Kauffrage: Wie viel darf er runter haben?

QP1982

macht Rennlizenz
Registriert
20 Juli 2012
Ort
München
Wagen
BMW Z3 coupé 3.0i
Und nochmal ich. Ich bin ja derzeit auf der Jagd nach meinem ersten Coupé und würde gerne eins nehmen, das unter 100.000 km runter hat, weil ich es seeeehr lange fahren will, idealerweise vielleicht sogar bis zum Oldtimer-Status (von mir und dem Auto. Zur Orientierung: Ich bin jetzt 30).

Nun frage ich mich aber nach einer Besichtigung heute (90.000 km, Bremsen ziemlich runter, sonst auch viel zu machen), ob es nicht besser wäre, eins zu suchen, das etwas mehr runter hat, sagen wir 100.-120.000 km. Hintergrund: Ist meine Einschätzung richtig, dass genau in den von mir ursprünglich angestrebten Laufleistungen von 70.-100.000 km in der Regel ziemlich viel an Wartung anfällt? Dann wäre halt die Überlegung, ein Coupé zu suchen, das etwas mehr runter hat, dafür aber auch keinen Wartungsstau mehr.

Was sagen eure Erfahrungen??
 
naja, wenn du jetzt 30 bist und ein auto suchst um damit alt zu werden, dann würde ich an deiner stelle nicht unbedingt einen wagen mit 400tkm suchen. klar oder? ;)
 
Das kann man doch so pauschal nicht sagen. Es gibt Fahrzeuge, die trotz nur 60tkm in einem schlechten Zustand sind und andere (z.B. der Michi hat schon recht viele km) und schauen besser aus als neu.

Schau dir einfach ein paar Fahrzeuge an und entscheide dann. Insgesamt ist der Z3 ein robustes Fahrzeug, was auch nach 15 Jahren (meiner Erfahrung nach) wenige Reparaturbedarf hat. Dinge wie Rost sind wenn keine schlecht reparieren Unfälle vorliegen kein Thema. Und nachdem Ersatzteile wegen vieler Gleichteile mit E36 sehr günstig und massenhaft verfügbar sind wären Reparaturen auch nicht teuer.

Ich wurde auch vor 140 tkm nicht zurück schrecken denn nach 15 ist das einfach nicht viel. Soviele mit ehrlichen 80tkm gibt es einfach nicht mehr.
 
So sehe ich das auch!

Ich habe eines der ersten Z3-Coupés, welches jetzt 92.000 km runter hat (Erstbesitzer).
Ich hätte niemals ein Fahrzeug mit über 100.000 km kaufen wollen, würde aber heute auch ein Coupé mit 120.000km oder mehr Km erwerben, wenn der technische Zustand mit meinem vergleichbar wäre.
Mit Gebrauchsspuren musst Du dann sicherlich rechnen, aber wichtiger für mich wäre noch die regelmäßige, vernünftige Wartung und Pflege (nicht unbedingt bei BMW!), sowie die lückenlose Historie, vorzugsweise auch aus Erstbesitz. Ein reparaturfreundlicheres Auto als das Z3QP habe ich bisher noch nie gehabt.
 
Das ist doch schön zu hören! Nur, dass wir vom gleichen reden: ich habe wegen der Motorlaufleistung keine Bedenken, sondern wirklich eher wegen der Karosse, dem Fahrwerk, Getriebe, Kupplung etc.
 
Getriebe sollte nicht verschleissen,gibt da aber eine Sache mit einer Hülse,dann geht der Schaltknüppel nicht mehr in die Neutralstellung.
Karosse ist eigentlich auch robust,wenn irgendwo Rost sichtbar ist anderes Auto nehmen.
Kupplung macht sich durch hakelige Schaltung bemerkbar. Kann ab 70000 auftreten(Dauertest 3.0 sportauto),ich hab bei 150000 gewechselt. ca.500€
Am Fahrwerk wird immer mal wieder was zu machen sein,speziell die Vorderachse ist bei allen BMWs anfällig aber auch günstig instand zu setzen.
Thermostat ist auch immer schnell kaputt,ist aber Billigkram.
Wasserpumpe ist auch eine Baustelle,lieber im Voraus wechseln.
Achte auf die Fensterheber,die Mechanik kann teuer werden.

Nochmal zum Oldtimerstatus,das ist ja frühestens in 17 Jahren der Fall. Wer weiss ob dann noch Benzin zu bezahlbaren Preisen angeboten wird,ich glaube eher nicht und evtl hat man dann den Spritfresser Z3 QP(9-12l)schon gegen was sparsameres eingetauscht.;)
 
Das ist doch schön zu hören! Nur, dass wir vom gleichen reden: ich habe wegen der Motorlaufleistung keine Bedenken, sondern wirklich eher wegen der Karosse, dem Fahrwerk, Getriebe, Kupplung etc.

Also mein QP hat jetzt 113tkm und hat bis auf eine Kleinigkeit keine Probleme gemacht. Selbst 200 Runden auf der Nordschleife haben dem kleinen nichts ausgemacht, von welchem Auto kann man das heutzutage noch sagen? Aber bei älteren Autos fallen immer Kleinigkeiten an, aber dank günstiger E36 Technik ist das auch nicht soooo teuer. Also kann man für kleines Geld im Unterhalt ein sooo tolles Auto fahren. Dieser Sound vom R6, diese Optik, dieses Kartfeeling. Ich bin schon einiges Auto mir u.a. mehr Leistung gefahren, aber das Z3QP kann keiner toppen. :t

Aber ich schweife gerade etwas ab^^ Wie gesagt, um die genannten Punkte muss du dir keine Sorgen machen. Kauf dir ein Z3QP mit um die 100tkm und dann passt das. :)
 
Wenn das Fahrzeug unfallfrei und gepflegt dasteht sollten Laufleistungen um die 120Tkm kein Thema sein. Achte lieber auf den Gesamtzustand und wenn möglich wenig Winterbetrieb oder gar Saisonzulassung und Originallack. Eine nachvollziehbare Historie wäre mir wichtiger wie ein niedriger KM Stand der nur auf dem Tacho steht...........

Grüsse Jens
 
Gesamtzustand und dann noch ein gutes Gefühl dazu ist sehr wichtig.
Wie ich zum Termin beim Händler kam, stand das Auto schon auf der Bühne, damit ich unbedingt alles prüfen konnte.
140.000 km Topzustand
aber natürlich ein Gebrauchtwagen, Kleinigkeiten werden wohl irgendwann notwendig sein.
 
Du kannst auch einen mit 180'000km kaufen, wenn der Zustand gut ist. Dann müsste einfach schon ein paar Sachen gemacht worden sein. Stossdämpfer, Wasserpumpe und Thermostat.
Wenn du ihn bis zum Ende des Benzinzeitalters fahren willst, also max. noch 10 Jahre, so würde ich einen ohne Winterbetrieb nehmen. Nicht dass die anderen Rosten, aber die sehen von unten dann wie neu aus.
 
Wenn du ihn bis zum Ende des Benzinzeitalters fahren willst, also max. noch 10 Jahre...

Dann wartet mal ab, wir werden mit unseren Oldtimern auch 2050 ;) noch mit Benzin fahren!
Neue Technik wird es möglich machen und es gibt noch mehr Öl als genug, man muss nur tiefer bohren.
Die angebotene Menge wird doch nur künstlich von der Ölmafia knapp gehalten, damit die Preise steigen und von dieser Seite werden auch die Gerüchte (seit 30 Jahren!) in die Welt gesetzt, dass das Ende der Förderung absehbar ist. Elektro, Hybrid, usw. ist doch alles keine Alternative, für eine Übergangsphase eher schon Gas, auch wenn unsere Frau Merkel etwas anderes behauptet.
Ich persönlich bin überzeugt, dass als einzige wirkliche Alternative zum Öl nur noch Wasserstoff eine Chance hätte, auch mit dem Umweltgedanken im Hinterkopf.
Aber das ist ja ein anderes Thema.
 
es gibt noch mehr Öl als genug, man muss nur tiefer bohren.
Die angebotene Menge wird doch nur künstlich von der Ölmafia knapp gehalten, damit die Preise steigen
Natürlich gibt es noch reichliche Ölvorkommen in der Welt aber dieses Öl lässt sich nur sehr mühsam fördern und weiterverarbeiten. Die grossen Felder haben den Zenit bereits überschritten und dis Saudis pumpen schon Wasser zu um an die letzten Reserven zu kommen. Insofern wird vor allem der Preis ein Umdenken erfordern. Auch werden wir künftiges Öl vor allem für andere Produkte benötigen. Öl ist eigentlich viel zu schade um einfach verbrannt zu werden.
Ich geb dir aber Recht,dass Gas die Übergangstechnologie bis zum Wasserstoff sein wird.
 
Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass wir unsere Oldtimer dann entsprechend umrüsten können...
 
Wenn das orig. FW noch drin ist und das Auto viel Langstrecke gesehen hat, kann es auch gerne 180k auf der Uhr haben.
Motor geht nicht kaputt und die Karosse hat noch keine Belastungsschäden. Da kann man dann gut nochmal 200k draufgeben. Das sollte wohl langen. ;-) denn ob die Kiste mit Erreichen des Oldtimerstatus nun 250/300 oder 400k runter hat, ist wurscht. Wird ja weiterhin gepflegt das gute Stück. Sollte also dann in 20 Jahren und mit 350k auf der Uhr immer noch top sein.

Bei zwölfjährigen Autos, die unter 100k gelaufen haben, muss ich immer an Stadtverkehr/Kurzstrecke denken.
Das Auto sollte dann NICHT in einem Ballungsraum (B,M,HH,E,...) zugelassen gewesen sein.
 
ganz ehrlich: große Unterschiede nur aufgrund einer um 10-30 TKM variierenden Laufleistung wirste kaum finden. Bei welchem KM-Stand welche Wartung ansteht ist völlig individuell vom Fahrer abhängig. Ich fahre mein T-Car seit 100 TKM mit den gleichen Bremsscheiben, aber mein 6er braucht alle 30 TKM rundum nen neuen Satz - hängt eben arg von der Fahrweise ab. Wenn der Pflege- und Wartungszustand stimmt und die Kiste ordentlich gefahren wurde (wenig Kaltstarts, keine Kurzstrecke, möglichst kein Winter), dann kannst Du auch was mit 150 TKM kaufen.

Und selbst wenn ein paar Verschleissteile wie Bremsen "fällig" sind: Wenn er vorher gut gepflegt und gefahren wurde, dann ist das die Investition doch allemal wert, gerade wenn Du ihn lange behalten willst. Verbessert die Verhandlungsposition!!

Der Gesamteindruck muss stimmen, die KM-Leistung (gerade bei den geringen Unterschieden, die Du hier nennst) ist nur eines von vielen Kriterien.

Gruß
Daniel
 
Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass wir unsere Oldtimer dann entsprechend umrüsten können...
Beispiel Traumhochzeit von Willi & Kate.
Der hat doch irgendein altes, englisches Cabrio umrüsten lassen, mit dem sie gefahren sind... Triumph oder MG oder was auch immer.
Möglich ist fast alles.
 
Zurück
Oben Unten