Roadtrip durch die USA (Route 66)

Jokin

Waschverweigerer
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26 April 2004
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Niedersachsen
Wagen
anderer Wagen
Hallo Leute,

hat schon jemand von Euch einen Roadtrip durch die USA gemacht? So einfach mal einen Teil der Route 66 abgefahren oder anderweitig eine Woche auf den Strassen der USA zugebracht?

... ich bin derzeit in der Planung, im Sommer 2017 soll es dann los gehen fuer ca. eine Woche von Tennessee nach Kalifornien.

Zum fahrbaren Untersatz sind derzeit wenig Fragen offen, der wird so aussehen:

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... vorgestern kam der Wagen an, und schwupp nach einer kurzen Probefahrt stand ich dann mit gerissenem Keilriemen da ... ging schonmal gut los.

Und die sind ja echt irre hier mit ihrem Zoll-Werkzeug, da brauchste einen 7/16 inch Schluessel um die Servopumpe zu loesen ... immerhin sind die Teile extrem guenstig, sodass noch Geld fuer das Werkzeug ueber bleibt.

Ansonsten steht das Autochen fuer seine Alter von ueber 50 Jahren gar nicht so schlecht da.

Buick Invicta, BJ 1962
- unendlich lange Haube (da passt wohl der ganze Z4 drunter)
- unendlich lange Kofferraumklappe
- V8 (war Kaufkriterium ...)
- 6,6 Liter Hubraum (wahnsinn, wie gross die Kolben da drin sein muessen)
- das ist ein Nailhead 401 im Orignalzustand
- Originales Dynaflow-Automatikgetriebe mit 2 (zwei!) Gaengen ... aber das faehrt gut (erstaunlich).
- das Verdeck ist recht neu (Pumpe ist im Kofferraum verbaut)
- der Aussenlack wurde mal neu drueber gepfuscht, schaut aber ok aus
- Reifen neu
- Chrom in akzeptablen Zustand
- innen braunes Vinyl (man kann sich sogar dran gewoehnen)
- Sitze wurden komplett neu bezogen (daher lasse ich die Farbe erstmal)
- Bremsen wurden neu gemacht
- Servo-Lenkung funktioniert prima, kein Spiel um die Mittellage (und keine Klebelenkung)

Soundmaessig ist der recht zurueckhaltend, klingt gut, kraeftig, aber sehr dezent.

Nachdem ich gestern die Riemen ersetzt habe und die Nebenaggregate gecheckt hab (alles spielfrei) geht es demnaechst an die Zuendkerzen um einen Eindruck zu bekommen wie der Motor eingestellt ist.

Ausserdem ist die Tankanzeige wohl defekt und das Radio rauscht nur muede ... aber immerhin ist es original.

Das groesste Problem ist derzeit die Zulassung, TUEV gibt es hier in den USA nicht, Abgasuntersuchungen muessen nur neuere Fahrzeuge (ab 1975) machen, aber leider gibt es bei 1962er (und aelteren) Baujahren keine Title. Nun muss der Verkaeufer nochmal zum Notariat und ich hoffe, dass das alles gut ueber die Buehne geht.

Tja, und nun geht es Stueck fuer Stueck an die Planung des Roadtrips naechstes Jahr ...
 
Sehr interessant war toll zum lesen. Wünsche dir das alles gut klappt Auto Zulassung und der Trip. Gibts dort eigtl sowas wie Kfz Versicherung?
 
hat schon jemand von Euch einen Roadtrip durch die USA gemacht? So einfach mal einen Teil der Route 66 abgefahren oder anderweitig eine Woche auf den Strassen der USA zugebracht?

Ich bin bereits mehrfach von Los Angeles über Chicago nachNew York mit dem Pick-Up gefahren. Jeweils in die komplette Distanz in 3 Tagen mit 2 Mann :d.

Reisen in den USA ist einfach ein Traum - alles ist super easy. Am Wegesrand finden sich Tankstellen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Hotels in nahezu jeder Preisklasse. Selbst eine Fahrt durch das langweilige Nebraska (Highways, die über die nächsten 50 mls einsehbar gerade sind und streng tempolimitiert sind) macht einen Spass, weil einem da erst bewusst wird, wieviel Maisfelder in einem Bundesstaat vorhanden sein können :d.

Die Touren durch die USA, die ich zeitlich etwas großzügiger durchgeführt habe, standen bei mir immer unter einem Planungsmotto: Nur die grobe Richtung ist das Ziel. Bloß nicht zu viel planen und Strecken aussuchen, die man u. U. unterwegs doch wieder über den Haufen wirft, weil es sich einfach anders ergibt. Dort wo man Hunger hat, isst man, dort wo man müde ist, schläft man, usw.!

Deswegen mein Tipp: Du willst von Tennessee nach Kalifornien - fahr' einfach los und genieße das Reisen :t. In Kalifornien schaust Du Dir San Francisco und Los Angeles an und fährst die Küste rauf oder runter. Einfach machen :t:w.
 
Sehr interessant war toll zum lesen. Wünsche dir das alles gut klappt Auto Zulassung und der Trip. Gibts dort eigtl sowas wie Kfz Versicherung?
Ja, die gibt es. Fuer die Zulassung braucht man hier keinen Versicherungnachweis, jedoch muss dieser bei Polizeikontrollen vorgezeigt werden.

Versicherungen sind hier sehr teuer bei vergleichsweise geringen Deckungssummen - ich werde wohl umgerechnet um die 1000 Euro fuer Deckungssummen von umgerechnet ca. 200.000 Euro bezahlen ... in Deutschland deckt meine Standard-Haftpflicht schon 100 Mio. Euro ab.

Die Touren durch die USA, die ich zeitlich etwas großzügiger durchgeführt habe, standen bei mir immer unter einem Planungsmotto: Nur die grobe Richtung ist das Ziel. Bloß nicht zu viel planen und Strecken aussuchen, die man u. U. unterwegs doch wieder über den Haufen wirft, weil es sich einfach anders ergibt. Dort wo man Hunger hat, isst man, dort wo man müde ist, schläft man, usw.!

Deswegen mein Tipp: Du willst von Tennessee nach Kalifornien - fahr' einfach los und genieße das Reisen :t. In Kalifornien schaust Du Dir San Francisco und Los Angeles an und fährst die Küste rauf oder runter. Einfach machen :t:w.
Super Tipp :thumbsup:

Auf unserer Schottland-Reise hatten wir die urspruenglich geplante Route auch adhoc geaendert, da irgendwas immer dazwischen kommt.
 
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Da kann ich @Wackel zu 100% zustimmen.
Einfach drauf los und wo es gefällt einen Zwischenstopp machen.... Am nächsten Tag schauen wie es weitergeht, oder doch noch bleiben....

Wir hatten das zwar nicht auf der Route66 gemacht, aber 3 1/2 Wochen Florida. Mietwagen war vorab gebucht, sonst rein gar nix.
Einfach drauf los. Es waren irgendwas mit über 2000 Meilen zum Schluss, zig Motels, nur einmal ein Hotel in Miami.... Essen, trinken, egal gibt überall was, selbst in den Everglades musste man nicht verhungern :D

Da Schwierige dabei ist aber, dass irgendwann der Rückflug ist und das Auto auch noch abgegeben werden musste, also nicht zu spät an die Heimfahrt denken ;)

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Hey Frank,
kann meinen Vorredner nur zustimmen. Wenn Du Zeit hast, einfach drauflosfahren. Wenn ihr wirklich man ein Ziel vor Augen habt, dass in absehbarer Zeit besucht werden soll, kann man ja immer mit ein paar Tagen Vorlauf ein Motel buchen.

Auf dem Weg von Tenesse nach Kalifonien gibt es bestimmt etliches zu sehen. Kenne leider nur dir Gegend westlich der 4 Corners. Die "Gegend" um Las Vegas und die NPs drumherum ist landschaftlich sehr reizvoll. Der Arches NP und auch der Bryce Canyon sind schon beeindruckend. Monument Valley wirst Du mit Deinem Buick leider nur von oben sehen. Horseshoe Bend und Antelope Canyon(s) bei Page sind ebenfals einen Abstecher wert. Der Grand Canyon liegt auch gleich nebenan, muss man also mitnehmen; gehört fr mich nicht unbedingt zu den Highlights. Das Death Valley hatte ich mir auch "einsamer" vorgestellt, zum "Race Track" sind wir leider nicht gekommen, das reizt mich noch. Der Joshua Tree NP ist aber sehr schön. Yosemite stelle ich mir auch genial vor, als wir in der Gegend waren, war der Pass aber noch geschlossen. Von der Route 66 war ich etwas enttäuscht. Sagt man ja, dass zwischen Seligman und Kingman der besterhaltene Teil der 66 sein soll, will ich gar nicht den Rest sehen. Klar der Drug Store in Hackberry ist ein Original, aber ansonsten fanden wir die 66 eher langweilig. L.A. fanden wir auch nicht so toll. Ständig standen wir im Stau, egal in welche Richtung wir gefahren sind. San Francisco hingegen ist schon cool.

Abschliessend haben wir aber bislang jede Meile in Amerika genossen, für einen kurvengierigen Z-Fahrer sind die Highways zwar Langeweile pur und auch Tempoüberschreitungen gehen gut ins Geld, aber das hast Du in den letzten Monaten bestimmt auch schon von anderen gehört oder im Zweifel selbst "erfahren"?!

Gruß,
mauf

EDIT: Sehe gerade, ihr wollte eine Woche unterwegs sein? Auf jeden Fall vorbuchen. Vertrödel bei so engem Zeitplan keine Zeit mit der Suche nach einer Unterkunft! Gerade mit Kind stele ich mir das anstegend vor.
 
Hallo Frank,

den Aussagen der Vorredner kann ich nur zustimmen.
Ich war auch vor einigen Jahren mit meiner damaligen :4gorgeous auch zweimal in den USA.
Das erste mal nur ein Städte-Trip in New-York, wobei ich gestehen muß das ich sehr gerne Auto fahre,
aber in New-York das ist die Hölle was das betrifft. Da ist man zu Fuß oder mit der Subway schon schneller.
Ein Jahr später sind wir dann nch San Francisko wo der Leihwagen schon am Flughafen bereit stand.
Von da aus die Küstenstraßße nach Los Angeles und zurück.
Das Auto war das einzige was schon vorab gebucht war ( ich gestehe es war ein Daewoo :ulrich:), aber er hat
eine Woche lang seine Dienste verrichtet.
Und sonst wie schon beschrieben, essen da wo man hungrig ist und schlafen da wo man müde ist.

Viel Spaß bei der Planung
 
EDIT: Sehe gerade, ihr wollte eine Woche unterwegs sein? Auf jeden Fall vorbuchen. Vertrödel bei so engem Zeitplan keine Zeit mit der Suche nach einer Unterkunft! Gerade mit Kind stele ich mir das anstegend vor.
Nö, nö - Kind und Frauchen bleiben zu Hause, die fliegen später nach.

Die Tour werden mein Lieblingsfotograf :inlove: und ich zu zweit machen - Frauen und Kinder kommen dann per Flugzeug nach.
 
Macht sich ganz nett so vor der Tuer:

IMG_1849.JPG


Aus der Naehe schaut der nun so aus:

IMG_1850.JPG

Und von innen unten kenne ich den nun auch :D

IMG_1846.JPG


So, ich bin nun mal dabei das Auto zu zerlegen ... irgendwie muss ich an die Tankuhr ran, die tut's nicht mehr und muss repariert werden. Eigentlich alles schoen simel zusammen gesetzt, dennoch scheitere ich nun an dieser Ecke ... alles sollte lose sein, dennoch ist alles bombenfest ... verflixt.

IMG_1845.JPG

Nun gut, erstmal schlafen gehen ... laeuft ja nicht weg :-)

(nach 50 Jahren dudelt das Radio uebrigens noch sehr schoen ... ein sehr merkwueridges Gefuehl - wie im Film ...)
 
Hey Frank,
Glückwunsch zum Hubraum :D
Aber an deiner statt hätte ich lieber eine attraktive Frau im Rock rücklings gesehen ;)
 
Wir waren vor einigen Jahren in Texas auf einem Roadtrip.
Gebucht haben wir vorher in Deutschland nur die Flüge, das erste Hotel in Dallas und den Mietwagen (Dodge Challenger).

Welche Städte uns interessierten wussten wir schon vorher.
Doch durch einen lustigen Zufall saß im Flugzeug neben uns ein Lehrer, der mit seinen Schülern in D auf Abschlussfahrt war, welcher uns schnell eine Skizze zeichnete was wir sehen sollten und was nicht. Diese Tipps waren toll.

Die Hotels und Motels unterwegs fanden wir spontan. Leider mussten wir auch mal ins Krankenhaus, aber im Nachhinein denkt man daran nicht mehr.

Viele Grüße Patrick
 
Gebucht haben wir vorher in Deutschland nur die Flüge, das erste Hotel in Dallas und den Mietwagen (Dodge Challenger).

Genau so ist es richtig :t!

Problematisch finde ich jedoch immer, dass man i. d. R. aus Deutschland in einer Großstand ankommt, die man als so interessant erachtet, dass man dort viel zu viel Zeit liegen lässt. Ich meine, es ist ja auch verständlich, dass man total überwältigt ist, wenn man in Los Angeles bei bestem Wetter aus dem Flieger steigt und das ganze Drumherum in sich aufsaugt. Da erfordert es schon etwas Selbstdisziplin, die Zeit nicht zu vertrödeln.
 
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