Brummm
... nur zufällig hier
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- 16 August 2004
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Nach einem kurzen Blick kann ich noch nicht absehen, ob das belanglos ist, oder eine interessante Sache (immerhin steht u.a. der CCC dahinter), aber vielleicht ist es zumindest als Diskussionsthema und zur längerfristigen Beobachtung nicht ganz uninteressant:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/...ahnbeantworter-bietet-hilfe-an-a-1109022.html
"Kampf gegen Anwaltsmasche: Webdienst soll bei unberechtigten Abmahnungen helfen
Abmahnungen wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen sind für manche Kanzleien ein attraktives Geschäft - und versetzen Internetnutzer in Panik. Ein neuer Dienst bietet Betroffenen nun Hilfe an.
...
Über einen Schriftsatzgenerator lässt sich in fünf einfachen Schritten ein Antwortschreiben erstellen. Damit soll die Unrechtmäßigkeit der Abmahnung erklärt werden. ...
...
Der Abmahnbeantworter soll dabei helfen, dass sich die Betroffenen mit der Abmahnung auseinandersetzen, ... Auf der Website wird unter anderem erklärt, was es mit einer Abmahnung auf sich hat, welche Ziele der Abmahnbeantworter hat und wann eine Abmahnung unberechtigt ist. Außerdem gibt es rechtliche Tipps, beispielsweise den, auf keinen Fall eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben.
...
So würden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um später erfolgreich eine negative Feststellungsklage zu erheben, falls die Abmahnung nicht fristgerecht zurückgenommen wird. "Er soll eine Art Waffengleichheit zwischen den Anwaltskanzleien und den Abgemahnten herstellen", .... Das Projekt werde ohne kommerziellen Interessen betrieben."
Noch ein paar eigene Anmerkungen zu weiteren Textzitaten:
"... Um das Geschäft mit Abmahnungen herum sei eine regelrechte Branche entstanden, ... Konkrete Zahlen gibt es allerdings nicht. "Schätzungen gehen von jährlich 50.000 bis 200.000 Fällen in Deutschland aus", ..."
Diese "Schätzungen" dürften deutlich zu niedrig sein. Bereits einzelne "Abmahnkanzleien" kommen jährlich auf eine erheblich fünfstellige Anzahl an Abmahnschreiben. Solche Kanzleien gibt es einige.
"... Das Team hinter dem Abmahnbeantworter erhofft sich von dem Vorstoß auch, dass die große Abmahnflut eingedämmt wird. "Wenn sich auch nur ein Prozent der Betroffenen wehrt, dann funktioniert das Geschäftsmodell der blind abmahnenden Firmen nicht mehr", hofft ..."
Auch das bezweifele ich: Es müssten sich erheblich mehr Menschen gegen Abmahnungen zur Wehr setzen, damit das Geschäftsmodell unattraktiv wird. Zumal der Umstand, dass viele der Abmahnungen durchaus mit Rechtsgrund erfolgen, an dieser Stelle nicht ganz irrelevant ist.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/...ahnbeantworter-bietet-hilfe-an-a-1109022.html
"Kampf gegen Anwaltsmasche: Webdienst soll bei unberechtigten Abmahnungen helfen
Abmahnungen wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen sind für manche Kanzleien ein attraktives Geschäft - und versetzen Internetnutzer in Panik. Ein neuer Dienst bietet Betroffenen nun Hilfe an.
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Über einen Schriftsatzgenerator lässt sich in fünf einfachen Schritten ein Antwortschreiben erstellen. Damit soll die Unrechtmäßigkeit der Abmahnung erklärt werden. ...
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Der Abmahnbeantworter soll dabei helfen, dass sich die Betroffenen mit der Abmahnung auseinandersetzen, ... Auf der Website wird unter anderem erklärt, was es mit einer Abmahnung auf sich hat, welche Ziele der Abmahnbeantworter hat und wann eine Abmahnung unberechtigt ist. Außerdem gibt es rechtliche Tipps, beispielsweise den, auf keinen Fall eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben.
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So würden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um später erfolgreich eine negative Feststellungsklage zu erheben, falls die Abmahnung nicht fristgerecht zurückgenommen wird. "Er soll eine Art Waffengleichheit zwischen den Anwaltskanzleien und den Abgemahnten herstellen", .... Das Projekt werde ohne kommerziellen Interessen betrieben."
Noch ein paar eigene Anmerkungen zu weiteren Textzitaten:
"... Um das Geschäft mit Abmahnungen herum sei eine regelrechte Branche entstanden, ... Konkrete Zahlen gibt es allerdings nicht. "Schätzungen gehen von jährlich 50.000 bis 200.000 Fällen in Deutschland aus", ..."
Diese "Schätzungen" dürften deutlich zu niedrig sein. Bereits einzelne "Abmahnkanzleien" kommen jährlich auf eine erheblich fünfstellige Anzahl an Abmahnschreiben. Solche Kanzleien gibt es einige.
"... Das Team hinter dem Abmahnbeantworter erhofft sich von dem Vorstoß auch, dass die große Abmahnflut eingedämmt wird. "Wenn sich auch nur ein Prozent der Betroffenen wehrt, dann funktioniert das Geschäftsmodell der blind abmahnenden Firmen nicht mehr", hofft ..."
Auch das bezweifele ich: Es müssten sich erheblich mehr Menschen gegen Abmahnungen zur Wehr setzen, damit das Geschäftsmodell unattraktiv wird. Zumal der Umstand, dass viele der Abmahnungen durchaus mit Rechtsgrund erfolgen, an dieser Stelle nicht ganz irrelevant ist.






Vor allem aber ist es ein Geschäft, mit dem sich auf einfache Art und Weise sehr bis dramatisch viel Geld verdienen lässt. Offen gesagt glaube ich nicht, dass sich hier im Forum keiner finden würde, der diese Chance nutzen würde, wenn er sie denn hätte. 