR höhere Kreditrate handeln. Was mir das letztendlich beim aktuellen Zinsniveau bringt habe ich noch nicht durchgerechnet bzw. müsste ich wenns denn soweit ist mal mit meiner Bank durchgehen.
 
Hast Du die Renovierungskosten nach dem Auszug des Vermieters auch mit einkalkuliert ? Meine Bekannten (fast alle) mussten danach WC, Bad und Küche neu machen da komplett versaut und einem neuen Mieter nicht zumutbar (vieleicht bin ich aber auch nur in einer pingeligen Gesellschaft. Da ich aber nur in einer Eigentumswohnung und nicht in einem Haus wohne würde ich mich in die normale Mittelschicht einstufen). Alleine eine "Renovierung" (also ausmahlen, Parkett schleifen und Grundreinigung) kostet Dich nach 3-6 Jahren gleich mal paar tausend Euro wenn Du es nicht selbst machst. Und dann kommen noch die eventuellen Kosten für Ersatz von Elektrogeräten dazu (Herd, Kühlschrank, Boiler, Waschmaschine.....), alles Dinge die Du nicht selbst nutzt sondern vom Mieter genutz und "verbraucht" werden Du aber zahlen musst/sollst. Sind nur so Gedanken....ich würde mir das nicht antun....auch denke ich das der Zenit am Wohnungsmarkt erreicht ist, ein normaler Arbeiter bekommt ja durch die EU-Regelung eh keinen Kredit mehr bzw. kann den nicht mehr bediehnen, wo sollen denn dann die Preise noch hingehen ???

Die kleine Wohnugn unter mir (56 m2 + 100 m2 Grund) steht seit 2 Jahren leer, Kaufpreis 350.000.- EUR. Der Verkäufer jammert das er sie nicht los kriegt, runter gehen will er aber auch nicht weil er glaubt die Lage ist ideal etc..... Die Mittelschicht verarmt langsam aber sicher, da sind solche Preis nicht mehr möglich....manche Leute haben (zumindest hier in Ö) schon fast kein Geld mehr für Lebensmittel, erlebe ich jeden Tag in der Firma in der Kantine, da wird nicht mehr das Menü genommen sondern nur noch ein Brot mit Belag.

Ich für mich bin lieber so schnell wie möglich schuldenfrei und hab keinen Ärger mit anderen Leuten (Mieter).
LG
Oliver.

PS: Leider ist unsere Gesellschaft in einem Stadium angelangt wo es einfach nur heisst: "gehört nicht mir" scheiss drauf...
 
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Vorschläge hinsichtlich einer Immobilienberatung in einem Autoforum zu suchen, ich schon mutig ;). Der aktuelle Zinssatz ist gerade am Steigen und wer weiß, ob das Ende schon erreicht ist. Ich würde verschiedene Bausparkassen und Kreditinstitute aufsuchen und mir beides durchrechnen lassen. Sollte es eine gebrauchte Immobilie werden, dann auch nicht die Renovierungskosten und Modernisierungskosten gerade im Heizungs-(Wärmepumpe) und Strombereich (Photovoltaikanlage) vergessen, es wird auch da weiterhin politische Entscheidungen geben.
 
Die Mieter-/Vermietersituation ist zwischen Ö und D in vielen Punkten nicht vergleichbar. :)

Ich bin noch dabei mein Portfolio weiter aufzubauen und finde Immobilien super um sich ein passives Einkommen fürs Alter aufzubauen während ich mir diese in den jüngeren Jahren vom Mieter abbezahlen lasse. Bestenfalls nehme ich während der Tilgung schon einen positiven Cashflow mit neben dem Steuervorteil (interessante Abbschreibemodelle wurden ja schon weiter oben genannt :) ).

Pech kann man natürlich immer haben, aber das Risiko für Mietnomaden ist dermaßen gering, wenn man sorgfältig auswählt. Kernsanierungen musste ich wegen unsorgsamer Behandlung von meinem Eigentum nie vornehmen.

Ich würde (mit Entscheidung aus der Ferne) nicht verkaufen. Die Miete als zweites Standbein verwenden, die Immobilie beleihen, zusätzliches Abschreibeobjekt, Altersvorsorge,….
 
Vorschläge hinsichtlich einer Immobilienberatung in einem Autoforum zu suchen, ich schon mutig ;). Der aktuelle Zinssatz ist gerade am Steigen und wer weiß, ob das Ende schon erreicht ist. Ich würde verschiedene Bausparkassen und Kreditinstitute aufsuchen und mir beides durchrechnen lassen. Sollte es eine gebrauchte Immobilie werden, dann auch nicht die Renovierungskosten und Modernisierungskosten gerade im Heizungs-(Wärmepumpe) und Strombereich (Photovoltaikanlage) vergessen, es wird auch da weiterhin politische Entscheidungen geben.
Ich habe mich explizit entschieden, hier nachzufragen, weil ich in den zig Jahren, die ich hier Mitglied bin, selten so viel Sachverstand auf einem Haufen erlebt habe, und zwar vollkommen egal bei welchem Thema :thumbsup: :thumbsup:
 
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