Motocross in Kalifornien vs. Winterdepression

Peter_S

macht Rennlizenz
Registriert
3 November 2003
Hallo winterliches good old Germany:y

Hier mal ein Alternativprogramm, das ich mir endlich mal gegönnt habe - für die Motorrad/Offroadfreaks unter Euch, falls der Winter mal wieder unerträglich lang sein sollte...

Es ging für 14 Tage nach Riverside/CA, um sich hauptsächlich auf den schönsten Motocrossstrecken der Welt auszutoben. Als Begleitung ein sehr guter und bewährter Buddy, mit dem ich schon seit über zwanzig Jahren befreundet bin, auch wenn er Anfangs mal der größte Rivale der Hausstrecke warB;.

Nach der Landung in LA gings erstmal zur Basisstation nach Riverside auf dem Campingplatz, wo neben kühlem Corona zur Begrüßung auch noch ein riesiger Camping-Sattelauflieger mit acht Schlafplätzen, zwei ziemlich fette Pickups und sechs hübsch vorbreitete Motorräder. Die anderen Teilnehmer haben wir schnell kennen gelernt, und sie sollten sich als gute und witzige Begleiter erweisen, nicht schlecht wenn man 14 Tage auf relativ engem Raum miteinander verbringt.

Es gab noch etwas zur Begrüßung...Dauerregen! Dabei hatte ich doch dieses Lied mit der Passage "it never rains in California" so verinnerlicht. Seenbildung auf dem Campingplatz, warten auf die nächste Fähre zum Duschhäuschen, grmpf. An Motocrossfahren, und deswegen waren wir ja primär hier, war erstmal nicht zu denken.

Also gut, dann eben einen Tag mit sightseeing/shopping überbrücken. Möglichkeiten gibt es ja zuhauf, wir haben uns eine riesige Outlet-Mall und diverse Crossläden, Tuningschmieden und Rennteams angesehen. Alles super interessant, aber dennoch dieses Jucken in den Fingern.

Nächster Morgen-Sonnenschein pur! Also nix wie ab auf den Track, Pala Raceway stand auf dem Programm. Trotz gewaltiger Restfeuchte fanden wir dort optimale Verhältnisse vor. Kein Wunder bei einem Park von mindestens fünf Caterpillars, mit denen man wohl die halbe Nacht für eine befahrbare Strecke geackert hat. Undenkbar in D, da wäre erstmal 14 Tage Strecke zu angesagt.

Einfach nur geil, 20°, Sonnenschein, und fahren bis zum Abwinken auf traumhafter Strecke. In diesem Turnus ging es dann die nächsten vier Tage auf weiteren tollen Strecken so fort, abends dann immer eine gesellige Runde mit gemeinsamem Kochen (T-Bone-Steaks, Fajitas, Bolognese und co.) und einigen Bierchen, bis wir meist um zehn erschöpft und zufrieden in die Falle sind.

Dann wieder leichte Regenphase-nicht schlimm, da wir eh alle Mann nach San Diego wollten, um einmal ein AMA Supercross live zu erleben. Was soll ich sagen, Wahnsinnsshow, heiße Girls, vollendete Fahrkunst, mehr als sehenswert:t

Am nächsten Tag ging es mit teilregenerierten Knochen wieder aufs Bike (fünf Tage am Stück waren schon nicht ohne, morgens nach dem Aufstehen sah es nach Seniorenheim im Camper aus), und dann nachmittags ab zum Autovermieter. Wir hatten vor uns für zwei Tage nur zu zweit nach Las Vegas abzuseilen.

Leider wurde es keine Corvette, auch nicht als Ersatz wenigstens ein Camaro, sowas hatte ich mir eigentlich gewünscht um einigermassen stilecht den american way of drive zu spüren. Aber leider partout nichts zu bekommen. Dann halt im Ford SUV nach Vegas, wo ich doch bekennender SUV-Hasser bin:b.

Was solls, wir sind zumindest sehr komfortabel nach Nevada gecruist, was für die geschundenen Körper dann doch recht angenehm war. Tempomat, Radio an, Autopilot auf geradeaus..a propos Verkehr: Insgesamt fahre ich dann doch lieber in D, aber so manches ist bei den Amis angenehmer. Kein Gehupe, keine Aggressionen, kein Streit an Kreuzungen ohne Vorfahrtsregelung, alles ganz selbstverständlich-elastisch-entspannt. Nur eben Schneckenlangsam:#

Sehr cool, bei Nacht in Vegas einzutreffen, gleich mal den Strip rauf und runter als Mintour und dann stilecht im "Venetian" dem netten Parkassistenten die Kiste übergeben, auf daß er sie in irgendeiner Tiefgarage deponiere.

Das Venetian konnte neben dem obligatorischen Casino und einem Zimmer mit allem Komfort noch mit einem täuschen echten Canale Grande mitsamt singenden Gondolieres, Marcusplatz, Dogenpalast etc. auftrumpfen. Die perfekte Illusion, der Amerikaner braucht Europa eigentlich gar nicht bereisen, zwei Tage Vegas und gut. Wir haben es genossen, nach zwei Tagen Casinogedüdel, Red Rock Canyon usw. war es aber auch wieder gut. Also raus aus dem Komfort und zurück in den Camper!

Der Rest ist schnell erzählt..nochmal Crossen bis zum Abwinken bei Superwetter, bis es schliesslich hieß einpacken! Top: in 14 Tagen ist absolut nichts passiert, weder Mann noch Maschinen, alle gesund und zufrieden wieder im Flieger nach Hause. Einzig die -7° in Frankfurt waren schon eine bittere Pille.

Würde ich es nochmal tun? Sure, asap!

Hier noch ein paar Pics...

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Hallo.
Ich war über Weihnachten auch in LA und kann nachvollziehen, dass du dort eine tolle Zeit hattest.
Es ist schon wirklich sehr interessant dort, gerade wenn man wie ich, dass erste mal dort ist.

Konnte man den Z4 im Casino gewinnen oder war der nur Werbung für das BMW Autohaus in Las Vegas?

MFG
Patrick
 
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Den Z4 kann man also noch immer gewinnen? War bei mir vor 6 Monaten schon so ;)
 
AW: Motocross in Kalifornien vs. Winterdepression

Ja, kann man scheinbar noch. Also auf zum Zockerparadies:w

Ich glaub der steht da schon ne Weile, ist noch nicht mal der 3,0si. Soviel zu den Gewinnchancen :d
 
AW: Motocross in Kalifornien vs. Winterdepression

:t Respekt!!! Klasse Urlaub!! Das würd mir auch gefallen. Statt Vegas würd ich wohl noch ein paar :indian_ch gucken wollen :)
 
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