Moderne Kommunikation - ein Quell der Freude!

Bors

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23 April 2009
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Kreis UE
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BMW Z4 G29 M40i
Ich habe am Freitag gegen 21.00 Uhr eine SMS von der Telekom erhalten, dass ich bitte anrufen möchte, weil man mir angeblich keine Post zustellen könne; man wolle daher meine Adresse mit den vorliegenden Daten abgleichen.

Also rufe ich artig, wie ich nun mal bin, umgehend unter der angegebenen Nummer an. Ich lande in einem Computerprogramm mit Spracherkennung. Für das Anliegen der Telekom gibt es natürlich keinen Menüpunkt und ich habe nur die Wahl zwischen standardisierten Informationen über Tarifangebote, Tarifwechsel, meine im laufenden Monat angefallenen Verbindungskosten und eine Menge übriges Zeug, das mich nicht im Geringsten interessiert.

Nachdem ich alle verfügbaren Vorschläge mit einem „Nein!“ quittiert habe, versuche ich es mit verschieden Schlüsselwörtern (Kundenberater, persönliches Gespräch, Rückruf etc.) in der Hoffnung, dabei eines zu erwischen, auf das das Programm reagiert, oder zumindest so häufig abzulehnen bzw. dazwischen zu reden, bis das Programm endlich merkt, dass es so nicht weiterkommt, und mich an einen Menschen durchstellt. Fünf Minuten lang lande ich bei allen möglichen Informationen, die ich weder will, noch brauche, bis es endlich heißt, dass man mich mit einem Kundenberater verbinden werde.

Es folgt die Ansage, dass man Gespräche zur „Verbesserung der Qualität“ (hier muss ich trotz meines mittlerweile starken Genervtseins lachen) aufzeichne und dass ich „nein“ sagen solle, wenn ich damit nicht einverstanden sei. Ich sage „nein“. Funkstille – nichts – kein Ton vom Programm und schon gar kein Laut von einem Menschen.

Ich überlege, ob ich evtl. etwas falsch gemacht haben könnte, lege auf und versuche es noch einmal. Diesmal komme ich schneller bis zum Angebot eines Gesprächs von Mensch zu Mitarbeiter, da ich alle Fragen des Programms mit „Berater“ unterbreche. Wieder kommt die Frage nach der Zustimmung zur Aufzeichnung, wieder sage ich „nein“, wieder Abbruch. Wie heißt der Werbeslogan der Telekom? "Erleben, was verschwindet"?

Es ist warm, ich sitze draußen und freue mich, dass ich ein T-Shirt trage, da ich bei einem Hemd jetzt eine größere Kragenweite bräuchte.

Also das Ganze noch einmal, jedoch ohne Ablehnung der Aufzeichnung. Wie durch ein Wunder spreche ich auf einmal mit einem Menschen (bestimmt reiner Zufall!), der mich fragt, was er für mich tun kann. Die anfängliche Erleichterung weicht aber schnell der Ernüchterung, da ich offensichtlich in irgendeinem Callcenter irgendwo auf der Welt an irgendeinen Praktikanten geraten bin, der akustisch kaum zu verstehen und mit der Angelegenheit vollkommen überfordert ist. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis ich ihm klargemacht habe, was ich will (Moment - ich will ja gar nichts von denen; die wollen etwas von mir; ich bekomme Blutdruck).

Der Callboy gräbt in den Tiefen der Telekom-EDV und findet dort schließlich einen Eintrag, dass ein Brief an mich zurückgekommen sei. Zum wiederholten Male erkläre ich, dass sich meine Anschrift nicht geändert hat. Worüber haben wir eigentlich die ganze Zeit geredet? Um was es sich bei besagtem Schreiben handelt, könne er nicht sagen, er mache aber einen Vermerk. Ob dies dazu führen wird, dass man mir dieses Schreiben noch einmal zustellt, weiß er nicht.

Am Sonntagmorgen gegen 9.00 Uhr erhalte ich erneut eine SMS der Telekom. Man bedankt sich für meinen Anruf und kündigt an, dass man dazu noch vier bis fünf Fragen habe, zu denen ich ein paar weitere SMS von einer anderen Kurzwahl aus erhalten werde. Prompt kommt die erste. Man will wissen, ob mein Anliegen gelöst wurde (ich habe kein Anliegen – mein Blutdruck begrüßt den noch jungen Tag mit einem neuen Höchstwert). Ich soll mit „1“ antworten, wenn es gelöst wurde und mit „2“, wenn nicht. Wohl wissend, dass das Programm nur „1“ oder „2“ akzeptieren wird, antworte ich mit „Noch nicht“, denn in der kurzen Zeit und erstrecht am Wochenende wird die Post nicht zugestellt, sodass beide Wahlmöglichkeiten nicht greifen.

Wie erwartet kommt die automatische Antwort-SMS, dass meine Angabe nicht verarbeitet werden könne und ich mit „1“ oder „2“ antworten solle. An dieser Stelle wird es mir zu dumm; ich ignoriere die Antwort und warte nun ab, was kommt. Vielleicht eine erneute SMS? Vielleicht sogar Post von der Telekom? Ich werde sehen …

Gruß

Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe am Freitag gegen 21.00 Uhr eine SMS von der Telekom erhalten, dass ich bitte anrufen möchte, weil man mir angeblich keine Post zustellen könne; man wolle daher meine Adresse mit den vorliegenden Daten abgleichen.
Wenn du hier zustimmst erhältst du entweder einen kostenpflichtigen Zusatzvertrag oder ein Abo für irgendetwas bei der Telekom


oder


eine Waschmaschine. :D:D
 
Nachdem ich alle verfügbaren Vorschläge mit einem „Nein!“ quittiert habe, versuche ich es mit verschieden Schlüsselwörtern (Kundenberater, persönliches Gespräch, Rückruf etc.) in der Hoffnung, dabei eines zu erwischen, auf das das Programm reagiert, oder zumindest so häufig abzulehnen bzw. dazwischen zu reden, bis das Programm endlich merkt, dass es so nicht weiterkommt, und mich an einen Menschen durchstellt. Fünf Minuten lang lande ich bei allen möglichen Informationen, die ich weder will, noch brauche, bis es endlich heißt, dass man mich mit einem Kundenberater verbinden werde.
Singen soll helfen,dann wird man sofort durchgestellt.;)
 
Kai, das Dilemma umgeht man ganz einfach, wenn man sich mal die Kontaktdaten von seinem Kundenberater zuschicken lässt. Dann erspart man sich das ganze Computer-Gesabbel. Einfach eine Mail schicken, dass dich derjenige mal anrufen soll oder gleich alles per Mail machen. Und siehe da: Es klappt! :t

Business-Kunden werden im Übrigen auch bevorzugt von der Telekom behandelt. Man bekommt also nicht nur bessere Tarife für weniger Entgelt, sondern als Dank dafür auch noch einen deutlich besseren Service. :whistle:

(Aber allemal besser als die anderen Anbieter. Denn von der Telekom kam bisher zumindest noch keine Drohung mit Inkasso/Schufa, wenn man mal nicht lammfromm den großen Göttern huldigt und alles frisst, was sie einem hinwerfen.)
 
Das hatte ich auch mal, was war es schließlich? Werbung...:w :d Und ich war schon gespannt, was für einen wichtigen ominösen Brief ich bekommen würde, aber ich hatte denen meine Adresse nach einem Umzug bewußt nicht mitgeteilt, weil ich keine Werbung mehr haben wollte. Du glaubst nicht, was für einen Hals ich hatte, als ich diesen wichtigen Brief in den Händen hielt. :s :b

Ich bin gespannt, was es bei Dir ist ! 8-)
 
An dieser Stelle wird es mir zu dumm; ich ignoriere die Antwort und warte nun ab, was kommt. Vielleicht eine erneute SMS? Vielleicht sogar Post von der Telekom? Ich werde sehen …
Oder es kommt eine saftige Rechnung über eine kostenpflichtige Beratung in der Hotline. So 3,99 € die Minute. :D

Kannst schon mal ein Spendenkonto einrichten. ;) :) :-)
 
Ich habe am Freitag gegen 21.00 Uhr eine SMS von der Telekom erhalten, dass ich bitte anrufen möchte, weil man mir angeblich keine Post zustellen könne; man wolle daher meine Adresse mit den vorliegenden Daten abgleichen.
Was mich etwas stutzig macht, ist dass hier die Telekom als Hilfesteller für die Post tätig wird. Das sind eigentlich zwei völlig getrennte Häuser????
Oder liege ich da falsch &:

https://www.deutschepost.de/de/a/adressleistungen.html
 
Das hatte ich auch mal, was war es schließlich? Werbung ...

Vom Zeitpunkt her dürfte es sich um die Rechnung für Mai handeln. Die Zusendung von Werbung in jedweder Form, Werbetelefonate etc. habe ich bereits vor Jahren ausdrücklich und schriftlich untersagt. Wenn das wirklich Werbung sein sollte, dannn rappelt es aber im Karton.

Gruß

Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mich etwas stutzig macht, ist dass hier die Telekom als Hilfesteller für die Post tätig wird. Das sind eigentlich zwei völlig getrennte Häuser????
Oder liege ich da falsch ...

Nein, damit liegst Du richtig. Ich denke, das es sich um eine Rechnung der Telekom handelt (s.o.).

Gruß

Kai
 
Vom Zeitpunkt her dürfte es sich um die Rechnung für Mai handeln. Die Zusendung von Werbung in jedweder Form, Werbetelefonate etc. habe ich bereits vor Jahren ausdrücklich und in schriftlicher untersagt. Wenn das wirklich Werbung sein sollte, dannn rappelt es aber im Karton.

Gruß

Kai

Hm...sorry aber ich kann nicht anders. :whistle::D Dann brauchen wir ein update mit dem Gesprächsverlauf, ein Foto ....herrlich, mein Kopfkino. :D
 
Habe trotzdem mal "gefällt mir" angeklickt. :g ;)
Und immer schön tief einatmen Kai und gaaaanz langsam ausatmen .....

Gruzzzz
Gerald


PS:
Der Tipp von @fr.jazbec ist hilfreich.
Meine Lieblingsantwort ist auf Computerfragen ist "üglifügli".
Funktioniert ebenfalls prima. (zumindest außerhalb der Schweiz)
 
Mir ging es bei meinem Beitrag eigentlich nicht um Ratschläge (natürlich vielen Dank für alle erhaltenen :) :-) ), sondern darum, in einigermaßen unterhaltsamer Form etwas zum modernen "menschlichen Miteinander" auf's virtuelle Papier zu bringen. Paul Watzlawick hat ja schon geschrieben, dass die menschliche Kommunikation zugleich für Verständigung und Missverständnis sorgt. Wenn da noch "programmierte Kommunikation" und dritte Personen dazu kommen, wird's dadurch nicht unbedingt besser ... :b

Edit:
Ich sehe das ja mit (genervtem) Humor, aber alte Leute könnten bei soetwas z.B. sehr hilflos werden und spätestens dann ist das nicht mehr witzig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hätte ich was dazu ...


Du siehst, das Thema gibt's schon ein Weilchen :D :whistle:

MfG Gerhard

Auch wenn es absolutes OT ist. Aber wenn man Oberscht Wilhelm Klink so sieht, da kann man nicht anders.


(Obwohl...die Sequenz hat auch etwas mit einem "Missverständnis" zu tun. :t)
 
Noch ein Erlebnis von heute mit nicht ganz so moderner Kommunikation :w: Anruf von Callcenter-Mitarbeiterin für eine Firma mit Tiefkühlkost.
Meine erste Rückfrage, woher sie die Erlaubnis hat, mich anzurufen?
Na Sie haben doch von uns einen Katalog bekommen, und da rufen wir an.
Ich frage direkt meine Frau, ob wir einen Katalog bekommen haben? Ja, den hat sie aber weggeworfen.
Also sage ich der Dame, wir haben den Katalog weggeworfen und kein Interesse, bedanke mich, verabschiede mich und lege auf.
Da ruft mich die Dame noch mal an, tadelt mich, dass ich sie nicht habe ausreden lassen, und wünscht mir einen schönen Tag, tschühüüs. Keine Möglichkeit einer Antwort meinerseits.
Na gut, vielleicht hat ihr das gut getan, aber ein Aushängeschild für die Firma ist es nicht.

Nachtrag: Zu ihrem Dialekt sag ich mal nix :rolleyes:

MfG Gerhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht sogar Post von der Telekom? Ich werde sehen …
An mich bestimmt nicht.
Vor vielen, vielen Jahren, ich kann mich kaum noch daran erinnern, wollte ich mit mehreren Homepages zur Telekom umziehen.
Was sich daraus entwickelt hat möchte ich hier nicht beschreiben, es würde den Rahmen des Forums sprengen.
Danach habe ich mir geschworen nichts, aber auch absolut nichts mehr mit der Telekom zu tun haben zu wollen.
Wenn ich Werbung von denen bekomme frage ich immer was sie mir zahlen wollen, wenn ich den Stress noch einmal auf mich nehme.
Mit den Telekommunisten habe ich nichts mehr am Hut.
Kai, tut mir Leid, dass Du so leiden musstest. :(
Mein Tipp für die Zukunft und eine Stress freie und moderne Kommunikation:
trenne dich von dem Verein.
kh
 
... Kai, tut mir Leid, dass Du so leiden musstest. ...

Danke, aber ich "leide" kein bisschen - ich finde manche Entwicklungen einfach nur sehr merkwürdig und noch merkwürdiger finde ich es, dass das manchen Leuten gar nicht mehr aufzufallen scheint.

... Mein Tipp für die Zukunft und eine Stress freie und moderne Kommunikation:
trenne dich von dem Verein.
...

Das würde ich - allerdings aus anderen Gründen und wegen anderer Erlebnisse - sofort machen, wenn es eine Alternative gäbe. Leider sind die anderen Anbieter keinen Deut besser. Das gilt übrigens auch für Banken, Versicherungen u.v.m.

Gruß

Kai
 
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