Rettungsgasse

Ein Trauerspiel sowas.
So viel Inkompetenz und dreistheit gehört der Führerschein auf Lebzeit entzogen.
Die Retter dann noch zu verspotten...
...da müsste ich mich ziemlich stark auf die Opfer/Verletzten fokussieren um nicht handgreiflich zu werden.

Ich stehe viel auf der A59 und A40 im stau und freue mich über jeden der bei stockendem Verkehr oder Stau zumindest bis an die weiße Linie ran fährt (und ich meine nicht die mittlere).
 
Ein großes Problem ist leider der zu geringe Abstand innerhalb des Staus. So können die Fahrzeuge oft nicht mehr nach vorne recht oder links rüberziehen.
 
Ich hab mir grad mal ein paar Bilder von dort angeschaut.... blöde Situation. Mitten in einer eh schon beengten Baustelle. Eigentlich müsste eine Fahrspur komplett freigehalten werden. Die Spuren sind ja dort schon so eng, dass zwei Fahrzeuge gerade mal nebeneinander passen.
 
Moin Moin

Um nicht die Abgase des Vordermannes zu schnüffeln habe ich mindestens 2m Abstand im Stau.
Aber wurde nicht die Rettungsgassenregel kürzlich geändert?

gruß
Karsten
 
Offen gesagt verstehe ich auch nicht recht, warum die dafür zuständigen Behörden und/oder Regierungen das Thema den Bürgern nicht deutlich prominenter in das Bewusstsein rufen.

Es gibt immer wieder öffentlich-rechtlich initiierte "Marketing-Kampagnen" (wer erinnert sich nicht an die zahllosen Werbespots zur Flüchtlingsintegration?) oder ähnliche Aktionen, warum wird nicht mal ein wenig Geld für die "Bewerbung" der Rettungsgasse ausgegeben? Auch so könnte man wirksam Menschenleben schützen (und nicht nur mit den fortwährenden Diskussionen über Geschwindigkeitsbegrenzungen und der fahrerischen Entmündigung der Bürger).

Hier in der Gegend ist die Rettungsgasse im Stau nicht einmal ansatzweise existent. Wer brav an den Rand fährt, läuft eher noch Gefahr, im Stau überholt zu werden. :confused:
 
Offen gesagt verstehe ich auch nicht recht, warum die dafür zuständigen Behörden und/oder Regierungen das Thema den Bürgern nicht deutlich prominenter in das Bewusstsein rufen.

Es gibt immer wieder öffentlich-rechtlich initiierte "Marketing-Kampagnen" (wer erinnert sich nicht an die zahllosen Werbespots zur Flüchtlingsintegration?) oder ähnliche Aktionen, warum wird nicht mal ein wenig Geld für die "Bewerbung" der Rettungsgasse ausgegeben? Auch so könnte man wirksam Menschenleben schützen (und nicht nur mit den fortwährenden Diskussionen über Geschwindigkeitsbegrenzungen und der fahrerischen Entmündigung der Bürger).

Hier in der Gegend ist die Rettungsgasse im Stau nicht einmal ansatzweise existent. Wer brav an den Rand fährt, läuft eher noch Gefahr, im Stau überholt zu werden. :confused:
Wie gesagt, fällt es mir aktuell auf, dass zum Beispiel bei Verkehrsdurchsagen im Radio (Bayern 3) auf die Rettungsgasse vermehrt hingewiesen wird.

Tim
 
Wie gesagt, fällt es mir aktuell auf, dass zum Beispiel bei Verkehrsdurchsagen im Radio (Bayern 3) auf die Rettungsgasse vermehrt hingewiesen wird. ...
Das sind dann aber, du hast es in deinem Eröffnungsbeitrag bereits erwähnt, die Medien, und nicht behördliche oder staatliche Organisationen. Ich sehe aber eher dort die Verantwortlichkeiten.
 
Das sind dann aber, du hast es in deinem Eröffnungsbeitrag bereits erwähnt, die Medien, und nicht behördliche oder staatliche Organisationen. Ich sehe aber eher dort die Verantwortlichkeiten.
In dem Fall ein Medium eines öffentlich-rechtlichen Senders .... aber ja, stimme Dir zu.

Tim
 
Bei uns in der Gegend hat sich das mit der Rettungsgasse schon gut etabliert.

Mittlerweile schlägt es sogar schon in Übereifer um.
Da wird dann auf mehrspurigen Autobahnen (viel Verkehr nur Stop and Go) komplett die Spur gewechselt.
Was dann auf der ohnehin schon überfüllten benachbarten Spur passiert, brauche ich nicht zu erwähnen. Hier gab es durch das schnelle einscheren der zusätzlichen Fahrzeuge fast die nächsten Unfälle.
Die, die dann “nur“ an den Rand ihrer Spur fahren und so die Rettungsgasse herstellen (wie Ich [emoji45] ) werden angehupt, aufgeblendet oder beschimpft.
 
Interessant - das war für mich gerade Anlass, die Regelung mal nachzulesen (§ 11 Abs. 2 StVO; Hervorhebung durch Brummm :) :-)):

„Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsgasse
 
Ich lese da nirgends “wenn man das Blaulicht im Rückspiegel sieht wie wahnsinnig die Spur wechseln“ [emoji33]

So war es aber in dieser Situation leider.
Es steht hier wirklich gar nichts von Spur wechseln, was bei einer vollen 4 Spurigen Autobahn sowieso im Chaos endet.
 
Ich wollte auch gar nichts anderes sagen, sondern einfach nur die gesetzlichen Voraussetzungen für mich selbst klären (weil ich sie nicht mehr parat hatte).

Tatsächlich dürfte damit auch klar sein, wie es sich verhält: Sobald es nicht schneller geht als Schrittgeschwindigkeit, ist eine Rettungsgasse zu bilden. Dass das rücksichtsvoll und ohne Gefährdung anderer passieren soll, dürfte sich von selbst verstehen. Wer das so macht, macht es mithin richtig und sollte nicht das Opfer von Hup- oder Schimpfattacken werden. :) :-)

Wenn du nun allerdings - als neue Information - ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht erwähnst, dann ist der Notfall offensichtlich bereits da, weshalb wohl in der Tat Eile geboten sein dürfte, um den Weg frei zu machen. Da geht es dann m. E. auch nicht mehr um eine geordnete Rettungsgasse, sondern schlicht darum, den Weg "irgendwie" möglichst schnell frei zu machen. Da verstehe ich dann schon eher, wenn jemand hupt.

Ich gebe allerdings zu, dass ich mich auch durch Blaulicht nicht über Gebühr hetzen lasse, und ich fahre auch nicht "um jeden Preis" beiseite. Sondern (lediglich) flott und soweit es der Verkehr ohne Risiko für Blech oder Gesundheit zulässt. Denn wenn es dabei einen Unfall gibt - oder man beispielsweise über die rote Ampel fährt und geblitzt wird -, kann es gut sein, dass man danach die Konsequenzen selbst tragen muss.
 
Das ist ein älteres Problem was uns bei der Feuerwehr schon lange immens nervt. In den Fokus kam es als letztes Jahr bei einem Unfall davon ausgegangen wurde das ein Unfallopfer wohl deswegen verstarb weil keine Rettungsgasse gebildet wurde, meine Feuerwehr hat daraufhin auch mal ein Video einer Anfahrt samt den Problemen online gestellt.

Meiner Auffassung nach wurde es schon deutlich besser in den letzten Jahren, aber bis es richtig funktioniert dauert es noch. Leider bin ich nicht alt genug um das langfristiger als die letzten zehn Jahre zu beurteilen.

Auch schön dazu: letzens war direkt vor mir ein Unfall auf der Autobahn mit Beteiligung eines Schwertransporters, der Unfall war zum Glück ohne Personenschaden, aber wie aggressiv ich angemacht wurde als ich kurz den Verkehr aufgehalten habe (ja ich weiß, dazu bin ich nicht berechtigt) damit das Absicherungsfahrzeug des Schwertransporters für eine Minute sich so hinstellen konnte das es Sinn machte fand ich schon erschreckend. Ein paar Leute müssen kurz warten damit es für die Allgemeinheit wesentlich sicherer wird, aber das Verständnis fehlt wohl vielen völlig (was man ja oft genug im Verkehr beobachten kann, Stichwort Reißverschlußverfahren).

@Brummm, ist ja auch vollkommen richtig so. Aber viele merken es offenbar selbst dank Streetsweeper (die Frontblitzer auf ca. 1m Höhe) nicht das direkt hinter Ihnen gerade ein Rettungsfahrzeug steht.
 
... man beispielsweise über die rote Ampel fährt und geblitzt wird -, kann es gut sein, dass man danach die Konsequenzen selbst tragen muss.

Weiß, dass du nichts anderes erwähnt hast, wollte nur leicht ironisch nochmal wiederholen.

Aber Jetzt sprichst du einen wichtigen Punkt an!

Ich bin zu 90% in der Stadt unterwegs, der absolut typische Fall:

Man steht auf einer zwei spurigen Straße an der Ampel, in einem 50m Rückstau. Dann ertönt das Martinshorn von hinten.
Niemand kann auf die Seite, weil sich die ersten bewegen müssten.

Wenn ich jetzt lese, dass man hier die Konsequenzen selber tragen muss, wundert es mich nicht das keiner über die Haltelinie fährt.
 
Bezogen auf meinen Post #7 und das hier vorangestellte, frage ich mich gerade, wie ich die Gasse in einer Baustelle bilde. Erst recht, wenn ich bei zwei Fahrspuren einen durch LKW belegt sehe und mein Fahrzeug bei 3m Spur 2m misst.
 
... Aber viele merken es offenbar selbst dank Streetsweeper (die Frontblitzer auf ca. 1m Höhe) nicht das direkt hinter Ihnen gerade ein Rettungsfahrzeug steht.
Ja, fürchterlich. Offen gesagt frage ich mich dann, was solche Menschen im Straßenverkehr verloren haben, wenn sie dort derart unaufmerksam vor sich hin träumen. :eek: :o
 
Denn wenn es dabei einen Unfall gibt - oder man beispielsweise über die rote Ampel fährt und geblitzt wird -, kann es gut sein, dass man danach die Konsequenzen selbst tragen muss.
Ich kenne ein paar Fälle, in denen derjenige, der über die rote Ampel fuhr (nicht komplett über die Kreuzung, sondern eben nur so weit, dass der Einsatzwagen gut durchkam) nachweisen konnte, dass er das nur tat, weil er Platz machte für ein Einsatzfahrzeug. Das lässt sich dann mit Einsatzplänen abgleichen - und eine Konsequenz blieb aus.

Tim
 
Sehe ich auch so. Ich hatte das vor Jahren mal unter ähnlichen Umständen (unverschuldet bei Rot über die Ampel gefahren). Für mich war es (berufsbedingt) "nur" ein Anschreiben an die Behörde, aber für einen anderen Fahrer wäre es sehr wahrscheinlich mit einigem Aufwand und wohl auch mit Kosten verbunden gewesen - bei gleichzeitig unsicherem Ausgang.
 
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