Oh je ... und ich bin mal wieder sooowas von anderer Meinung

(ich zitiere mal nur namenlos und versuche sie nicht allzu sehr aus dem Zusammenhang zu reißen)
"Und solange man Geld für sich arbeiten lassen kann werden die Reichen immer reicher und der Mittelstand kann sich krum und bucklig arbeiten.
Das beste Mittel sein Geld vor Inflation zu schützen ist für mich, das Geld einfach ausgeben
"
Es mag Ausnahmen geben, jedoch benötigt der Großteil des Mittelstands Kredite um Maschinen anzuschaffen. Diese werden von Kapitalgebern verliehen, die natürlich dafür auch einen Anteil des Unternehmensergebnisses haben möchten - Kreditgeber sind keine Wohltätigkeitsvereine.
Und wer nun weint, dass Kreditgeber zu hohe Zinsen verlangen - Mittelständler könnten ja auch kleinere Kredite nehmen und weniger mit diesen neuen Maschinen verdienen, also weniger effizient arbeiten - es ist ihre eigene Entscheidung die Kredite zu nehmen oder nicht.
Die ganzen Wucherzins-Privatkredithaie ... es ist jedem selbst freigestellt die Angebote anzunehmen oder nicht.
"Auf eine entsprechende spätere Rente brauche ich nicht hoffen, da frage ich mich wofür ich jahrelang in die Rentenkasse einzahle - Nicht für meine eigene Rente."
Wenn mir bewusst wird, dass ich zu viel arbeite und zu wenig dafür rausbekomme, dann ändere ich etwas in meinem Leben. Ich bin für mich selbst verantwortlich. Wenn ich zudem über diesen Weitblick bis zur Rente verfüge, dann nutze ich dieses Wissen für meine berufliche Planung.
"Der Preis betrug 4,49 € für ein paar lausige Nüsse die man noch selber knacken muss!"
Es gibt teure Lebensmittel, es gibt aber auch günstige. Ich persönlich orientiere mich an den günstigen und lasse die teuren weg.
"Zu den steigenden Sprit- und Energiekosten muss ich ja nichts schreiben"
Auch wieder ein Teil der Selbstverantwortung. Ich hab vor einigen Tagen LED-Lampen bei eBay bestellt um meinen Stromverbrauch zu senken. Mein Z4 ist auf Gas umgerüstet. Seit 2006 hab ich eine Solarthermieanlage auf dem Dach, da ich von steigenden Gaspreisen ausging ... nun zeigte sich, dass das Ding sich erst in 30 Jahren anstatt in 10 Jahren rechnet ... am 09.07. wird bei mir eine Solarzellen-Anlage auf's Dach gebaut, ich erhoffe mir eine Halbierung der Stromkosten.
Ich verstehe nicht wieso so viele hier im Thred rumjammern und alles kacke finden ?!?
"Und selbst wenn man nicht immer weniger Geld am Monatsende übrig hat, kommt der berufliche Druck und Stress dazu der am eigenen Körper nagt.
Dann arbeitet man noch erschwerend unter einem massiven Zeitdruck, während einem die Arbeit über den Kopf wächst..."
Immer weniger Geld und immer mehr Arbeit? Tu was dagegen! Wechsel den Arbeitgeber, geh in die Verhandlung mit dem Chef.
"Hatten wir nicht schon einen Todesfall im Forum der die Folge von beruflichen Stress war?"
Nein, hatten wir nicht. Und wer das behauptet, der tut dies aus reiner Vermutung. Denn sorry, wer wirklich "beruflichen Stress" hat, postet hier im Forum nicht zu allen Tages- und Nachtzeiten.
Keiner hier in diesem Thread hat beruflichen Stress oder wird unterbezahlt.
"Und es kann einfach nicht angehen das jemand 8 Std am tag zur Arbeit geht und mit 800.- Netto nach Hause geht, während ein anderer den ganzen Tag mit seinem faulen Arsch auf dem Sofa sitzt und 400.- vom Staat kassiert."
Scheiß-Rumgeheule - ich behaupte: JEDER, der hier Schreibenden hat in seinem Leben eine Phase gehabt in der er von weniger als 800 Euro Netto im Monat leben musste. Und JEDER, der hier Schreibenden hat sich über diese Phase hinaus weiterentwickelt.
Und so steht es JEDEM frei sich weiterzuentwickeln, wenn er es möchte und will.
... wer natürlich sein Leben lang nur buckelt und sich nicht weiterentwickelt, der hat schlcihtweg nicht den Willen dazu oder sieht gar nicht die Notwendigkeit - der soll dann bitte auch nicht rumjammern.
"Problematisch wird es aber bei den Niedriglohnjobs. Da sind die Leute gezwungen über ihre Grenzen zu gehen."
Niemand wird gezwungen. Manche Menschen fühlen sich nur dazu gezwungen.
Da gab es in meinem Leben dieses Mädchen ... ich empfahl ihr zur Handelsschule zu gehen, nochmal zu überlegen ob die Friseurlehre wirklich das richtige für sie ist. Sie ging zur Handelsschule und brach ab. Sie wurde Friseurin mit dem mickrigen Einkommen und all den Konsequenzen. Sie ist zufrieden und mag ihren Job. Es war ihre eigene freie Entscheidung.
"Das beste Mittel sein Geld vor Inflation zu schützen ist für mich, das Geld einfach ausgeben
Allerdings geht damit auch mein Plan mit der Frührente den Bach hinunter
is ne schöne Zwickmühle 

"
Richtig - das Geld zu horten und "für sich selbst arbeiten zu lassen" ist nicht so einfach. Daher habe ich mich auch für das "Ausgeben" entschieden. Ich haue momentan alles Geld raus, was ich verdiene. ich beklage mich nicht, ich verdiene gut aber gehöre lange nicht zu den Top-Verdienern.
Die Zwickmühle habe ich für mich durch Kredite gelöst. Haus, Auto, Solaranlage .. alles finanziert

Kapitalbildung betreibe ich nicht, ich lege mein geld in Sachwerte an und hoffe, dass diese im Wert steigen.