Airscarf-Ärger schockt Mercedes (Bericht aus Autozeitung vom 13.05.2016)

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BMW Z4 e85 roadster 2,0i
Airscarf-Ärger schockt Mercedes!

Ein verlorener Patent-Streit zum Nackenwärmer Airscarf schockt Mercedes und sorgt für einen sofortigen Verkaufsstopp aller neuen Cabrio-Modelle und Roadster.

Nach einem verlorenen Patent-Streit muss Mercedes ab sofort den Verkauf und die Auslieferung aller Cabrio-Modelle stoppen, die mit dem Airscarf genannten Nackenwärmer ausgerüstet sind. Eine Patentverwertungsfirma hatte in mehreren Instanzen gegen Daimler geklagt und gestern vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe Recht bekommen. Die Folgen für den Autobauer sind dramatisch: Nicht nur der Marktstart des Mercedes C-Klasse Cabrio ist in Gefahr, auch alle übrigen Modelle mit dem 2004 eingeführten und zunächst nur für den SLK erhältlichen Airscarf dürfen nach aktuellem Stand weder beworben noch verkauft werden. Betroffen sind folglich auch die jüngst aufgefrischten Roadster Mercedes SLC und SL sowie das ebenfalls brandneue Mercedes S-Klasse Cabrio. Da die Schwaben den Airscarf für alle offenen Modelle anbieten, steht hinter sämtlichen Cabriolet-Auslieferungsterminen derzeit ein großes Fragezeichen. Ausgeliefert werden dürfen nur noch Fahrzeuge, die bereits vor dem 9. Mai 2016 vollständig bezahlt waren. Besitzer von Mercedes-Modellen mit Airscarf müssen sich nach aktuellem Stand keine Sorgen machen: Ein Rückruf ist nicht notwendig, alle bisher ausgelieferten Cabrios und Roadster dürfen den Airscarf auch zukünftig in gewohnter Art und Weise nutzen.

Mercedes Airscarf-Patent sorgt für Cabrio-Verkaufsstopp

Die Sonderausstattung Airscarf bläst über eine Öffnung im Bereich der Kopfstütze warme Luft auf Nacken und Hals der Insassen und sorgt so für ein angenehm-wärmendes Gefühl. Gerade bei etwas kühleren Temperaturen am Morgen oder Abend wird so manche Fahrt mit offenem Verdeck möglich, an die ohne Airscarf nicht zu denken wäre. Nach der Weltpremiere im Mercedes SLK von 2004 haben die Stuttgarter die Technik Schritt für Schritt auf ihre komplette Cabrio-Palette ausgeweitet und in den letzten Jahren hunderttausendfach verkauft. Ob auch andere Autobauer wie Audi, BMW und Peugeot, die für ausgewählte Modelle ganz ähnliche Systeme wie den Mercedes Airscarf anbieten, von den Streitigkeiten mit der Patentverwertungsfirma betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

Mehr zum Thema: So kommt das Mercedes C-Klasse Cabrio
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Thematik hat schon im Mercedes-Fred kurze Erwähnung gefunden.

Wirklich traurig ist man als Roadster-Fan ob der "Airscarf"-Geschichte wohl nicht, eher belustigt.
Ist zwar unangenehm für MB und die Kunden, die vielleicht gerade auf ihr neues Cabrio warten müssen, aber "Airscarf" ist m.E. doch ein Feature, auf das ich getrost verzichten könnte.
 
Mercede wird ein paar Euros bezahlen und die Patentverwertungsfirma hat ihr Ziel erreicht... Ist ja ein bekannter Geschäftszweig und tägliche Routine in der Wirtschaft.
Mercedes muss halt auch für Technik bezahlen die durch patente geschützt ist.
 
... Ist zwar unangenehm für MB und die Kunden, die vielleicht gerade auf ihr neues Cabrio warten müssen, aber "Airscarf" ist m.E. doch ein Feature, auf das ich getrost verzichten könnte.
Mercede wird ein paar Euros bezahlen und die Patentverwertungsfirma hat ihr Ziel erreicht... Ist ja ein bekannter Geschäftszweig und tägliche Routine in der Wirtschaft. ...
Ich finde die Airscarf-Technologie zwar ziemlich lächerlich, bin mir allerdings nicht so sicher, dass das Thema für Mercedes nicht doch sehr unangenehm ist. Patentstreitigkeiten sind zwar, Robert, in der Tat ein häufiges Thema. Wenn aber die Sache derart gerichtlich eskaliert ist und das Patent derart umfassend genutzt wird, dann kann es m. E. sehr teuer werden.

Vielleicht sehe ich das mangels weitergehender Fachkenntnis aber auch zu eng. ;)
 
Nachtrag: Gerade sehe ich erst, dass nur der hiesige Vertriebsraum erfasst wird und zudem der Patentschutz zum Jahresende ausläuft. ;)
 
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