Verkehrsgerichtstag: "Weniger Blitzer, mehr Polizei"

Brummm

... nur zufällig hier
Registriert
16 August 2004
Wagen
anderer Wagen
Der nachstehende Link berichtet über die Empfehlungen der Expertenrunde des Verkehrsgerichtstags:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...tstages-in-goslar-im-ueberblick-a-879698.html

Ich finde, da sind ein paar interessante Überlegungen dabei. :) :-). Zwei Auszüge:

"Außerdem wünscht sich der Verkehrsgerichtstag einen umfassenden Katalog mit Delikten, die Zweifel an der Fahreignung begründen. ..."

"Blitzer als reine Geldeinnahmequelle - damit soll nach dem Willen des Verkehrsgerichtstags Schluss sein. ..."

Leider sind Expertenmeinungen und deren Umsetzung durch Bund und Länder ja immer zwei paar Schuhe...
 
Immerhin wird mal von kompetenter Seite auf den Unterschied zwischen sicherheits- und kassenorientierter Verkehrsüberwachung hingewiesen. Bislang wurde Letzteres ja immer als Scheinargument notorischer Raser hingestellt. Wenn das dann von den Gemeinden auch noch an private Firmen delegiert wird, bleibt die Akzeptanz schnell auf der Strecke. Nur bitter, dass die Folgen einer laienhaften Bedienung der Messtechnik für den Fahrer die gleichen sind, wie die einer ordentlichen Messung. Auch für die Polizei sehr unschön, der ich mal eine weitgehend korrekte Vorgehensweise unterstelle, die aber bei diesem Thema leicht in einem Topf mit den "Raubrittern" geworfen wird. Von daher klingt das auch wie ein Hilferuf.
 
schade finde ich aber:

"..Keine Mehrheit fand der zuvor diskutierte Vorschlag, es müsse auch nach der Prüfung
noch verpflichtende Fahrstunden und Sicherheitstrainings geben.
So hatte etwa der ADAC gefordert, die Zeit in der Fahrschule müsse verlängert werden.."

des weiteren bin ich der meinung, dass wirklich mal über regelmäßige
fahrtauglichkeitskontrollen /-tests diskutiert werden sollte!
- ich habe das gefühl, es wird immer schlimmer im straßenverkehr! -
ein modell könnte so aussehen, dass sich zb. ab dem erhalt des führerscheins jeder gegen eine
geringe gebühr alle 5 jahre so einem test unterziehen müsse. überschreitungsfrist sind 6 monate,
sonst ist der lappen weg und neu machen steht an.
so haben alle gewonnen - fahrschulen kassieren, im straßenverkehr wirds entspannter und sicherer
und die 50,- bis 100,- alle 5 jahre... mein gott..
vllt könnte man sich mit diesen zwangsfahrtauglichkeitskontrollen auch noch ein paar punkte
in flensburg erkaufen..

freilich ists spinnerei, k.a. ob das zu realisieren wäre - ich wäre aber auf jeden fall dafür!
 
...
des weiteren bin ich der meinung, dass wirklich mal über regelmäßige
fahrtauglichkeitskontrollen /-tests diskutiert werden sollte! ...

:t

Ich auch, und hätte ich mit diesem Verkehrsrechtskrempel etwas zu tun, würde ich mich auch vehement dafür einsetzen. Aber man kann (und möchte) halt nicht auf jeder Hochzeit tanzen. ;)
 
Meiner Meinung nach,ist es auf unseren Strassen so "schlimm" geworden,weil die Fahrzeugführer immer weniger Zeit haben und mit reichlich Stress hinter dem Steuer sitzen. Dies verleitet zu riskanten Fahrmanövern,zu schnelles fahren,zu geringer Sicherheitsabstand,viel zu wenig Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, usw. .
Fahrtauglichkeit zu testen ist immer schnell gesagt,wenn man nicht direkt selber betroffen ist, Für manch ältere Menschen gehört der Führerschein einfach zum alltäglichem Leben dazu,vor allem auf dem Lande. In solch höherem/hohem Alter wird es auch uns nicht leicht fallen,sich von dem Führerschein zu trennen. Vor allem nicht,wenn dies einem "gesagt" wird.
Ja,viele werden nun wieder über die alten Leute hinter dem Steuer meckern,aber bitte versetzt euch auch mal in solch Lebenslage,dem Alter halt.
Wichtig finde ich die Forderung nach mehr Polizeibeamten,denn diese mussten in den letzten Jahren massive Kürzungen erleben. In meiner Heimatstadt,wohlgemerkt eine Kreisstadt,ging dies soweit,dass am Wochenende,nur ein Streifenwagen unterwegs ist!!
Hoffentlich werden wieder ein paar Empfehlungen umgesetzt,welche durch den Verkehrsgerichtstag ausgesprochen werden. :t
 
Ja,viele werden nun wieder über die alten Leute hinter dem Steuer meckern,aber bitte versetzt euch auch mal in solch Lebenslage,dem Alter halt.

Genau das ist der Punkt. Fahrtauglichkeitskontrollen müssen derart lasch formuliert sein, dass auch der 85-jährige, tüddelige Opa noch durch kommt, der zwar die Bedeutung der Schilder kennt, seit 40 Jahren unfallfrei fährt und sich strikt an Vorgaben hält, aber Reaktionszeiten eines Murmeltiers hat und Autos Dank des "guten" Gehörs nur noch optisch wahrnehmen bzw. Dank des verbliebenen Sehvermögens erahnen kann.

Verpflichtende Förder- und Aufbauprogramme, von mir aus auch gerne über mehrere Tage mit nachweislich dauerhafter Wirkung, sind das Ziel.
Die Option des Führerscheinentzugs im Zuge einer solchen Kontrolle wäre in meinen Augen eine Katastrophe.

Gruß,
Phil
 
Genau das ist der Punkt. Fahrtauglichkeitskontrollen müssen derart lasch formuliert sein, dass auch der 85-jährige, tüddelige Opa noch durch kommt, der zwar die Bedeutung der Schilder kennt, seit 40 Jahren unfallfrei fährt und sich strikt an Vorgaben hält, aber Reaktionszeiten eines Murmeltiers hat und Autos Dank des "guten" Gehörs nur noch optisch wahrnehmen bzw. Dank des verbliebenen Sehvermögens erahnen kann.

Dann frage ich mich aber, wieso so viele 18jährige genauso fahren?
Gerade heute morgen hatte ich wieder so eine Tussi vor mir und meine Freundin meinte schon, dass wäre ein 80jähriger auf Einklaufstour...
Zigarette im Hals, Handy am Ohr (und keine Hand mehr frei zum Schalten und Blinken),
Kind auf dem Rücksitz und entsprechend abgelenkt - ist schon interessant, was bei uns so alles auf die Strasse darf.
 
...Fahrtauglichkeitskontrollen müssen derart lasch formuliert sein, dass auch der 85-jährige, tüddelige Opa noch durch kommt, ...

...Gerade heute morgen hatte ich wieder so eine Tussi vor mir .. entsprechend abgelenkt - ist schon interessant, was bei uns so alles auf die Strasse darf.

Man könnte derartige Beispiele noch viele finden. Beispielsweise diejenigen hier im Forum, die wegen jeder Kleinigkeit beim anstehenden Autokauf erst einmal wochenlang und nachhaltig das Forum befragen müssen, bevor sie sich in die Lage versetzt sehen, eine noch so kleine Entscheidung selbst zu treffen. Bei solchen Personen frage ich mich immer, ob sie denn auf der Straße selbständig die Fahrspur wechseln können, oder ob sie dafür erst eine telefonische Umfrage bei ihrer Familie durchführen müssen. :X

Egal um wen es sich handelt: Wer nicht fahrtauglich ist, sollte kein Auto fahren dürfen. Gäbe es regelmäßige und ernstliche Prüfungen, würde sich die Anzahl der untauglichen Autofahrer spürbar verringern. Denn entweder würden die Personen dazulernen, oder eben ihren Führerschein verlieren.

Man wird ja noch träumen dürfen. :) :-)
 
Es wäre doch so einfach; "Der 7. Sinn" sollte wieder eingeführt werden.


Nur so werden die schwarzen Schafe im Verkehr auf ihre Untaten hingewiesen. Ich finde es bei uns Deutschen auch immer wieder erstaunlich wie schnell die eigenen Sünden in Vergessenheit geraten sobald einer mal etwas dicht auffährt. Verkehrsregeln sind für alle da, und der Bltzer, blitzt nur bei Geschwindigkeitsübertretung. Die "große Freiheit beim Autofahren" war noch nie und wird's nie geben, dafür sind einfach zu viele Regeln einzuhalten, und das ist auch gut so, es gibt einfach zu viele unterschiedliche Charakter am Steuer.
 
Zurück
Oben Unten