Statistik-Frage

crake

macht Rennlizenz
Registriert
17 Juli 2009
Wagen
BMW Z4 G29 M40i
Da hier ja in der Regel in allen Belangen weitergeholfen werden kann:

ich habe gerade ein Paper in Revision, und es ist wie so oft in die Hände eines Statistikers gefallen. Die meisten Fragen konnte ich ausknobeln (besser logistische Regression anstatt Fisher exact, Korrektur für multiples Testen etc.). Aber an einer Frage komme ich nicht weiter. Wir sehen, dass eine bestimmte genetische Konfiguration (Allel) einen Einfluss besitzt auf a) die Funktion bestimmter Zelltypen und b) auf Lungenfunktion in Mukoviszidose Patienten. Nun soll gezeigt werden, dass der Einfluss auf die Lungenfunktion über die Zellfunktion (die wiederum vom Allel beeinflusst wird) vermittelt wird. Um diesen 3fach Zusammenhang statistisch zu fundieren, möchte der Reviewer eine "mediator analysis" mittels z.B. "Sobel Test" oder Ähnlichem. Weiß jemand von Euch WIE dieser funktioniert, und wie man ihn in SPSS durchführt?
 
Das ist doch ganz klar:
Unter Zuhilfenahme von anbivalenten pathologischen Beziehungsprozessen kann die syntaktische Implikation der normativen Inhibitationsdogmen unter Berücksichtigung der psychoanalytischen Stimuli bei gleichzeitiger residualer Dehydriertheit derart abgeleitet werden, so daß eine Inkontinenz des formalhygienischen Retroeffekts weitgehend invertiert wird.

Also ich bin erstaunt, daß du das nicht verstehst! :b :d
 
Das ist doch ganz klar:
Unter Zuhilfenahme von anbivalenten pathologischen Beziehungsprozessen kann die syntaktische Implikation der normativen Inhibitationsdogmen unter Berücksichtigung der psychoanalytischen Stimuli bei gleichzeitiger residualer Dehydriertheit derart abgeleitet werden, so daß eine Inkontinenz des formalhygienischen Retroeffekts weitgehend invertiert wird.

Also ich bin erstaunt, daß du das nicht verstehst! :b :d

Streng dem definierten Wesen des Blindtextes folgend, fungiere ich als solcher und gebe mich unverbindlich inhaltsleer. In bedrückender Enge in vorgefertigte Masken gepresst friste ich ein freudloses Dasein auf dem schmalen Grat zwischen Nichtbeachtung und Bedeutungslosigkeit und habe doch eine Bitte: Handeln Sie Sinn stiftend für meine Existenz und lesen Sie mich.
 
Da hier ja in der Regel in allen Belangen weitergeholfen werden kann:

ich habe gerade ein Paper in Revision, und es ist wie so oft in die Hände eines Statistikers gefallen. Die meisten Fragen konnte ich ausknobeln (besser logistische Regression anstatt Fisher exact, Korrektur für multiples Testen etc.). Aber an einer Frage komme ich nicht weiter. Wir sehen, dass eine bestimmte genetische Konfiguration (Allel) einen Einfluss besitzt auf a) die Funktion bestimmter Zelltypen und b) auf Lungenfunktion in Mukoviszidose Patienten. Nun soll gezeigt werden, dass der Einfluss auf die Lungenfunktion über die Zellfunktion (die wiederum vom Allel beeinflusst wird) vermittelt wird. Um diesen 3fach Zusammenhang statistisch zu fundieren, möchte der Reviewer eine "mediator analysis" mittels z.B. "Sobel Test" oder Ähnlichem. Weiß jemand von Euch WIE dieser funktioniert, und wie man ihn in SPSS durchführt?

Äh, Ägypten?
 
Grins .... Statistik bin ich zum ersten mal an der ETH begegnet, davor hatte ich das nie. Und die damalige "Proffessorin" bekam von den Studenten die Note 1.5 (bei euch in D waer das 5.5) in einer Didaktikumfrage - soviel zu meinem Statistikverstehen :) SPSS hat mich damals erschlagen und ich hatte zum Glueck einen chinesischen Gastprofessor (sind die immer Matheversessen?), der das fuer mich erledigt hat.

Vieleicht sollte man deine Frage etwas entbiologiesieren. Sofern ich dich verstanden habe: : Crake hat festgestellt, dass gewisse Tonkombinationen zu einem Wohlklang und Froehlichkeit fuehren. Er will nun aber zeigen, dass die Tonkombination erstmal zu Wohlklang fuehrt, und die Froehlichkeit ein Resultat des Wohlklangs ist (und nicht direkt aus der Tonkombination herruehrt). Also aus A entsteht nicht B und C gleichzeitig, sondern aus A entsteht erstmal B und das fuehrt dann zu C.

Das ist zwar ein bisschen schraeg erklaert, aber vieleicht besser, als ueber Allele und Muskoviszidose zu sprechen :)
 
Da hier ja in der Regel in allen Belangen weitergeholfen werden kann:

ich habe gerade ein Paper in Revision, und es ist wie so oft in die Hände eines Statistikers gefallen. Die meisten Fragen konnte ich ausknobeln (besser logistische Regression anstatt Fisher exact, Korrektur für multiples Testen etc.). Aber an einer Frage komme ich nicht weiter. Wir sehen, dass eine bestimmte genetische Konfiguration (Allel) einen Einfluss besitzt auf a) die Funktion bestimmter Zelltypen und b) auf Lungenfunktion in Mukoviszidose Patienten. Nun soll gezeigt werden, dass der Einfluss auf die Lungenfunktion über die Zellfunktion (die wiederum vom Allel beeinflusst wird) vermittelt wird. Um diesen 3fach Zusammenhang statistisch zu fundieren, möchte der Reviewer eine "mediator analysis" mittels z.B. "Sobel Test" oder Ähnlichem. Weiß jemand von Euch WIE dieser funktioniert, und wie man ihn in SPSS durchführt?
TOOOR!
 
Also aus A entsteht nicht B und C gleichzeitig, sondern aus A entsteht erstmal B und das fuehrt dann zu C.

Das ist zwar ein bisschen schraeg erklaert, aber vieleicht besser, als ueber Allele und Muskoviszidose zu sprechen :)

Ja ja, aber wenn hier endlich mal ein Statistiker reinsehen - und sich zu Wort melden würde - er hätte diese Deduktion sicher bereits im Unterbewusstsein erledigt ;). Aber Du hast das wirklich schön abgeleitet und bietest gleichzeitig den ersten sinnvollen Beitrag hier :t.
 
Ach ja, Statistik, das ist mindestens 10 Jahre her........,
Hat das was Du beschreibst nicht irgendetwas mit dem Mediator-Effekt zu tun?
Sorry, zu lange her als das ich hier helfen könnte......
 
Na, ist doch ganz einfach ...

... eine Ausgangsfrage, die niemand hier beantworten kann ohne Fachkenntnis zu haben
... eine neue Userin mit nettem Avatar-Bildchen

Rein statistisch besteht die 100%ige Wahrscheinlichkeit eines weiteren Törtchenthreads :d
 
Statistik ist doch immer wieder eine schönes Thema. :) Viele brauchen es, aber kaum einer kann damit wirklich umgehen. Ich selbst mag es nicht und hab zum Glück nur dann mit zu tun, wenn mal wieder jemand mit der scheinbar unschuldigen Frage: "Sag mal, du hast doch Ahnung von Mathe." auf mich zukommt.
 
Na, ist doch ganz einfach ...

... eine Ausgangsfrage, die niemand hier beantworten kann ohne Fachkenntnis zu haben
Ja, aber das ist eine recht triviale Erkenntnis - und birgt einen naheliegenden Umkehrschluss ;).
... eine neue Userin mit nettem Avatar-Bildchen
Neu? UserIN? :K

Rein statistisch besteht die 100%ige Wahrscheinlichkeit eines weiteren Törtchenthreads :d

Frank, das ist doch alles völlig unlogisch :p :P.
 
Hi,
den Test habe ich nie gebraucht und kann Dir daher auch keine Anleitung dazu geben, möchte aber gerade aus Erfahrung bei medizinischen Arbeiten davor warnen, einfach die Daten in eine Software zu hacken, die dann irgendeine Statistik ausspuckt. Es ist schon essentiell zu wissen, was und wie da etwas ausgerechnet wird. Sonst hat man kein Gefühl dafür ob das hinkommen kann und der in der Software implementiere Algorithmus eben doch nicht dafür geeignet war.

Vom Querlesen fand ich den Text ganz gut:

http://www.uni-stuttgart.de/soz/soziologie/regression/Mediator-Effekte_v1-3.pdf

Viel Erfolg!
 
Da hast Du natürlich Recht meggus. Der Text ist auch wirklich gut, es ist das PDF welches auch Kai (Bors) gefunden hat.

Ich denke diese Stelle beschreibt es ganz gut, so dass ich das testen kann:


Nach Holmbeck (1997) und Baron/Kenny (1986) müssen folgende vier Bedingungen erfüllt sein, damit eine Variable als Mediator-Variable bezeichnet werden kann:
a) Der Prädiktor (X) muss einen signifikanten Effekt auf den Mediator (Z) ausüben.
b) Der Prädiktor (X) muss in einem Regressionsmodell ohne Kontrolle des Einflusses der Mediator-Variablen einen signifikanten Effekt auf die ab- hängige Variable (Y) ausüben (über Ausnahmen in Folge von Suppressor- Effekten haben wir zuvor berichtet, dazu auch nachfolgend mehr).
c) DerMediator(Z)musseinensignifikantenEffektaufdieabhängigeVari- able (Y) ausüben.
d) Der Effekt des Prädiktors (X) auf die abhängige Variable (Y) muss sich verringern, wenn in einer multivariaten Regression als zusätzlicher Prä- diktor die Variable Z aufgenommen wird.
 
Ha, der Mediator-Effekt! Ich wußte es!
Und das nach über 10 Jahren...... :)
 
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