AW: Suche Fahrwerk, wer kann helfen?
Habe noch vergessen, ich möchte keine Distanzscheiben auf dem Auto. Deshalb wird das KW V3 wohl ausfallen.
Hallo Zusammen,
also ich habe mich trotz des Preises und der größeren Komplexizität des Fahrwerkes (und ich bin wahrlich kein Kfz- und schon gar kein Fahrwerks-Spezialist) bei meinem Z4M dennoch für das KW v3 entschieden. Fazit vorab : ich würde mich wieder so entscheiden!
Obwohl auch beim Z4M die Verwendung des KWv3 nur mit kleinen Distanzscheiben angegeben ist, hat der TÜV-Prüfer das Fahrwerk bei mir
ohne Distanzscheiben eingetragen. Er sagte selbst, dass die Abstände und Freiräume dies problemlos zulassen würden und wenn ich wollte, könnte dies auch so eingetragen werden.
Ja, dieses Fahrwerk ist einstellungsseitig etwas komplexer und erfordert schon etwas Erfahrung. Aber da ich selbst kein Profi in dieser Sache bin, habe ich mich dabei auf die Fachwerkstätte und letztlich auf meinen Hintern verlassen. Zuerst einmal wurde die Einstellung des Fahrwerkes mit der von KW vorgeschlagenen Grundeinstellung gewählt. Ich wollte übrigens den Emmie nicht tiefer legen, sondern sein Fahrverhalten nochmals verbessern. Da ich mich derzeit nicht für 19er Felgen entscheiden konnte (die waren mir letztlich etwas zu schwer) verblieb ich bei den Serienfelgen (die allerdings auch keine Leichtgewichte sind) - aus diesem Grund bin ich optisch auf der Hinterachse knappe 10 mm tiefer und vorne knappe 15 mm, um eine minimale Keilform zu erhalten.
Optisch sah das Ergebnis recht ansprechend aus (ohne zu tief zu sein) und das Fahrgefühl war sehr agil. Was mich noch sehr störte, war die Härte/Hippeligkeit die bei zunehmender Geschwindigkeit auch zunahm. So machte das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten >220 km/h keinen rechten Spaß mehr. Das meinte ich mit dem Hinweis auf den Hintern/das Popometer. Also nochmals zur Werkstatt, Problem geschildert, das Fahrwerk moderat weicher eingestellt und nun passte es (mir) recht gut. Die Probefahrten muss man schon etwas ausgiebiger gestalten und man sollte sich auch erst mit der jeweiligen Einstellung fahrdynamisch ein bisschen Zeit lassen um sich selbst daran zu gewöhnen. Somit bin ich mit Martin (z-fan) das Sudelfeld rauf und runter und inkl. Fahrzeugtausch kamen wir zum Resultat, das die Abstimmung nun schon recht ordentlich ist. Das KWv3 ist nun recht agil, sehr neutral, extrem viel Grip hinten aufbauend aber es verlangt nach einer etwas sauberer gefahrenen Linie, wie das Serienmäßige Fahrwerk der Emmie (dies verzeiht einen kleinen Fahrfehler eher als das KWv3).
Mein Einsatzschwerpunkt ist die flott gefahrene Landstraße und die Aplenpässe. Rennstreckenbetrieb und Autobahn sind nicht so sehr mein Ziel.
Bei der Emmie ist die Auswahl des möglichen Fahrwerkes deutlich eingeschränkt - da bleibt nur das ebenfalls sehr gute Billstein GW-Fahrwerk (hierzu zähle ich auch das völlig überteuerte ac schnitzer GW-Fahrwerk), das K-Sport-GW-Fahrwerk (das sehr interessant ist, aber gerade für den Emmie kaum Erfahrungswerte vorlagen), das H+R GW-Fahrwerk (von dem man aber häufiger nichts Gutes vernimmt) und das KW v3 was gerade im M-Forum hochgelobt wird.
Zusammendfassend:
- K-Sports ist äußerst interessant und deutlich härter - es kommt vorzugsweise für die Rennstrecke in die Wahl
- Billstein ist ein hervorragendes Allround Fahrwerk und nicht ganz so komplex in der Einstellung, aber etwas teurer als das KWv3 (spielt aber kaum eine Rolle)
- KW v3 dürfte die größte Flexibilität bieten - Alltag bis zu Rennstrecke: alle Profile sind möglich, billig ist nochmals ganz anders und (zumindest ich) brauche dazu zwingend eine gute Fachwerkstatt
Für normale Zetties gibt es sicherlich noch mehr Alternativen, auch das KW v2 sollte man sich da näher ansehen...
Grundsätzlich wird man bei einem GW-Fahrwerk immer jemanden benötigen, der Ahnung hat was er da tut und sich selbst etwas Zeit einräumen, zu erfühlen, ob die Einstellungen einem persönlich passen. Diese Einstellarbeit fällt natürlich bei einem nicht-Gewinde-Fahrwerk weg, aber man darf nicht vergessen, diese Fahrwerke kosten auch gutes Geld und in der Regel können die ja vorher nicht getestet werden ob das Fahrverhalten damit subjektiv dem Fahrer zusagt. Wenn nein, lässt sich dann auch kaum mehr etwas ändern. Beim GW-Fahrwerk kann immer eine andere Einstellung gewählt werden, bis die für den Fahrer Beste gefunden wurde. Sicherlich, dass kostet etwas Mühe und Zeit ist aber auch kein Ding der Unmöglichkeit. Ausserdem lässt sich immer auch in jeder Region eine gute Fachwerkstatt für ein Gewindefahrwerk finden - somit ist die Angst, ein GW-FW nicht "in den Griff zu bekommen" eigentlich unbegründet!
Ich werde mit meiner momentan 97% optimalen Einstellung erst einmal einige Monate fahren und erst dann einen richtigen Profi (in meinem Fall für das KW v3) bemühen, wenn ich letztlich "meine" Felgen/Reifenkombination/-größe gefunden habe (sonst geht ja wieder alles von vorne los). Momentan schwanke ich zwischen OZ Ultraleggeras in 18" und BBS F1 in 19" (die aber kaum bezahlbar sind)...wenn es nicht ganz um das letzte Prozent Performance geht, schwirren mir die Breytons auch immer noch im Kopf rum.
P.S. Bitte keinesfalls vergessen, das bei einem Einbau eines Fahrwerkes auch immer Spur und Sturz neu vermessen und ggf. eingestellt werden müssen! Auf diese paar Euros kommt es dann auch nicht mehr darauf an.