Sehr eindrücklicher Spot zum Thema "zu schnell unterwegs"

Stark gemacht. Würde mir sowas ab und an im TV wünschen.
Gerne auch als "ichguckaufshandywährendderfahrtstattaufdenverkehr" Version.
 
Ich find die häufigkeit der "Geisterfahrer"- Meldungen in letzter Zeit etwas erschreckender. Aber der Spot regt natürlich auch zum Nachdenken an.
Es könnten soviele Unfälle vermieden werden, wenn die Leute einfach mal ihr Hirn einschalten würden bevor sie ins Auto steigen.
:undecided
 
Ja,schon beeindruckende Videos und es wird nicht lange dauern,bis der nächste "Ich wurde geblitzt/Blitzer sind Abzocke" Fred erstellt wird.
Naja .... nicht immer besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Blitzer und Gefahrenstelle. Von daher verstehe ich die Diskussionen schon ein wenig.

Im Grunde weiß ich aber, was Du meinst und ja, solche Videos machen Eindruck, nur leider nicht besonders lange.

Tim
 
Da muss ich schon etwas schlucken ...

Tim

Ja, vor allem als Familienvater wirds einem da ganz anders.

Ich hab hier auch ein Video das ich schon seit einigen Monaten auch auf meinem Handy hab und gerne jedem zeigen würde der glaubt es gäbe nichts wichtigeres als im Auto zu telefonieren, eine SMS oder Kurznachricht über WhatsApp zu tippen. IMHO sind die "Strafen" für telefonieren im Fahrzeug, bei uns jedenfalls, viel zu niedrig. Sauteure Kisten mit BT Schnittstelle fahren und dann ständig mit dem Telefon am Ohr durch den Feierabendverkehr oder über die Autobahn.

 
Wie stehen hier eigentlich die Meinungen zu dem Video ganz oben? Wer erkennt, dass der Familienvater die alleinige Schuld trägt und eigentlich gar kein Auto fahren dürfte?

Es handelt sich dabei offensichtlich um eine Freilandstraße, der andere fährt knapp über 100 km/h Tacho. Er macht alles richtig.

Der Familienvater schaut nach rechts, sieht das andere Fzg auf ~100m Abstand (=min. Bremsweg bei 100km/h), interessiert ihn nicht, er schaut nach links, als er rausfährt, ist der Abstand unter 50m, aus Fahrersicht soger ~25m. Der Andere müsste also deutlich unter 50 km/h fahren um noch Bremsen zu können - unmöglich.

Was man jetzt nicht weiß, ist ob da wo der Tacho gezeigt wird (und 100 anzeigt) der andere bereits gebremst HAT, er also vorher erheblich schneller war - das würde aber keinen Unterschied machen, da eben rechnerisch schon bei 80-100km/h kein Bremsen mehr möglich gewesen wäre.

Der Familienvater handelt also absolut fahrlässig und dürfte eigentlich keinen Führerschein besitzen. Niemand hier würde in dieser Situation unter 50 km/h fahren ,bevor der Familienvater völlig unerwartet den Vorrang missachtet. Den Vorrang hat er ja erkannt, aber entweder ist er blind oder hat keine Idee von Bremswegen und Mindestabständen. Beides disqualifiziert ihn zum Führen eines Autos.
 
Wie stehen hier eigentlich die Meinungen zu dem Video ganz oben? Wer erkennt, dass der Familienvater die alleinige Schuld trägt und eigentlich gar kein Auto fahren dürfte?
...

youtube video schrieb:
No one should pay for a mistake with their life. When we drive, we share the road with others, so the speed we choose to travel at needs to leave room for any potential error.

Noch Fragen?
 
Ja - warum stellen wir dann Führerscheine aus? Anstatt einfach ein einheitliches 20 km/h Limit?

Versteht mich nicht falsch - es geht nicht ums Rasen - im Video wird auch nicht gerast. Und hätte man den Spot auf "besser aufpassen im Straßenverkehr" und ohne die Kameraeinstellung mit dem Tacho gemacht, dann hätte er vermutlich mehr Sinn gehabt.
 
Ja - warum stellen wir dann Führerscheine aus? Anstatt einfach ein einheitliches 20 km/h Limit?

?
Die Befähigung zum führen eines Fahrzeuges wird dadurch dokumentiert, wenn auch mit Einschränkungen (läuft nicht ab, fehlende Untersuchen, etc...)

Niemand wird von sich behaupten können, immer zu 100% aufmerksam zu sein. Und genau darum ging's glaube ich in dem, sehr gut gemachten, Spot.
Nämlich das man immer mit Fehlern von anderen rechnen muß und seinen Fahrstil auch so wählen sollte.

Gruß,

Björn
 
Erinnert mich an einen Unfall, den ich mal hatte, gottlob mit recht harmlosem Ausgang. Ich auf der Bundesstraße, Tempo um die 100, freie Straße, einer fährt aus einer Nebenstraße rechts rein und übersieht mich (er konnte sich später auch nicht erklären wie) und fährt mir auf der Beifahrerseite hinten rein. Versetzte mich dadurch auf die Gegenfahrbahn - gottlob ohne Verkehr in dem Moment. Unmöglich für mich zu verhindern, Schuldfrage war dann auch absolut eindeutig.

So - und wenn ich das obige Video ansehe: Man könnte genau so ein Video konstruieren indem der dann auf gerader freier Strecke mit 50 fährt, ein hinten fahrender nicht damit rechnet und dem dann hinten reinfährt. Will sagen, so schwarz/weiß-gemalte Videos find ich reichlich sinnlos.

Ebenso sinnlos find ich, um mich nicht falsch zu verstehen, unvorsichtiges und zu schnelles fahren.
 
dilbert: Dann die weitere Frage, warum wir zum Erhalt eines Führerscheins eine Prüfung ablegen müssen, die man bestehen muss bevor der Führerschein ausgegeben wird. Es geht dabei also nicht blos um die körperliche sondern ganz primär um die geistige Befähigung gefahrlos für SICH und ANDERE ein Fahrzeug zu lenken. Ein "Oh, hab ich nicht gesehen" passt in dieses Schema nicht, denn dann war man eben nicht fähig gefahrlos am Straßenverkehr teilzunehmen.

+1black - klar soll man seine Geschwindigkeit eben den Gegebenheiten anpassen. Es kann aber nicht sein, dass ich davon ausgehen muss, dass Leute blind durch die Gegend fahren und Verkehrsregeln ignorieren - denn dann könnte man sie gleich weg lassen.

Ich hatte auch schon Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer, die mich ANSCHAUEN während sie plötzlich über die Straße laufen oder vor mir rausfahren. Sowas gibt's - und das hat für mich nix mehr mit einer Unachtsamkeit zu tun sondern mehr mit der Stupidität eines Lemmings. Und soweit mir bekannt, kriegen Lemminge auch keinen Führerschein, selbst, wenn sie gut sehen und hören könn(t)en.

Deswegen stehe ich solchen Spots eher kritisch gegenüber, denn sie wollen ein überzeichnetes Bild vermitteln, das hinten und vorne eben nicht passt. Ich denke auch, dass der Spot ganz klar auch die Schwierigkeit aufzeigt, einer "Geschwindigkeit" die Schuld zu geben - denn tatsächlich sind es meist andere Faktoren wie bspw. Timing. Wäre der Vater 5 sex. früher unachtsam gewesen, wäre viell. nix passiert. Wäre der Vater 5 sekunden später unachtsam gewesen, hätte der andere auch 20 km/h fahren können. Gut die Folgen wären weniger fatal gewesen, aber das grundlegende Problem bliebe ja immer noch dasselbe.
 
Es handelt sich dabei offensichtlich um eine Freilandstraße, der andere fährt knapp über 100 km/h Tacho. Er macht alles richtig.
Er macht keineswegs alles richtig. Man hat mit Fehlern anderer zu rechnen und das bedeutet für mich -> defensiv fahren. Defensiv ist es, wenn man in einer solchen Situation das Gas wegnimmt und mögliches fehlerhaftes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer antizipiert. Dies ermöglicht eine schnellere Reaktion.

Vor etwa 20 Jahren: Ich fahre hinter einem anderen Auto auf einer Landstrasse. 200m voraus ist eine Abbiegung nach rechts und eine Abbiegespur für den Gegenverkehr. Ein Bulli steht auf der Abbiegespur und fährt unvermittelt los, als das mir vorausfahrende Fahrzeug vielleicht noch 60-80m entfernt ist. Der Aufprall ist heftig, der Bulli dreht sich um die eigene Achse, Fahrer verletzt. Trotz nicht gerade großzügigem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug komme ich ohne Notbremsmanöver weit vor der Unfallstelle zum Stehen. Raus aus dem Auto, den Bullifahrer, der über die Tür bewußtlos aus dem zersplitterten Seitenfenster hängt, vorsichtig befreit und stabil gelagert, hin zum zweiten Fahrer, der völlig verstört hinter dem Steuer sitzt, beim Aussteigen geholfen und nach Verletzungen befragt. Der antwortet immer nur - "Es kam so überraschend, ich konnte nicht mehr bremsen!"

Ich kann nur empfehlen: Rechne mit Fehlern anderer, stelle dich darauf ein und hoffe, dass andere genauso vorausschauend deine eigenen Fehler kompensieren. Ein Auto ist nahezu der einzige Gegenstand, den jeder von uns regelmäßig benutzt, mit dem man unabsichtlich einen anderen Menschen ums Leben bringen kann.

Das sollte keinem von uns die Freude am Fahren rauben und noch nicht einmal die Lust am Geschwindigkeitsrausch nehmen, aber eine gewisse Defensivhaltung in bestimmten Situationen hat noch niemandem geschadet.

@Canario
Dein Trugschluss ist zu glauben, dass Regeln dafür sorgen dass etwas immer funktioniert. Regeln setzen immer nur einen Rahmen, damit weniger Probleme auftreten. Und es ist keineswegs so, dass derjenige, der die Regeln befolgt alles richtig macht. Deswegen gibt es in bestimmten Fällen ja auch eine Teilschuld allein aus der Teilnahme am Strassenverkehr.

Gruß, Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
eine gewisse Defensivhaltung in bestimmten Situationen hat noch niemandem geschadet.

Das bestreite ich auch keineswegs, man gewisse Fehler einfach vorrausahnen - ich bin da sogar quasi Profi und bin deswegen ein extrem schlechter Beifahrer. Aber gerade in dem oben gezeigten Spot, wenn ich da fahren würde, ich würde ganz sicher nicht damit rechnen, dass das Auto 50-100m vor mir, mich nicht sieht und einfach raus fährt ohne irgendwelche Anzeichen. Ich wage auch anzunehmen, dass dies fast niemand machen würde.

Das würde nämlich bedeuten, dass ich (für den Nachfolgeverkehr aus unersichtlichem Grund) plötzlich meine Geschwindigkeit vermindere (würde ich abbiegen wollen, würde ich VOR dem Bremsen blinken, das ist der Sinn des Blinkers). Was hätte ich also davon, wenn ICH lötzlich bremse und der hinter mir (oder in einer Kolonne meinetwegen auch das 3. Fahrzeug hinter mir) nicht mehr rechtzeitig bremsen kann. Das ist ganz normale Kausalität, ist also die Kolonne nur lang genug ist die Chance für einen Unfall bei 100% - weil EINER nicht geschaut hat, weil EINER unvorsichtig war, weil EINER sich nicht entsprechend den Verkehrsregeln benommen hat. Wem gibst du dann die Schuld. der Kolonne von x Autos die sich an die Regeln hält oder dem einen der sich nicht an die Regeln hält.

Mit dem letzten Absatz, ersetze ich lediglich den einen 100 km/h Fahrer durch eine Kolonne von xx Autos, die mit einer BELIEBIGEN Geschwindigkeit unterwegs sein kann. Aufgrund der aufsummierung des Reaktionsweges und der damit einhergehenden Verminderung des effektiven Bremsweges steigt die Auffahrwahrscheinlich je nach Länge der Kolonne mathematisch auf 100%. Deshalb wäre ICH jetzt eher bestrebt, das Problem zu kritisieren und nicht zu versuchen die Symptome zu bekämpfen. (ist natürlich eine hypthetische praxisnahe Annahme)
 
dilbert: Dann die weitere Frage, warum wir zum Erhalt eines Führerscheins eine Prüfung ablegen müssen, die man bestehen muss bevor der Führerschein ausgegeben wird. Es geht dabei also nicht blos um die körperliche sondern ganz primär um die geistige Befähigung gefahrlos für SICH und ANDERE ein Fahrzeug zu lenken. Ein "Oh, hab ich nicht gesehen" passt in dieses Schema nicht, denn dann war man eben nicht fähig gefahrlos am Straßenverkehr teilzunehmen.
Ohne bestandene Prüfung kein Nachweis der Befähigung? Besondere Anforderungen an die gestigen Fähigkeiten werden zumindest in D nicht gestellt.
Ein Moment der Unaufmerksamkeit bedeutet nicht, daß man prinzipiell nicht in der Lage ist am Straßenverkehr teilzunehmen.
+1black - klar soll man seine Geschwindigkeit eben den Gegebenheiten anpassen. Es kann aber nicht sein, dass ich davon ausgehen muss, dass Leute blind durch die Gegend fahren und Verkehrsregeln ignorieren - denn dann könnte man sie gleich weg lassen.

Ich hatte auch schon Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer, die mich ANSCHAUEN während sie plötzlich über die Straße laufen oder vor mir rausfahren. Sowas gibt's - und das hat für mich nix mehr mit einer Unachtsamkeit zu tun sondern mehr mit der Stupidität eines Lemmings. Und soweit mir bekannt, kriegen Lemminge auch keinen Führerschein, selbst, wenn sie gut sehen und hören könn(t)en.

Deswegen stehe ich solchen Spots eher kritisch gegenüber, denn sie wollen ein überzeichnetes Bild vermitteln, das hinten und vorne eben nicht passt. Ich denke auch, dass der Spot ganz klar auch die Schwierigkeit aufzeigt, einer "Geschwindigkeit" die Schuld zu geben - denn tatsächlich sind es meist andere Faktoren wie bspw. Timing. Wäre der Vater 5 sex. früher unachtsam gewesen, wäre viell. nix passiert. Wäre der Vater 5 sekunden später unachtsam gewesen, hätte der andere auch 20 km/h fahren können. Gut die Folgen wären weniger fatal gewesen, aber das grundlegende Problem bliebe ja immer noch dasselbe.

Wie oben bereits geschrieben, niemand ist immer zu 100% aufmerksam.
Als Verkehrsteilnehmer sollte man sich allerdings bemühen dies zu erreichen, gestaltet die Teilnahme für sich und andere doch deutlich risikoärmer....
Telefon, mit dem Beifahrer quatschen und meinen ihn dabei anschauen zu müssen, den Nachwuchs auf der Rückbank betüddeln, etc..., sind da nicht hilfreich.

Er macht keineswegs alles richtig. Man hat mit Fehlern anderer zu rechnen und das bedeutet für mich -> defensiv fahren. Defensiv ist es, wenn man in einer solchen Situation das Gas wegnimmt und mögliches fehlerhaftes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer antizipiert. Dies ermöglicht eine schnellere Reaktion.
...

:t

Gruß,

Björn
 
Ohne bestandene Prüfung kein Nachweis der Befähigung? Besondere Anforderungen an die gestigen Fähigkeiten werden zumindest in D nicht gestellt.
Ein Moment der Unaufmerksamkeit bedeutet nicht, daß man prinzipiell nicht in der Lage ist am Straßenverkehr teilzunehmen.

Ne, ich meinte eher, dass man eben die Prüfung bestehen muss. Das inkludiert eben das Verstehen von Vorrang und allgemeines Wissen über Bremsweg. Wer einen Führerschein hat, weiß also, was Vorrang ist und sollte eigentlich auch genügend über notwendige Mindesabstände wissen ;-) Wer sich das Video ansieht und dort pausiert, wo der Vater nach rechts schauts, wird sehen, was ich meine. Die Distanz ist bereits zu gering, der Sicherheitsabstand nicht ausreichend. Wenn man hier einen Fehler macht, dann muss man auch mit den Konsequenzen rechnen. Fehler hin oder her, natürlich ist niemand unfehlbar, man muss aber akzeptieren, dass manche Fehler eben nicht ohne Konsequenzen bleiben und man nicht immer dem Anderen die Schuld geben kann.
 
Das würde nämlich bedeuten, dass ich (für den Nachfolgeverkehr aus unersichtlichem Grund) plötzlich meine Geschwindigkeit vermindere (würde ich abbiegen wollen, würde ich VOR dem Bremsen blinken, das ist der Sinn des Blinkers). Was hätte ich also davon, wenn ICH lötzlich bremse und der hinter mir (oder in einer Kolonne meinetwegen auch das 3. Fahrzeug hinter mir) nicht mehr rechtzeitig bremsen kann. Das ist ganz normale Kausalität, ist also die Kolonne nur lang genug ist die Chance für einen Unfall bei 100% - weil EINER nicht geschaut hat, weil EINER unvorsichtig war, weil EINER sich nicht entsprechend den Verkehrsregeln benommen hat. Wem gibst du dann die Schuld. der Kolonne von x Autos die sich an die Regeln hält oder dem einen der sich nicht an die Regeln hält.

Mit dem letzten Absatz, ersetze ich lediglich den einen 100 km/h Fahrer durch eine Kolonne von xx Autos, die mit einer BELIEBIGEN Geschwindigkeit unterwegs sein kann. Aufgrund der aufsummierung des Reaktionsweges und der damit einhergehenden Verminderung des effektiven Bremsweges steigt die Auffahrwahrscheinlich je nach Länge der Kolonne mathematisch auf 100%. Deshalb wäre ICH jetzt eher bestrebt, das Problem zu kritisieren und nicht zu versuchen die Symptome zu bekämpfen. (ist natürlich eine hypthetische praxisnahe Annahme)

Es gibt viele Gründe, warum jemand auf freier Strecke plötzlich deutlich langsamer wird. Nimm den Jäger oder den Landwirt, der auf freier Strecke plötzlich von 120 auf 0 abbremst, weil er auf den Feld- oder Waldweg will, dazu nach links abbiegen muss und Gegenverkehr sieht - eine Aktion, die keiner erahnen kann. Wenn der früh blinkt, kann es auch heißen, er will überholen, aber nein plötzlich bremst der auf 0. Kommt oft genug vor, und wer dann nicht genug Abstand hat, erst recht in der Kolonne, hat den Schaden.

Ansonsten gebe ich dir aber recht, ich rechne auch nicht damit, dass man mir massiv die Vorfahrt nimmt und bremse da auch nicht auf 50 runter. Wenn man schneller ist als das, reicht die Knautschzone im worst case eh nicht, wenn mir einer direkt vors Auto fährt und ich auf 70 reduziert habe, ist auch Ende der Vorstellung, zumindest endet sie im Krankenhaus.

Wie schnell darf man sein, um einen platzenden Hinterreifen in jedem Fall ohne Unfall zu überstehen? Sicher auch kaum mehr als 50.

Wenn ich also immer auf der sicheren Seite fahren wollte, dürfte ich nicht mehr als 50 fahren. Oder ein sichereres Fahrzeug, am sichersten ist es vermutlich Unimog zu fahren und dabei nie schneller als 70. Oder Trecker mit 10 km/h.

Ein Restrisiko bleibt immer, und der Satz, wer langsamer fährt, fährt sicherer, ist so wahr wie er begrenzt hilfreich ist.

Daher finde ich solche Spots auch recht sinnlos.
 
dass manche Fehler eben nicht ohne Konsequenzen bleiben und man nicht immer dem Anderen die Schuld geben kann.
Das Video baut auf Mitgefühl auf, sieh dir doch mal das verzweifelte Gesicht des "zu schnell" fahrenden Fahrzeugführers in den Zwischensequenzen an. Dieser Aspekt scheint bei Dir nicht wirklich anzukommen, denn in Deinen Postings geht es primär um Regeln und Schuld.

Das Schuldprinzip ist keines, was Probleme beseitigt oder zu verhindern hilft. Es ist zum einen dazu da Sachverhalte zu vereinfachen und zum anderen dazu, die Verantwortung für einen eingetretenen Schaden und die Kosten für Beseitigung oder Kompensation zuzuweisen.

Nicht schuld zu sein bedeutet am Ende keineswegs sich nicht schuldig zu fühlen. Also immer schön defensiv fahren, dann hat man sich selbst im Zweifel weniger vorzuwerfen.
 
Eine Eigenart des Menschen ist, das er nicht immer auf Knopfdruck reagiert, er Fehler macht und leider die dummen, leichten Fehler zu schweren Unfällen führen. Es gibt so viele Einflüsse, die die Reaktion und die Konzentration beeinflussen.
Da kann man noch so viele Prüfungen absolvieren, Fehler passieren trotzdem.
Ich bin froh, wenn andere auch mal für mich mitdenken. Es passieren so oft " beinaheunfälle" , bei denen ein anderer ausweicht und den eigenen Fehler wettmacht.
Den obigen Spot sollte man jetzt nicht in seine Einzelheiten analysieren.
Die simple Botschaft ist: denke für deine Mitmenschen mit, denn kein Mensch ist fehlerlos.

Gruß
Markus
 
Diese simple Botschaft ist §1 der StVO und Gebot der Vernunft, erfordert aber immer wieder Abwägung.

Der Unfallverursacher ist in dem Spot an erster Stelle der Abbiegende, dennoch wird es als "zu schnell unterwegs" verkauft.

Derlei reißerischer Unfug ist nur Wasser auf die Mühlen derer, die auf freier Strecke ohne jeden Grund 70 fahren, damit Kolonnen verursachen, entsprechende Überholmanöver provozieren und am Ende mehr Unheil verursachen als ein "normal vernünftiger" Fahrer.
 
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