Wartungsarbeiten - Ersetzen von Bremsbacken, Luftfilter, Zündkerzen, Öl + Ölfilter

mu4a4o

Fahrer
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18 Februar 2012
Wagen
BMW Z4 e89 sDrive30i
Hallo Zusammen,

ich habe neulich einige Teile an meinem Z4 sdrive30i (BJ 04/2009) getauscht und wollte die gesammelten Erfahrungen dabei mit euch teilen. Ich habe das ganze so kurz wie möglich beschrieben. Dies soll keine Einleitung sein, sondern nur mein Vorgehen beim Wechseln beschreiben. Bilder sind dabei keine entstanden. Die verwendeten Bilder stammen von www.realoem.com. Die Serviceintervallanzeige kann, wie hier (LINK) beschrieben zurückgesetzt werden.
Ich übernehme für die Richtigkeit meiner Angaben keine Haftung.

Arbeiten an den Bremsen sollten nur durchgeführt werden, wenn man sich sicher ist was man da tut. Unerfahrene sollten lieber eine Fachwerkstatt aufsuchen.


Luftfiltereinsatz:
-4 Schrauben (13) im Ansaugschnorchel (12) lösen und Ansaugschnorchel mit flexiblen Zwischenrohr abziehen
-4 Schnellverschlüsse am Luftfilterkasten lösen und bewegliches Teil inkl. Luftfilter nach oben entfernen
-Luftfilter tauschen (Achtung Lammelenseite in Fahrtrichtung)
-in Umgekehrter Reihenfolge montieren

Mikrofilter/Pollenfilter:
-3 Schrauben der Abdeckung unter dem Handschuhfach lösen
-Abdeckung nach unten abziehen (auf das Lichtkabel achten)
-Filterabdeckung links oben entfernen und Filter entnehmen
-Einsetzrichtung auf Filterbeschriftung beachten
-alles wieder in umgekehrter Reihenfolge montieren

Zündkerzen:
-Bei Bedarf Batterie abklemmen
-4 Inbus Schrauben an der Motorabdeckung lösen und Motorabdeckung abnehmen
- Kunststoffbügel (2) an den Zündspulen nach oben drehen --> Stecker löst sich
-Stecker wegziehen
-Kunststoffbügel mit Zange packen und Zündspule komplett nach schräg oben rausziehen (vorsichtig vorgehen)
-um vernünftig an die hinteren Zündspulen zu gelangen den Kabelkanal an der Domstrebe lösen, dazu den schwarzen Stift (am Kunsstoffhalter über der Domstrebe) nach oben lösen und Clip entfernen, danach kann der Kabelkanal von der Domstrebe angehoben werden aus dem Weg gedrückt werden
-dann Zündkerzen nacheinander rausdrehen und neue Zündkerzen mit korrektem Anzugsmoment (steht auf der Verpackung) reindrehen (bei mir waren es 28Nm)
-Zündspule und Stecker in umgekehrter Reihenfolge montieren, Abdeckung montieren
 

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Öl/Ölfilter:
-Deckel (3) am Unterbodenschutz lösen, dann sollte die Ölablassschraube sichtbar sein
-Ölablassschraube lösen und Auffangbehälter unterstellen à Öl ausfließen lassen
-Deckel des Ölfilters im Motorraum entfernen
-alten Filter und den kleinen plus großen Dichtungsring entfernen
-neue Dichtungen und Ölfilter einbauen und Einheit wieder an den Motor montieren (25Nm)
-Ölablassschraube mit neuer Kupferscheibe montieren
-neues Öl durch die Einfüllöffnung am Motor einfüllen (erstmal nur 5 Liter befüllen)
-Motor starten und paar Minuten warten
-Ölstand messen lassen und ggf. Öl nachfüllen (war bei mir nicht mehr notwendig)


Bremsbacken an VA:
-Auto aufbocken und Rad abmontieren
-auf der linken Seite ist ein Verschleißsensor montiert, dieser muss aus der Nut an der Bremsbacke gelöst werden-
-Sensorkabel an den Befestigungspunkten lösen und im Motorraum (mittleres Kabel mit weißem Endstück) aus dem Halter in Fahrtrichtung abziehen (kl. Schraubenzieher verwenden um Steckernase zu Lösen)
-Kabel durch die Öffnung über dem Radkasten abziehen
-neues Sensorkabel wie das alte Kabel verlegen und Stecker anschließen
-Stahlfeder (9) aushebeln
-Gummistopfen (7) abnehmen
-mit einem 7ner Inbus die beiden Bremssattelbolzen (6) lösen
-Bremsflüssigkeitsbehälter öffnen
-Bremssattel mit Kraft etwas zu sich ziehen, damit man diesen von den Scheiben ziehen kann (Bremskolben wandert dabei etwas nach innen)
-Bremskolben zurückdrücken und darauf achten, dass aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter keine Flüssigkeit überläuft
-Bremsbacken tauschen und Führungsflächen mit Stahlbürste säubern, Führungsflächen mit Schleifpapier weiter säubern, sodass die Flächen glatt sind
-Führungsflächen und Bremskolbenstirnseite (10) mit Kupferleitpaste beschmieren
-Bremsbacken tauschen in den Sattel einsetzen und neuen Sensor an die Bremsbacke montieren (einstecken)
-Bremssattelbolzen säubern und mit Bremsgleitpaste einschmieren, in den Bremssattel eindrücken, Bolzen mit 30Nm an den Bremssattelhalter festdrehen
-in Umgekehrter Reihenfolge montieren
(Auf der rechten Seite ist das selbe Vorgehen gefragt, außer dem Verschleißsensor, den gibts nur links.)

Gruß
mu4a4o

Update: Heute morgen hat sich mein Check Control gemeldet. Ölstand am Minimum. Also ruhig nach dem Ölwechsel einen Reserveliter mitführen und den Ölstand mach dem Wechsel öfters kontrollieren/messen.
 

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Jepp, da kann man Geld sparen.
Hab ich bei meinem auch schon gemacht, dabei hat mir diese Anleitung gut geholfen.
War schon etwas früher dran damit... ;)

Gruß Volker
 
leider is er halt dann ned checkheftgepflegt wenn man das alles selber macht aber wenn man das auto eh bis zum schluss fahren will is ne gute lösung
 
Wenn man sein Auto liebt und alles selber macht, was spricht dagegen seine Wartungen in das Servicebuch einzutragen. Datum, Kilometerstand, Beschreibung und eine Unterschrift (habe ich gestern so in das heilige Buch eingetragen). Vor dem Fahrzeugverkauf kann dann ein "Professioneller" Service oder Gebrauchtwagencheck durchgeführt werden. Klar dass man bei einem Neuwagen die Garantie verliert aber bei einem Gebrauchten über 50.000km würde ich als Käufer nichts dagegen haben.

Habe zwar noch nie ein Auto gekauft bzw. Verkauft, bei dem das der Fall war, daher keine Erfahrungen damit. Habt ihr dbzgl. schon Erfahrungen gesammelt?
 
Beim 35i & 35is sind es 6,5 Liter.
Ja beim 30i sind es auch mehr. Habe heute morgen noch einmal einen Liter nachgefüllt, als sich der Bordcomputer gemeldet hat. Im Handbuch konnte ich zur Füllmenge nichts finden, deswegen erstmal sicherheitshalber auf 5 Liter geschätzt. Ohne Ölmessstab ist das ziemlich blöd die richtige Menge zu treffen.
Kurz nach dem Befüllen nach dem Ölwechsel zeigte der BC "voll" an. Wahrscheinlich hat der Ölfilter nach der ersten Fahrt einen Liter gesogen.
 
Beim 30i sind es 6 Liter, steht irgendwo in der BDA oder in den technischen Daten im Prospekt.
 
Beim 23i und 30i sind es 6,5 Liter
 
Das Anzugsmoment für die Zündkerzen von Bosch/BMW sind beim 35i 23NM+-3NM.

Die Zündspulen würde ich nicht mit einer Zange herausnehmen.Einfach passenden Schraubendreher durch die Öffnung und beidseits gerade rausziehen,da ist schon teilweise ordentlich Zug nötig und die Gefahr mit einer Zange einfach zu gross etwas abzubrechen oder zu verkanten/biegen.

Zumindest beim 35i ist es so,dass man den Kabelkanal nicht entfernen muss um den Wechsel an den beiden hinteren Zylindern zur Fahrgastzelle hin durchzuführen.Es reicht die Zündspulen nachdem Diese gelockert sind etwas verdreht rauszuziehen und umgekehrt.Mit dem Zündkerzenschlüssel bzw. dessen Verlängerung kommt man auch vorbei.
 
Beim 23i und 30i sind es 6,5 Liter

Hallo

Diese Füllmenge (6,5 Ltr.) ist die Erstbefüllung, beim Ölwechsel hatte ich immer 6,0Ltr. nachgefüllt reicht vollkommen, da ja noch ca 1/2 Ltr. Altöl im Kurbelgehäuse bleibt. Eine Überfüllung ist nicht gut für den Motor.
 
Hallo

Diese Füllmenge (6,5 Ltr.) ist die Erstbefüllung, beim Ölwechsel hatte ich immer 6,0Ltr. nachgefüllt reicht vollkommen, da ja noch ca 1/2 Ltr. Altöl im Kurbelgehäuse bleibt. Eine Überfüllung ist nicht gut für den Motor.
Würde auch erstmal mit 6 Litern anfangen. Nachfüllen lässts sich immer.
 
Letzte Woche wurde bei mir den ersten Ölwechsel durchgeführt und ich hatte 7L mitgebracht. Das warmegefahrene Altöl wurde von unten abgelassen (nicht abgesaugt), der Ölfilter ausgetauscht und es wurde 6,5L eingefüllt und anschließend die Öl-Anzeige überprüft.
 
Hallo.

habe heute auch das Problem, dass das Batteriemanagement Verbraucher abgeschalten hat und dann die Warnleuchte der Batterie leuchtete.
Spannung war 12,4V........hmmm

Wollte mir gleich bei Stahlgruber eine Neue holen, 198€ und der Verkäufer meinte dass die Batterie angelernt werden muß.

Kann das sein, dass man die Batterie anlernen muß?

Danke für eure Antwort
 
Wenn man sein Auto liebt und alles selber macht, was spricht dagegen seine Wartungen in das Servicebuch einzutragen. Datum, Kilometerstand, Beschreibung und eine Unterschrift (habe ich gestern so in das heilige Buch eingetragen). Vor dem Fahrzeugverkauf kann dann ein "Professioneller" Service oder Gebrauchtwagencheck durchgeführt werden. Klar dass man bei einem Neuwagen die Garantie verliert aber bei einem Gebrauchten über 50.000km würde ich als Käufer nichts dagegen haben.

Habe zwar noch nie ein Auto gekauft bzw. Verkauft, bei dem das der Fall war, daher keine Erfahrungen damit. Habt ihr dbzgl. schon Erfahrungen gesammelt?

Geht! Zumal das Checkheft rechtlich eh keine Aussagekraft hat. Musst ich schon leidvoll erfahren. Trotz entsprechendem Servicestempel und Unterschrift von Fachwerkstatt war nämlich fast nix gemacht worden, schon gar kein Zahnriemen.
Das ist also eher nen Anhaltspunkt aber keine Garantie!
 
Letzte Woche wurde bei mir den ersten Ölwechsel durchgeführt und ich hatte 7L mitgebracht. Das warmegefahrene Altöl wurde von unten abgelassen (nicht abgesaugt), der Ölfilter ausgetauscht und es wurde 6,5L eingefüllt und anschließend die Öl-Anzeige überprüft.

... wie wurde anschließend die Öl-Anzeige geprüft?
Gemäß Bedienungsanleitung und eigener Erfahrung muß immer erst eine gewisse Zeit gefahren werden bis die Anzeige etwas anzeigt. Vorher kommt immer nur so ein Spruch, dass genügend Öl für den Motorstart vorhanden ist.
Wäre Interessant, wenn es da andere Möglichkeiten gibt, dann kann man den Ölstand auch mal vor dem Abfahren kontrollieren.
 
Da muß ich passen, da ich die Techniker nicht so genau auf die Finger geschaut habe. Aber sie haben irgendetwas im Display kontrolliert. Vielleicht gibt es eine zusätzliche Tastenkombination, die eine Anzeige
ermöglicht.
 
Den Adapter von DoItAuto benutze ich auch.
Hatte vorher von Denen schon den KKL-EDIN Adapter für meine alten BMW´s.
Die sind zwar nicht wirklich billig, dafür funktionieren sie stabil.
(hab leider auch schon andere Erfahrungen machen müssen)

Ausserdem ist das zugehörige Forum Gold wert!

Gruß Doc
 
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