Bei den Reifenpannen, die mich bislang ereilt haben, steckte der Übeltäter immer noch im Reifen, was zu einem langsamen Druckverlust führte. Aufpumpen und zum nächsten Reifenhändler fahren war immer möglich. Der sinnvolle Teil dieser Sets ist m.E. der Kompressor. Hier darf es, wie beim BMW-Set, gern die etwas leistungsstärkere Version sein. Wenn die Chemie zu Einsatz kommt, ist der Reifen nicht mehr zu reparieren.
So ein Caramba-Zeug lag vor vielen Jahren im Werkzeugfach eines gebraucht gekauften Motorrads. In Schweden hätte ich das mal brauchen können, aber glücklicherweise war die Dose überlagert und versagte den Dienst durch sofortiges Verstopfen der Zuleitung. Da damals bei BMW Bordwerkzeug und Bedienungsanleitung noch tauglich waren, kleine Reparaturen wie einen Reifenwechsel in the middle of nowhere selbst durchzuführen, habe ich dann den Schlauch wie beim Fahrrad geflickt. Für schlauchlose Motorradreifen werden heute Reparatursets angeboten, die ein Loch mit einem Gummistopfen verschließen. Autofahrer werden dafür offenbar für zu ungeschickt gehalten. Ein neuer Reifen muss danach auch her, aber wenigstens Ventil und Felge bleiben sauber.