Spritpreise - Spinnen die denn???!!!

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Bitte die ganzen Steuern und Abgaben nicht vergessen.
Die Kicken halt extra nochmal rein.

Schon richtig, allerdings sind diese nicht für die aktuelle Teuerung verantwortlich.

Lediglich die Mehrwertsteuer ist quasi Trittbrettfahrer der Gier der Mineralölkonzerne, da diese prozentual aufgeschlagen wird.

Generell wären geringere Abgaben natürlich schön aber die sollten nicht das Steuerelement in der aktuellen Krise sein, denn das hat schon 2022 mit der Spritpreisbremse nicht funktioniert.
Stattdessen haben die Ölmultis die Preise gleich gelassen und sich die Abgabenreduzierung auch noch eingesteckt.

Siehe dazu auch den Gewinn bspw. von Shell:
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2022 zu Zeiten von Energiekrise und Spritpreisbremse haben die einfach mal ihren Gewinn mehr als verdoppelt - weil es ging ja!
Bezahlt haben es Verbraucher und Staat.
 
Wer die aktuelle Situation allein dem Staat und seinen Abgaben anhängt und suggeriert, das sei das stärkste Argument, der ist (unbewusster) treuer Propagandist der transnationalen Großkonzerne. Steuern erklären natürlich nur Grundpreise, keine riesengroße Volatilität oder opportunistische Margen.
Der Staat setzt zwar den fiskalischen Rahmen, aber die konkreten Preissteigerungen, Preissprünge und Gewinnchancen entstehen in einem oligopolistischen Markt, in dem wenige integrierte Konzerne erhebliche Preissetzungsmacht haben. In kapitalistischen Gesellschaften wird leider die sichtbare Ursache oft für die eigentliche Ursache gehalten.

Ihr macht euch teilweise zum Instrument indem ihr so etwas ohne Einordnung wiedergebt, weil das System den Blick gezielt auf den Staat lenkt, damit die Macht und Willkür der Ölkonzerne als „normaler Markt“ erscheint.
Es kann doch nicht jegliche Idee private Preissetzungsmacht zu begrenzen sofort als Sozialismus abgetan werden, besonders in einem teils so Lebenswichtigen Sektor.

Wenn ich dann wieder sehen muss, dass politische Sündenböcke wie die Grünen herhalten müssen und die selbsternannte Alternative das besser machen soll, kann ich leider nur lachen.
 
@nano21
Dazu habe ich mal deinen Text in eine KI kopiert:

Du sprichst einen Punkt an, der in der öffentlichen Debatte oft untergeht:
Preisbildung ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Machtverhältnissen. Und wer diese Machtverhältnisse ausblendet, landet schnell bei einer verkürzten Erklärung, die den Staat
zum alleinigen Sündenbock macht – und damit ungewollt die Interessen derjenigen stärkt,
die tatsächlich über enorme Preissetzungsmacht verfügen.

Ich greife deine Gedanken einmal strukturiert auf und ergänze sie, ohne dir zu
widersprechen:
1. Steuern erklären Grundpreise – aber nicht Preissprünge
• Energiesteuern, CO₂-Preis, Mehrwertsteuer: klar, das sind feste Bestandteile.
• Aber sie ändern sich selten abrupt.
• Die extremen Schwankungen an der Zapfsäule oder bei Heizöl entstehen nicht durch
den Staat, sondern durch:
o Rohölpreisvolatilität
o Raffineriekapazitäten
o Spekulation
o Marktstruktur
Steuern sind also ein statischer Faktor, während die eigentlichen Preissprünge dynamisch
entstehen.

2. Oligopole haben Preissetzungsmacht – und nutzen sie
Der deutsche Kraftstoffmarkt ist ein Paradebeispiel für ein eng verflochtenes Oligopol:
• Wenige integrierte Konzerne kontrollieren:
o Förderung
o Transport
o Raffinerien
o Großhandel
o Tankstellennetze
• Diese vertikale Integration schafft eine asymmetrische Marktmacht, die
Konsumenten nicht ausgleichen können.
Das führt zu:
• parallelen Preisbewegungen
• überproportionalen Margen in Krisenzeiten
• „rockets and feathers“-Effekten (Preise steigen schnell, fallen langsam)
Das ist kein „normaler Markt“, sondern ein Markt mit strukturellen Machtasymmetrien.

3. Die politische Debatte fokussiert sich oft bewusst auf den Staat
Das ist ein bekanntes Muster:
• Der Staat ist sichtbar, greifbar, leicht kritisierbar.
• Konzerne sind abstrakt, international, schwer zu regulieren.
• Lobbyarbeit sorgt dafür, dass die öffentliche Debatte sich auf Steuern konzentriert,
nicht auf Marktstrukturen.
Wenn man dann sagt: „Die Preise sind wegen der Steuern so hoch“, übernimmt man – oft
unbewusst – diese Rahmung.

4. Preissetzungsmacht zu begrenzen ist kein Sozialismus
Das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst.
Es gibt weltweit marktliberale Demokratien, die genau das tun:
• Preisaufsicht (Australien)
• Transparenzpflichten (Österreich, Frankreich)
• Entflechtung / Kartellrecht (USA in anderen Sektoren)
• Übergewinnsteuern (UK, Italien, Spanien)
• staatliche Reserven zur Glättung von Preisspitzen (Japan)
Das sind markterhaltende Maßnahmen, keine Systemumbrüche.
Gerade bei lebenswichtigen Gütern wie Energie ist es völlig legitim, Preissetzungsmacht zu
begrenzen, um:
• Versorgungssicherheit
• soziale Stabilität
• faire Wettbewerbsbedingungen
zu gewährleisten.

5. Warum diese Debatte so emotional geführt wird
Weil Energiepreise:
• jeden betreffen
• sofort spürbar sind
• politisch instrumentalisiert werden können
Und weil viele Menschen intuitiv glauben:
„Der Staat macht die Preise.“
 
5 Jahre, gleiche Tanke
 

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Ist ja schön für dich, dass du das so elitär betrachten kannst.

Meine Frau ist keine Berufspendlerin aber fährt nen 2l Diesel im Alltag (Besorgungen, Kiga, Sport Kinder etc). Klar können wir uns trotzdem noch satt essen, aber allein von deren aktuellen Mehrkosten im Monat könnte ich bspw. auch eine zusätzliche Garage anmieten oder etwas (anderes;)) Gutes tun.

Man muss die (monatlichen) Kosten halt als Ganzes betrachten und nicht nur pro Liter oder pro Tankfüllung.

Aber wenn es dich so wenig kümmert, kannst du mir auch gerne nen Fuffi im Monat überweisen.

Und vom Daily und vom Z reden wir da noch gar nicht, weil ich letzteren seitdem noch nicht getankt habe.


Woher nimmst du diese Erkenntnis? Die bisher von destatis.de veröffentlichten Zahlen sind von Februar 2026, erfassen also die Steigerung durch den Krieg im Iran noch gar nicht!

Wie auch immer sich die Zahlen entwickeln werden, aber ich denke wir sind uns einig, dass sich hier einige wenige (Mineralölkonzerne) auf Kosten aller die Taschen voll machen. Denn der Ölpreis selbst ist pro Liter weit weniger gestiegen als die Preise an der Tankstelle. Leider sind der deutsche Markt und das Kartellamt da aber ein zahnloser Tiger, so dass die Masche sogar funktioniert.
Also dein Post zeigt ja ganz klar die emotionale Komponente der ganzen Debatte, sonst würdest du mir nicht Elitarismus vorwerfen....
Ich pendle mit dem Z4 ebenfalls jeden Tag, auch wenn einen Tick weniger als der durchschnittliche Wert (aktuell ca. 35km hin und zurück).

Jede Problematik trifft bestimmte Gruppen mehr oder weniger, das ist nichts neues. Benzin allerdings ist langfristig im Verhältnis zum Einkommen in den letzten Jahren und Jahrzehnten günstiger geworden. Schwankungen des Benzinpreises sind vollkommen normal und haben sich historisch gesehen immer wieder eingependelt, wozu also die Panik? Und mal generell: Wer gibt in einer Marktwirtschaft und risikobehafteten Welt Verbrauchern eigentlich die Garantie, dass alle Güter immer preisstabil sind?
 
Jetzt raubt und die KI auch noch die Stammtischdiskussionen... ;-)
Aber wirklich...was ist denn hier los....Hasenpfurtz....Debatte...oder soo ähnlich....Fakt ist doch das was man bezahlt...schwer zu verstehen, ich arbeite noch und muß 25 Km hin und zurrück >50Km
andere das vierfache pro Tag, das mache ich mit einem 1.5 TSI wobei der auch seine 7-8 LiterE10, braucht AB.

Und an alle die meinen daß, wenn man halt mal sich einen Z4/Z3 in die Garage stellt man> ergo "Wohlhabend" ist, sei mal so hingestellt! :thumbsdown:
Definition : Mancher Aussagen hier im Threat, egal wie hoch der Spritpreis geht....10 ct oder mehr pro KM, geht am Thema meiner Meinung nach vorbei!
Ich würde alles dafür tun um das DE Steuerrefugium zu unterwandern und revulutionär mich zu .....scheiße wieder zu politisch....excuse me!!!
Auch weil ich u.a. gerne weiter Z4 und oder Motorrad, ohne E im Nummernschild fahren möchte! :13wingsz:
 
Zuletzt bearbeitet:
Also dein Post zeigt ja ganz klar die emotionale Komponente der ganzen Debatte, sonst würdest du mir nicht Elitarismus vorwerfen....
Na und? Meinst du jetzt nur weil es einen stört, wenn man abgezockt wird, wäre es egal oder gar nicht real?
Jede Problematik trifft bestimmte Gruppen mehr oder weniger, das ist nichts neues. Benzin allerdings ist langfristig im Verhältnis zum Einkommen in den letzten Jahren und Jahrzehnten günstiger geworden.
Mal wieder die gleiche Frage wie bei der angeblichen gleichbleibenden Inflation: Woher nimmst du diese Zahlen?
Laut statista.com gab es in meiner Lebenszeit nur ein Jahr, in dem man durchschnittlich ähnlich lang für einen Liter Benzin arbeiten musste, wie 2022 (danach gibt es noch keine Daten). Beim Großteil der Jahre (ca. 80%) lag die durchschnittliche Arbeitszeit pro Liter deutlich darunter (ca. -20%).
Schwankungen des Benzinpreises sind vollkommen normal und haben sich historisch gesehen immer wieder eingependelt, wozu also die Panik?
Und mal generell: Wer gibt in einer Marktwirtschaft und risikobehafteten Welt Verbrauchern eigentlich die Garantie, dass alle Güter immer preisstabil sind?
Es spricht niemand von ewiger Preisstabilität. Dass die Verknappung durch Krieg das Öl teurer macht und dass dies auch beim Spritpreis ankommt, kritisiert erst mal vom Prinzip her niemand.
Aber dass wenige Konzerne, aufgrund ihrer außerordentlichen vertikalen wie horizontalen Marktdurchdringung dies nutzen um Preissteigerungen zu verdoppeln und verdreifachen, das spricht nicht für eine funktionierende freie Marktwirtschaft!

Und in einer freiheitlichen Demokratie darf man dies durchaus öffentlich mit Fakten belegt kritisieren - ob dabei emotional oder nicht. :thumbsup:
 
Bitte die ganzen Steuern und Abgaben nicht vergessen.
Die Kicken halt extra nochmal rein.

Na ja, sorry, dass ich jetzt deinen Beitrag aufgreife, verstehe die Diskussion nicht ganz. Tatsache ist, den Preis für einen Liter Diesel hat nicht die Politik plötzlich um fast 60 Cent erhöht, sondern die Ölmultis, dass dabei bei den Steuern auch mehr abfällt, ist halt ein positiver Nebeneffekt für den Staat.
Das Einzige was ich unseren Volksvertretern anlaste, ist, dass sie solche Preissprünge zulassen und das scheint auch nur in Deutschland möglich zu sein, in anderen europäischen Ländern sind die Preise nur moderat gestiegen.

Hab gerade mal nachgeschaut, letzten Samstag in Österreich lag der Dieselpreis bei 1,85 Cent, bei uns 2,15 - 2,20

P.S. Und im Gegensatz zu anderen hier, habe ich nicht vergessen, wie es vor 30 Jahren war, als wir eine Fanilie gegründet und Haus gebaut haben und demzufolge jeden Pfennig umdrehen mussten und da sind 50 € mehr pro Tankfüllung kein Pappenstiel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rein was den Benzin/Dieselpreis angeht gibt es ganz offensichtlich eine Dissonanz zwischen Freier Marktwirtschaft / illegalen Absprachen / Kartellrecht.

Dem ist schon seit Jahren schwer beizukommen.

Nur den Benzinpreis in anderen Ländern zu vergleichen klingt ein wenig nach Cherry Picking.
In anderen europäischen Ländern werden Autofahrer z.B. mit einer Nova belastet oder mit bis zu 27% MwSt auf ALLES.

Dass diese Spritpreis Pendler belasten - d‘accord

Dass die Österreichische Regelung für Spritpreiserhöhungen übernommen werden soll finde ich einen guten Schritt.

Eingriffe in die Preisfindung der Privatwirtschaft finde ich weniger zielführend - sonst wäre ich auch dafür Stundenlöhne in Fachwerkstätten zu begrenzen - die liegen unrealistisch hoch - durchsetzbar? Nein!
 
Klar, den Benzinpreis mit anderen Ländern kann man nicht direkt vergleichen, aber sehr wohl den Preissprung nach solch einem Ereignis und bei den Stundenlöhnen meinst du bestimmt die Stundenverrechnungsätze der einzelnen Firmen; so oder so, der Vergleich hinkt, denn der Kunde hat hierbei die Wahl sich eine günstigere Firma zu suchen.
 
Die Preissprünge wären zu belegen.
In Ungarn und Kroatien sind die Preise gedeckelt.
Dabei ist es immer im Gesamtzusammenhang mit Steuern, MwSt, allg.. Lebenshaltungskosten, Einkommensniveau, etc. zu sehen.
Insofern ist der Spritpreis selten, wenn überhaupt, vergleichbar.

Die Ursache ist bekannt, der neue „Golfkrieg“.

Und das Problem:
Dissonanz zwischen Freier Marktwirtschaft / illegalen Absprachen / Kartellrecht
ist schwer lösbar.

Was keiner will, Eingriff in die freie Marktwirtschaft wenn gerade etwas nicht gefällt.
 
Anderes Thema, das seit gestern in den Nachrichten anschwillt:
"Spritpreisänderungen nur 1x täglich"

Was soll das bringen außer politische Ablenkung?
M.E. Nur einen großen Sprung statt mehrerer kleiner, aber sicher keine Spritpreis-Deckelung. Oder übersehen ich da was? :confused:8-)
 
Es gibt dann zwei Preislevel am Tag, und ich kann mir den vermeintlich „billigen“ aussuchen.
Der billige wird teurer als bisher die niedrigsten Preise.
Vorteil ist, dass die Ölkonzerne nicht mehr das Maximum aus dem Verbraucher quetschen können, was sie bisher durch ihre ununterbrochene Preisoptimierung geschafft haben.
Das wird für den Verbraucher am Ende vermutlich nur geringfügig billiger.
Die preiswerten Phasen werden für die sein, die sich ihre Tankzeit frei wählen können.
 
Man geht wohl davon aus, dass die Konzerne bei der Preisgestaltung nicht zu hoch pokern können.

Da es immer Konkurrenten gibt, die hier billiger anbieten (und damit Kunden locken), müssen alle anderen zwangsläufig nachziehen.
Da ich ja nur nach unten korrigieren kann, dürfte sich wohl der günstigste Preis in den späten Abendstunden widerspiegeln.... :rolleyes:
 
Als jemand der in der Ölbranche arbeitet:
-Risiko im Verhältnis zum Gewinn ist nicht gut
-wir verdienen in D relativ wenig und Aussicht ist immer schlechter
-In D gibt es Raffinerien zu kaufen, aber es gibt sehr viele Gründe warum überhaupt verkauft wird und es schwer ist einen Käufer zu finden...(siehe Punkt 1)
-Netto ist Sprit in D relativ günstig, die Marge pro Liter ist in anderen Ländern besser (kann ich zumindest für unseren Konzern sagen)
-Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital super schlecht...

Beim Aktienkonzern kann jeder Anteilseigner partizipieren (meist Pensionsfonds), in anderen Ländern baut man vom Ölverkauf schöne Palmeninseln ins Meer und den Touri freut es...denn die meiste Marge ist beim Upstream Geschäft. Öl aus der Erde kostet meist weniger als 15$...
 
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