PKW Kauf von Privat in Verbindung mit Ablösung eines Kredites

ThomasKatt

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Registriert
11 Februar 2017
Ort
56566 Neuwied
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,5i
Wir schauen uns derzeit nach einem netten Drittfahrzeug um, und haben auch etwas gefunden was uns passen würde...
Nun ist es so, das der Besitzer diesen Wagen noch finanziert hat. Er möchte das der Käufer den Kredit bei der Bank ablöst weil er das wohl aus finanziellen Gründen
selbst nicht kann...
Nun bin ich etwas unsicher was die Abwicklung eines solchen Geschäftes betrifft. Hat jemand von Euch Erfahrung mit solchen Geschäften? Worauf muß ich achten das ich nicht verar...t werde?
 
Wir schauen uns derzeit nach einem netten Drittfahrzeug um, und haben auch etwas gefunden was uns passen würde...
Nun ist es so, das der Besitzer diesen Wagen noch finanziert hat. Er möchte das der Käufer den Kredit bei der Bank ablöst weil er das wohl aus finanziellen Gründen
selbst nicht kann...
Nun bin ich etwas unsicher was die Abwicklung eines solchen Geschäftes betrifft. Hat jemand von Euch Erfahrung mit solchen Geschäften? Worauf muß ich achten das ich nicht verar...t werde?
Verstehe ich nicht….wenn Ihr ihm doch das Geld gebt für den Wagen, dann kann er doch damit den Kredit ablösen….🤷🏻‍♂️
 
Ich würde dem Verkäufer auch kein Geld geben, bevor ich den Brief nicht bekomme. Und der liegt bei der Bank, die ihn erst aushändigt, wenn der Wagen bezahlt wurde.

Blöde Sache, ich würde sowas nicht machen und weiter suchen.
 
Ohne Brief würde ich dem Verkäufer keinen einzigen Euro für das Auto geben. Defakto gehört das Auto der Bank und nicht dem Verkäufer.
Was ist denn, wenn der Verkäufer gar kein Verkaufsrecht hat (z.B. Leasing)?!

Wenn die Bank eine Filiale hat, sollte es nach einer Terminabsprache mit allen Parteien sicher möglich sein, das Fahrzeug Zug um Zug auszulösen. Oder?
 
Wir haben das mal vor vielen Jahren für ein BMW Motorrad gemacht. Die Abwicklung ist dann über unsere BMW Niederlassung gelaufen, welche den Brief angefordert hat und dann gegen Zahlung der Restsumme ausgehändigt hat.
 
Habe sowas vor 3 Jahren mit einem T5 Transporter gemacht. Ein Kollege von mir
ging in den Ruhestand, und ich habe seinen Handwerkerbus aus der Finanzierung
rausgekauft.

Er hat mir sämtliche Unterlagen gegeben, zusammen mit dem Finanzierungsplan.

Habe dann die Restrate direkt an die VW-Bank überwiesen und Auto war mein.

Da braucht es kein Autohaus, etc.... Das geht immer über die Bank. Kann
natürlich auch BMW-Bank, VW-Bank, oder nur ne Sparkasse sein.

Wenn alle sich einig sind ist das kein Problem.
 
Ist es das Fahrzeug wert, dann Lösung suchen. Besser wahrscheinlich Finger weg.

Wer steht im Brief?
Offene Kreditsumme = Kaufpreis?
Vielleicht läuft Pfändung?
 
Danke, da sind einige wichtige Hinweise dabei. :thumbsup:Also wenn überhaupt, dann erst Mal den Kontakt zur Bank suchen, und schauen was man für Informationen erhält.
Wachsam sein ist jedenfalls angebracht..
 
Du kannst mit dem Verkäufer zu seiner Hausbank gehen und da zahlt ihr das Geld gemeinsam auf das Finanzierungskonto per Sofortüberweisung ein; die Ablöse wird unmittelbar gutgeschrieben. Parallel/vorher/nachher schickt der Käufer in deinem Beisein (online/Fax) eine Vollmacht an die Bank, dass dir der Brief direkt zugesandt wird; Formulare hierfür hat jede Kfz-Bank normalerweise als Download. Anschließend nimmst du das Auto mit und wartest, bis du den Brief zur Ummeldung erhältst.

Habe ich schon öfters so praktiziert, ging stets nahtlos über die Bühne.
 
Ich hab sowas 2020 gemacht. 10% vom Kaufpreis abgezogen, Auto mitgenommen (mit Zulassung auf den Verkäufer), Schein und alle Unterlagen mitbekommen und die letzten 10% überwiesen bei Erhalt des Briefes.
Für mich war das einwandfrei, allerdings muss da der Verkäufer auch mitspielen.

Ich hab die Ware, kann aber nicht sofort ummelden, da der Brief fehlt und der Verkäufer hat das Meiste der Summe und muss für den Rest nur noch den Brief organisieren und mir schicken.
Die Unterlagen für die Finanzierung wurden mir gezeigt im Original und die angegebenen Fahrgestellnummern verglichen, damit das alles für mich glaubhaft war.

3 Tage später kam der Brief per Einschreiben direkt vom Autohaus an mich.
 
@MichlZZZZ kann man so machen und wird wohl meistens auch gut gehen aber rein rechtlich hast du da im Fall der Fälle gegebenenfalls die A-Karte...
 
@Bumbum
Kann ich im Detail nicht einschätzen. Bin kein Jurist.
Das war natürlich alles genau so im schriftlichen Kaufvertrag mit allen Details beschrieben und beidseitig unterzeichnet. Inkl Einbehalt der 10% mit Zahlung Zug-um-Zug nach Zustellung des Briefes.
 
War vor 2 Jahren in der gleichen Situation und habe mich damals auch versucht zu informieren und auch mit meiner Schwägerin gesprochen - ist Bankkauffrau - Ihre Empfehlung war damals eindeutig - Finger weg!!!🙄
Natürlich gibt es seriöse Fälle wo das alles kein Problem ist - dann muss man aber die Kreditgebende Bank in die Kaufabwicklung mit einbeziehen.... Schließlich hat der Vorbesitzer gar nicht dass Recht das Auto zu verkaufen - schließlich hat er es als Sicherheit für den Kredit hinterlegt..... Also hat der Kreditgeber da erstmal das Vorrecht.!

Also - wenn das seriös in Zusammenarbeit mit der Kreditgebende Bank vertraglich abgewickelt wird - dann wird es wohl klappen.
Auf keinen Fall aber den Verkäufer Geld anzahlen damit er dann angeblich selber zuerst den Kredit abzahlt um den Brief zu bekommen !!!! Du weißt nie was der Verkäufer sonst noch für Verpflichtungen hat - und das kann dann ganz böse für Dich ausgehen.
Mein Fazit - es gibt so viele Gebrauchtwagen - lass die Finger von diesem auch wenn das Angebot vielleicht verlockend ist - und sich dir einen anderen! 😉
 
@AIC-Peter
Die Info macht wahrscheinlich den Ausschlag:
In meinem Fall war schon ein Schreiben der Bank vorhanden, dass die noch offene Kreditsumme bei Ablösung des Kredites bezifferte.
Inkl der "Erlaubnis" (genauer Wortlaut fällt mir nicht mehr ein), dass Fahrzeug zu veräußern. Der Ansprechpartner wurde auch genannt und in meinem Beisein angerufen, dass der Vorgang so eingeleitet wird.
Die telefonische Vorankündigung war so notwendig, da ich das Fahrzeug sofort mitnehmen wollte und der Verkäufer nicht wusste wann ein Käufer auftaucht. Hätte ja noch eine oder zwei Monatsraten fällig werden können.
Und, die Bank war die BMW-Bank. Ist also mit solchen Vorgängen vertraut.
 
Man muss es auch von Seitens des Verkäufers sehen.
Auch wenn er die Mitteln hätte, warum sollte er die Finanzierung ablösen wenn er keine Sicherheit hat, dass das Auto tatsächlich verkauft wird.

Früher bin ich als Käufer mit Bargeld quer durch Europa gereist bzw beim Verkauf habe ich den Käufer gebeten das Bargeld in meiner Anwesenheit bei der Bank auf meinem Konto einzuzahlen. Mit den Geldwäscheregeln geht das alles sehr schwer. Mittlerweile leiste ich vorab Anzahlungen bzw überweise das Geld ohne das Auto zu haben. Anders geht es nicht wenn man ein Auto aus dem Ausland kauft.

In diesem konkreten Fall würde ich den Verkäufer eine Anzahlung leisten, er geht zu seiner Hausbank, bittet um eine kurzfristige Finanzierung um das Auto von der Leasingbank rasuzukaufen. Somit kommt er zum Brief, kann den Käufer den Brief übergeben wenn im zug im zug dann auch der Restbetrag bezahlt wird.
 
In diesem konkreten Fall würde ich den Verkäufer eine Anzahlung leisten, er geht zu seiner Hausbank, bittet um eine kurzfristige Finanzierung um das Auto von der Leasingbank rasuzukaufen. Somit kommt er zum Brief, kann den Käufer den Brief übergeben wenn im zug im zug dann auch der Restbetrag bezahlt wird.
Exakt so ist imho der einzig richtige Weg!
Wobei die Anzahlung wäre bei mir sehr klein - max. 100 bis 200€.

Geht das nicht, würde ich Abstand nehmen, ganz gleich wie verlockend das Angebot ist. Ganz im Gegenteil, desto verlockender das Angebot ist, desto misstrauischer wäre ich.
Wenn jemand ein Auto finanziert und aus dieser Finanzierung vorzeitig raus möchtet und nicht Kreditwürdig genug ist, diese Summe z.B. über eine kurzfristige Zwischenfinanzierung seiner Hausbank auszulösen, dann zeugt das nicht unbedingt von einer soliden finanziellen Lage.
Warum soll man einem Wildfremden blind vertrauen, wenn seine eigene Hausbank, die ihn finanziell besser kennt, nicht vertraut?
 
Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es hier um eine klassische Finanzierung. D.h. das Auto/der Brief ist als Sicherheit bei der Bank hinterlegt. Das führt dazu, dass der Verkäufer ohne Zustimmung der Bank nicht verkaufen darf. Unterstellt man, dass diese kein Problem damit hat gibt es soweit mir bekannt Unterlagen die der Verkäufer ausfüllen muss und in denen er den Verzicht bestätigt. Der Käufer überweist direkt an die Bank und erhält im Gegenzug den Brief. Der Verkäufer erhält gleichzeitig die Bestätigung, dass er aus der Finanzierung raus ist. Ob das heute noch so gemacht wird, kann ich nicht sagen.
 
tja, es ist in der Tat nicht einfach. Ich werde mich jedenfalls absichern durch diverse Tipps die hier genannt sind. Man sieht und spürt ja auch im persönlichen Gespräch mit wem man es zu tun hat.. Nicht jeder Privatkäufer (oder Verkäufer) ist unseriös und will sein gegenüber über den Tisch ziehen.
 
@thomaskatt
um welche Art BANK handelt es sich? Eine regionale Sparkasse? ....schwierig! ...eine Autobank? Leasingbank? ... realistisch!
um welche Art Auto handelt es sich denn? Ein "one-chance" ... gibt es kein zweites mal? besonders verlockend günstig?
 
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