kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"

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Bin gerade per zufall auf diesen Film gestossen, hatte noch garnie was davon gehört... mal sehen ob der auch zu uns in die Kinos kommt :huh:

Sony Pictures Classics Presents : Who Killed the Electric Car?

Obwohl "normale" Elektroautos ja sowieso nicht DIE Lösung sind. Aber könnte noch ein interessanter Film sein wo man vermutlich wiedermal ins grübeln kommt...

Es geht sowieso immer nur ums Geld oder? Politik, Wirtschaft und alles... Wenn etwas den Geldsegen gefährden könnte wird es einfach beseitigt... &:
 
AW: kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"

Der Name sagt mir was, kann aber leider den Link bzw. die Website nicht anschauen (blöde restriktive PC-Einstellungen im Büro :( ) Schaue später von zu Hause nochmals rein.
 
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:O :O :O

verstehe ich das richtig das Toyota und GM die Forschung an Brennstoffzellen-Autos eingestellt haben ???
 

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Ne das heisst, dass sie nicht mehr GEMEINSAM daran arbeiten weil sie sich nicht einig waren bezüglich geistigem Eigentum der Ideen und Ergebnise etc. Kurz: jeder machts wieder selber ;)
 
AW: kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"

Ne das heisst, dass sie nicht mehr GEMEINSAM daran arbeiten weils sie sich nicht einig waren. Kurz: jeder machts wieder selber ;)

Achso okey dann ists ja nicht so schlimm :+ und sonst gibts ja immernoch ein paar Deutsche Autohersteller die auch am Forschen sind %:
 
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Obwohl "normale" Elektroautos ja sowieso nicht DIE Lösung sind. Aber könnte noch ein interessanter Film sein wo man vermutlich wiedermal ins grübeln kommt...

Es geht sowieso immer nur ums Geld oder? Politik, Wirtschaft und alles... Wenn etwas den Geldsegen gefährden könnte wird es einfach beseitigt... &:
Ich kann den Film empfehlen - ist sehr aufschlußreich und ins Grübeln kommt man auf jeden Fall! Deine Vermutung, dass es ums "Geld oder? Politik, Wirtschaft und alles..." geht, trifft dabei sogar zu 100% ins Schwarze - und alles sehr nachvollziehbar präsentiert.

Im Film wird im wesentlichen gezeigt wie das Elektrofahrzeug "EV1" von GM 1996 nach großem Druck der kalifornischen Behörden ("Zero Emission Law") in den USA zügig auf den Markt kam und nach einer erfolgreich erstrittenen Gesetzeslockerung vom Hersteller bis zum Jahr 2003 - entgegen vieler Kundenwünsche - wieder komplett vom Markt eingezogen und sogar Fabrikneu verschrottet wurde... :j

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Alles in allem nichts wirklich neues - wie Deine Vorahnung ja auch bereits gezeigt hat - Interessant sind jedoch die gemachten Bemerkungen über reine Wasserstofffahrzeuge, welche als völlig realitätsfremd eingestuft werden.

Eine dazu durchgeführte Internetrecherche brachte dazu die Bestätigung:

Was z.B. viele (gerade Deutsche) Hersteller werbewirksam als umweltfreundliches, zukunftsfähiges Wasserstoffauto präsentieren (BMW eingeschlossen) ist eine reine Farce und führt sogar dazu, noch länger von Benzin abhängig zu sein!

Wasserstofffahrzeuge werden nicht in den nächsten 25 Jahren (wenn überhaupt) eine praktikable Alternative darstellen können, sei es aufgrund zu geringer Reichweite, fehlender Tankstellennetze, umweltschädlicher und wirkungsgradreduzierter Herstellung des H2 inkl. viel zu teurem Kraftstoff mit Lobbyinteressen, unsicherer und platzproblematischer Lagerung, Verflüchtigungswirkung bei Nichtnutzung usw...

... während "normale" Elektrofahrzeuge (also batteriebetriebene) dagegen tatsächlich technisch und wirtschaftlich schon heute sehr viele Vorteile bieten und sogar um einiges weiter entwickelt sind, als uns die Fahrzeugindustrie, Öllobby und Politik glauben machen möchte.

Die einzige verfügbare Alternative, um zumindest heute umweltschonender fahren zu können, stellen Hybrid-Fahrzeuge (z.B. Toyota) dar - die allerdings auf dem deutschen und amerikanischen Markt kaum eine Rolle spielen.

Auch sehr interessant: viele Käufer würden ein leistungsstarkes Elektroauto, welches sie in der Garage an der eigenen Steckdose günstig "betanken" können einem vergleichbaren Wasserstofffahrzeug, welches eine sehr teure (und bis jetzt eh noch nicht vorhandene) Tankstelle benötigt, bevorzugen und dass, obwohl die "Tankdauer" bei Batterien natürlich um einiges länger dauert.

Shell z.B. liefert den Wasserstoff und möchte natürlich im Postbenzinzeitalter weiterhin mitspielen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, warum die Wasserstofftechnik Elektrofahrzeugen gegenüber bevorzugt wird.

Dabei gibt es eine interessante Entwicklung: Der Wasserstoff wird anders als bei BMW (dort wird er im Motor verbrannt) bei manchen Fahrzeugen in Brennstoffzellen zu Strom umgewandelt, welche dann eine Batterie lädt, welche ihrerseits den Elektromotor speist.

Hierbei ist jedoch von keinem Hersteller von H2 Fuelcell-Fahrzeugen bisher standardmäßig vorgesehen, die Batterie auch alternativ und wesentlich günstiger über die Steckdose zu laden ... ein Schelm wer sich böses dabei denkt.

P.S. Es gibt dazu jedoch 3rd Party Nachrüstlösungen...
 
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Klingt interessant, muss mir diesen Film wirklich auch zu Gemüte führen! Danke für den ausführlichen Bericht.

Apropos Elektro-Auto - habe hier im Café ja schon einmal einen Thread darüber gestartet.
 
AW: kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"

Apropos Elektro-Auto - habe hier im Café ja schon einmal einen Thread darüber gestartet.
Interessanter Link - der Tesla wird im Film auch kurz nebenbei gezeigt - dieser Wagen zeigt dabei das bereits jetzt technisch mögliche - was schon beeindruckend ist: gerade die Fahrleistungen sind bei Elektrofahrzeugen durchaus sehr sportwagentauglich!

Zum Laden muß man noch ergänzen, es gab (gibt?) in Kalifornien überall genormte Energieparkplätze, wo man sein Fahrzeug vielfach nachladen konnte.
Hinzu kommt, dass die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Batterien auch ständig zunimmt - die Kosten in Serienfertigung dann ab.

90% aller Amerikaner legen täglich nicht mehr als 30 Meilen mit Ihrem Fahrzeug zurück - somit dürfte die lange Ladezeit und eine Reichweite von knapp 400 km keine wirkliche Begrenzung darstellen.

Natürlich ist die Ladezeit ein gewisses Handicap - d.h. degradiert einen GM EV1 als Stadtauto und somit als Zweitwagen. Gerade hierfür ist er jedoch vielen zu teuer - und vielleicht auch zu "uncool" - weil macht nicht "knall - bumm - peng" und ist leider kein angesagter, großer Geländewagen ala Hummer (übrigends vom gleichen Hersteller GM).

Im obigen Link wird kritisiert, dass nach ca. 200.000 km die Batterien kostspielig ausgetauscht werden müssen. Das mag zwar sein und ist sicherlich dem Umweltschutzgedanken gegenläufig - demgegenüber steht jedoch auch ein wesentlich geringerer Verschleiß (Motor ist wartungsfrei und so gut wie nicht kaputt zu bekommen, genauso das Getriebe) und somit auch Wartungskosten (auch kein Motoröl mit Ölfilter, Ölwechsel, Zündkerzen)...

Natürlich sind Elektroautos unter diesem Gesichtspunkt (heute) noch nicht das optimale Fortbewegungsmittel - die Idee mit dem Wasserstoff (z.B. BMW Clean Energy) hinkt jedoch leider noch viel mehr und wir wissen ja leider auch alle, dass das "bewährte" Ottomotorprinzip doch für die meisten* nicht so sehr das Optimum darstellt (Klimakatastrophe, Golfkriege, eingeschränkte Mobilität durch Fahrverbote und zu hohe Spritpreise, hohe Wartungskosten, Lungenkrebs durch Feinstaub, Smog, schwarze Hausfasaden und Kulturdenkmäler, Lärmbelästigung, Wald- und Artensterben usw..., usw....)

* ausgenommen Ölfeldbesitzer, Ölkonzernbetreiber und Finanzminister
 
AW: kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"

Du hast Dich ausführlich mit dem Thema beschäftigt wie es scheint :t Ich sehe das ganz genauso. Sicher ist das Optimum der neuen Elektro-Auto-Generation noch lange nicht erreicht, aber das ist es ja bei den heutigen Benzin- und Dieselmotoren auch noch nicht. Auf alle Fälle finde ich dies eine sehr interessante und ökologisch eher vertretbare Alternative - ich bin gespannt, wie sich dies weiterentwickelt. Habe übrigens vor zwei Wochen den ersten Newsletter von Tesla Motors erhalten - da scheint ordentlich was zu gehen (auch in Bezug auf das günstigere, 4 oder 5 plätzige Fahrzeug)!!

Zum Laden muß man noch ergänzen, es gab (gibt?) in Kalifornien überall genormte Energieparkplätze, wo man sein Fahrzeug vielfach nachladen konnte.
Habe ich mich das letzte Mal nicht geachtet - kann aber bald wieder nachsehen gehen :)
 
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