Besser spät als nie! :-)

AW: Besser spät als nie! :-)

Im übrigen ist ein Segen nicht mehr und nicht weniger als jemanden einen guten Wunsch auf seinen Weg mit zu geben (Gott mit dir z.B.) und das in einem Zeichen (flasche Wein) sichtbar zu machen.
Natürlich kann ich keinen Wein aus der Messe mitbringen. Ich kann den Wein bringen, den wir in der Messe verwenden.

Gibt es da Unterschiede?

Der Unterschied besteht natürlich nur für den Gläubigen. Der Wein aus der Messe verwandelt sich ja in Blut Christi. Damit ist ihm die entsprechende Würde und Ehrfurcht entgegenzubringen. Da versteht es sich von selbst, dass ich ihn nicht zum Stammtisch mitbringen kann und will. Aber den selben Wein den ich halt vor der Messe schon der Pfarrei z.B. abkaufen würde, wäre einfach ganz normaler Wein. Das wäre überhaupt kein Thema.
 
AW: Besser spät als nie! :-)



Der Unterschied besteht natürlich nur für den Gläubigen. Der Wein aus der Messe verwandelt sich ja in Blut Christi. Damit ist ihm die entsprechende Würde und Ehrfurcht entgegenzubringen. Da versteht es sich von selbst, dass ich ihn nicht zum Stammtisch mitbringen kann und will. Aber den selben Wein den ich halt vor der Messe schon der Pfarrei z.B. abkaufen würde, wäre einfach ganz normaler Wein. Das wäre überhaupt kein Thema.

Da bin ich dann mal gespannt ..... was ist den aus der Probe mit Daniela geworden? Na ja soweit ich mich erinnere gibt es da ja auch Auflagen wegen der Eignung als Messwein. Das ist schon mal spannend.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

I

Was ist eigentlich so falsch daran, sich wie - es Solas Christus der Prostestanten fordert - schlicht und ergreifend an den Evangelien zu orientieren und nicht an der Tradition der Kirche ... ;)

Falsch ist das sicher nicht. Schwierig vielleicht:w
1. Selbst Luther hat die Widersprüche innerhalb der Bibel und auch innerhalb des neuen Testamentes erkannt.
2. Klar ist: Wir haben nicht einen einzigen Satz, den Jesus selbst so gesagt hat. Wir haben von Haus aus nur die Überlieferung der Kirche, die schriftlich erst um 70 nach Christus begonnen hat. Und dann hat die KIRCHE entschieden welches Evangelium im Kanon landet und welches nicht.
3. Die evangelische Theologie orientiert sich sehr stark an dem Apostel Paulus. Paulus hat Jesus nicht gekannt, war aber schon ein Mann der Kirche.

Man orientiert sich also zwangsweise an der Interpretation und Überlieferung der Kirche. Und damit auch schon an ihrer Tradition. Deswegen sagt Luther ja ehrlicherweise Sola Scriptura und nicht Sola Christus. Also: nur die Schrift.

Die katholische Kirche geht weiter und sagt, dass das Gottesvolk seit dem alten Testament von Gott begleitet ist und Erfahrungen macht. Diese Erfahrungen prägen das Bild von Gott. Die Begleitung erfahren wir noch immer im heiligen Geist und kommen auf diese Weise der Wahrheit näher.
Diese Erfahrungen gesammelt nennen wir die Tradition. Sie ist mitzubedenken und als Schatz zu bewahren und so gesehen für die Fortschritt geradezu notwendig. (Natürlich ist das ein zweischneidiges Schwert und behindert öfter als das es nützt)

Ich sehe nicht, wo sich die evangelische Kirche in den Jahren seit ihrer Gründung wesentlich bewegt hat. Die katholische Kirche hat bedeutende Veränderungen durchgemacht. Auch theologische, die nicht vom Zeitgeist erzwungen wurden.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Hallo zusammen,

erstmal sorry, dass ich beim Stt nicht aufgekreuzt bind :# Mir ist da leider was trauriges dazwischengekommen.

Aber dennoch! Robert! Gibst du etwa auf?
Du darfst das ausdrücklich als Federhandschuh verstehen!
Warte wegen Witz! :s


Nebensatz zu einem gerade angesprochenen Thema:

Ich mache auch die Beobachtung, dass wir dazu neigen Menschen die nicht unserer Ansicht sind in Ecken zu stellen. Gewisse Dinge werden einfach zu Tabu-Themen erklärt.
Im Cafe hat Andreazzz einen Beitrag verfasst. Obs lustig ist oder nicht? Ich habe jedenfalls geschmunzelt. Ich weiß ja, dass man sowas nicht ernst nehmen darf. Wie Z on Speed es dann versucht hat.. So ist es ja nicht gemeint.
Wir können hier Witze über die Katholiken machen. Nicht mal XRobsX regt sich auf. Das darf man. Ist doch klar, dass es Witze sind. Aber über Moslems. JA, das muss dann natürlich ein Nazi und ein Faschist sein! Eh klar.
Ich glaube nicht, dass Robert wenn man einen Kirchenwitz erzählt anfängt zu erklären, dass das in Wirklichkeit nicht so ist, und es sei da und da genauso usw....
Möglicherweise ist es gerade dieses Verhalten, welches uns Deutschen für Fanatiker empfänglich macht.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Es ist vielleicht auch eine Art Überempfindlichkeit. Ich war ganz überrascht, daß gestern fast ausschliesslich über die 20-Jahrfeiern berichtet wurde und die Menschen auch gefeiert haben.
Ansonsten habe ich den 9.11. eher als Tag der Mahnung in Erinnerung. Aber der Aufstand und Protest, den ich erwartet habe, ist ausgeblieben. Schön zu sehen, daß den Menschen auch mal die jüngere Geschichte gegönnt wird. Auch wenn die Mahnung bleiben wird.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Wo das Thema Freitod plötzlich aktuell wird, hier noch mal ein Text zum Thema, auch wenn der Autor bei seinem eigenen Dahinscheiden dem römischen Erb- bzw. Vermögensrecht nachgegeben hat, wie hier ja schon erwähnt wurde.

http://www.salmoxisbote.de/Bote20/Seneca.htm :)

Was mich an der Kirche wirklich geärgert hat, ist der sorglose Umgang mit solchen historischen Dokumenten. Die Res Publica einfach überpinselt. ;x Als ich das erste mal vom Wiederauffinden des Textes gehört habe, war ich wrklich nicht begeistert von dem Vorgehen. Er ist nämlich wirklich gut.

Vor allem einige Werke des gleichen Autors sind wohl nicht mer verfügbar. Ich glaube von 13 Schriften einer Serie sind 9 erhalten oder so ? Da war sicher noch das eine oder andere Interessante dabei. Nu isses futsch. Überschrieben, zerfallen, verbrannt.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Wo das Thema Freitod plötzlich aktuell wird, hier noch mal ein Text zum Thema, auch wenn der Autor bei seinem eigenen Dahinscheiden dem römischen Erb- bzw. Vermögensrecht nachgegeben hat, wie hier ja schon erwähnt wurde.

http://www.salmoxisbote.de/Bote20/Seneca.htm :)

Was mich an der Kirche wirklich geärgert hat, ist der sorglose Umgang mit solchen historischen Dokumenten. Die Res Publica einfach überpinselt. ;x Als ich das erste mal vom Wiederauffinden des Textes gehört habe, war ich wrklich nicht begeistert von dem Vorgehen. Er ist nämlich wirklich gut.

Vor allem einige Werke des gleichen Autors sind wohl nicht mer verfügbar. Ich glaube von 13 Schriften einer Serie sind 9 erhalten oder so ? Da war sicher noch das eine oder andere Interessante dabei. Nu isses futsch. Überschrieben, zerfallen, verbrannt.

Du musst mich verbessern wenn ich nun etwas verwechsle, aber ist es nicht so, dass der größte Teil von diesen Werken in der Bibliothek des Vatikans wiedergefunden wurde? Dass wir also ohne die Kirche sehr viel weniger hätten.

Aber im Prinzip stimme ich dir zu. In den Zeiten als Papier noch so wertvoll und schwer zu bekommen war, ist soviel aus heutiger Sicht wertvolles zerstört worden. Das ist eigentlich eine der großen Katastrophen der Geschichte.

Darf ich dich mal nach deinem beruflichen Hintergrund fragen?

VG Robert
 
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Hallo zusammen,

erstmal sorry, dass ich beim Stt nicht aufgekreuzt bind :# Mir ist da leider was trauriges dazwischengekommen.

Aber dennoch! Robert! Gibst du etwa auf?
Du darfst das ausdrücklich als Federhandschuh verstehen!
Warte wegen Witz! :s

Kannste haben:s

Ein Junge prahlt: "Mein Opa ist Pfarrer, alle sagen Hochwürden zu ihm." Ein anderer Junge daraufhin: "Mein Opa ist Kardinal, alle sagen Eminenz zu ihm." Da sagt Franz: "Mein Opa wiegt 200 Kilo und wenn der auf die Straße geht sagen alle: Allmächtiger Gott!"


Kommt eine Frau nach ihrem Tod in den Himmel und fragt Petrus ob sie ihren verstorbenen Mann treffen könne.
Dieser verspricht nachzusehen in welcher Abteilung der Verblichene zu finden sei. Doch im Computer findet er keinen Eintrag. Vielleicht ist er bei den Seligen? Kein Eintrag. Auch bei den Heiligen ist er nicht zu finden.
"Sagen Sie, gute Frau, wie lange waren sie eigentlich verheiratet?"
"Über 50 Jahre", antwortet diese stolz.
"Das ist natürlich etwas anderes, dann finden wir ihn bei den Märtyrern."
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Du musst mich verbessern wenn ich nun etwas verwechsle, aber ist es nicht so, dass der größte Teil von diesen Werken in der Bibliothek des Vatikans wiedergefunden wurde? Dass wir also ohne die Kirche sehr viel weniger hätten.

Das stimmt. Aber die wichtigen Antiken Bibliotheken sind ja auch nicht einfach so in Flammen aufgegangen. Spannend wäre ja mal die Frage, ob da noch was schlummert.

Aber im Prinzip stimme ich dir zu. In den Zeiten als Papier noch so wertvoll und schwer zu bekommen war, ist soviel aus heutiger Sicht wertvolles zerstört worden. Das ist eigentlich eine der großen Katastrophen der Geschichte.

Der Wert dieser Werke wurde einfach verkannt. Die Verantwortung haben dann wohl die, die sie überschrieben oder vernichtet haben.

Darf ich dich mal nach deinem beruflichen Hintergrund fragen?

Mit Kirche und Altertumswissenschaft habe ich eigentlich nix zu tun. Aber es ist sehr interessant. Man sollte ja auch Hobbies haben. Was sagst Du denn zum Ansatz des alten Seneca?

Heute würden die "Opfer" als suizidgefährdet zwangseingewiesen, um sie einer Therapie zu unterziehen. Die Werte haben sich sehr geändert.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Kannste haben:s

Ein Junge prahlt: "Mein Opa ist Pfarrer, alle sagen Hochwürden zu ihm." Ein anderer Junge daraufhin: "Mein Opa ist Kardinal, alle sagen Eminenz zu ihm." Da sagt Franz: "Mein Opa wiegt 200 Kilo und wenn der auf die Straße geht sagen alle: Allmächtiger Gott!"


Kommt eine Frau nach ihrem Tod in den Himmel und fragt Petrus ob sie ihren verstorbenen Mann treffen könne.
Dieser verspricht nachzusehen in welcher Abteilung der Verblichene zu finden sei. Doch im Computer findet er keinen Eintrag. Vielleicht ist er bei den Seligen? Kein Eintrag. Auch bei den Heiligen ist er nicht zu finden.
"Sagen Sie, gute Frau, wie lange waren sie eigentlich verheiratet?"
"Über 50 Jahre", antwortet diese stolz.
"Das ist natürlich etwas anderes, dann finden wir ihn bei den Märtyrern."

:d:d:d:d
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Was sagst Du denn zum Ansatz des alten Seneca?

Heute würden die "Opfer" als suizidgefährdet zwangseingewiesen, um sie einer Therapie zu unterziehen. Die Werte haben sich sehr geändert.


Du bringst mich mit dieser Frage natürlich in eine leichten Konflikt.
Die Haltung der Kirche ist ja klar. Gott schenkt dem Menschen das Leben und nur er darf darüber verfügen. Eine frühzeitige Beendigung durch den Menschen ist somit eine Sünde gegen den Schöpfer.

Mit dieser Haltung tue ich mich gelinde gesagt schwer. Der logische Umkehrschluss wäre ja, dass eine Verlängerund duch die Medizin auch nicht erlaubt wäre.

Einen Schaden fügt der Suizid wenn dann, sowieso nur den Hinterbliebenen zu. Ich sehe es ähnlich wie Seneca. Der Mensch darf und kann bis zum Letztensein Recht auf einen freien Willen ausüben.

Aber natürlich hat er auch eine Verantwortlichkeit gegenüber seinen Mitmenschen. Wer sich auf diese Weise seinen Verpflichtungen entzieht, handelt moralisch verwerflich. Wer seine Angehörigen im Ungewissen zurück lässt und Leid über seine Umgebung bringt, der handelt ebenfalls moralisch falsch.
Der Selbstmord darf nicht dazu missbraucht werden, sich vor Lebenssituationen, oder Verantwortlichkeiten zu drücken. Dann ist er nichts edles sondern ein Ausdruck von Schwäche und Feigheit.

Kein leichtes Thema.
Aber wenn man sein Leben erfolgreich gelebt hat. Alle sind versorgt. Man steht vielleicht vor einem langen, sinnlosen Leidensweg. Vor einem alleinsein für viele Jahre. Das verstehe ich und ich kann auch kein sündhaftes Verhalten darin erkennen.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Das mit dem Suizidverbot war am Anfang auch nicht so wirklich streng.

Leider suchten einige Christen seinerzeit geradezu das Martyrium. Die Konsequenz der Kirche, den Suizid nicht weiter zu befördern, ist da nur konsequent.

Sehe ich mir aber heute an, wie mit den Menschen umgegangen wird und wie sie zum Teil regelrecht zum Weiterleben gezwungen werden, dann kann das für mich auch nicht das Maß aller Dinge sein.
Glück hat der, der noch rechtzeitig selbst Hand anlegen kann. Aktive Sterbehilfe ist ja auch verboten in D. Aber auch die ewige Diskussion um das Abschalten lebenserhaltender Gerätschaften ist vor diesem Hintergrund ärgerlich. Vielleicht müssten die Menschen wieder lernen, daß der Tod zum Leben dazu gehört.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Ich hätte allerdings Angst, dass wenn wir den Suizid als passablen Weg das Alter und die Schwäche zu umgehen etablieren, wir schleichend in Bereiche kommen in denen wir den Suizid vom alten Menschen unterschwellig fordern.

Dein Pflegplatz ist schlecht, das Personal unfreundlich? ... Suizid?
Du kostest in den nächsten 10 Jahren den Betrag X für Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Dabei ist dein Leben doch eh nicht mehr wirklich Lebenswert... Suizid?

Das ist eine ganz gefährliche Geschichte die unglaublich schwer unter Kontrolle zu halten ist.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Ich denke es kommt auf den Einzelnen an und dessen Einstellung. Was die Kosten anbelangt werden auch viele sagen: Ich habe meine Beiträge gezahlt oder sie werden immer noch von meiner Rente erhoben, also hbe ich auch Leistungsansprüche.

Was die Qualität des Pflegeplatzes anbelangt, sind auch die Angehörigen gefordert. Die Kontrollen sollen ja schon besser werden.

Die Frage muss sich eben jeder einzelne stellen. Wer sein Leben gelebt hat und abschliessen will, der soll nicht mit allen Mitteln, die zum Teil völlig entwürdigend sind, daran gehindert werden. Ebenfalls gegen stattliche Vergütung.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Ich denke es kommt auf den Einzelnen an und dessen Einstellung. Was die Kosten anbelangt werden auch viele sagen: Ich habe meine Beiträge gezahlt oder sie werden immer noch von meiner Rente erhoben, also hbe ich auch Leistungsansprüche.

Was die Qualität des Pflegeplatzes anbelangt, sind auch die Angehörigen gefordert. Die Kontrollen sollen ja schon besser werden.

Die Frage muss sich eben jeder einzelne stellen. Wer sein Leben gelebt hat und abschliessen will, der soll nicht mit allen Mitteln, die zum Teil völlig entwürdigend sind, daran gehindert werden. Ebenfalls gegen stattliche Vergütung.


Viele werden sagen, ich habe Beiträge gezahlt also habe ich auch einen Anspruch. Völlig richtig. Und viele nicht. Und das ist schon so. Das erlebe ich in meinem Berufsalltag wirklich oft:
Ich bin nutzlos - wertlos. Ich koste nur noch Geld. Ich bin eine Last für die Gesellschaft. Obwohl es diesen Menschen gesundheitlich nicht schlecht geht und sie ihr Leben noch genießen könnten.
Da ist die Aufgabe nicht, ihnen den Weg in den Suizid leichter zu machen, damit wir das Problem los sind. Da muss es darum gehen, dass wir aufhören diesen Menschen dieses Gefühl zu geben. Denn das tun wir. Selber denken sich das die wenigsten aus.
Sich auf die Verantwortung des Einzelnen für seine Entscheidungen zu berufen ist vielleicht sachlich richtig aber man wird damit der Verantwortung der Gesellschaft als Ganzes nicht gerecht.
Wenn Eltern ihr Kind dauernd als überflüssiges, ungeliebtes Etwas behandeln, dass sie nur stört und Geld kostet und alle bekommen es mit, wird nach dem Suizid des Kindes auch klar sein, wer hier Verantwortung trägt. Da werden die Eltern nicht weit kommen, wenn sie von der freien Entscheidung des Kindes reden...
Ich meine, das gilt für die Gesellschaft auch.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Ein Kind kann nicht frei entscheiden. Es ist eben ein Kind. Da fehlt noch Einiges an Entwicklung und Erfahrung.
Natürlich kann auch das Umfeld in solchen Fällen Mitverantwortung tragen, wenn jemand quasi in den Suizid getrieben wird.

Was die Gesundheit anbelangt, so kann eben auch ein Unglücklichsein zu diesem Schritt führen. Ein Suizid ist nur gerechtfertigt, wenn sich der Mensch von einer empfundenen Last selbst befreien möchte. Allein sein Leben ist nicht lästig.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Was die Gesundheit anbelangt, so kann eben auch ein Unglücklichsein zu diesem Schritt führen. Ein Suizid ist nur gerechtfertigt, wenn sich der Mensch von einer empfundenen Last selbst befreien möchte. Allein sein Leben ist nicht lästig.

Allein sein Leben ist nicht lästig.
Ein sehr guter Satz. Werde ich mir merken:t Von dir?
Ich würde dir im Prinzip schon zustimmen. Ich meine dass es gerechtfertigt ist, sich durch Suizid von einer Last zu befreien, die man als größeres Übel als den Tod empfindet. Und zwar immer. Egal wodurch letztlich das Übel verursacht ist.

ABER!:s Wenn das Übel durch andere Menschen verursacht wurde, oder durch die Gemeinschaft vermeidbar gewesen wäre (Bsp. Jemand tötet sich aus Einsamkeit) dann entsteht eine tiefe Schuld. Sie trifft natürlich nicht denjenigen der Suizid begangen hat. Und sie entsteht auch nicht erst dann. Aber in diesem Moment ist sie nicht wieder gut zu machen.

Von daher meine ich, ist es sinnvoll wo möglich einen Suizid zu verhindern um dann zu sehen, ob man an der Situation, die denjenigen zu diesem Schritt gebracht hat, etwas ändern kann.
Das ist leider fast immer der Fall, nur wollen die Menschen nicht, solange sie nicht erkennen wie existentiell die Bedrohung für jemanden ist.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Allein sein Leben ist nicht lästig.
Ein sehr guter Satz. Werde ich mir merken:t Von dir?

Ohhh ein Geistesblitz. Ja, war jetzt kein mir bekanntes Zitat.

Ich würde dir im Prinzip schon zustimmen. Ich meine dass es gerechtfertigt ist, sich durch Suizid von einer Last zu befreien, die man als größeres Übel als den Tod empfindet. Und zwar immer. Egal wodurch letztlich das Übel verursacht ist.

ABER!:s Wenn das Übel durch andere Menschen verursacht wurde, oder durch die Gemeinschaft vermeidbar gewesen wäre (Bsp. Jemand tötet sich aus Einsamkeit) dann entsteht eine tiefe Schuld. Sie trifft natürlich nicht denjenigen der Suizid begangen hat. Und sie entsteht auch nicht erst dann. Aber in diesem Moment ist sie nicht wieder gut zu machen.

Von daher meine ich, ist es sinnvoll wo möglich einen Suizid zu verhindern um dann zu sehen, ob man an der Situation, die denjenigen zu diesem Schritt gebracht hat, etwas ändern kann.
Das ist leider fast immer der Fall, nur wollen die Menschen nicht, solange sie nicht erkennen wie existentiell die Bedrohung für jemanden ist.


Letzlich geht es doch um den Menschen, der sich tötet. Gerade, wenn er ein erfülltes Leben hatte, ein auskömmliches Enkommen und ihm im Alter Einsamkeit (die anderen sterben einfach weg), Armut (die Rente wird sich auch nicht bessern) das Leben schwer machen, dann kann ich verstehen, wenn er einfach nicht mehr mag. Auch ohne Krankheit. Schlimm ist ein soziales Umfeld, daß den Tod begünstigt. Gehässige Nachbarn oder Verwandte, die einen älteren Menschen ausnutzen wollen.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

im Alter Einsamkeit (die anderen sterben einfach weg),
(das könnten WIR ändern)
Armut (die Rente wird sich auch nicht bessern) das Leben schwer machen,
(das auch)

Ich würde genau das ein Umfeld nennen, das den Tod begünstigt!
Das sind ja viel häufiger die Gründe als gehässige Nachbarn oder Verwandte.

dann kann ich verstehen, wenn er einfach nicht mehr mag. Auch ohne Krankheit. Schlimm it ein soziales Umfeld, daß den Tod begünstigt. Gehäsige Nachbarn oder Verwandte, die einen älteren Menschen ausnutzen wollen.

Vielleicht bin ich da genauso wie RQP ein bisschen übersensibilisiert. Ich bin halt manchmal ein Menschenschützer. Und klar - meistens werde auch ich meinem eigenen Anspruch bei weitem nicht gerecht:#;x:(
 
AW: Besser spät als nie! :-)


Vielleicht bin ich da genauso wie RQP ein bisschen übersensibilisiert. Ich bin halt manchmal ein Menschenschützer. Und klar - meistens werde auch ich meinem eigenen Anspruch bei weitem nicht gerecht:#;x:(

Wie würdest Du die Punkte denn ändern wollen, ausser mit einer Krabbelgruppe für Senioren? Die sind ja auch mal richtig peinlich. :X
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Wie würdest Du die Punkte denn ändern wollen, ausser mit einer Krabbelgruppe für Senioren? Die sind ja auch mal richtig peinlich. :X


Naja, die Angst vor der finanziellen Armut ist klar. Ich bin nicht für mehr Rente, aber dafür, dass der Staat darauf achtet, dass es keinen gibt, der zu wenig zum Leben bzw. für seine Pflege oder die Medikamente hat. Ich halte es auch für sehr schwer, wenn der alte Mensch durch Krankheit zu einer finanziellen Last für junge Familien wird. Da bleibt ihm doch fast keine Alternative als der Wunsch nach dem eigenen Tod?

Dann muss sich am Sprachgebrauch etwas ändert. Wer dauernd davon redet, dass es ein Problem ist, dass die Menschen immer älter werden und immer mehr Rentner etc. der provoziert natürlich, dass sich hier eine ganze Gruppe der Gesellschaft wie Ballast vorkommt.

Und an der Einsamkeit der Rentner kann jeder etwas ändern.
Wir organisieren Seniorennachmittage. Besuchsdienste. Ich bringe Jugendliche - oft Firmlinge - mit den alten Menschen in Kontakt. Es ist ja nicht so, als hätten diese Menschen nichts zu geben. Ganz im Gegenteil.
Anfangen sollte man bei der eigenen Oma, Mama, Opa, Papa, Onkel, Tante ... Ich fahre wenigstens zweimal im Mona die Oma besuchen. Das muß man sich vornehmen. Nicht dass ich es als Pflicht empfinden würde, es ist immer schön dort, aber wenn ich mir keine Termine mache, fällt es hinten runter.

Wenn jeder alte Mensch, der noch Angehörige hat, von diesen auch besucht würde, gäbe es nicht viele alte Menschen die alleine wären. Die wenigen könnten die Besuchsdienste und viele Ehrenamtliche leicht aus der Einsamkeit holen, aber so lange es so viele sind...
 
AW: Besser spät als nie! :-)

Das Problem sind die horrenden Kosten, wenn es zum Pflegefall kommt oder ein Altenheim notwendig ist. Der Durchschnittsrentner verarmt völlig. Bei 3.000 Euro und mehr pro Altenheim-/Pflegeplatz reichen Pflegeversicherung und Rente nie aus. Der Staat springt ein und die Bedürftigen erhalten für den Rest ihres Lebens ein Taschengeld.
Ein ganzes Arbeitsleben für ein Taschengeld. :O:#

Wer darauf keine Lust hat und eifach geht, was ist dagegen einzuwenden. Es ist seine Freiheit, die er verliert. Dabei geht es nicht um die Kosten, sondern das Fehlen von Möglichkeiten.

Dann gibt es die unglaubliche vielen Berufe in denen so wenig verdient wird, das die Rente selbst bei Gesunden nicht mehr zum Leben reicht. Ohne Nebenjobs im Alter könnten sie weder ihre Miete noch den Lebensunterhalt bestreiten.

Viele Familien funktionieren heute nicht mehr so wie früher. Oft sind sie verstreut und Familientreffen etc. sind selten geworden. Es reduziert sich auf wenige Besuche im Jahr. Meist zu Geburtstagen oder an Feertagen wie Weihnachten. Leider.
 
AW: Besser spät als nie! :-)

ich bin aufgewachsen in einer Familie, in der meine Großmutter mit uns wohnte. Es war eine Familie im traditionellen Sinne, wo alle unterschiedlichen Charaktere unter einem Dach leben.

Es war nicht leicht für meine Eltern, da meine Großmutter durch einen Schlaganfall nur eingeschränkt bewegungsfähig war (konnte die Wohnung nur ab und zu verlassen) und durch ihre Diabetes schon offene Beine hatten, die ständig versorgt werden mussten.
Sie hat durch Ihre Krankheit wirklich sehr gelitten, hat sich aber als gläubige Katholikin nie beschwert, und ein Freitod wäre für sie undenkbar gewesen. Ich denke aus heutiger Sicht, dass ihr fester Glaube ihr persönlich dabei sehr geholfen hat, die Dinge für sich aus einer anderen Perspektive zu sehen und auch dass sie das Gefühl hatte als Teil der Familie gebraucht zu werden.


Meine Eltern hatten beide Ihren Beruf (meine Mutter als Schneiderin Heimarbeit) und so habe ich als Kind sehr viel Zeit mit meiner Großmutter verbracht. Ich habe durch ihren Erfahrungschatz und die vielen Geschichten, die sie erzählte, viel für mich in mein jetziges Leben mitgenommen.

Ich für meinen Teil empfinde einen alten Menschen nicht als Last. Ich sehe deren Lebensgeschichte vielmehr als Bereicherung an.
 
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