Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

ockero

Fahrer
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14 August 2008
Tach zusammen!
Na, alle gut ins Neue gerutscht? Was machen so die Umbauprojekte?
Zu meiner heutigen Frage: wie sich der eine oder andere vielleicht noch erinnern wird, habe ich mich ja auch schon ausführlich mit der Verbesserung des FW's befasst.
Damals ging es um einen Kompromiss aus Alltagstauglichkeit (berufliche Nutzung) und Spaß, da kam am Ende sinnvoll nur ein B16 oder KW V3 in Frage. Umbau ist aber noch nicht erfolgt.
Jetzt haben sich die Prioritäten ein wenig verschoben, denn die Kiste wird nur noch privat genutzt, eine Tieferlegung unter M-FW-Niveau kommt aber immer noch nicht in Frage. Allerdings bin ich auch nicht (mehr) bereit, ganz so viel Kohle hinzublättern...:)
Daraus ergeben sich 2 Varianten:
1.) Komplett-FW wie das KW V2 oder mein alter Favorit: Serienfedern oder M-Federn + Bilstein B6 Sport + H&R-Stabis
Kostenmäßig kommen beide Varianten fast aufs Gleiche raus, allerdings ist mir noch nicht klar - und das ist die Frage - ob beim KW V2 zusätzliche Sportstabis noch sinnvoll wären.
Ach ja: momentan habe ich das Serien-FW in meinem 2,5i FL. Mir geht's auch nicht um die letzte Rille an sportlicher Performance, sondern in erster Linie um ein harmonischeres FW, vor allem auf schlechten Straßen. Die - in dem Fall - Eibach-Stabis hatte ich in meinem MX-5 drin - und die haben erst das richtige Kart-Feeling gebracht, nicht die auch verbauten Eibach-Federn und Bilstein-Dämpfer.
Dank euch schon mal für eure comments!
Gruß,
Bernd
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

nun ja, die stabis haben ja in dem sinne nichts mit dem gewindefahrwerk als solchem zu tun.
es ist halt auch dann wieder die frage, was genau man möchte. noch mehr sportliche präzision...?
ich zum beispiel werde in der kommenden saison auf jeden fall mein mit H&R-gewinde bestücktes
fremdfabrikat zusätzlich mit H&R-stabis ausrüsten, nachdem ich deren vorzüge, vor allem eben in
verbindung mit einem perfekt eingestellten gewindefahrwerk mal erfahren durfte. dazu kommen
dann auch gleich noch steifere motorlager (allerdings keine starren/uniball). das ganze wird mir
dann vermutlich eine weitere saison bei jedem forcierten ausritt die mundwinkel hochziehen... :)


mfg
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

na ja, in gewisser Weise hat ein Gewinde-FW schon auch Einfluß auf die Wankneigung - zumindest, wenn Zug- und Druckstufe einstellbar sind. Darum meine Frage. Wenn ich nur die Dämpfer wechsle, sind die Stabis ein Muß, besonders nach den super Erfahrungen damit im MX-5.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

ja sicher. da hab ich ja auch nichts gegenteiliges behauptet.
die stabis sind halt in jedem fall nochmals eine schippe sportlichkeit oben drauf.
egal ob nun mit oder ohne sport-/gewindefahrwerk. so meinte ich das.
mit machen sie vermutlich sogar noch mehr sinn...


mfg
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

da hast dur echt. Wie ja eingangs geschrieben, hatte ich bei meinem MX-5 erst die Eibach-Federn zu den sereinmäßigen Bilsteins verbaut, hauptsächlcih wegen der Optik. Weil mir aber die Kiste dann immer noch zu sehr um die Ecken "eierte"...:), habe ich noch das "Eibach Anti Roll Kit" verbaut - und DAS hat's dann echt gebracht.

Ich überlege z. Zt. sogar, ob ich erstmal die Stabis einbaue und dann weitersehe. Ich befürchte aber, dass sie den mäßigen Fahrbahnkontakt auf schlechten Straßen noch verschlimmern werden, da sie ja das FW sozusagen versteifen. Daher werden zumindest "kontaktfreudigere" Dämpfer unumgänglich sein.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Hallo zusammen,
ich fahre an meinem 3.0 Si das Bilstein B-16 + H&R-Stabis.
Zusätzlich habe ich noch 20mm Spurscheiben pro Radseite verbaut.
Kann ich ohne wenn und aber empfehlen.
Jede Kurve treibt mir das Grinsen ins Gesicht.:M
Das Auto kann vielmehr vertragen als ich :b
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Der Sinn von Stabilisatoren ist, dass das Rollen also die Kippneigung in den Kurven abnimmt.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

härtere, zumeist verstellbare stabis sollen das wanken und die rollneigung des fahrzeugs verringern.
infolgedessen kommt es zu einem präziseres einlenkverhalten und geringerem eintauchen in schnellen
kurven. dazu kommt es zu einer verbesserten traktion. dachte allerdings das wäre alles eh bekannt.


mfg
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Ich befürchte aber, dass sie den mäßigen Fahrbahnkontakt auf schlechten Straßen noch verschlimmern werden, da sie ja das FW sozusagen versteifen.

Naja, solange das rechte und das linke Rad gleichzeitig einfedern müssen (Fahrbahnabsenkungen, Bodenwellen) ist der Komfort mit härteren Stabis exakt identisch.
Ein härteres Fahrwerk würde hier jedoch deutlich unkomfortabler sein.

Wenn das rechte oder linke Rad alleine einfedern muss (Schlagloch, Kanaldeckel), dann sind Komforteinbußen durchaus vorhanden.

In schnell gefahrenen Links-Kurven federt das rechte Rad ein und das linke Rad aus. Während ein härteres Fahrwerk nur das Einfedern unkomfortabler macht, helfen Dir die Stabis deutlich mehr, denn die Kraft, die auf das einfedernde Rad wirkt, wird über den Stabi auf das andere ausfedernde Rad geleitet.

... daher eben das sportlichere Fahrgefühl mit härteren Stabis ohne zu viel Komfort einzubüßen.

In Deinem Fall würde ich Dir auch erstmal zu den H&R-Stabis raten, damit wird Dein Standard-Fahrwerk gleich mal um Welten besser. Die H&R-Stabis sind einstellbar, das hilft Dir einen guten Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit zu finden.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Stimmt, hatte ich vergessen: Komforteinbuße durch Stabis entsteht ja - wenn überhaupt - nur bei Kurvenfahrten. Wie sinnvoll sind denn zusätzliche H&R-Stabis bei einem einstellbaren Gewinde-FW, also mit separat einstellbarer Zug- bzw. Zug- und Druckstufe (B16, KW V2, KW V3)? Über diese Abstimmung wird ja auch die Rollneigung beeinflusst - könnte man also sagen, dass zusätzliche Sportstabis eine generell weichere Abstimmung des Fahrwerks ermöglicht? Mein Gedankengang: will ich die Rollneigung nur über das Gewinde-FW reduzieren, muss ich Zug- und Druckstufe straffer einstellen. Wenn ich aber nun die Rollneigung über Stabis reguliere, dann habe ich mehr Freiheiten bei der Einstellung der Dämpfer, kann hier also weicher einstellen - ist das so richtig? Die Zugstufe bestimmt ja maßgeblich den Komfort: reicht es also aus, das KW V2 zu nehmen um - in Verbindung mit Stabis - das FW auf guten Langstrecken- und Schlechtwegekomfort zu trimmen und gleichzeitig ein direktes Einlenken zu ermöglichen oder "brauche" ich noch die einstellbare Druckstufe?
Mir geht es dabei NICHT um die Rennstrecke, sondern allein um Fahrspaß auf normalen Straßen und Langstrecken = Urlaubsfahrten (teilweise mehrere 100 km/Tag, Land- und Nebenstraßen). Oder ist bei meinen Anforderungen ein Gewinde-FW eher unnötig und ein guter Dämpfer wie der Bilstein B6 mit den Stabis reicht vollkommen?

Gruß, Bernd
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Als im Oktober mein KW V3 in den Z4 kam, war das extrem sportlich eingestellt.

Auf dem Weg zum Hotel hab ich die ersten Abstimmungen allein mit der Zugstufe vorgenommen, das wurde dann zwar etwas besser, aber ein guter Kompromiss war noch nicht erreicht.

Auf dem Heimweg von der Eifel nach Hannover wurde das Fahrgefühl auf schnellen Autobahnstücken mit Kurven und Unebenheiten recht unangenehm.

Erst mit der Einstellung der Druckstufe erreichte ich ein gutes komfortabel-sportliches Ergebnis.

Die richtige Einstellung nehme ich dann im Frühjahr vor, wenn ich wieder Reifen drauf habe, die meine M-Dämpfer-Eibach-Kombination an ihre Grenzen bringen konnte. Mit den Winterrädern kann ich's vergessen da was einstellen zu wollen.

Daher mag ich der Aussage "Komfort über Zugstufe einstellbar" nur bedingt zustimmen, denn die Druckstufe hat einen ganz erheblichen Einfluss auf den Komfort.

Insbesondere bei Fahrbahnabsenkungen (über einem Bachlauf ist bei uns der Asphalt weggesackt ohne zu reißen) tauchte mein M-Dämpfer-Eibach-Z4 so weit ein, dass ich am "Ende der Senke" die Front auf den Aspahlt gekratzt habe - die Karosse kam nicht schnell genug aus den Federn raus.

Dieselbe Fahrbahnabsenkung durchfahre ich nun wie alle anderen Fahrzeuge mit normalem Tempo und komme da wunderbar durch während alle anderen Autos tolle Bocksprünge machen :d

Zu dem Stabi-Aspekt: Klar, die Rollneigung allein über die Zugstufe zu begrenzen halte ich für nicht so klug, das muss ein härterer Stabi leisten, bzw. genauer: Das entlastete Federbein muss das leisten.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Hi Frank!

Super, herzlichen Dank mal wieder für Deinen sehr anschaulichen Erfahrungsbericht...:t Das zeigt doch mal wieder, dass nichts über die praktische Erfahrung geht.

Kommst Du zufällig hin und wieder mal in den Großraum Karlsruhe / Baden /Südpfalz??

Dann könnten wir vielleicht ja mal eine Runde drehen, damit ich meine praktischen Erfahrungen ein wenig aufbessern kann...:+

Oder fährt sonst jemand hier in der Ecke ein B16, KW V2 oder KW V3 + würde mir mal einen live - haftigen Eindruck gönnen??...:w

Wäre echt fein...

Gruß,

Bernd
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Am 26.03. bin ich wieder in der Eifel. Nach oder auch während der VLN-Einstellfahrten können wir gern eine Runde fahren und mal die Dämpfer anders einstellen um zu sehen, was dann passiert (Zugstufe vorn ist ja sehr einfach verstellbar).

Mit dem Z4 natürlich in der Eifel, nicht auf der Nordschleife während der Einstellfahrten oder ich hänge noch einen Tag dran und dann können wir auch auf der Nordschleife testen.
 
AW: Komplett-/Gewinde-FW: sind Sportstabis noch sinnvoll??

Hi Frank!

Danke für Dein Angebot, das werde ich mir auf jeden Fall überlegen! Ich bin am 25.03. in Marburg / Lahn und kann auf dem Rückweg evtl. über die Eifel zurückfahren. Ich checke das mal und geb' Dir dann Bescheid.

Gruß,

Bernd
 
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