was wäre eigentlich, wenn man nem hersteller solche "machenschaften" beweisen könnte?
Diese "Machenschaften" sind indirekt gesetzlich angeordnet.
Wenn ich mal in Richtung Fahrzeuge schaue, ist die Absatzgebung in den USA das Maß aller Dinge nach der sich die Hersteller auch richten und damit alles andere in der Welt gut abdecken ... sofern sie in den USA ihre Autos verkaufen wollen.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm#USA.2C_Federal
Die "Lebensdauer" wird dort mit "120.000 mls" angegeben ... die wurde übrigens vor nicht allzulanger Zeit von 100.000 mls raufgesetzt. Das wiederum entspricht 160.000 km und dieser Wert findet sich auch bei Volkswagen und der Verlängerung der Getriebegarantie wieder:
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http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-384-000-autos-in-die-werkstatt-12121408.html
Das heißt also, es gibt für Hersteller von Fahrzeugen klare Vorgaben für welche Lebensdauer ein Fahrzeug ausgelegt wird.
Und wenn über diese Lebensdauer hinweg ein Elektrolytkondensator durchhält, dann besteht absolut kein Grund einen anderen Kondensator für mehr Geld einzusetzen, der 8 Mio. Fahrzeuge teurer machen würde. Nun beträgt der Mehrpreis nur ein paar cent, aber es kommt in Fahrzeugen nicht nur ein einziger Kondensator zum Einsatz, sondern das sind recht viele - da kommt schnell mal ein Eure je Fahrzeug bei rum.
Stellt Volkswagen nun seinen Kapitalgebern die Frage ob für die Übererfüllung der Anforderungen 8 Mio. € im Jahr ausgegeben werden sollen oder ob die Erfüllung der Anforderungen ausreicht ... wie werden die Aktionäre wohl entscheiden?
Daher halte ich diese Diskussion für absoluten Bullshit.
Richtig absurd wird der Vergleich, wenn wir auf Multimedia schauen ... da wird rumgemäkelt, dass Fernseher nur noch 4 jahre lang halten ... ja, un - alle 4 Jahre einen neuen günstigen Fernseher der aktuellen generation ... warum denn nicht?
Die Müllberge werden größer? Was für ein Scheiß - bei den Fahrzeugen ist die Recyclingquote nahe 100%, ebenso in der Elektronikindustrie.
All die Beispiele, die angeführt wurden, sind doch vollkommen normal - natürlich werden Kunststoffzahnräder in einfachen geräten eingesetzt, damit der Kunde nicht so viel bezahlen muss.
Ich wäre dafür, dass an den Geräten ein "Mindesthaltbarkeitsdatum" aufgedruckt wird - dann kann ich mich beim Kauf entscheiden ob ich den günstigen mit 4 Jahre Lebensdauer oder den teuren mit 8 Jahre Lebensdauer kaufen möchte.
Oh, uuch ... das gibt es ja schon in Form von Gewährleistung und Garantie und gesetzlichen Vorgaben ... ja, wozu denn dann noch so ein Quatsch mit der "geplanten Haltbarkeit".
Hier möchte sich nu jemand wichtig tun und "mit Volkes Stimme" sprechen, denn jedem ist schonmal ein Gerät knapp nach der Garantie kaputt gegangen - auch mir ist das passiert. Das war aber eine kalte Lötstelle ... Pech gehabt, hab ich nachgelötet und dann lief der Fernseher wieder.