fundriver
macht Rennlizenz
- Registriert
- 10 Juli 2005
- Wagen
- BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Hi
nachdem es hier schon eine Diskussion dazu gab hab ich mal bei Castrol angefragt. Hintergrund ist die Unsicherheit wie lange der Ölfilm bleibt und beim Neustart eine erhöhte Reibung verhindert. Fazit: Die Hauptmenge läuft je nach Temperatur sehr schnell zurück (das hab ich in dem anderen Thread mal veröffentlicht) aber es bleibt doch ein Mini-Ölfilm.
Hier mal die Castrol Info: Teil I und II
Ich hoffe es hilft euch weiter und beruhigt manchen, damit er nicht glaubt, jede woche (während der Stilllegung) mal den Motor laufen lassen zu müssen(was extrem für Motor und Umwelt bekanntlich schädlich ist)
Antwort Teil II:
Grundsätzlich ist es so, dass auf grund der Anhangskraft (Adhäsion) im Prinzip immer eine gewisse Ölschicht auf der Oberfläche verbleibt. Stellen Sie sich eine Stahlplatte vor, die senkrecht steht, und über die Sie Öl laufen lassen. Der Ölfilm wird relativ schnell der Schwerkraft folgen, und das Ergebnis ist eine sichtbare Pfütze am unteren Ende.
Aber Sie werden auch nach mehreren Tagen oder Wochen die Platte in die Hand nehmen können, und sie wird sich beim Fingerwischtest immer ölig anfühlen. Ohne echte Reinigung mit einem ölbindenden Lösemittel werden sie diese Fläche nicht entölen können.
Genau das passiert auch im Motor - im Prinzip wird der allergrößte Teil des Öls sich schon nach kürzester Zeit am tiefsten Punkt des Systems wiederfinden - dennoch wird der eigentliche Ölfilm nie gänzlich abreissen.
Selbstverständlich ist das Ganze nur sehr vereinfacht dargestellt, denn man kann natürlich den Prozess beeinflussen in dem man die Adhäsion des Öls erhöht (siehe unsere Produkte mit Magnatec-Technologie) und in dem man die Verdampfungsfähigkeit des Öls heruntersetzt (denn auch durch Abdampfen kann Öl "verschwinden"). Und natürlich ist das Ganze auch von der Oberflächenbeschaffenheit der beölten Flächen abhängig.
Dann hab ich nochmals nachgefragt:
Teil II:
Wie in der ersten Antwort bereits ausgeführt, sorgt die Adhäsion für ein Verbleiben einer Restmenge des Öls auf den zuvor benetzten Flächen. Wie stark dieser Restfilm nach einer längeren Zeit noch ist, hängt unter Anderem von Faktoren wie Oberflächenbeschaffenheit, Umgebungstemperatur, Spaltmaßen etc. ab.
Eine genaue Zeitangabe, wann der Restfilm nicht mehr ausreicht (also der Übergang von Mischreibung zu Festkörperreibung eintritt) kann leider nicht gemacht werden.
Da die Ölpumpe beim Start eines Fahrzeugs den Ölkreislauf ja wieder in Gang bringt, hat dieser Restfilm nur die Aufgabe während der ersten zwei, drei Kurbelwellenumdrehungen die Reibung zu reduzieren.
Hier noch die Ölrücklaufzeiten für die Hauptmenge in die Ölwanne:
Öltemperatur/ rücklaufzeit
-40°C /180 minuten
0°C /90 minuten
20°C /45 minuten
50°C /5 minuten
80°C /4 minuten
110° C /3 minuten
quelle : google techniklexikon
nachdem es hier schon eine Diskussion dazu gab hab ich mal bei Castrol angefragt. Hintergrund ist die Unsicherheit wie lange der Ölfilm bleibt und beim Neustart eine erhöhte Reibung verhindert. Fazit: Die Hauptmenge läuft je nach Temperatur sehr schnell zurück (das hab ich in dem anderen Thread mal veröffentlicht) aber es bleibt doch ein Mini-Ölfilm.
Hier mal die Castrol Info: Teil I und II
Ich hoffe es hilft euch weiter und beruhigt manchen, damit er nicht glaubt, jede woche (während der Stilllegung) mal den Motor laufen lassen zu müssen(was extrem für Motor und Umwelt bekanntlich schädlich ist)
Antwort Teil II:
Grundsätzlich ist es so, dass auf grund der Anhangskraft (Adhäsion) im Prinzip immer eine gewisse Ölschicht auf der Oberfläche verbleibt. Stellen Sie sich eine Stahlplatte vor, die senkrecht steht, und über die Sie Öl laufen lassen. Der Ölfilm wird relativ schnell der Schwerkraft folgen, und das Ergebnis ist eine sichtbare Pfütze am unteren Ende.
Aber Sie werden auch nach mehreren Tagen oder Wochen die Platte in die Hand nehmen können, und sie wird sich beim Fingerwischtest immer ölig anfühlen. Ohne echte Reinigung mit einem ölbindenden Lösemittel werden sie diese Fläche nicht entölen können.
Genau das passiert auch im Motor - im Prinzip wird der allergrößte Teil des Öls sich schon nach kürzester Zeit am tiefsten Punkt des Systems wiederfinden - dennoch wird der eigentliche Ölfilm nie gänzlich abreissen.
Selbstverständlich ist das Ganze nur sehr vereinfacht dargestellt, denn man kann natürlich den Prozess beeinflussen in dem man die Adhäsion des Öls erhöht (siehe unsere Produkte mit Magnatec-Technologie) und in dem man die Verdampfungsfähigkeit des Öls heruntersetzt (denn auch durch Abdampfen kann Öl "verschwinden"). Und natürlich ist das Ganze auch von der Oberflächenbeschaffenheit der beölten Flächen abhängig.
Dann hab ich nochmals nachgefragt:
Teil II:
Wie in der ersten Antwort bereits ausgeführt, sorgt die Adhäsion für ein Verbleiben einer Restmenge des Öls auf den zuvor benetzten Flächen. Wie stark dieser Restfilm nach einer längeren Zeit noch ist, hängt unter Anderem von Faktoren wie Oberflächenbeschaffenheit, Umgebungstemperatur, Spaltmaßen etc. ab.
Eine genaue Zeitangabe, wann der Restfilm nicht mehr ausreicht (also der Übergang von Mischreibung zu Festkörperreibung eintritt) kann leider nicht gemacht werden.
Da die Ölpumpe beim Start eines Fahrzeugs den Ölkreislauf ja wieder in Gang bringt, hat dieser Restfilm nur die Aufgabe während der ersten zwei, drei Kurbelwellenumdrehungen die Reibung zu reduzieren.
Hier noch die Ölrücklaufzeiten für die Hauptmenge in die Ölwanne:
Öltemperatur/ rücklaufzeit
-40°C /180 minuten
0°C /90 minuten
20°C /45 minuten
50°C /5 minuten
80°C /4 minuten
110° C /3 minuten
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