AW: kennt ihr den Kinofilm: "Who killed the electric car?"
Obwohl "normale" Elektroautos ja sowieso nicht DIE Lösung sind. Aber könnte noch ein interessanter Film sein wo man vermutlich wiedermal ins grübeln kommt...
Es geht sowieso immer nur ums Geld oder? Politik, Wirtschaft und alles... Wenn etwas den Geldsegen gefährden könnte wird es einfach beseitigt...
Ich kann den Film empfehlen - ist sehr aufschlußreich und ins Grübeln kommt man auf jeden Fall! Deine Vermutung, dass es ums "
Geld oder? Politik, Wirtschaft und alles..." geht, trifft dabei sogar zu 100% ins Schwarze - und alles sehr nachvollziehbar präsentiert.
Im Film wird im wesentlichen gezeigt wie das Elektrofahrzeug "EV1" von GM 1996 nach großem Druck der kalifornischen Behörden ("Zero Emission Law") in den USA zügig auf den Markt kam und nach einer erfolgreich erstrittenen Gesetzeslockerung vom Hersteller bis zum Jahr 2003 - entgegen vieler Kundenwünsche - wieder komplett vom Markt eingezogen und sogar Fabrikneu verschrottet wurde...
Alles in allem nichts wirklich neues - wie Deine Vorahnung ja auch bereits gezeigt hat - Interessant sind jedoch die gemachten Bemerkungen über reine Wasserstofffahrzeuge, welche als völlig realitätsfremd eingestuft werden.
Eine dazu durchgeführte Internetrecherche brachte dazu die Bestätigung:
Was z.B. viele (gerade Deutsche) Hersteller werbewirksam als umweltfreundliches, zukunftsfähiges Wasserstoffauto präsentieren (
BMW eingeschlossen) ist eine reine Farce und führt sogar dazu, noch länger von Benzin abhängig zu sein!
Wasserstofffahrzeuge werden nicht in den nächsten 25 Jahren (wenn überhaupt) eine praktikable Alternative darstellen können, sei es aufgrund zu geringer Reichweite, fehlender Tankstellennetze, umweltschädlicher und wirkungsgradreduzierter Herstellung des H2 inkl. viel zu teurem Kraftstoff mit Lobbyinteressen, unsicherer und platzproblematischer Lagerung, Verflüchtigungswirkung bei Nichtnutzung usw...
... während "normale" Elektrofahrzeuge (also batteriebetriebene) dagegen tatsächlich technisch und wirtschaftlich schon heute sehr viele Vorteile bieten und sogar um einiges weiter entwickelt sind, als uns die Fahrzeugindustrie, Öllobby und Politik glauben machen möchte.
Die einzige verfügbare Alternative, um zumindest heute umweltschonender fahren zu können, stellen Hybrid-Fahrzeuge (z.B. Toyota) dar - die allerdings auf dem deutschen und amerikanischen Markt kaum eine Rolle spielen.
Auch sehr interessant: viele Käufer würden ein leistungsstarkes Elektroauto, welches sie in der Garage an der eigenen Steckdose günstig "betanken" können einem vergleichbaren Wasserstofffahrzeug, welches eine sehr teure (und bis jetzt eh noch nicht vorhandene) Tankstelle benötigt, bevorzugen und dass, obwohl die "Tankdauer" bei Batterien natürlich um einiges länger dauert.
Shell z.B. liefert den Wasserstoff und möchte natürlich im Postbenzinzeitalter weiterhin mitspielen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, warum die Wasserstofftechnik Elektrofahrzeugen gegenüber bevorzugt wird.
Dabei gibt es eine interessante Entwicklung: Der Wasserstoff wird anders als bei BMW (dort wird er im Motor verbrannt) bei manchen Fahrzeugen in Brennstoffzellen zu Strom umgewandelt, welche dann eine Batterie lädt, welche ihrerseits den Elektromotor speist.
Hierbei ist jedoch von keinem Hersteller von H2 Fuelcell-Fahrzeugen bisher standardmäßig vorgesehen, die Batterie auch alternativ und wesentlich günstiger über die Steckdose zu laden ... ein Schelm wer sich böses dabei denkt.
P.S. Es gibt dazu jedoch 3rd Party Nachrüstlösungen...