Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Haegar

Testfahrer
Registriert
17 Januar 2008
:tProblem gelöst!!!

Bosch sei dank. Seit 3 Wochen läuft er wieder rund.
Ursache:
Ein langsam größer werdendes Loch in der Nähe eines KAT gab immer größere Luftfehlerwerte an das Steuergerät weiter. Weil diese Werte immer weiter aus dem Toleranzbereich des Steuergerätes hinausgingen, schaltete dieses immer öfter einige Zylinder einer Bank ab.
Trotz der "Sicherheitsabschaltung" musste jetzt ein Ventil, eine Zündkerze und eine Lambdasonde ersetzt werden.
Samt Aus/einbau Auspuff und Schweißen desselbigen 900 €uronen.

Danke für Eure Lösungsvorschläge


Servus

Bei meinem QP schalten sporadisch die Zylinder 1+3 ab (meistens bei niedriger Drehzahl). Nach Neustart läuft er meistens wieder rund.
Da sich die Aussetzer in der letzten Zeit häufen, wird es arg lästig.
Werkstatt hat nach 2 Tagen Überprüfung "aufgegeben" (Zündspule, Zündkerze,LMM, usw.) Steuergerät und Kabelbaum wurden noch nicht angegangen.

Fehlerspeichermeldung: "Verbrennungsaussetzer mit Zylinderabschaltung".

Problemlösung möglich?
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Mal eine ganz doofe Frage: Haben die einfach mal die Masseleitung der Batterie für einige Zeit abgeklemmt?
Ein alter Meister bei BMW erklärte mir vor Jahren mal, das wirke Wunder und er mache das immer so, wenn er nicht weiter wisse!
Vor allem - es kostet nix.

Andreas
 
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Und wie immer.

Gehirn einschalten.

Ein Satz Zündkerzen.

schauen.

Problem noch da ?

Gut, dann kaufst du eine oder zwei Zündspulen und tauscht die durch, vorzugsweise die für Zylinder 1 oder 3 =)

Problem noch da ?

LMM kaufen.

Immer noch Probleme?

Nicht mehr so gut, da könnte man noch Benzinzufuhr prüfen, Einspritzdüsen, Schläuche etc.

Wenn es dann immer noch da ist ?

Ab nach Ebay :-D

Ich denke mal Kabelverbindungen und co hast du alle kontrolliert, auf Wassereinbruch oder Bissspuren ?
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Bis zum Punkt ebay bereits alles abgearbeitet.
Ich versuche es einmal beim Bosch-Dienst.
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Klopfsensor iO?
Einspritzdüsen?
Kompression getestet? ( Halt ich allerdings für unwahrscheinlich)
Zündkerzen tatsächlich mal getauscht?
Kabelbaum auf Kriechströme untersucht?

Nu fällt mir langsam nix mehr ein.

Viel Erfolg :)
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Klopfsensor iO?
Einspritzdüsen?
Kompression getestet? ( Halt ich allerdings für unwahrscheinlich)
Zündkerzen tatsächlich mal getauscht?
Kabelbaum auf Kriechströme untersucht?

Nu fällt mir langsam nix mehr ein.

Viel Erfolg :)


Wie kommst du auf Klopfsensor? Wenn der kaputt is, sollte es im Fehlerspeicher stehen. Außerdem hat der doch keine zylinderselektive Klopfregelung. Ich könnte mir vorstellen, dass tatsächlich die Einspritzventile verharzt bzw. verdreckt sind. Weiterhin ist ein Kabelbruch im Zündkabelbaum denkbar.

MfG hauke
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

muss dann ja ein sensorproblem sein. nockenwellensensor vielleicht?

Mfg
Phil
 
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muss dann ja ein sensorproblem sein. nockenwellensensor vielleicht?

Mfg
Phil

Also die Symptome klingen nicht nach NWS, zumal er ja schreibt:
Fehlerspeichermeldung: "Verbrennungsaussetzer mit Zylinderabschaltung".
Wenn es der NWS wäre, wäre es nicht Zylinderspezifisch und es würde im Fehlerspeicher stehen.

Die Sache ist recht kompliziert, da im Fehlerspeicher steht, was los ist, aber scheinbar kein defektes Bauteil...
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Wie kommst du auf Klopfsensor? Wenn der kaputt is, sollte es im Fehlerspeicher stehen. Außerdem hat der doch keine zylinderselektive Klopfregelung. Ich könnte mir vorstellen, dass tatsächlich die Einspritzventile verharzt bzw. verdreckt sind. Weiterhin ist ein Kabelbruch im Zündkabelbaum denkbar.

MfG hauke

Wusste nicht, dass der Motor keine zylinderselektive Regelung hat. War nur ein Idee. Genau begründen kann mans ohnehin nicht. Der Wert hätte ja fehlerhaft sein können, ohne dass das Steuergerät es erkennt. Ich halte da nix für unmöglich. Da viele üblichen Dinge scheinbar schon gecheckt wurden, habe ich auch etwas nicht so naheliegendes vorschlagen wollen.
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Moin,

generell müssten Sensorfehler ja immer im Speicher stehen, weil es für das STG Eingangssignale sind. Ausgangssignale dagegen sollten nicht im Speicher stehen, solange keine Rückführung stattfindet (also z.B. die Nockenwellenstellung wird ja per Sensor zurückgeführt). Ich weiß nicht, in wie fern die Zündung zurückgeführt wird, über Ionenstrommessung verfügt der Motor ja noch nicht (wird über die Zündkerze gemessen). Die Aussetzer kann das STG ja eigentlich nur über die Zündspulen feststellen, also wenn die Zündkerze die Ladung der Zündspule nicht entlädt. Das STG stellt dann fest, dass der Ladestrom an der entsprechenden Zündspule gegen 0 geht, dann wird abgeschaltet. Bei einem Neustart ist diese Abschaltung natürlich erstmal wieder weg, solange der Zylinder zuverlässig zündet. In meinen Augen, kann es deshalb nur an der Zündung liegen. Lambda wird nicht zylinderselektiv festgestellt, läuft ein Zylinder zu fett, werden allesamt magerer gefahren (bzw. 3 Zylinder hängen an einer Sonde, also werden Zyl. 1-3 und Zyl 4-6 jeweils zusammen gemessen).
Ich würde jetzt zunächst mal die Zündspulen von 1 und 3 gegen die von 4 und 6 tauschen. Tritt der Fehler wieder auf, nochmal STG auslesen und gucken, welche Zylinder. Wenn es immernoch 1 und 3 sind, würde ich die Zündkerzen von 1 und 3 gegen die von 4 und 6 tauschen.
Wenn es dann immernoch 1 und 3 sind, würde ich den Kabelbaum (Stecker etc.) von 1 und 3 Prüfen bzw. erneuern (Kabelbaum kostet so um 150). Wenn der Kabelbaum ok ist, würde ich das STG tauschen.
Wenn dann der Fehler noch da ist, müsste ich erstmal ein bisschen länger überlegen ;-)
Nebenbei frage ich mich, warum man in der Werkstatt den LMM verdächtigt, das liegt mir fern.

P.S.: Das mit den Einspritzventilen nehme ich zurück, macht nicht so viel Sinn irgendwie. Ich dachte nur, weil es keine Größe ist, die zurück geführt wird.

MfG Hauke
 
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Wusste nicht, dass der Motor keine zylinderselektive Regelung hat. War nur ein Idee. Genau begründen kann mans ohnehin nicht. Der Wert hätte ja fehlerhaft sein können, ohne dass das Steuergerät es erkennt. Ich halte da nix für unmöglich. Da viele üblichen Dinge scheinbar schon gecheckt wurden, habe ich auch etwas nicht so naheliegendes vorschlagen wollen.

Man muss stets in viele Richtungen denken, man hat schon Pferde kotzen sehen. ;-)
 
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Moin,

generell müssten Sensorfehler ja immer im Speicher stehen, weil es für das STG Eingangssignale sind. Ausgangssignale dagegen sollten nicht im Speicher stehen, solange keine Rückführung stattfindet (also z.B. die Nockenwellenstellung wird ja per Sensor zurückgeführt). Ich weiß nicht, in wie fern die Zündung zurückgeführt wird, über Ionenstrommessung verfügt der Motor ja noch nicht (wird über die Zündkerze gemessen). Die Aussetzer kann das STG ja eigentlich nur über die Zündspulen feststellen, also wenn die Zündkerze die Ladung der Zündspule nicht entlädt. Das STG stellt dann fest, dass der Ladestrom an der entsprechenden Zündspule gegen 0 geht, dann wird abgeschaltet. Bei einem Neustart ist diese Abschaltung natürlich erstmal wieder weg, solange der Zylinder zuverlässig zündet. In meinen Augen, kann es deshalb nur an der Zündung liegen. Lambda wird nicht zylinderselektiv festgestellt, läuft ein Zylinder zu fett, werden allesamt magerer gefahren (bzw. 3 Zylinder hängen an einer Sonde, also werden Zyl. 1-3 und Zyl 4-6 jeweils zusammen gemessen).
Ich würde jetzt zunächst mal die Zündspulen von 1 und 3 gegen die von 4 und 6 tauschen. Tritt der Fehler wieder auf, nochmal STG auslesen und gucken, welche Zylinder. Wenn es immernoch 1 und 3 sind, würde ich die Zündkerzen von 1 und 3 gegen die von 4 und 6 tauschen.
Wenn es dann immernoch 1 und 3 sind, würde ich den Kabelbaum (Stecker etc.) von 1 und 3 Prüfen bzw. erneuern (Kabelbaum kostet so um 150). Wenn der Kabelbaum ok ist, würde ich das STG tauschen.
Wenn dann der Fehler noch da ist, müsste ich erstmal ein bisschen länger überlegen ;-)
Nebenbei frage ich mich, warum man in der Werkstatt den LMM verdächtigt, das liegt mir fern.

P.S.: Das mit den Einspritzventilen nehme ich zurück, macht nicht so viel Sinn irgendwie. Ich dachte nur, weil es keine Größe ist, die zurück geführt wird.

MfG Hauke

Habe das nicht komplett durchdacht, und vorallem: habe noch keinerlei Erfahrungen bzgl. Steuergerät.

Wenn ich deinen Text lese, denke ich sofort an Mess- und Regelungstechnik. Vom Fach?;)

Meine Idee: Der Klopfsensor kann ja evtl. Werte liefern, die dem STG plausibel vorkommen, aber es eben garnicht sind. Evtl schlechte Plausibisierung. Das war meine Idee hinter der Sache.
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

wenn die Zündspulen und Kerzen wirklich gut sind würd ich mir mal den Kat und die Lambdasonde ansehen.
Wenn der Kat zu ist führt das auch zu Aussetzten mit Zyl-Abschaltung. Genauso eine Lambdasonde die nicht regelt.

Gruss, Peter
 
AW: Verbrennungsaussetzer Zylinder, QP 2,8 Bj.99

Habe das nicht komplett durchdacht, und vorallem: habe noch keinerlei Erfahrungen bzgl. Steuergerät.

Wenn ich deinen Text lese, denke ich sofort an Mess- und Regelungstechnik. Vom Fach?;)

Meine Idee: Der Klopfsensor kann ja evtl. Werte liefern, die dem STG plausibel vorkommen, aber es eben garnicht sind. Evtl schlechte Plausibisierung. Das war meine Idee hinter der Sache.

Ja, bin vom Fach ;-)
aber nicht speziell Regelungstechnik, sondern Motorentechnik :-)
Übrigens kann der Klopfsensor (an dem Motor sind es zwei) zylinderselektiv regeln, schließlich zünden die Zylinder ja zu verschiedenen Zeiten. Wäre halt nur merkwürdig weil die anderen Zylinder laufen.

wenn die Zündspulen und Kerzen wirklich gut sind würd ich mir mal den Kat und die Lambdasonde ansehen.
Wenn der Kat zu ist führt das auch zu Aussetzten mit Zyl-Abschaltung. Genauso eine Lambdasonde die nicht regelt.

Gruss, Peter

Bei gestörter Lambdaregelung würde mich dann wundern, dass der 2. Zylinder zuverlässig läuft. Fetter bzw. magerer Lauf müsste eigentlich auch im Fehlerspeicher stehen. Ein verstopfter Kat, also ein kaputter Monolit würde zu starkem Leistungsverlust führen, das müsste man dann merken und der 2. Zylinder müsste dann auch abschalten.
Man müsste, sofern es ein Gemischbildungsproblem ist, wissen, wie die Motorregelung reagiert. Möglich ist es mit vorhandenen Sensoren (Lambda) heraus zu bekommen, welcher Zylinder aus dem Ruder läuft.

MfG Hauke
 
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Ja, bin vom Fach ;-)
aber nicht speziell Regelungstechnik, sondern Motorentechnik :-)
Übrigens kann der Klopfsensor (an dem Motor sind es zwei) zylinderselektiv regeln, schließlich zünden die Zylinder ja zu verschiedenen Zeiten. Wäre halt nur merkwürdig weil die anderen Zylinder laufen.


MfG Hauke

Hallo Hauke!

So genau hab ich da noch nie drüber nachgedacht. Hab bei uns in der Firma (Motorenentwickler) nur mal einen Motor mit einem Klopfsensor pro Zylinder gesehen, aber eben auch noch nicht weiter drüber nachgedacht. So lernt man immer was neues. Klingt absolut logisch. Hätte ich auch selber drauf kommen können;)

Gruß
Christoph
 
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