AW: Öldrucklampe brennt öfters nach ausschalten der Zündung
Ich werde wohl auch 1/2l nachfüllen und dann sollte wieder Ruhe sein. Aber es ist schon sonderbar, dass ein modernes, neues Auto soviel Öl verbraucht, dass man zwischen den Ölwechselintervallen nachfüllen muss. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich jemals in ein Auto Öl nachgefüllt hätte.
Es ist ein physikalisches Grundgesetz, dass Öl in einem Verbrennungsmotor verbrannt wird.
Die Kolbenringe sind nicht als "100%-Abstreifer" der Laufbuchsen zu verstehen, denn sie sollen keinen metallischen Kontakt mit der Zylinderwand haben.
Sie sollen grundsätzlich auf einer Ölschicht gleiten. Und das bedeutet, dass sich oberhalb der Kolben grundsätzlich Öl befindet. Und die Verbrennungstemperatur liegt grundsätzlich oberhalb der Verdampfungstemperatur des Öls. Und klar, dass immer ein bisschen was an Öl mitverbrannt wird.
Im Kurzstreckenbetrieb macht sich das jedoch weniger bemerkbar, denn beim Kaltstart kondensiert der Sprit an der Zylinderwand, der dan mit in das Öl gewaschen wird.
Je mehr Zylinder ein Motor hat und je höher er gedreht wird, desto mehr Öl braucht dieser Motor auch.
Für BMW ist ein Ölverbrauch von bis zu 750 ml auf 1.000 km zu tolerieren. Ich persönlich halte einen Ölverbrauch von 100 ml auf 1.000 km für absolut normal.
Autogasverzeuge verdoppeln ihren Ölverbrauch gerne mal auf 200 ml je 1.000 km.
Und was nicht über die Zylinderwand verbrannt wird, kann auch über die Kurbelwellengehäuseentlüftung verschwinden, das sind dann die netten Kraftstoffeinträge über die BlowBy-Gase.
Und diese Kraftstoffeinträge ins Öl können gern mal bei 20% liegen, wenn extreme Kurzstrecken gefahren werden, bei Dieseln ein Serien-DPF unterm Auto hängt, der von der Motorsteuerung fast dauernd regeneriert werden möchte und zu allem Unheil auch noch Biodiesel getankt wurde.