Problem mit neuer Rad-Reifen-Kombi

flyingandi

macht Rennlizenz
Registriert
29 Juli 2010
Ort
Siegenfeld (A)
Wagen
BMW Z4 e89 sDrive30i
Da ich leider im Reifenthread bis dato keine Antwort bekam, eröffne ich nun einen eigenen Thread:

Ich brauche (leider) Euren Rat:

Ich bin 3 Jahre die OEM Vielspeiche 293 in 18" am Z4 gefahren. Habe nun auf DIEWE Fina in 19" gewechselt. Die Felge vorne ist 8,5 ET35 und hinten 9,5 ET35. Reifen sind Hankook S1 Evo aus Anfang 2014 in 225/255. Luftdruck vorne 2,3 und hinten 2,4. Zusätzlich sind Eibach Federn verbaut, aber nicht geschmicklert.
Mir ist schon klar, dass die neuen Reifen anfangs weniger Grip aufbauen, aber ich habe das Gefühl dass die Vorderachse nun sehr "leicht", weich und indifferent ist. Bei flotter Kurvenfahrt schaukelt sich das Auto an der Vorderachse richtig auf. Mit den OEM Felgen hatte ich keinerlei Probleme. Bei Montieren der Felge mit den OEM Schrauben (laut Gutachten) ist mir auch aufgefallen dass die Radschraube nach nur 6 Umdrehungen/Gewindegängen bereits fest war. Laut Auskunft von DIEWE ist dies das Minimum. Könnte eine mangelnde Verbindung/ Steifigkeit dieses Problem erklären?
Danke für Eure Tipps und Hilfe
 
Update: Ich habe gestern schnell ein Stück in eine Richtung gelenkt und dann das Lenkrad losgelassen. Daraufhin drehte sich das Lenkrad über die Mittellage leicht in die Gegenrichtung um dann wieder in die Neutralstellung zu gehen. Langsam habe ich den Verdacht dass die Vorderräder nicht bzw. schlecht ausgewuchtet sind, allerdings habe ich kein Ziehen oder Zittern in der Lenkung...
 
&: Sechs Gewindegänge ist schon recht wenig, ich habe immer min. Sieben in Erinnerung.

Schrauben alle Richtig rum :D mit ca. 120NM angezogen :rolleyes: ...............

Wenn alles fest ist, bleibt evtl. der Eindruck von 3 Jahren RFT. Die 18 RFT sind in den Flanken erheblich Stabiler
als 19er NRFT.
 
An der Vorderachse hat sich an der Spurweite nichts verändert. Hinten kommst du mit den Felgen jedoch 11mm weiter raus, das macht eine Spurweitenänderung von 22mm. Ob das jedoch merklichen Einfluss auf das Fahrverhalten hat kann ich dir nicht sagen. Evtl kann da jemand anders was dazu berichten
 
Also die Reifen sind alle mit 110NM angezogen. Die 18" waren auch schon Non-RFT...
Sollte ich es eventuell mit längeren Schrauben probieren? Beim Montieren ist mir aufgefallen dass die Radschrauben auf der Innenseite etwa um 3mm weniger aus dem Felgenloch herausragen (etwa 17mm im Vergleich zu 20mm bei den OEM Felgen).
 
Also die Reifen sind alle mit 110NM angezogen. Die 18" waren auch schon Non-RFT...
Sollte ich es eventuell mit längeren Schrauben probieren? Beim Montieren ist mir aufgefallen dass die Radschrauben auf der Innenseite etwa um 3mm weniger aus dem Felgenloch herausragen (etwa 17mm im Vergleich zu 20mm bei den OEM Felgen).

Ich würde erstmal bei den Schrauben ansetzen und sicher gehen das alles 100 % fest ist.
 
Gut das werde ich nochmals jetzt mit 120NM machen, wobei ich die Felgen bereits nachgezogen habe mit 110NM, wobei die hinteren bombenfest waren und ich vorne doch etwas Weg mit dem Drehmomentschlüssel zurücklegen konnte.
Erstmals ein herzliches Danke für die Hilfestellungen.
 
Also die Reifen sind alle mit 110NM angezogen. Die 18" waren auch schon Non-RFT...
Sollte ich es eventuell mit längeren Schrauben probieren? Beim Montieren ist mir aufgefallen dass die Radschrauben auf der Innenseite etwa um 3mm weniger aus dem Felgenloch herausragen (etwa 17mm im Vergleich zu 20mm bei den OEM Felgen).
Also die Radschrauben würde ich zu 99% ausschließen. Entweder die halten oder sie fliegen Dir um die Ohren. Sie ggf. zu tauschen wäre wohl wegen der Sicherheitsreserven kein Fehler.

1. Frage: Wie viele KM bist Du seit dem Wechsel gefahren?
2. Frage: Wurde Spur etc. vermessen und durch wen?
3. Frage: Wie lange sind die Eibachs schon drinnen
4. Frage: Welche Dämpfer fährst Du dazu?
5. Frage: Gesamtlaufleistung? Dämpfer OK?
6. Frage: Schon mal den Luftdruck auf 2.1 an der Vorderachse gemacht?
 
Hi,
ich bin meinem E91 (Vorgänger meines E89) von 17 Zoll RFT auf 19 Zoll nonRFT gewechselt und hatte anfangs ein ähnliches Gefühl. Der E91 fühlte sich trotz M-Paket weich an. Ein wenig indifferent könnte man es auch nennen. Das Einlenken erfolgte gefühlsmäßig etwas verzögert.
Der Grip, sowohl trocken, als auch nass, war wirklich sehr gut und die Stabilität war, wenn man mal eingelenkt hatte, auch ohne Tadel. Ich erklärte es mir mit der weichen Reifenflanke. Der S1Evo hat eine sehr hohe Eigendämpfung.
Gestört hat es mich beim E91 nicht wirklich, da mir Optik und Komfort zu diesem Zeitpunkt und bei diesem Auto wichtiger waren. :whistle: ich hab mich halt damit arrangiert. :O_oo:

Hmmmm, ok, weiß grad nicht, ob es dir jetzt wirklich hilft

Den Luftdruck würde ich nicht noch weiter absenken ... evtl. etwas erhöhen, nur um mal zu probieren. ( ... ich habe damals den Druck etwas erhöht ( genau zwischen Normal und Vollbeladen) und es hatte sich für mich gut angefühlt. )
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin heute nach Hause gekommen und vom Flughafen nach Hause gefahren (konnte daher noch keine der Tipps) ausprobieren. Jedenfalls bin ich ein kurzes Stück auf der AB etwas flotter gefahren und danach stehengeblieben. Von vorne hat es geraucht und gestunken. Die Fahrt dann langsam nach Hause fortgesetzt und in einer relativ engen Linkskurve (absolut normal gefahren) griff auf einmal die Traktionskontrolle für einen kurzen Moment ein!!! Ich bin echt geschockt.

Plan für morgen:
- Schauben mit 120NM anziehen.
- Luftdruck verändern (zuerst mal auf 2,2 und dann eventuell hoch auf 2,5-2,6)
 
Ich bin heute nach Hause gekommen und vom Flughafen nach Hause gefahren (konnte daher noch keine der Tipps) ausprobieren. Jedenfalls bin ich ein kurzes Stück auf der AB etwas flotter gefahren und danach stehengeblieben. Von vorne hat es geraucht und gestunken. Die Fahrt dann langsam nach Hause fortgesetzt und in einer relativ engen Linkskurve (absolut normal gefahren) griff auf einmal die Traktionskontrolle für einen kurzen Moment ein!!! Ich bin echt geschockt.

Plan für morgen:
- Schauben mit 120NM anziehen.
- Luftdruck verändern (zuerst mal auf 2,2 und dann eventuell hoch auf 2,5-2,6)

Ist das Dein Ernst? Was hat denn geraucht und gestunken? Und was um alles in der Wlt hat Dich dazu bewogen dennoch weiter zu fahren? Eine 45er am Kopf? &:
 
Hier noch die Beantwortung des "Fragebogen" :-):

1. Frage: Wie viele KM bist Du seit dem Wechsel gefahren?
Vielleicht um die 300km

2. Frage: Wurde Spur etc. vermessen und durch wen?

Spur wurde vor einem Jahr vom hiesigen Touringclub vermessen. Die Zahlen hatte ich hier im Forum hochgeladen und wurden von dwz8 für o.k. befunden.

3. Frage: Wie lange sind die Eibachs schon drinnen?
2 Jahre denke ich und etwa 15000km

4. Frage: Welche Dämpfer fährst Du dazu?

Originaldämpfer

5. Frage: Gesamtlaufleistung? Dämpfer OK?
65.000km, denke schon und die Probleme kamen direkt nach dem Wechsel auf 19".

6. Frage: Schon mal den Luftdruck auf 2.1 an der Vorderachse gemacht?
Probier ich morgen. :-)
 
Ist das Dein Ernst? Was hat denn geraucht und gestunken? Und was um alles in der Wlt hat Dich dazu bewogen dennoch weiter zu fahren? Eine 45er am Kopf? &:

Nein, das Ganze passierte an der Autobahnabfahrt wo ich zum Tanken stehenblieb. Danach ging es nur mehr durch Stadt und eine kurze Etappe Freilandstrasse nach Hause und das mit verminderter Geschwindigkeit.
 
In dem zur Felge gehörenden Gutachten/ABE sind die richtigen Radschrauben samt Drehmomentangabe aufgeführt. Diese sollten dann auch benutzt werden. Spannend wird es, wenn Zubehörfelgen Kugelbundschrauben brauchen und mit den BMW Kegelbundschrauben angeschraubt werden. 10Nm Anzugsmoment mehr oder weniger haben mit einem indifferenten Fahrverhalten oder Rauchentwicklung nichts zu tun. Auch die Experimente mit dem Luftdruck sind bei so grundsätzlichen Problemen Schmuck am Nachthemd. Da stellt sich eher die Frage, ob die Bremse in Ordnung ist oder die Räder ausreichend freigängig sind.
 
Das Gutachten besagt, dass die Original BMW Schrauben mit 28mm Schaftlänge verwendet werden sollen. Ich kann mir nicht vorstellen dass bei einer 8,5 ET35 etwas schleifen sollte. Ich werde allerdings morgen nochmals unters Auto krabbeln und das kontrollieren, und die Felgen ab- und neumontieren.
 
so in etwa wollte ich auch grade schreiben ;)
Rauch und gestank kann eigentlich nur vom Reifen kommen.
mein Tipp:
keine Fahrt mehr bis das Problem lokalisiert ist
Räder runter und Reifen und Felgen inspezieren auf Schäden und Schleifspuren
dann gleich mal einen Blick auf den Federn werfen, evtl. könnte ja ein Federbruch auch dir Ursache sein.
Wenn da nix zu finden ist ab zum Reifenhändler und auf die Hebebühne.
 
Hier noch die Beantwortung des "Fragebogen" :-):

1. Frage: Wie viele KM bist Du seit dem Wechsel gefahren?
Vielleicht um die 300km

2. Frage: Wurde Spur etc. vermessen und durch wen?

Spur wurde vor einem Jahr vom hiesigen Touringclub vermessen. Die Zahlen hatte ich hier im Forum hochgeladen und wurden von dwz8 für o.k. befunden.

3. Frage: Wie lange sind die Eibachs schon drinnen?
2 Jahre denke ich und etwa 15000km

4. Frage: Welche Dämpfer fährst Du dazu?

Originaldämpfer

5. Frage: Gesamtlaufleistung? Dämpfer OK?
65.000km, denke schon und die Probleme kamen direkt nach dem Wechsel auf 19".

6. Frage: Schon mal den Luftdruck auf 2.1 an der Vorderachse gemacht?
Probier ich morgen. :-)

zu 1:
Dann sind die Reifen noch nicht eingefahren. Das kann je nach Reifen und Fahrweise bis zu 1000 km zu merkwürdigem Verhalten führen

zu 2:
OK, wenn seither keine Änderungen am Fahrwerk passiert sind sollte das passen

zu 3:
Das ist zu viel für einen Einbaufehler und zu wenig für Verschleiß würde ich sagen

zu 4:
OK, sollten dann bei Defekt gegen z.B. Bilstein B8 getauscht werden damit das besser zu den Federn passt, hatte ja aber so schon funktioniert.

zu 5:
Klingt mir auch zu wenig für einen Defekt aber ich würde das mal im Hinterkopf behalten

zu 6:
Auch wenn das Viele nicht wahr haben wollen, je nach Reifen und Gewohnheit machen 0,5 - 0,7 bar zu viel das Auto zu einem Eiertänzer


Nach dem neuesten Vorfall: Ganz klar, Aufbocken, Bremse auf Freigängigkeit prüfen, Scheiben und Beläge checken und Reifen und Felgen prüfen. Schleifspuren an Kotflügel, Radhaus und Federbein suchen, Abstände zu benannten Teilen prüfen.
 
Ich bin heute nach Hause gekommen und vom Flughafen nach Hause gefahren (konnte daher noch keine der Tipps) ausprobieren. Jedenfalls bin ich ein kurzes Stück auf der AB etwas flotter gefahren und danach stehengeblieben. Von vorne hat es geraucht und gestunken. Die Fahrt dann langsam nach Hause fortgesetzt und in einer relativ engen Linkskurve (absolut normal gefahren) griff auf einmal die Traktionskontrolle für einen kurzen Moment ein!!! Ich bin echt geschockt.

Plan für morgen:
- Schauben mit 120NM anziehen.
- Luftdruck verändern (zuerst mal auf 2,2 und dann eventuell hoch auf 2,5-2,6)
Dein Bremssattel ist fest. Fahr zu einer Werkstatt und lass diesen tauschen. Damit könnte auch dein Problem mit dem komischen Fahrverhalten gelöst sein.
 
Neueste Erkenntnis: Die Räder sitzen fest, schleifen nicht, die Radschrauben sind die richtigen, der Reifen ist richtig herum montiert, keine Rissen an de Reifen oder Felgen.
Allerdings: Wenn ich die Bremsscheibe bei aufgebockten Auto drehe, dann schleift es vorne minimal (ich gehe von den Bremsklötzen aus). Die Bremse vorne wurden vor 1 Monat erneuert. Hinzu kommt dass der Bordcomputer nur mehr 17.000km Restreichweite für die Bremsklötze vorne anzeigt, für hinten allerdings 20.000km wobei diese vor mehr als einem Jahr gewechselt wurde. Bin jetzt bereits eine Stunde von der Probefahrt zu Hause und der Reifendruck vorne ist noch immer 2,5bar gegenüber 2,2bar kalt...Ist das normal dass der Druck so langsam wieder auf Kaltniveau absinkt?
 
Neueste Erkenntnis: Die Räder sitzen fest, schleifen nicht, die Radschrauben sind die richtigen, der Reifen ist richtig herum montiert, keine Rissen an de Reifen oder Felgen.
Allerdings: Wenn ich die Bremsscheibe bei aufgebockten Auto drehe, dann schleift es vorne minimal (ich gehe von den Bremsklötzen aus). Die Bremse vorne wurden vor 1 Monat erneuert. Hinzu kommt dass der Bordcomputer nur mehr 17.000km Restreichweite für die Bremsklötze vorne anzeigt, für hinten allerdings 20.000km wobei diese vor mehr als einem Jahr gewechselt wurde. Bin jetzt bereits eine Stunde von der Probefahrt zu Hause und der Reifendruck vorne ist noch immer 2,5bar gegenüber 2,2bar kalt...Ist das normal dass der Druck so langsam wieder auf Kaltniveau absinkt?
Dass die bremse vorne schneller verschleißt ist normal. Minimale schleifgeräusche sind auch normal. Wenn eine der Felgen deutlich wärmer wird als die andere oder beide richtig heiß werden, dann ist die Bremse an der Stelle nicht ok. Die Beläge sollten auf der außen und Innenseite geprüft werden.
 
Im Straßenbetrieb müssen bein E89 die Bremsen hinten vor denen der Vorderachse mit neuen Teilen versehen werden. Die Bremskraftvereilung ist eine andere als beim E85, insbesondere aus Komfortgründen bei leichter Verzögerung. Auch sind weniger als 20.000Km Laufleistung für die vorderen Bremsen nicht unbedingt normal, aber für die Beurteilung im Einzelfall fehlt die Kenntnis der Fahrweise. Im vorliegenden Fall sollten die Bremsklötze auf gleichmäßige Abnutzung hin untersucht werden. Wenn der Sattel klemmt, müssten zwischen den Sätteln, aber ggf. auch auf einer Seite, unterschiedliche Belagstärken messbar sein. Das freie Drehen des Rads im kalten Zustand bedeutet nicht, dass das auch im warmgefahrenen Zustand so sein muss. Ein seltener, aber durchaus vorkommender, Fehler ist das innere Aufquellen eines Bremsschlauchs, wodurch der Bremsdruck nur langsam wieder abgebaut wird.
 
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