Wie lange werden wir wohl unsere „Spritfresser“ noch fahren können?

fr.jazbec

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Vllt mache ich mir ja auch zu große Gedanken,aber ich werde das Gefühl nicht los,daß die Zeit der „Spritfresser“ mit einem CO2 Ausstoß von >200g dem Ende entgegen geht. Bei den Koalitionsverhandlungen werden CDU und FDP den Grünen etwas anbieten müssen für deren Entgegenkommen in der Flüchtlingsfrage und auch der heutige EU Beschluss bezüglich des CO2 Ausstoßes für Neuwagen geht in diese Richtung. Ich denke,dass uns erhebliche Steuererhöhungen in der nächsten Zeit erwarten,kann den Zeitrahmen aber noch nicht abschätzen.
Was denkt ihr wie und wann unsere Spezies zum Umdenken gezwungen werden soll?
 
Hallo

Also als Spritfresser würde ich meinen Z4 nicht bezeichnen, den 7,5 Ltr. im Alltagsbetrieb ist nicht zuviel.
Aber um auf deine Frage einzugehen, denke ich, das es keine 5 Jahre mehr dauern wird, dann werden die Steuern so hoch sein, das manche den Verbrennungsmotor gegen einen Elektroantrieb eintauschen. Vor allem für Fahrzeuge, die meist im Kurzstreckenbetrieb genutzt werden.

Aber solange die Elektrotechnologie noch mit einer Reichweite von 2 -300 Kilometer auskommen muss,(im Realbetrieb) wird sich hier die Käuferschicht zurückhalten mit dem Umstieg. Als weites Umstiegshemmnis, ist der z.Zt. noch zu hohe Preis der E-Fz
 
Meines Wissens nach wurden im Oktober 44% des Stroms aus regenerativen Quellen erzeugt,find ich schon beachtlich. Es geht aber m.M. nach gar nicht um Sinn oder Unsinn sondern um Zeitgeist und Aktionismus und daher ist der Weg unumkehrbar und sehr nah.
 
Dass unsere Z-Roadster und unsere Freude an ihnen ein bisschen Dinosaurierhaftes haben, kann man kaum bestreiten ;)
Die Zukunft sind (eher großvolumige) Verbrennungmotoren einfach nicht mehr. Und wie es aussieht, wird einerseits die Politik etwas zu ihrer langfristigen Abschaffung tun müssen, andererseits werden wir imit unseren Fahrzeugen irgendwann immer mehr der sozialen Ächtung anheimfallen - wir blasen nun einmal mehr CO2 in die Luft als man müsste. Und je mehr Ökostrom vorhanden ist, um E-Autos zu laden (und herzustellen!), desto mehr wird das vielen "sauer" aufstoßen :M
Ich glaube aber nicht, dass wir ein Verbot des Fahrens mit Verbrennungsmotoren erleben werden (der Herstellung wohl schon eher). Die werden halt langsam aussterben - wie die Dinosaurier …

Und wer nix zu verlieren hat, kann sich auch soziale Ächtung leisten :y
 
Die bekannten Probleme mit der E-Mobilität und Gefahren für den Wirtschaftsstandort halten die Gruenen nicht davon ab, harte Forderungen zu stellen. Die CDU ist unter Merkel bereit, nahezu jede Kröte zu schlucken und will mit den Grünen koalitionsfähig sein. Die Kontakte zwischen beiden sind viel enger, als der Normalbürger denkt. Derzeit ist die CDU dichter an den Grünen als an der FDP. Zu glauben, die FDP kann sich im Regierungsgeschäft gegen beide durchsetzen, ist eher abwegig, egal was im KoaV steht. Die CSU ist weniger flexibel als die CDU, aber ihre Macht ist begrenzt und Bayern allein wichtig.
Bei alledem wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann es für Spritschlucker sehr schwer wird. Ich denke, ohne ein klares Umdenken wird es in den nächsten fünf Jahren zunächst weitere harte Grenzwerte geben, die technisch realistisch nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind, etwas später wird der Bürger parallel für angebliche Spritschleudern über Steuern bestraft.
Das Land hat Talent, sich den Ast abzusägen, auf dem es mit seinem Wohlstand sitzt.
 
Es kommt immer drauf an wer rechnet... Wir haben derzeit neben dem Z4 einen Diesel, ein E-Auto und 2 Hybride (Kinder) im Einsatz, von daher gute Vergleichsmöglichkeiten.

Auf Strecke der Diesel, im gesamten Rhein-Main Gebiet das E-Auto und für den Spaß immer noch den Z. Die Hybride reizen mich nicht so, die muss ich ja auch nicht fahren.

Für den Stadtverkehr was Verbrauch und Geräusch angeht ist das E-Auto meine erste Wahl. unser 100% regenerativer Strom kostet 0,249€/ Kwh.

Die 14-15l Super gönne ich dem Z aber für den Fun genauso.
 
Meines Wissens nach wurden im Oktober 44% des Stroms aus regenerativen Quellen erzeugt,find ich schon beachtlich. Es geht aber m.M. nach gar nicht um Sinn oder Unsinn sondern um Zeitgeist und Aktionismus und daher ist der Weg unumkehrbar und sehr nah.

Diese Zahl wurde durch die interessierten Medien, wie üblich, ohne Kontext verbreitet, nämlich, wie viel dieses regenerativ erzeugten Stroms auch auf entsprechenden Bedarf gestoßen ist. So groß kann er nicht gewesen sein, wenn an der Strombörse die Preise tlw. ins negative gefallen sind, man also andere bezahlen musste, unseren Ökostrom abzunehmen... Wie man hört, sollen die Grünen auch bei der 2030 Forderung für das Ende des Verbrenners eingeknickt sein.
 
Wie man hört, sollen die Grünen auch bei der 2030 Forderung für das Ende des Verbrenners eingeknickt sein.

Was soll man denn von machtgeilen Politikern anderes erwarten?
Konsequente Politik gemäß Wahlversprechen etwa?
Unsere Frau Doktor und der fähige Bayern-Politiker sind da doch keinen Deut besser!
Und Mister 100% tritt den Wählerwillen auch mit Füßen!
 
Was bei Neuwagen passieren wird weiß ich nicht, aber dass es in den nächsten 5 Jahren ne "Strafsteuer" für bestehende PS starke Autos geben wird glaube ich nicht. Das ein Tempolimit auf Autobahnen eingeführt wird kann ich mir da schon eher vorstellen.
 
Wenn ich auch keinesfalls zu einer Verringerung der hiesigen Panik(-mache) beitragen möchte, so scheint mir gleichwohl die Erwähnung angebracht zu sein, dass für die vorhandenen PS- und insb. hubraumstarken Autos mit dem Wechsel von NEFZ auf WLTP zunächst einmal tendenziell eher ein zufriedenes Lächeln angesagt sein dürfte. :) :-)
 
Ich weiß, wie lange ich meinen "Spritfresser" fahren kann. Bis der Tank leer ist. :D
Aber ernsthaft, vorläufig passiert da Gottsei Dank nichts, wenn nicht unsere Kanzlerin wieder eine Hau-Ruck-Aktion macht. Es gibt neue Prüfzyklen, neue Abgasvorschriften, dazu einige E-Autos und evtl. noch weitere Umweltzonen. Dann wird sich das Thema wieder beruhigen und in der Versenkung verschwinden. Irgendwann wird es dann wieder auftauchen, es gibt ja irgendwann mal wieder eine Wahl ;), und das Spiel beginnt von vorn. Alles in allem dürfte das länger andauern als das Autoleben meines Roadster, für den dann bestimmt auch noch für eine gewisse Zeit Bestandschutz gilt.

Im Prizip ist es wie mit den Dieseln. Als die Dieseläffare aufkoche sagte mir jeder, verkaufe deinen Diesel - bald ist der nichts mehr wert. Ich habe den Diesel noch heute und was ist passiert? Genau, nichts. Also wie so oft... :) :-)
 
Ich denke die Daumenschraube wird die Mineralölsteuer plus Geschwindigkeitsbegrenzung werden,so daß wir langfristig holländische Verhältnisse bekommen. Dort ist der Sprit jetzt schon ca.30 Cent teurer in Kombination mit 80 km/h Landstraße und 130 km/h Autobahn. Das Ganze wird dann engmaschig kontrolliert und Vergehen drastisch bestraft.
Die Reaktion der Bevölkerung wird eine Aufteilung des Fuhrparks in Verbrenner für weitere Strecken und E-Mobilität für den Nahbereich sein,wobei die E-Mobilität allerdings nicht durch Elektroautos sondern durch Elektrozweiräder abgedeckt wird. Die Elektrifizierung des Nahverkehrs ist durch die Pedelecs doch schon in vollem Gange.
Zeitmässig sehe ich auch einen Zeitraum von 5-10 Jahren in denen das Fahren eines hubraumstarken Verbrenners zu einem kostspieligen Vergnügen werden wird.
 
Die Elektrifizierung des Nahverkehrs ist durch die Pedelecs doch schon in vollem Gange.


Pedelec fahren ist ja ganz schön, aber bei der augenblicklichen Kälte und dann noch im Winter?

In etwas mehr als 10 Jahren ist mein hubraumstarker (!!) Verbrenner ein Oldtimer mit H-Kennzeichen!
 
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In etwas mehr als 10 Jahren könnte mein hubraumstarker (!!) Verbrenner ein Oldtimer mit H-Kennzeichen sein, wenn und soweit die aktuelle Rechtslage diesbezüglich unverändert bleibt, worauf ich allerdings keinen Rechtsanspruch und zudem nur eine äußerst begrenzte Möglichkeit für eine entsprechend begünstigende Einflussnahme habe!

So wird wohl eher ein Schuh...eigentlich eher Stiletto draus. Denn es bleibt eine äußerst vage, gar wackelige These.
 
Grade diesen SPON Titel gefunden der erstaunlicherweise nahezu deckungsgleich mit meinen Prognosen ist.
http://www.spiegel.de/auto/fahrberi...-muss-autofahren-teurer-machen-a-1172412.html
Wieder so ein ideologisch verblendeter Spinner der die Deindustrialisierung in Deutschland vorantreiben will. Zum Glück gibt's genug Lobbyisten der Ölindustrie im Bundestag die solchen Schwachsinn verhindern werden. China haut in 3Wochen soviel Dreck in die Atmosphäre wie der gesamte Fahrzeugverkehr in Deutschland im Jahr. Nur 9 Kreuzfahrtdampfer machen ebenso soviel Dreck wie der gesamte Fahrzeugverkehr in D. Eine Studie von 1994 belegt das nur ein einziger Flug von D nach New York die Erdatmosphäre so belastet wie 14Jahre mit einem Auto fahren. Und 1994 gab es nur Euro1, jetzt sind die Autos viel sauberer.
 
Kurz geschaut: Ein Flug New York - FFM ca. 4t co2 und bei einer Jahresfahrleistung von 10k km bei 9L Verbrauch sinds um die 2.5t co2.

Man bedenke noch, 4t für den ganzen Flug. Die 2.5t sind in der Regel pro Kopf.

Flugzeuge werden auch besser.
 
In etwas mehr als 10 Jahren ist mein hubraumstarker (!!) Verbrenner ein Oldtimer mit H-Kennzeichen!


So wird wohl eher ein Schuh...eigentlich eher Stiletto draus. Denn es bleibt eine äußerst vage, gar wackelige These.


Zur Zeit bezahle ich 189 Euro Steuern, mit H-Kennzeichen wären´s 191,73 Euro, also wäre es nach heutigem Stand ohnehin nur interessant,
wenn ich mit meiner grünen Plakette nicht mehr in die Innenstädte dürfte, weil dort dann eine rosarote vorgeschrieben ist! ;)
 
Dann solltest du zugleich aber noch die Versicherungsbeiträge querprüfen. Diese sind für Oldtimer teilweise (deutlich) günstiger.
 
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