Habe mir heute zur Überbrückung der Wartezeit beim Doc die aktuelle Autobild reingezogen und bin mit Interesse auf einen "Vergleichstest" 2002 Turbo - 118i Turbo gestoßen.
Natürlich war der Vergleich nicht ernst gemeint, aber er förderte einige Aussagen über den neuen 4-Zylinder Turbo zu Tage, die ich so nicht erwartet hätte: So sprach der Tester von Unwilligkeit bei höheren Drehzahlen, gut, das war zu befürchten, von gefühlten 140 PS (bei 170) und von enttäuschender Kraftentfaltung unter 3000 U/min.
Vom Sound hat er nichts geschrieben, was er bestimmt getan hätte, wenn dieser ihn beeindruckt hätte.
Ich gebe auf solche Tests nicht viel, aber er nährt doch meine Befürchtung: Effizienz stand mehr im Vordergrund, als sich das viele BMW-Fans gewünscht haben, und hat wohl tatsächlich die von uns so sehr geschätzten BMW-Tugenden verdrängt.
Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass das Triebwerk mit genialem Sound und wundervoller Kraftentfaltung einschließlich begeisternder Drehfreude alle Zweifler Lügen straft.
Aber so scheint es nicht zu sein. Zaubern können wohl auch die BMW-Ings im FIZ nicht und ich glaube nicht, dass mit der Transplantation des Motors in den Z4 diese Attribute zurück kommen.
Schade.
Na was solls. Ich genieße einfach noch ein wenig meinen genialen Biturbo und mein nächster fahrbarer Untersatz soll ohnehin aus Zuffenhausen kommen.
So oder so, selbst wenn BMW in Sound und Leistungsentfaltung hätte zaubern können, wäre ein 4-Zyl. eh für mich niemals in Frage gekommen.
What's next, BMW?
Ein Dreizylinder Turbodiesel im 6er?
Das Frontantriebs-Tabu ist ja auch bald Geschichte.
Ich habe BMW damals schon den Einbau eines Diesels in die 3er Coupés/Cabrios nur schwer verzeihen können.
Aber es wird gebaut, was gekauft wird.
Schließlich geht es auch BMW letzten Endes nur um Gewinnmaximierung. Begeisterte Kunden sind nur das Vehikel dazu, nicht mehr. Und wenn man zwei nüchterne Kunden gewinnt und dafür einen begeisterten verliert, geht betriebswirtschaftlich die Rechnung auf - erst mal.
Stevie