Warum haben neuere Cabrios keine Hardtops mehr?

theosincu

macht Rennlizenz
Registriert
12 Juni 2023
Ort
München
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,5i
Ich habe den Trend bemerkt, dass die Soft-Top Cabriowagen, die heutzutage gebaut werden keinen Hardtop für den Winter mehr anbieten.
z.B. Mazda MX5 ND, Porsche 718, 991,992, BMW Z4 G29, BMW 4er Cabrio, Mercedes SL...


Vor 15-20 Jahren haben viele Cabrios die neue Technologie der faltbaren Hardtops verwendet. Jetzt ist aber die ganze Industrie wieder beim Soft-Top, wahrscheinlich wegen der Komplexität und des Gewichts der faltbaren Hardtops. Aber die normalen Winter-Hardtops werden nicht mehr angeboten. Warum?
 
Aber die normalen Winter-Hardtops werden nicht mehr angeboten. Warum?
Wäre interessant zu Wissen, wieviele Hardtops "früher", zuletzt beim E46 bis 2006!, verkauft worden sind.
Ich tippe auf eine Quote von 1% der Cabrio-Verkäufe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da es eh immer weniger offene Autos im Angebot gibt, weil die Nachfrage allgemein sinkt, wird der Bedarf an Hardtops weiter sinken.

Aktuelle Cabrios und auch Roadster sind verdeckseitig voll winterfest.

Ebenso werden zumindest in unseren Breiten die Winter eher milder und schneefrei…

Und für viele Käufer ist ein offenes Auto auch eher der Zweitwagen für schöne Stunden…

Entsprechend dürfte die Nachfrage äußerst gering sein.

Über die Optik kann man streiten.

Zumindest braucht man bei Nichtnutzung Stellfläche und Montage/Demontage sind auch eher unhandlich.
 
Hardtops brauchen Platz, können bei Übernachtungen nicht zwischengelagert werden, also unpraktisch und warum kaufe ich mir ein Cabriolet, wenn ich ein Hardtop möchte? Mal ganz davon abgesehen, dass beim Aufsetzen immer mal was passieren kann.
Persönlich lustig, aber völlig unnötig.
 
Hardtops brauchen Platz, können bei Übernachtungen nicht zwischengelagert werden, also unpraktisch und warum kaufe ich mir ein Cabriolet, wenn ich ein Hardtop möchte? Mal ganz davon abgesehen, dass beim Aufsetzen immer mal was passieren kann.
Persönlich lustig, aber völlig unnötig.
Es gibt/gab zusammenklappbare Hardtopständer. Ich hatte einen, der eigentlich für einen Mercedes gedacht war.
 
Es gibt/gab zusammenklappbare Hardtopständer. Ich hatte einen, der eigentlich für einen Mercedes gedacht war.
Problem ist aber, wie kommt das HT vom Ständer aufs Auto und andersrum?
Wenn man sich keine Seilvorrichtung in der Garage/Halle bauen kann, muss man immer zu zweit sein.

Jetzt im Februar, soll es laut Wetterbericht um die 20 Grad werden.
Mache ich dann mein HT für ein paar Tage runter und dann wieder drauf, weil es im März das Schneien anfängt?
(So war das Wetter auch 2024 und ich bin eine Woche offen gefahren, dann habe ich den Z wieder für 5 Wochen weggestellt).

Nix HT, Stoffmütze reicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Hardtops machen einfach keinen Sinn mehr heutzutage. In meinen Augen waren sie beim E85 Z4 schon überflüssig.
Als ich meinen aktuellen Z4 gekauft habe war eins in Wagenfarbe lackiert mit dabei und somit habe ich das Auto auch damit erstmal überführt und 2-3x benutzt. Danach stand ein unnötiges Teil herum. Zur (De-) Montage muss man zu zweit und vorsichtig sein (neben meiner Heckklappe gibt es einen Kratzer der vermutlich genau davon kommt). Zum Lagern braucht man einen entsprechenden Platz und am besten einen Wagen. Dazu sind sie nicht übermäßig unempfindlich (weil lackiert und mit Glas) und beim fahren nur geringfügig leiser und besser gedämmt als das Verdeck. Optisch war für mich es auch eine Abwertung durch die Übergänge zur Karosse und vor allem die etwas seltsame Luftführung (?) oberhalb der Heckscheibe.

Meiner Meinung nach, war das nur noch ein Relikt aus früheren Zeiten, als Cabrios echt noch windige Dächer hatten und im Winter schnell kaputt gingen bzw. so zugig waren dass die Heizung nicht hinterher kam.
 
Genrell hab ich mein Hardtop am 3er genossen. Man hatte (was ja beim E89 Serie ist) im Prinzip zwei Autos. Den Lautstärkeunterschied fand ich enorm und auch die Optik. Auch hatte ich mit Metall obendrauf nicht so viel Angst vor Vögeln und Moosbildung.

Nachteilig war für mich, wie ja schon oft erwähnt, dass ich das Harttop zu zweit anbringen musste und meine Frau dazu nicht sehr begabt und willens war. Mal eben für ein, zwei schöne Herbst- oder Frühlungswochen das Dach runternehmen blieb leider nur frommer Wunsch.

Ein Vorteil eines Hardtops wird hier aber nicht erwähnt:
Ist das Dach kaputt, so kann man im Notfall immer noch den Deckel drauf machen und hat ein laternen- und fahrtaugliches Auto. Wenn ich daran denke, wie viele Dächer beim E89 @RobbiZ4 schon im Notdienst reparieren muss und wie die Angst vor dem Ausfall immer mitfährt, so was das Hardtop eine tolle Versicherung. Selbst, wenn mir das Dach irreparabel zerstört worden wäre, hätte ich imme rnoch ein vollwertiges Coupé gehabt.
Auch bei Undichtigkeiten etc. wäre man so noch durch den Winter gekommen.
 
Problem ist aber, wie kommt das HT vom Ständer aufs Auto und andersrum?
Wenn man sich keine Seilvorrichtung in der Garage/Halle bauen kann, muss man immer zu zweit sein.

Jetzt im Februar, soll es laut Wetterbericht um die 20 Grad werden.
Mache ich dann mein HT für ein paar Tage runter und dann wieder drauf, weil es im März das Schneien anfängt?
(So war das Wetter auch 2024 und ich bin eine Woche offen gefahren, dann habe ich den Z wieder für 5 Wochen weggestellt).
z
Nix HT, Stoffmütze reicht
Wenn ich im Z4 von Rumänien nach Deutschland, Italien usw. fahre, sind es Tausende von Kilometer Autobahn. In dieser Situation ist der Hardtop nice to have :)
 
Ist das Dach kaputt, so kann man im Notfall immer noch den Deckel drauf machen und hat ein laternen- und fahrtaugliches Auto.
Diese Beschreibung halte ich für deutlich zu positiv formuliert! :) :-)
  1. Wenn etwas kaputt ist, kann man es reparieren und muß nicht längerfristig eine Notlösung bevorraten.
    Für einen x-beliebigen Störungsfall jederzeit einen Abschleppwagen auf dem Hänger hinterm Cabrio mitzuschleppen wäre vergleichbar, aber überzogen. Insofern hinkt auch das Beispiel mit einem auf Vorrat in der Garage wartenden Hardtop, das mir bei einer Störung im Urlaub nicht wirklich hilft.
  2. Unsere E89 haben den Blechdeckel on Board, das hilft aber niemandem im Störungsfall des Daches. Btw, dafür empfehle ich dauerhaft die Folie mitzuschleppen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn etwas kaputt ist, kann man es reparieren und muß nicht längerfristig eine Notlösung bevorraten.
Tendenziell und bei schönen Autos hast du natürlich Recht. Aber es kommt auch auf den Restwert an. So ein 316er E46 Carbio mit ordentlich Kilometern drauf ist kaum mehr 3000€ wert. Da würde ich nicht 1500€ in ne Kabelbaum/Hydraulikleitungsreparatur stecken. Aber bis man sich als armer Student ein neues Auto kaufen kann, können ggf. schon ein paar Jahre vergehen.
Aber ja, natürlich kein Argument für Neuwagenkäufer, die die 50.000€ fürs nächste Cabrio schon fast zu Negativzinden aufm Dispokonto rumliegen haben ;) .

Mich hat das Hardtop aber tatsächlich beruhigt, um "kostenlos" die Zeit bis zur Reparatur überbrücken zu können.
 
Nicht falsch verstehen, ich finde nur den Reparatur-Ersatz kein wirkliches Argument.

Ich fand diese Hardtops als Idee wirklich gut und habe sie schon bei den früheren SL Roadstern bewundert. Erst als ich dann die ersten E46 tatsächlich wg. einer Dachstörung mit Deckel kennengelernt hatte wurde mir bewusst, wie umständlich das Teil ist.

Alleine nicht handhabbar, zu zweit auf einem Parkplatz jedoch eine Katastrophe. Was machst Du mit so einem Trum ohne passenden Ablageständer? Die Verschlüsse auf den Asphalt oder in den Dreck legen? Echt Mist.

Und beim Cabrio verlierst Du jegliche Flexibilität damit, weil Du unterwegs nicht mal eben aufmachen kannst.

Aus meiner Sicht mehr Nach- als Vorteile. Einzig ein 6-monatiger Dauer-Winterbetrieb macht Sinn.
 
Alleine nicht handhabbar, zu zweit auf einem Parkplatz jedoch eine Katastrophe. Was machst Du mit so einem Trum ohne passenden Ablageständer? Die Verschlüsse auf den Asphalt oder in den Dreck legen? Echt Mist.

Und beim Cabrio verlierst Du jegliche Flexibilität damit, weil Du unterwegs nicht mal eben aufmachen kannst.

Aus meiner Sicht mehr Nach- als Vorteile. Einzig ein 6-monatiger Dauer-Winterbetrieb macht Sinn.
Volle Zustimmung :) . Beim Dauer-Winderbetrieb ist es auch bei mir anfänglich geblieben, bis es die letzten 3 Jahre nur noch in der Garage stand und sich beim Verkauf noch das Innenfutter abgelöst hatte. In einer Männer-WG wäre das vielleicht anders gewesen ;) , aber so fehlte mir der zweite Mann zum Umbauen. Mit Ständerlagerung belegte es ja auch "nur" noch grob 2m² statt grob 4m².
 
Wenn es so weiter läuft wie die letzten Jahre, dann wird die Frage leider bald lauten müssen "weshalb bauen die Hersteller keine Cabrios mehr?"
 
Wenn es so weiter läuft wie die letzten Jahre, dann wird die Frage leider bald lauten müssen "weshalb bauen die Hersteller keine Cabrios mehr?"
Ganz erschreckend, ja. Die Freude am Fahren wird weniger, scheint es. Liegt vielleicht auch daran, dass immer mehr in der Standt wohnen, wo Parkplatz und freie Fahrtmöglichkeiten gering sind. Und da wären wir auch wieder beim Thema: Mangelnder Lagerplatz.
Ich weiß schon, es ist hier nicht der Witze Beitrag, schmunzeln musste ich trotzdem :D
Und ich hab schon extra nicht "Ständer" allein geschrieben :D
 
Zurück
Oben Unten