Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

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10 Januar 2007
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Lipperland
Bin mal etwas provokant mit meiner Überschrift (so kennt man mich ja....;))

Vermisse leider, dass unter den grauenhaften Eindrücken auf Haiti, hier im Forum noch kein Aufruf zur Hilfe für die Betroffenen dort gekommen ist . (oder ich habe es übersehen, dann nehme ich es zurück und behaupte das Gegenteil....)

Erinnern kann man glaube ich nicht oft genug.....

Deshalb mache ich es jetzt mal.

z.B.:

Ärzte ohne Grenzen
Cap Anamur
Terre des Hommes
....

Bei denen kommt prozentual recht viel von den Spendensummen auch dort an, wo es gebraucht wird. Bei Anderen sicher auch.

Gruß
Thorsten
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

ebenfalls provokante antwort: mein pulver ist für die katzenhilfe draufgegangen...

ich denke das trotz fehlenden threads hier durchaus user spenden ;)
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Was mich an dem Thema viel mehr stört, als dass es hier noch keinen Spendenaufruf gibt, ist die mediale Präsenz der Sache. Wenn ich bei jeder Tagesschau mehr als 10 Minuten Haiti sehen muss, um dann in 3 Minuten alles andere und in 2 Minuten das Wetter reingequetscht zu bekommen, ärgert mich das. Aber so ists ja bei jedem groß-unglück (siehe Tsunami etc.). Nach 2-3 Tagen zu viel Berichterstattung muss ich mir unweigerlich denken "Geh mir weg mit dem Scheiß". :g

Nur mal um meine Gedanken zu der Sache zu äußern.

So. Wo ist jetzt die Bankverbindung für die Katzennothilfe? :s
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

@dpunkt
:t

@CV8376
Was mich etwas wundert, ist, das eine Verbindung zwischen zwei Dingen hergestellt wird, die gar nichts miteinander zu tun haben...
&:
Dadurch wird weder dem Anliegen genützt, noch ist es notwendig die Tierhilfe iergendwie in Frage zu stellen / relativieren. Respekt und Mitgefühl für die Mitkreaturen schließt bei mir auch die "Zweibeiner" ein.

...und ein Spendenaufruf ist u.A. auch deshalb erst jetzt hier aufgetaucht, weil Du ihn erst jetzt verfasst hast.
:w

Im Übrigen ist der für Haiti wohl auch gar nicht nötig (war er zumindest für mich nicht), denn das Thema ist ja eben überall präsent! Zu Recht, wie ich auch meine.

Grüße, Holger
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

mir ist es ehrlich gesagt lieber, es wird in den nachrichten von echtem
elend und unglücken in der welt berichtet, als dass, scheinbar mangels
"interessanterer" themen- stundenlang 5cm-schneewehen dokumentiert
und normale kälte und schneefall im tiefsten winter zum nahenden
weltuntergang hochpanikiert werden. da muss ich dann kotzen...


mfg
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Mich interessiert es nicht wie "schlecht" es anderen Menschen geht. Ich kann da eh nix dran ändern. Das muss ich nicht im Fernsehen sehen.

Und alle Handlungsmöglichkeiten, die mir gegeben werden an der Weltarmut etwas zu "ändern" verschlimmern die Situation nur.

Ich stelle mir mal 100 kranke hungernde arbeitslose Menschen vor auf einem Stückchen Erde, welches bei Bewirtschaftung Essen für 30 Menschen abwirft.

Warum soll ich nun 30 Menschen arbeiten lassen und die anderen 70 Menschen mit meinem Futter am Leben halten?

Die 30 Menschen organisieren sich selber, zeugen nur soviel Nachkommen, dass verstorbene Gemeinschaftsmitglieder ersetzt werden. Ich könnte wetten, diese 30 Menschen sind glücklich.

Die anderen 70 drehen Däumchen und zeugen aus Langeweile Nachkommen oder hauen sich die Köppe ein, da schließlich genug Essen vorhanden ist und sie sich um nix kümmern müssen.

Verrdammt, nun sind es durch Geburten 200 Menschen, von denen 170 zu füttern sind. Und es werden immer mehr, die immer mehr Futter brauchen.

Tja, also tue ich das, was unmoralisch ist: Ich überlasse diese Menschen sich selbst und der natürlichen Auslese.

... im dümmsten Falle kloppen die 170 Hungernden auf die 30 satten Menschen ein und klauen ihr Essen ohne die Ahnung zu haben wie das Land weiter bewirtschaftet werden soll. Da doch lieber schnell die Reißleine ziehen und den unter ihren Füßen wackelnden Boden mit vielen Todesopfern als "Geschenk des Himmels" ansehen.

Falls es die 30 Bauern erwischt hat - ja, nun, dann bringt man eben 30 anderen Menschen das Bewirtschaften des Bodens bei.

Auf gar keinen Fall würde ich nun versuchen mehr Menschen am Leben zu halten als dieses Fleckchen Erde an Nahrung abwirft.

Was tun im Falle von Haiti?

Baumaterialien ins Land schaffen und Erzeugnisse aus Haiti rausschaffen. Externe humanitäre Hilfe würde ich komplett unterbinden und lediglich die Wirtschaft und den Handel unterstützen.

Es gibt genug Menschen in Haiti, die in der Lage sind das Land in eine wirtschaftliche Eigenständigkeit zu führen, sie müssen nur auch mal über Leichen gehen können.
Mitleid und Fürsorge ist zwar schön und gut - macht jedoch nicht satt und kostet im schlimmsten Fall das eigene Leben.

Wie war das?
Gib dem Armen einen Fisch und er wird heute satt - bringe ihm das Fischen bei und er wird auch morgen satt. So ist's auch bei den armen Nationen.

Diese ganzen humanitären Spendenschmarotzer brauch ich nicht - und ich unterstütze sie auch nicht.
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

@dpunkt
:t

@CV8376
Was mich etwas wundert, ist, das eine Verbindung zwischen zwei Dingen hergestellt wird, die gar nichts miteinander zu tun haben...
&:
Dadurch wird weder dem Anliegen genützt, noch ist es notwendig die Tierhilfe iergendwie in Frage zu stellen / relativieren. Respekt und Mitgefühl für die Mitkreaturen schließt bei mir auch die "Zweibeiner" ein.

...und ein Spendenaufruf ist u.A. auch deshalb erst jetzt hier aufgetaucht, weil Du ihn erst jetzt verfasst hast.
:w

Im Übrigen ist der für Haiti wohl auch gar nicht nötig (war er zumindest für mich nicht), denn das Thema ist ja eben überall präsent! Zu Recht, wie ich auch meine.

Grüße, Holger

Hi 2CV,

Du weisst schon wie ich das meine, bin ich mir sicher. Sprach meine Provokanz ja gleich am Anfang an......:w

LG
Thorsten

PS. Sonst wird alles andere Aktuelle ja auch sofort hier reingesetzt und kommentiert (was jetzt nicht wie eine Rechtfertigung aussehen soll, weil ich mich nicht rechtfertige(n muss), für das was ich so verzapfe:b
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Mich interessiert es nicht wie "schlecht" es anderen Menschen geht. Ich kann da eh nix dran ändern. Das muss ich nicht im Fernsehen sehen.

Und alle Handlungsmöglichkeiten, die mir gegeben werden an der Weltarmut etwas zu "ändern" verschlimmern die Situation nur.

Ich stelle mir mal 100 kranke hungernde arbeitslose Menschen vor auf einem Stückchen Erde, welches bei Bewirtschaftung Essen für 30 Menschen abwirft.

Warum soll ich nun 30 Menschen arbeiten lassen und die anderen 70 Menschen mit meinem Futter am Leben halten?

Die 30 Menschen organisieren sich selber, zeugen nur soviel Nachkommen, dass verstorbene Gemeinschaftsmitglieder ersetzt werden. Ich könnte wetten, diese 30 Menschen sind glücklich.

Die anderen 70 drehen Däumchen und zeugen aus Langeweile Nachkommen oder hauen sich die Köppe ein, da schließlich genug Essen vorhanden ist und sie sich um nix kümmern müssen.

Verrdammt, nun sind es durch Geburten 200 Menschen, von denen 170 zu füttern sind. Und es werden immer mehr, die immer mehr Futter brauchen.

Tja, also tue ich das, was unmoralisch ist: Ich überlasse diese Menschen sich selbst und der natürlichen Auslese.

... im dümmsten Falle kloppen die 170 Hungernden auf die 30 satten Menschen ein und klauen ihr Essen ohne die Ahnung zu haben wie das Land weiter bewirtschaftet werden soll. Da doch lieber schnell die Reißleine ziehen und den unter ihren Füßen wackelnden Boden mit vielen Todesopfern als "Geschenk des Himmels" ansehen.

Falls es die 30 Bauern erwischt hat - ja, nun, dann bringt man eben 30 anderen Menschen das Bewirtschaften des Bodens bei.

Auf gar keinen Fall würde ich nun versuchen mehr Menschen am Leben zu halten als dieses Fleckchen Erde an Nahrung abwirft.

Was tun im Falle von Haiti?

Baumaterialien ins Land schaffen und Erzeugnisse aus Haiti rausschaffen. Externe humanitäre Hilfe würde ich komplett unterbinden und lediglich die Wirtschaft und den Handel unterstützen.

Es gibt genug Menschen in Haiti, die in der Lage sind das Land in eine wirtschaftliche Eigenständigkeit zu führen, sie müssen nur auch mal über Leichen gehen können.
Mitleid und Fürsorge ist zwar schön und gut - macht jedoch nicht satt und kostet im schlimmsten Fall das eigene Leben.

Wie war das?
Gib dem Armen einen Fisch und er wird heute satt - bringe ihm das Fischen bei und er wird auch morgen satt. So ist's auch bei den armen Nationen.

Diese ganzen humanitären Spendenschmarotzer brauch ich nicht - und ich unterstütze sie auch nicht.
Da klingt Darwin etwas durch..... dessen Gedanken über die natürliche Auslese (Selektion) du skizzierst.

Wobei der Einzelne, speziell die Kinder auf Haiti, gegen das Versagen des dortigen Regimes wenig machen können/konnten und von der Naturkatastrophe ohne eigenes Zutun überrascht wurden. Ich sehe da irgendwo meine Verpflichtung im Solidarprinzip, auch wenn Haiti weit weg ist.

Du bekommst, wenn Du Deinen Job ohne persönliche Verantwortung verlierst, ja auch "meine" Solidarunterstützung, obwohl Du sie bei Betrachtung Deines Beitrages nicht verdient hättest.....:b
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Du bekommst, wenn Du Deinen Job ohne persönliche Verantwortung verlierst, ja auch "meine" Solidarunterstützung, obwohl Du sie bei Betrachtung Deines Beitrages nicht verdient hättest.....:b
Ja, guter Einwand - ich hoffe nur, dass wir nicht so bald Leben auf dem Mars finden und dann dort unser Essen hinschicken müssen, weil kleine Marsmännchen Hunger leiden.

... wenn ich NASA-Chef wäre, hätte ich schon lange ein hungerndes Volk dort oben "definiert" - einfacher lassen sich die "Auslands"-Reisen dorthin nicht finanzieren :w

Worauf ich hinaus will: Ich helfe soweit ich gucken kann ... meine Nachbarn versorge ich mit Wein und Käse, weil's da gemütlich ist.

Das Tierheim hier ums Eck kann auch gern mal eine Dose Futter bekommen, denn auch meine Katze könnte dort mal landen (nach Weglaufen + Wiederfinden dort geparkt).

TASSO hat mir meine Katzen registriert - dort kann ich auch noch hingucken, die haben als einzige Organisation eine Weihnachtsspende von mir bekommen als Dankeschön für ihren kostenlosen Service.

Aber sorry ... was hab ich mit Haiti zu tun? Das ist für mich so weit weg, wie die Hungermäuler auf'm Mars :X
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Die anderen 70 drehen Däumchen und zeugen aus Langeweile Nachkommen oder hauen sich die Köppe ein, da schließlich genug Essen vorhanden ist und sie sich um nix kümmern müssen.

Verrdammt, nun sind es durch Geburten 200 Menschen, von denen 170 zu füttern sind. Und es werden immer mehr, die immer mehr Futter brauchen.

Diese ganzen humanitären Spendenschmarotzer brauch ich nicht - und ich unterstütze sie auch nicht.

Wieso sind Menschen die anderen Menschen helfen wollen Spendenschmarotzer?

Vielleicht solltest du bei deiner Darwinschen-Auffassung auch bedenken das wir Europäer der eigentliche Grund für das Leid in Haiti und in Afrika sind. Ich sage nur Kolonisierung.
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Vielleicht solltest du bei deiner Darwinschen-Auffassung auch bedenken das wir Europäer der eigentliche Grund für das Leid in Haiti und in Afrika sind. Ich sage nur Kolonisierung.
Und wir hier in West-Deutschland ohne den amerikanischen Marshallplan und seine Durchführung tausende von verhungerten Mitbürgern gehabt hätten..... ggf. auch Jokins Erzeuger....:X
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Hier noch mal ein kurzer Auszug dazu aus Wiki...

Das 12,4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 3. April 1948 vom Kongress der Vereinigten Staaten verabschiedet und am selben Tag von US-Präsident Truman in Kraft gesetzt und sollte vier Jahre dauern. Im gesamten Zeitraum (1948–1952) leisteten die USA den bedürftigen Staaten der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) Hilfen im Wert von insgesamt 13,1 Milliarden US-Dollar — (entspricht im Jahr 2007 rund 75 Milliarden Euro).
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Vielleicht können wir uns dahingehend einigen, das es - im Falle einer möglichen Wiedergeburt - besser wäre als Katze in Deutschland und nicht als hilfsbedürftiger Mensch irgendwo auf der restlichen Welt zu erscheinen.
.
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Vielleicht können wir uns dahingehend einigen, das es - im Falle einer möglichen Wiedergeburt - besser wäre als Katze in Deutschland und nicht als hilfsbedürftiger Mensch irgendwo auf der restlichen Welt zu erscheinen.
.
Aber nicht als Katze bei Jokin bitte, der lässt die Tiere ohne deren Zustimmung tätowieren..... Das spricht eindeutig gegen die Selbstbestimmung der Katze.....:X
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Aber nicht als Katze bei Jokin bitte, der lässt die Tiere ohne deren Zustimmung tätowieren..... Das spricht eindeutig gegen die Selbstbestimmung der Katze.....:X

Desweiteren sollte man - falls als Katze wiedergeboren - auf gar keinen Fall auf Z4 Dächern Platz nehmen. Was dann blüht konnte man ja schon in unzähligen Threads detailliert nachlesen. :w
.
A
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Wieso sind Menschen die anderen Menschen helfen wollen Spendenschmarotzer?

Weil hinter jeder Spendenorganisation ein Unternehmen mit eigenen Gewinnabsichten steht.

Und ich werfe ungern irgendwo Münzen ein, wenn für mich absolut Null Mehrwert dabei entsteht - und sei es nur für "ein gutes Gefühl" und Wohlbefinden.

Was hab ich davon, wenn ich für Haiti spende? Bringt mir eben rein gar nix. Noch nicht mal für mein Gewissen brauche ich es, wenn ich weiß, dass mein Geld in meiner direkten Umgebung deutlich besser aufgehoben ist.

Den Bezug zur Katzenhilfe finde ich daher auch sehr, sehr "unpassend". Auch wenn die hier im Forum immer wieder aufgerufene Katzenspenderei auch aus meinem "Sichtfeld" ist, so würde ich doch viel eher dort mein Geld lassen als es für Haiti zu spenden, was noch viel, viel weiter weg ist.
Dieses Tierheim hat keine horrenden Transportkosten für Hilfsmittel, auch der Verwaltungsaufwand ist überschaubar. Prozentual kommen da locker 95% meines Geldes an.
Für flache 10.000 Euro Spendensumme ist noch nichtmal der Hin- und Rückflug nach Haiti finanziert - und da muss wirklich jeder mal in sich gehen und fragen ob Deutschland wirklich bei jedem "Unglück" seine Spendennase reinstecken muss oder ob nicht hier im eigenen Land das Geld effizienter einsetzbar ist.
(Aus Sicht der USA ist das eine andere Geschichte .. klar)

Wie ich aber schon schrieb gibt es für mich "Spendemöglichkeiten" bei Firmen, die mir sogar einen Mehrwert bringen. Die meinen Katzen ihr Leben glücklicher machen - zu denen hab ich eine persönliche Beziehung und sogar eine Verpflichtung und Verantwortung.

Den Menschen in Haiti gegenüber bin ich weder verpflichtet noch verantwortlich.

Wie gesagt - das ist meine Meinung.

Welche Organisation der Haiti-Hilfe hast Du unterstützt?
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Ich weiss, Fakten sind 'uncool'. :w

Wer gerne mal nicht 'cool' sein möchte:


und ein Interview im Focus:


Dann hätten wir noch:

Wenn einen das gelegentliche Spenden zu sehr nervt, man darf auch gerne Dauergast mit Kärtchen werden. ;)

Es gibt also jede Menge Gelegenheiten falls man das letzte Whiskas-Döschen nicht unbedingt mit Silbergäbelchen und Blättergarnierung auf Seidendeckchen servieren muß.

.
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Weil hinter jeder Spendenorganisation ein Unternehmen mit eigenen Gewinnabsichten steht.
Diese Generalisierung ist schlichtweg falsch. Besonders bei gemeinnützigen Einrichtungen ist das gerade unzulässig.

Und ich werfe ungern irgendwo Münzen ein, wenn für mich absolut Null Mehrwert dabei entsteht - und sei es nur für "ein gutes Gefühl" und Wohlbefinden.
Du solltest dabei beachten, daß Du Deinen Mehrwert bereits genießt aufgrund der Tatsache, daß Deutschland (wie andere Industrienationen auch) seit Jahrhunderten Nutznießer billiger Rohstoffe, Arbeitskräfte und auch von Exportgewinnen ist.

Allerdings muß ich sagen, daß mir eine wirtschaftliche Betrachtung einer solchen Situation nur schwer in den Sinn kommt.

Wir haben 1986 die Auswirkungen des schweren Erdbebens in Mexico-City erlebt. Damals waren etliche Familienangehörige und viele Freunde dort betroffen. Das hilft einem, einen menschlichen Standpunkt zu solchen Katastrophen einzunehmen.

Den Standpunkt "Lieber versage ich dem Hungernden sein Brot, weil irgendjemand 20 Cent von meinem Euro dazwischen verbraten hat", kann ich kaum akzeptieren. Es gibt genügend Möglichkeiten, zielgerichtet zu spenden und es auch nachzukontrollieren.

Als Beispiel nenne ich mal die Kindernothilfe, über die wir seit fast 30 Jahren Kinder in Lateinamerika unterstützen. Da gibt es konkrete Abrechnungen, die Hilfe und die Entwicklung des einzelnen Kindes ist überprüfbar. Auf diese Weise haben wir schon einer Reihe von Kindern zu einer wesentlich anderen Zukunft verhelfen können, als es ihnen vorherbestimmt war.

Warum willst Du aus der Not anderer Menschen auch noch ein "Wohlbefinden" für Dich ziehen? :M
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Bin mal etwas provokant mit meiner Überschrift (so kennt man mich ja....;))

Vermisse leider, dass unter den grauenhaften Eindrücken auf Haiti, hier im Forum noch kein Aufruf zur Hilfe für die Betroffenen dort gekommen ist . (oder ich habe es übersehen, dann nehme ich es zurück und behaupte das Gegenteil....)

Erinnern kann man glaube ich nicht oft genug.....

Deshalb mache ich es jetzt mal.

z.B.:

Ärzte ohne Grenzen
Cap Anamur
Terre des Hommes
....

Bei denen kommt prozentual recht viel von den Spendensummen auch dort an, wo es gebraucht wird. Bei Anderen sicher auch.

Gruß
Thorsten



Ebenfalls provokant gefragt:

Wieviel Prozent der Spenden kommen nicht an?
Wieviel geht für Schmiergelder an Politiker in den Krisenregionen drauf?
Wieviel Menschen in der Region machen sich erst selbst die Taschen voll,
egal ob mit Hilfsgütern oder Knete?
Das kennt man zur Genüge!
Bei manchen dubiosen Organisationen bleiben schon bis zu 80% der Spendengelder für die Verwaltung hängen!

Andreas
 
AW: Spenden für die Katzenhilfe in Port-Au-Prince

Mich interessiert es nicht wie "schlecht" es anderen Menschen geht. Ich kann da eh nix dran ändern. Das muss ich nicht im Fernsehen sehen.

Und alle Handlungsmöglichkeiten, die mir gegeben werden an der Weltarmut etwas zu "ändern" verschlimmern die Situation nur.

Ich stelle mir mal 100 kranke hungernde arbeitslose Menschen vor auf einem Stückchen Erde, welches bei Bewirtschaftung Essen für 30 Menschen abwirft.

Warum soll ich nun 30 Menschen arbeiten lassen und die anderen 70 Menschen mit meinem Futter am Leben halten?

Die 30 Menschen organisieren sich selber, zeugen nur soviel Nachkommen, dass verstorbene Gemeinschaftsmitglieder ersetzt werden. Ich könnte wetten, diese 30 Menschen sind glücklich.

Die anderen 70 drehen Däumchen und zeugen aus Langeweile Nachkommen oder hauen sich die Köppe ein, da schließlich genug Essen vorhanden ist und sie sich um nix kümmern müssen.

Verrdammt, nun sind es durch Geburten 200 Menschen, von denen 170 zu füttern sind. Und es werden immer mehr, die immer mehr Futter brauchen.

Tja, also tue ich das, was unmoralisch ist: Ich überlasse diese Menschen sich selbst und der natürlichen Auslese.

... im dümmsten Falle kloppen die 170 Hungernden auf die 30 satten Menschen ein und klauen ihr Essen ohne die Ahnung zu haben wie das Land weiter bewirtschaftet werden soll. Da doch lieber schnell die Reißleine ziehen und den unter ihren Füßen wackelnden Boden mit vielen Todesopfern als "Geschenk des Himmels" ansehen.

Falls es die 30 Bauern erwischt hat - ja, nun, dann bringt man eben 30 anderen Menschen das Bewirtschaften des Bodens bei.

Auf gar keinen Fall würde ich nun versuchen mehr Menschen am Leben zu halten als dieses Fleckchen Erde an Nahrung abwirft.

Was tun im Falle von Haiti?

Baumaterialien ins Land schaffen und Erzeugnisse aus Haiti rausschaffen. Externe humanitäre Hilfe würde ich komplett unterbinden und lediglich die Wirtschaft und den Handel unterstützen.

Es gibt genug Menschen in Haiti, die in der Lage sind das Land in eine wirtschaftliche Eigenständigkeit zu führen, sie müssen nur auch mal über Leichen gehen können.
Mitleid und Fürsorge ist zwar schön und gut - macht jedoch nicht satt und kostet im schlimmsten Fall das eigene Leben.

Wie war das?
Gib dem Armen einen Fisch und er wird heute satt - bringe ihm das Fischen bei und er wird auch morgen satt. So ist's auch bei den armen Nationen.

Diese ganzen humanitären Spendenschmarotzer brauch ich nicht - und ich unterstütze sie auch nicht.



Ich gehe davon aus, dass irgendeiner einer unserer Politiker für Zigtausende von Euros da runter fliegt und
grotzkotzig Entwicklungshilfe verspricht. Hilfe zur Selbsthilfe ja, aber bitte nicht mehr.
Wir sind doch nun wahrlich nicht verantwortlich für alles Elend auf der Welt.

Andreas
 
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