"Nur mal umschauen" kostet im Geschäft Geld

Ich denke es kommt immer drauf an was man auf die Hardware schlägt. Ich habe eben mein Bad renovieren lassen. Einmal ein Komplettpreis für 8k vom Handwerker bekommen und einmal die Hardware (gleiche Hersteller) übers Internet berechnet. Die Differenz war enorm, so enorm dass ich dem Handwerker auch gesagt habe "Bau meine Hardware aus dem Internet ein oder lasse es bleiben. Ein nächste baut sie sicher ein."

Gerade bei hochpreisiger Hardware wie Gasanlagen sind 10% viel Geld, auch für überdurchschnittliche Verdienste. Nachdem der Marktpreis den Markt regelt, so darf man nicht vergessen, dass hierzu auch das Internet seit gut 10 Jahren dazu gehört. Möglichkeiten hat ja Karatekid schon genannt, ob optimal oder nicht, sei mal dahingestellt.

Und für gute Arbeit zahle ich auch gerne gutes Geld. Aber nicht für überteuerte Hardware. Dann muss man eben als Handwerker seine Arbeit und Leistung "besser" bzw. anders kalkulieren, genauer gesagt transparenter und hochwertiger dem Kunden verkaufen.
 
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Kid, wird erst mal erwachsen, dann reden wir weiter, ich maße mir nicht an von deinem Gewerk, was auch immer das ist, Ahnung zu haben.
Na wenigstens hast du dein erstes Statement noch korrigiert. Du scheinst ja bei dem Thema sehr dünnhäutig zu sein. Leider hast du nicht verstanden, dass es hier nicht um das Gewerk geht, sondern um die Art der Angebotskalkulation. Und da gibt es betriebswirtschaftliche Grundlagen, völlig unabhängig vom Gewerk. Und ja, ich habe das gleiche Problem durch wie du. Plane mal die EDV mit Servertechnik für eine Klinik - dauert gut 5 Tage, mache ein Angebot und hinterher kommt der Kunde, die Hardware kaufen wir woanders aber sie dürfen sie einbauen. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Ja ich kenne dein Problem und habe nur einige Denkanstöße geben wollen, wie ich damals erfolgreich reagiert habe. Und du gehst gleich ab wie eine V1 und fühlst dich angegriffen. Ich habe damals reagiert und habe Angebot, Hardware und Arbeitsleistung so angeboten, dass was immer auch der Kunde geordert hat es sich für mich rechnete. Nichts anderes habe ich dir empfohlen. Ob du das annimmst oder weiter auf den bösen Kunden schimpfst, ist deine Sache. War ja nur ein Gedanke.

Und Übrigens, das letzte radikale Umdenken und Verändern musste ich vor ca. 3,5 Jahren durchziehen, als über Nacht meine komplette Arbeitsgrundlage in Trümmern lag. Und auch das habe ich hinbekommen. Insofern, wir sind selbständig, haben das so gewählt, und dann sollte man nicht über den bösen Kunden jammern. Nur meine bescheidene Meinung und keine Arroganz, wie du sie mir unterstellen möchtest.

Im Übrigen ist es sehr lustig, wenn du mir bei meinem bisherigen Arbeitsleben erklärst, ich solle erst einmal erwachsen werden. Ich tu das mal schlicht unter fehlenden Argumenten und deinem Pulsschlag zu diesem Thema ab. Ich denke, wenn du dich beruhigt hast, ist es dir auch möglich sachlich und über der Gürtellinie zu diskutieren.
 
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sorry, aber da liegst du falsch, der Kunde erwartet für die Arbeit das gleiche wie schon vorher von mir zusammen mit dem Material angeboten und aus der Haftung bzw. Gewährleistung bin ich auch nicht raus, ...
Problem ist, ich weiß nicht ob das Material tatsächlich original und für den deutschen Markt bestimmt ist, muß aber dafür die Gewährleistung und Haftung übernehmen. ...
Schwachsinn, du hast von meinem Gewerk keine Ahnung und sonst auch nicht, lass es einfach. Ich hafte für die Funktion und Sicherheit von allem was ich einbaue.
Es geht hier nicht um Plüschtiere, sondern um Gasheizungen ...
... Leute, denkt halt erst mal nach oder fragt nach, bevor ihr über andere Gewerke urteilt, von denen ihr keine Ahnung habt.

Einige hier denken ganz gerne nach, und lernen auch gerne dazu, wozu ich übrigens u.a. auch Axel zähle. :) :-) Daher hiermit an dich die Frage, woher denn eine Mängelhaftung und Gewährleistung deinerseits kommen soll für Geräte und Materialien, die der Kunde ausdrücklich und in eigener Verantwortung beistellt und zu denen du ausdrücklich darauf hingewiesen hast, dass du eine Eignung der Geräte und/oder Materialien für den Verbau nicht zuverlässig feststellen kannst?
 
... Und für gute Arbeit zahle ich auch gerne gutes Geld. Aber nicht für überteuerte Hardware. Dann muss man eben als Handwerker seine Arbeit und Leistung "besser" bzw. anders kalkulieren, genauer gesagt transparenter und hochwertiger dem Kunden verkaufen.
Genau das ist der springende Punkt, und so werden es sicher viele Kunden sehen. :t

Ein ordentliches Gesamtpaket vom Fachmann muss sicherlich nicht zwingend die günstigste Hardware beinhalten, sondern darf preislich eben auch den "alles-aus-einer-Hand"-Vorteil für den Kunden berücksichtigen. Wenn man sich im Hinblick auf die Hardware aber über Gebühr benachteiligt oder gar "abgezockt" fühlt, bleibt der Fachmann ggf. auf der Strecke. Es sei denn, er stellt die Attraktivität seines Angebotes anderweit her, z. B. über die außerordentliche Qualität seiner Beratung und/oder Handwerkskunst.

Das ist übrigens eine sehr einfache Erkenntnis, die für zahllose Branchen gilt, in denen es nicht (nur) um den Vertrieb von Waren geht, sondern (auch und insbesondere) um fachliche Fähigkeiten. :) :-)
 
Bei solch einem Verhalten der Kunden könnte ich kotzen:mad:
Der Heizungsbaumeister hat für das Angebot solch einer Anlage richtig ackern müssen! Daß ist nicht mal eben gemacht, das kostet Zeit und Geld.
Jedes KD Fahrzeug kostet ein kleines Vermögen!
Dazu wird meist ein Notdienst bis in die Nacht angeboten und für den Kunden als selbstverständlich erachtet.
Der Kunde benutzt das Angebot für die Geiz ist Geil Bestellung im WWW, das wäre ohne das Angebot nicht möglich gewesen:mad:
Da werden sich viele wundern wenn die Preise per Std. Irgendwann bei 80-100€ landen!
Handwerker als billige Stundenlöhner zu sehen aber hohes Niveu erwarten funktioniert nicht. Damit ist kein Handwersbetrieb zu halten!

Und ja! Wir müssen auch am Material was verdienen, sonst ist die Bude in kürze zu:mad:

Ich würde den Auftrag konsequent aber freundlich ablehnen:p
 
... Handwerker als billige Stundenlöhner zu sehen aber hohes Niveu erwarten funktioniert nicht. Damit ist kein Handwersbetrieb zu halten!
Und ja! Wir müssen auch am Material was verdienen, sonst ist die Bude in kürze zu:mad:
Soll das heißen, dass ihr eure Angebote so kalkuliert, dass ihr bei dem Material einen reichlichen Aufschlag addiert und im Gegenzug eure Werkleistungen besonders preiswert anbietet? Wenn ja: Warum?
 
Genau da liegt die Krux! Genau das tun sie und genau das ist das Problem. Da sich der Markt ändert, früher waren manche Teile garnicht im Netz verfügbar, ist hier die Flexibilität des Handwerkers gefragt. Eventuell müssen da die Stundensätze dann hoch damit es sich rechnet. Ich erinnere an die Ölfreds, gleiches Prinzip, die Werkstatt bietet Öl zu völlig utopischen Preisen an, was jeder billiger im Netz findet, bietet den Ölwechsel für 29,00€ an und jetzt bringt der Kunde das Öl selbst mit und der Gesamtbetrag ist im Eimer. Ergo, der Ölwechsel wird teurer und der Händler erhält einen realistischen Preis für den Arbeitslohn. Wer schießt jetzt wem ins Knie? [emoji2]
 
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Weil wir kundenorientiert arbeiten!

Es gibt auch Aufwandsarbeiten in Form von Reparaturen, da werden die Abrechnungen für den Monteur maßvoll gehalten,denn Service ist die Basis des Handwerks, aber das wird sich in Zukunft wohl ändern.
Schaut mal auf eure Rechnungen eures Klempners oder Heizungsbauers, dafür würden die meisten morgens nicht aufstehen:D
 
Das artet noch im Krieg aus.
Jeder soll kalkulieren wie er möchte...
Der Handwerker bietet einen Preis an und der Kunde entscheidet ob er das zahlen möchte und das ist alles.
Wenn ein Handwerker lauter absagen bekommt muss er sich Gedanken machen warum das so ist
Der Kunde wird sich irgendwann fragen müssen wenn kein Handwerker zu ihm kommen möchte für seine Preisvorstellung.
Jedoch ist eine Preiskalkulation nicht immer so ein großer Aufwand.
Bei uns auf den Baustellen oder Wohnungen kommt ein Handwerker der erfahren ist und kann schon im Kopf ungefähre Preise nennen
Das macht er fast jeden Tag.
Eine Woche kalkulieren für eine neue Heizung halte ich leicht für übertrieben oder ich weiß es nicht besser.
Ich zahle sehr gerne faire Preise ... Aber fair sollten beide Parteien sein.
Bei der heutigen Transparenz muss halt jeder überlegen was er wie anbietet.
 
Soll das heißen, dass ihr eure Angebote so kalkuliert, dass ihr bei dem Material einen reichlichen Aufschlag addiert und im Gegenzug eure Werkleistungen besonders preiswert anbietet? Wenn ja: Warum?
Weil wir kundenorientiert arbeiten!
Es gibt auch Aufwandsarbeiten in Form von Reparaturen, da werden die Abrechnungen für den Monteur maßvoll gehalten,denn Service ist die Basis des Handwerks, aber das wird sich in Zukunft wohl ändern. ...
Diese "Logik" erschließt sich mir nicht so recht. Warum soll es "... kundenorientiert ...", wenn Werkleistungen womöglich besonders preiswert, Material dafür besonders teuer angeboten wird/werden? Für den Kunden ist ausschlaggebend das "Gesamtpaket". Natürlich freut sich der Kunde, wenn ihm eine bloße Reparaturleistung zu einem besonders günstigen Stundensatz angeboten wird. Aber ist der (ggf. nicht einmal der gleiche) Kunde im Gegenzug bereit, bei einem Gesamtwerk für das Material einen erheblichen Aufpreis zu zahlen?

Spätestens hier kann ich die behauptete Kundenfreundlichkeit nicht erkennen, sondern eher die hier bereits u.a. von Frank angedeuteten Missstände in der Kalkulation. Wenn sich eine Leistung für sich alleine nicht trägt, sondern nur in der Gesamtschau mit einem Materialaufschlag, dann dürfte es für die Branche in der Tat an der Zeit sein, derartige Kalkulationen zu überdenken.

Hand auf's Herz: Ich vermute, dass derartige Kalkulationen eher in der Wettbewerbssituation begründet liegen. Ihr trumpft mit besonders günstigen Stundensätzen und damit mit einem - ggf. vermeintlich - besonders günstigen Angebot auf, und holt euch diese Vergünstigung über - für den Kunden ggf. schwer überschaubare - Materialaufschläge wieder rein. In diesem Fall wird man aber wohl damit leben müssen, wenn der Kunde dann doch schlauer war, als man es sich gedacht hat. :whistle:

Für mich hat eine "... kundenorientierte ..." Leistungserbringung übrigens herzlich wenig mit dem Preis zu tun. Der Preis muss einfach nur fair sein. Die Orientierung am Kunden zeigt sich vielmehr durch den persönlichen Umgang, durch Antwortzeiten, Zuverlässigkeit, gute Beratung und dergleichen. :) :-)
 
Top, genau so sehe ich das auch. Ich erwarte auch transparente Kalkulationen und ich checke Materialpreise auch gegen. Wenn ich das Gefühl habe an der Stelle über den Tisch gezogen zu werden agiere ich genauso.

Es hilft doch nicht zu meckern und sich mit einem "die werden schon noch sehen was sie davon haben" hinzusetzen und zu warten bis sie es sehen. Wird nicht passieren, die Kunden bzw. der Markt werden nicht wieder wie früher.

Viele Grüße

Christian
 
Soll das heißen, dass ihr eure Angebote so kalkuliert, dass ihr bei dem Material einen reichlichen Aufschlag addiert und im Gegenzug eure Werkleistungen besonders preiswert anbietet? Wenn ja: Warum?

Wie kommt jetzt das "reichlich" in deine Frage? ;)
Vorher wurde mal eine Zahl von 10% genannt.

Die Klage, dass ein Angebot viel Aufwand kostet, mag ja richtig sein, das hilft aber nix. Z. B. bei einem Auftrag über 30 T€ für eine neue Heizung will ich mehrere Angebote, und mich dann für eines entscheiden.
Natürlich picke ich dabei nicht die Rosinen, d.h. kaufe das eine von dem und das andere von dem.

Zur Zukunftsentwicklung: wie bei Reifen (und Motoröl) gibt es die eine Entwicklung, dass ich das Material im Internet günstig kaufe, und mir ein Dienstleister das einbaut.
Der andere Trend kann das Komplettangebot sein, dass ich Material nur mit Einbau komplett mache. Das Problem ist dann aber, dass ich leer ausgehe, sobald ein Konkurrent den anderen Weg (Einbau von beigestelltem Material) mitgeht.

MfG Gerhard
 
Nunja, es wird der Zeitpunkt kommen, das Kunden froh sein werden, wenn überhaupt noch ein versierter Handwerker verfügbar ist. Welcher junge Mann lässt sich denn noch im Handwerk ausbilden?
Will doch keiner mehr richtig ,,arbeiten''... Angebot und Nachfrage regeln den Preis, nicht nur bei der Hardware.
Auf den Baustellen wird nur noch polnisch,russisch,bulgarisch,rumänisch gesprochen. Ein gut gefliestes Bad fällt sofort auf... sollte eigentlich normal sein.
Bei einem meiner letzten Kunden,dem ich eine Küche montierte, sprach kein Handwerker deutsch. Der Kunde hätte schon seit einem Dreiviertel Jahr einziehen sollen, wohnt in seinem Ferienhaus.
Nur Chaos, eine flickerei nach der nächsten. Wer also gute und verlässliche Arbeit haben möchte, wird mehr bezahlen müssen. Allein schon wegen des fehlenden Nachwuchses.
Küchenmonteure werden übrigens mit Kusshand gesucht.... Bei einem Auftraggeber habe ich locker eine Anhebung meiner Vergütung erreicht, weil er einfach froh ist, mich zu haben. Nix verhandeln, gesagt was ich mir vorstelle,Handschlag, Punkt. Natürlich auch fair geblieben, nichts übertrieben.

Gruss
Markus
 
Nunja, es wird der Zeitpunkt kommen, das Kunden froh sein werden, wenn überhaupt noch ein versierter Handwerker verfügbar ist. Welcher junge Mann lässt sich denn noch im Handwerk ausbilden?
Will doch keiner mehr richtig ,,arbeiten''... Angebot und Nachfrage regeln den Preis, nicht nur bei der Hardware.
Auf den Baustellen wird nur noch polnisch,russisch,bulgarisch,rumänisch gesprochen. Ein gut gefliestes Bad fällt sofort auf... sollte eigentlich normal sein.
Bei einem meiner letzten Kunden,dem ich eine Küche montierte, sprach kein Handwerker deutsch. Der Kunde hätte schon seit einem Dreiviertel Jahr einziehen sollen, wohnt in seinem Ferienhaus.
Nur Chaos, eine flickerei nach der nächsten. Wer also gute und verlässliche Arbeit haben möchte, wird mehr bezahlen müssen. Allein schon wegen des fehlenden Nachwuchses.
Küchenmonteure werden übrigens mit Kusshand gesucht.... Bei einem Auftraggeber habe ich locker eine Anhebung meiner Vergütung erreicht, weil er einfach froh ist, mich zu haben. Nix verhandeln, gesagt was ich mir vorstelle,Handschlag, Punkt. Natürlich auch fair geblieben, nichts übertrieben.

Gruss
Markus

Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umschaue ist bei denen die gute bzw eigentlich selbstverständliche Erfahrungen mit Handwerkern gemacht haben und denen die richtig auf die Nase gefallen sind weder beim Preisniveau noch bei der Muttersprache der Handwerker ein Muster erkennbar ;)
 
Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umschaue ist bei denen die gute bzw eigentlich selbstverständliche Erfahrungen mit Handwerkern gemacht haben und denen die richtig auf die Nase gefallen sind weder beim Preisniveau noch bei der Muttersprache der Handwerker ein Muster erkennbar ;)
Nicht falsch verstehen, wollte nicht allen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind,unterstellen, schlechte Handwerker zu sein. Es gibt in jeder Branche solche und solche. Jedoch nehmen die schlechten Handwerker im Verhältnis zu den guten in der Anzahl zu. Wenn dann noch sprachliche Probleme dazukommen, ist das Chaos perfekt.

Gruss
Markus
 
Je nach Branche einen wirklich detaillierten Kostenvoranschlag bzw. teilweise eine Planung zu erstellen dauert seine Zeit.Die darf auch m.E. in Rechnung gestellt werden, falls es nicht zu einem Auftrag kommen sollte.Jedoch sollte der Kunde schon im Vorfeld informiert werden können mit welchen Kosten +-35% zu rechnen ist,um eine grobe Vorstellung zu haben und ob das Angebot seinen Vorstellungen entsprechen könnte.Eine erfahrene und kompetente Fachkraft sollte dazu in der Lage sein eine "vorsichtige" Schätzung abzugeben.und den Kunden somit zu orientieren.Ebenso ist das eine gute Gelegenheit dem i.d.R. unerfahrenen Kunden zu vermitteln ,dass vielleicht Anspruch und eigene Kostenvorstellung nicht in Relation stehen oder selbst zu erkennen,dass das Budget des Kunden "wirklich" begrenzt ist und man von Anfang an Arbeit vermeidet, indem man z.B. einem Kunden nicht Fliesen für über 100E/m2 offeriert aber das Budget eigentlich nur Fliesen für 20E/m2 erlaubt und man trotzdem grösstenteils auf die Wünsche des Kunden eingehen könnte. Man kann ein Bad schön für 2k renovieren aber ebenso für 20k oder mehr.Teurer ist zwar meistens auch schöner i.d.R. oder zumindest hochwertiger aber auch nicht immer nötig um ein passables Ergebnis zu erzielen.Aus Erfahrung schiessen hier manche Dienstleister meist weit übers Ziel hinaus.

Aus Kundensicht sollte einem klar sein,dass ein Betrieb mit festem Sitz, Servicefahrzeugen-leistungen,Ausstellungsraum,Putzkräften etc.. i.d.R. bei den reinen Materialpreisen nicht mit einem Onlineshop mithalten kann.

Einen Shop wie in Essen würde ich als Kunde allerdings meiden.Ebenso einen Dienstleister,der vorab besprochene aber selbst besorgte Materialien nicht verbaut,sofern man als Kunde auf Ansprüche schriftlich verzichtet.Ich persönlich hätte kein Problem damit,wenn ein Dienstleister einen Stundenlohn x mit Materialien und einen Stundenlohn xx Ohne offeriert.
 
Schaut mal auf eure Rechnungen eures Klempners oder Heizungsbauers, dafür würden die meisten morgens nicht aufstehen:D
Das erlebe ich aber anders, seit dem ich westlicher in Deutschland wohne... ;) Wenn ich da an den letzten Heizungscheck bzw. die Reparatur des Rolladens denke...

Zwei Beispiele wie es funktionieren kann oder nicht...
Mit dem Heizungscheck war ich zufrieden. Daher habe ich den recht hohen Preis für die reine Arbeitsleistung akzeptiert. Dafür hat es ein Profi gemacht. Beim Rolladen jedoch war nur der Motor zu tauschen. Nettoaufschlag auf den Motor 120% und für 20 Minuten Arbeit einen Preis der sich gewaschen hat. Dazu An- und Abfahrtskosten zu vollem Monteurspreis berechnet. Es versteht sich von selbst, dass ich die Firma nicht wieder beauftrage. Mit einem vernünftigen Preis hätte er mich als Kunden gewonnen, zudem ich auch noch die Terrasse verglasen lassen will. So suche ich mir jemand wo ich nicht das Gefühl habe über den Tisch gezogen zu werden. Ich bin ja auch fair zu meinen Kunden.
 
Bei diesem Fall geht es um ein Objekt mit 6 Wohneinheiten,wo üblicherweise ein sehr transparentes Angebot, wo von der Auslegung der Rohrleitungen Heiskörper und Bedarfsberechnung sowie Abträge und und und.... bis über eine detaillierte Materialaufstellung alles enthalten ist.
Wenn ein Handwerker das auf der Baustelle mal eben über den Daumen peilt, sorry dann ist das äußerst unproffesionell !
Jeder Dorfschmied kann Rohrleitungen reinkloppen, aber mit Handwerk hat das wenig zu tun. Eine korrekt ausgelegte Anlage nach geltenden Verordnungen ist schon etwas aufwändiger.
Dem hier genannten Angebot Wucher zu unterstellen, finde ich absolut nicht richtig!
Leider sehen wir immer wieder Angebote, die unter dem Material EK erstellt werden . Wie das geht, kann ich nur vermuten,da uns regelmäßig Baustellen und Fahrzeuge ausgeräumt werden:mad:
Ich weiß nicht woher das Material stammt das der Kunde mit meinem Angebot bei ebay zusammenkauft und ich soll das noch einbauen? Nein!
Zum Glück gibt es noch genügend Kunden die gutes Handwerk zu schätzen wissen und die bekommen nicht billig, aber preiswert!
 
Wenn ein Handwerker das auf der Baustelle mal eben über den Daumen peilt, sorry dann ist das äußerst unproffesionell !

Ich verstehe deinen Standpunkt und sicherlich ist eine Heizungsanlage komplizierter einzuschätzen als einen neuen Bodenbelag zu planen.Dennoch:

Sorry solch eine Aussage werte ich als Ausrede und im schlimmsten Fall als nicht kompetent bzw. ohne Erfahrung. Zur Not gibt man eine Schätzung wo man auf der sicheren Seite ist.Dazu muss man natürlich wissen,was auf einen zukommen könnte.Wie gesagt, es geht um eine Orientierung des Kunden.Sollte man da zusammenkommen und der definitive KV fällt dann nachher sogar günstiger aus--->win win
 
Bei diesem Fall geht es um ein Objekt mit 6 Wohneinheiten,wo üblicherweise ein sehr transparentes Angebot, wo von der Auslegung der Rohrleitungen Heiskörper und Bedarfsberechnung sowie Abträge und und und.... bis über eine detaillierte Materialaufstellung alles enthalten ist.
Ich kann dich voll verstehen. Aber wo ist der Unterschied dazu, wenn ich die PC- und Servertechnik z.B. einer Klinik plane? Auch hier bekommt der Kunde ein sehr detaliertes Angebot und könnte mit dem woanders einkaufen. Daher auch mein Einwand an H-P, die Art der Kalkulation zu überdenken. Denn nur mit Aufregen über das Kundenverhalten ändert sich doch nichts. Wucherpreise hat ihm übrigens niemand unterstellt. Jeder muss halt in seiner Branche schauen, wie er die Kunden bindet. Offensichtlich hat das im Fall von H-P nicht funktioniert.

Unterm Strich bleibt doch, viele Branchen mussten sich auf das Internet einstellen und sich entsprechend anpassen. Also bleibt nur nicht über den Kunden zu schimpfen sondern sich selbst zu verändern, insofern dies auf die Branche bezogen möglich ist.
 
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