Unfassbar,dieser Artikel ist nichts für zart besaitete

fr.jazbec

macht Rennlizenz
Registriert
26 August 2011
Ort
Hattingen
Wagen
anderer Wagen
Ich bin ja normalerweise nicht so empfindlich aber dieser Artikel auf Spiegel Online hat mir die Tränen in die Augen getrieben und lässt mich die Flüchtlingsproblematik mit anderen Augen sehen.



"Massaker auf Flüchtlingsschiff
Erstochen und ins Meer geworfen

Das Flüchtlingsboot war völlig überfüllt, auf und unter Deck standen die Menschen dicht an dicht oder lagen übereinander. Dann brach Panik aus, einige griffen zu Messern. Etwa 180 Menschen überlebten die Fahrt von Tunesien nach Italien nicht.

Mohamed, nicht einmal zwei Jahre alt, war das letzte Opfer der Horrorfahrt. Als die Rettung nur noch einen Steinwurf entfernt war, fiel er über Bord des schwankenden, kippenden, total überfüllten Bootes, in dem er mit seinen Eltern und etwa 750 weiteren Passagieren vorige Woche auf dem riskanten Weg von Tunesien nach Italien war.

Sein Vater konnte ihn nicht halten, Mohamed fiel ins Wasser, rutschte aus der viel zu großen Rettungsweste und versank. Seeleute des dänischen Tankers "Torm Lotte" zogen ihn zwar bald heraus, doch es war zu spät für den kleinen Syrer.

Vor ihm waren vermutlich schon 180 Menschen auf dieser Überfahrt gestorben, die sie doch eigentlich in die Freiheit, in die Zukunft, ins verheißende Europa bringen sollte.

Zwei-Klassen-Flüchtlinge

Die Katastrophe war absehbar, von den Organisatoren freilich locker in Kauf genommen. Die Passagiere zahlen schließlich vorab. 1000 bis 2000 Dollar, berichteten Überlebende, kostete ein Platz an Deck. Dort drängelten sich vor allem Syrer, aber auch Marokkaner und Palästinenser. "Dunkelhäutig, aber nicht schwarz" - wie manche an Bord fein unterschieden. "Die Schwarzen" - meist Nigerianer und Ghanaer, aber auch Pakistani - konnten nur 250 bis 500 Dollar aufbringen. Sie kamen nach unten, in den Laderaum.

Unvorstellbar eng muss es überall gewesen sein. "Jeder Zentimeter", sagte später eine Reisende, sei "von Menschen besetzt" gewesen. Viele standen auf einem Fußbreit am Bootsrand, klammerten sich an irgend etwas in der Nähe fest. Wenn es etwas gab zum Festklammern. Viele Passagiere, vor allem Kinder, fielen während der Reise über Bord. Vielleicht waren es 90, oder auch noch mehr. Ihre genaue Zahl kennt niemand. Auch nicht ihre Namen.
Noch enger war es unten, im Laderaum. Nach Berichten der Überlebenden war der nur etwa drei mal drei Meter groß, aber mit Dutzenden von Menschen gefüllt. Die lagen nicht nur neben- , sondern teilweise auch übereinander. Sie bekamen kaum Luft, der Motor erhitzte den fensterlosen Raum ins Unerträgliche, Schwaden giftiger Motorabgase kamen noch dazu.

Als die Unterklasse in Todesangst nach oben drängte, kam es zum Gemetzel. Die oben hatten Sorge, das Boot werde umkippen. Andere Zeugen berichten auch, dass die afrikanischen Passagiere zur Umkehr drängten, die arabischen davon aber nichts wissen wollten. Panik brach aus.

Die Hölle an Deck

Da griffen mindestens fünf Männer offenbar zu Messern und Knüppeln, erschlugen und erstachen die empor Drängenden, insgesamt etwa 60 Menschen, so heißt es. Sie warfen sie danach ins Meer, manche wohl auch zurück in den Laderaum. Die Leiter von unten nach oben wurde herausgezogen, die Ladeklappe geschlossen.

Als das Schiff Ende letzter Woche die italienische Küste erreichte, wurden 29 Leichen geborgen. Die Menschen waren erstickt oder vergiftet beziehungsweise erstochen worden.

Fünf Männer wurden nun festgenommen, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt und aus verschiedenen arabischen Ländern. Auch die Besatzung des Schiffes, drei Tunesier, wurde inhaftiert. Sie hatten dem Gemetzel, wie Passagiere berichtet hatten, tatenlos zugesehen.

Viele der Überlebenden stehen unter Schock, wollen einfach nur weg, zu Verwandten irgendwo in Europa. "Wir sind aus Syrien geflüchtet, um unserem Sohn Mohamed eine Zukunft zu geben", klagt die verzweifelte Mutter, "nun ist alles sinnlos." Sie wollen jetzt zu Verwandten in Schweden.

Derweil geht das Sterben auf der Mittelmeerroute beinahe täglich weiter. Am Wochenende kamen weitere Boote an der EU-Südküste an, darunter ein Schlauchboot mit 61 Menschen an Bord. Bei der Abfahrt an Afrikas Nordküste seien sie 80 gewesen, sagen sie. Die italienische Marine hat bislang fünf Leichen gefunden.

Und all jene Unglücke, die sich vor der libyschen Küste ereignen, werden auf der anderen Seite des Mittelmeers kaum noch zur Kenntnis genommen. Die "Forschungsgesellschaft Flucht und Migration", die in ihrer "Dokumentation Zentrales Mittelmeer" alle Havarien von Flüchtlingsschiffen registriert, meldet aus der Region allein seit Anfang voriger Woche drei Unglücke, bei denen vermutlich insgesamt über 200 Menschen ertrunken sind.

Ein viertes Schiff mit 240 Menschen aus Eritrea an Bord, die meisten davon offenbar Frauen, wird seit dem Wochenende vermisst."
 
Die Frage ist ja wie man es besser machen könnte und darauf habe ich ehrlicherweise absolut keine Antwort.
Ich muss zugeben,dass ich diese Situation bislang nie aus der Sicht der Flüchtenden betrachtet habe,insofern hat dieser Bericht mir schon eine andere Sichtweise auf Armutsmigranten vermittelt.
Wie meine persönlichen Konsequenzen aussehen weiß ich noch nicht,es wird aber welche geben.
 
Die Frage ist ja wie man es besser machen könnte und darauf habe ich ehrlicherweise absolut keine Antwort.
Ganz einfach: Wir müssen ein paar Afrikanern zeigen wie sie Schaufeln und Gießkannen herstellen anstatt dort bergeweise Nahrung hinzufahren.

Natürlich muss ihnen auch jemand sagen wie sie das Meerwasser entsalzen können und wie sie es ins Landesinnere bekommen - die Technik dazu kann recht simpel sein.

Energie gibt's dort reichlich und somit kann auch Wohlstand in Afrika entstehen. Es muss nur jemand ernsthaft wollen und angehen.
 
Ganz einfach: Wir müssen ein paar Afrikanern zeigen wie sie Schaufeln und Gießkannen herstellen anstatt dort bergeweise Nahrung hinzufahren.
ich glaube, diese menschen können das schon. man muss sie lassen.
Natürlich muss ihnen auch jemand sagen wie sie das Meerwasser entsalzen können und wie sie es ins Landesinnere bekommen - die Technik dazu kann recht simpel sein.
gaza würde gerne eine wasserentsalzungsanlage bauen und ein kraftwerk, damit sie nicht auf die strom-/ und wasserlieferungen von täglich 6std. angewiesen sind, aber man untersagt ihnen das. den einzigen zivilflughafen hat man vor zehn jahren zerstört.
Energie gibt's dort reichlich und somit kann auch Wohlstand in Afrika entstehen. Es muss nur jemand ernsthaft wollen und angehen.
würden wir (politik und konzerne) aufhören ferne despoten und diktatoren zu unterstützen, welche uns problemlosen zugang zu erdöl verschaffen, dann hätte die einheimische bevölkerung auch mehr von ihren bodenschätzen, siehe nordafrika, nahost und nigeria. diese menschen hätten zugang zu bildung, sie wären weniger anfällig für radikales gedankengut, religion würde in den hintergrund rücken (wie in der westlichen welt) und es gäbe nicht mehr so den wunsch sich ins boot nach europa zu setzen oder sich gar in die luft zu sprengen. nachteil ist allerdings, dass baumwolle, erdnüsse und super+ teurer wären.

am ende des tages möchte jeder von uns nur ein gutes leben in frieden und zufriedenheit führen.
 
Die Frage ist ja wie man es besser machen könnte und darauf habe ich ehrlicherweise absolut keine Antwort.

Weniger Geld,am besten gar keins mehr,ausgeben für Kriege!
Was dort alles an Geld versenkt wird um Angst und Elend zu erzeugen,besser die Kohle verwenden,um Angst und Elend,auf Humane Art und Weise,entgegenzusteuern.
 
Solange die " Politiker " dieser armen Länder gegen das Volk und nicht für das Volk regieren, selbst in Saus und braus Leben und das Volk ausbeuten, sehe ich wenig bis gar keine Chance , dort eine Verbesserung zu erreichen.
Punktuell schaffen einige Organisationen vielleicht eine Verbesserung ( hier ne schule, da ein Brunnen ) , aber für eine grundlegende
Verbesserung reicht das wohl nicht.

Ich habe vor ca 20 Jahren über unsere Politiker geschimpft, weil Millionen an Entwicklungshilfe ins Ausland gezahlt wird.
Mein damaliger bester Freund , ein bosnier, sagte, das alles unternommen wird, das die armen Völker sich nicht Richtung
Europa in Bewegung setzen.
Dies tritt wohl jetzt ein.


Gruß
Markus
 
Solange die " Politiker " dieser armen Länder gegen das Volk und nicht für das Volk regieren, selbst in Saus und braus Leben und das Volk ausbeuten, sehe ich wenig bis gar keine Chance , dort eine Verbesserung zu erreichen.
wir lassen sie so lange gewähren bis sie uns auf den schwanz treten. dann finden wir es plötzlich doof was sie mit ihren menschen machen. das ist die logik.

Ich habe vor ca 20 Jahren über unsere Politiker geschimpft, weil Millionen an Entwicklungshilfe ins Ausland gezahlt wird. Mein damaliger bester Freund , ein bosnier, sagte, das alles unternommen wird, das die armen Völker sich nicht Richtung Europa in Bewegung setzen.
1994 (also vor 20 jahren) hätte man in dieser region lieber frieden aufzwingen müssen statt hilfspakete aus 10km höhe abzuwerfen und zahnlose blauhelme zu entsenden. vielleicht hätte man dadurch 300.000 tote weniger gehabt. mitten in einem europa, wo man stolz ist, seit 1945 keinen krieg mehr gehabt zu haben, aber jugoslawien ist ja nicht europa.%:
 
Zurück
Oben Unten