Das dürfte das kleinste Problem sein, dem Kind einen buchbaren Namen zu geben
Harryz
Ich denke auch DAS dürfte kein Problem werden.
Ist im reinen Elektronikhandel bei den marktberherrschenden Unternehmen in Deutschland durchaus seit vielen Jahren üblich, dass für eine Listung und einer "ordentlichen Platzierung im Sortiment gezahlt wird. Verbucht werden diese Einnahmen als Werbekostenzuschüsse.
Beim genannten Beispiel der "Erpressung" liefern zu dürfen, dürfte es sich wohl kaum um Teile handeln, welche bereits in einer Serie verbaut werden. Der finanzielle Aufwand seitens des Automobilherstellers, in einen vorhandenen und vorallem durchstrukturierten Prozess der Zulieferung einzugreifen, wäre immens hoch und das Risiko dabei zu hoch, also völlig hirnrissig.
Es dürfte sich hierbei um eine neue Großserie handeln und die kann ich mir bei einem Unternehmen in Niedersachsen, die durchaus viele Komponenten auch in andere, dem Konzern angegliederte Marken verbauen=kontinuierliche Chargen über Jahre verteilt.
Und bei einem Druckmittel dieser Art, gilt eben auch hier "wo kein Kläger, da kein Richter". Und wenn da 10 Geschäftsführer antanzen müssen, um bei den Deppen des Automobilkonzerns unter der Tür durchzukriechen, es werden allesamt Zulieferer sein, die mehrere Komponenten liefern. Da wird keiner auf die Idee kommen und gegen die juristisch vorzugehen, man möchte ja schließlich auch in Zukunft noch Neugeschäft haben.
Ich kenne selber Betriebe, die nachdem sie aus der ET-Lieferung raus waren, die Automotiv für zukünftige Geschäfte ablehnten ...
Zu Lagerhaltung der Automobilkonzerne:
Findet in der Serie zu 95% auf der Autobahn statt, Zauberwort Just-in-Time, die Lagerhaltung wird nach hinten in die Supplychain geschoben. Die garantierten Abnahmemengen sind meist auf 6 Wochen garantiert, nur mit dem Haken, dass innerhalb der Supplychain, die Fertigung aller Teile einen weit aus längeren Vorlauf bedarf (Materialbeschaffung, Fertigungsprozesse und Durchläufe sowie Bereitstellung Personal) und das zeiht sich durch etliche Zulieferer, bis das Teil endlich bei z.B. VW ist.
Die ET-Beschaffung/Fertigung nach der Serienfertigung ensteht allein durch die geringen Mengen, die bei den Zulieferern abgerufen werden und die Nachverhandlungen. Das macht auch Sinn, denn Steigerungen in Personalkosten, Materialkosten, Energiekosten usw. kann man für Dezember 2023 nicht einmal in der Kristallkugel voraussagen.
Das weiß sogar der Automobilkonzern, der ja bei sich auch die Steigerung dieser Kosten erfährt.
Die ETs nach Serie packen sich die Konzerne aufs Lager, da hier meist nur eine oder zwei Dispos ausgelöst werden.
1.Großserie heißt z.b. 10.000-15.000 Stk. pro Monat, die da das Band in den jeweiligen Werkshallen recht schnell passieren
2.Nachserie heißt: 10.000 pro Jahr ....
Bei 1. ist der Automobilkonzern noch Hersteller, der die Ware zeitnah nach Produktion verschickt
Bei 2. ist der Automobilkonzern Händler, der Ware einkauft, ohne zu wissen, wann sie abfließt ..... also Lagerhaltung von Teilen, die nicht mehr so schnell verfügbar bei Hersteller sind
Zwei unterschiedliche Modelle der Disposition(Prozesse und somit unterschiedliche Kalkulationen und Lagerhaltungen = Handel und Industrie