Parkett-Experten im Forum unterwegs? Stichwort: Lackbruch bei versiegelter Räuchereiche

Hammam

BMW Freak
Registriert
5 September 2007
Alter
41
Ort
Aachen/Stolberg
Wagen
BMW Z4 e86 M coupé
Hi Leute,

ich hab leider enorme Probleme mit dem Boden in menier Wohnung aus diversen Gründen.

Typ: Räuchereiche versiegelt
Heizung: Fußboden

Der Boden wurde vorm Einzug beschädigt durch Handwerker, sodass der Boden abgeschliffen und erneut versiegelt wurde.
Da wohl zuviel von irgendeiner Zutat dabei war, war der boden zu glatt und musste erneut abgeschliffen und zum 3. Mal versiegelt werden.

Nach 6 Monaten kam es aufgrund von erhöhten Temperaturen (Heizung ist vom Heizungstechniker falsch justiert worden) zu einer unschönen Streifenbildung. IN den Fugen gibts nun weiße Striche. Sieht aus wie Kleber.
Ich selbst durfte aus Gewährleistungsgründen nicht an den zentralen Heizungsreglern rumjustieren.

Lt. Bauleiter und Parkettfirma handelt es sich um einen sogenannten "Lackbruch".

Habe bereits gegoogelt, aber nicht richtig was gefunden. Da ich aber gerne wissen würde was die Ursache für Lackbruch und die Behebungsmöglichkeiten sind, würde ich mich freuen wenn sich Parkettexperten evtl. zu Wort melden würden.

Vielen Dank
Patrick
 
Fussbodenheizung in Verbindung mit Laminat/Parkett wäre für mich persönlich vollkommen indiskutabel!
Wir verkaufen auch diverse Bodenbeläge und alle Hersteller sagen, dass das in Verbindung mit Fußbodenheizung auch funktioniert.
Irgendwe hat Sch... gebaut, das ist sicher und letzlich wird es wohl auf einen Gutachter hinauslaufen.
Aus eigener Erfahrung in der Reklamationsbearbeitung kann ich Dir sagen, dass die Probleme zu 99% beim Endkunden liegen und nicht beim Hersteller,
was Dich aber nicht daran hindern sollte, diesen um eine Besichtigung vor Ort zu bitten und zu fragen, was Du machen kannst!
Fragen kostet nichts!
 
Fussbodenheizung in Verbindung mit Laminat/Parkett wäre für mich persönlich vollkommen indiskutabel!
Wir verkaufen auch diverse Bodenbeläge und alle Hersteller sagen, dass das in Verbindung mit Fußbodenheizung auch funktioniert.
Irgendwe hat Sch... gebaut, das ist sicher und letzlich wird es wohl auf einen Gutachter hinauslaufen.
Aus eigener Erfahrung in der Reklamationsbearbeitung kann ich Dir sagen, dass die Probleme zu 99% beim Endkunden liegen und nicht beim Hersteller,
was Dich aber nicht daran hindern sollte, diesen um eine Besichtigung vor Ort zu bitten und zu fragen, was Du machen kannst!
Fragen kostet nichts!

Danke Andreas. Wohnungen wurden so vom Bauträger konzipiert.
Die Probleme habe ich ja mom schon. Ich weiß auch das strenge Regeln einzuhalten sind (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Pflege, etc.), jedoch ist im konkreten Fall an mehreren Gewerken sch... gearbeitet worden...
Ich halte euch auf dem Laufenden...
 
Hi, stell doch mal bitte ein Bild vom Schaden ein. Dann kann man vielleicht etwas besser beurteilen worum es eigentlich geht.
Grundsätzlich funktioniert eine Fußbodenheizung mit Echtholzparkett. Es sind aber einige Kleinigkeiten dabei zu beachten. Das wäre z.B. das Holz selbst. Nicht jedes Holz eignet sich gleich gut. Eiche sollte aber unproblematisch sein. Besonders wichtig ist die Größe der Stäbchen. Große Stäbchen arbeiten enorm, deshalb ist in Verbindung mit einer FBH zu möglichst kleinen Stäbchen zu raten. Des weiteren dürfen diese Stäbchen nur auf der Unterseite mit dem Estrich verklebt werden. In sich dürfen diese Stäbchen nicht miteinander verklebt sein. Das Holz soll arbeiten und sich ausgleichen können. Sind die Stäbchen untereinander verklebt, so verhalten sie sich annähernd wie ein großes Stäbchen und fangen an bei Temperaturänderungen zu reißen. Dann ist da noch der Lack oder die Versiegelung. Diese darf das Parkett auch nicht verkleben. Ganz kleine Fugen oder Lackrisse zwischen den Stäbchen sind also normal und auch nicht zu verhindern. Es ist immerhin ein Naturprodukt und "lebt" bzw. soll ja auch leben. Ich habe bei meinem Fußboden genau diese Dinge beachtet und bin auch nach über 10 Jahren mit dem Parkett (allerdings Nußbaum) und der Fußbodenheizung glücklich.
 
Naja, in den Lack wird wohl weniger diffundieren... Aber das Holz kann natürlich die Feuchtigkeit aufnehmen und arbeiten. Wenn dann die grundsätzlichen Dinge missachtet wurden sind die besten Voraussetzungen für einen Schaden gegeben.
Normaler Weise wird das Parkett erst nach der Trocknung des Estrichs nach Wochen verlegt. Zuvor werden jedoch üblicher Weise auch Probebohrungen (neben den Heizleitungen ;-))) gemacht und die Feuchtigkeit gemessen. Darüber gibt es dann auch ein Protokoll. Sollte es zumindest bzw. war bei mir damals so.
 
Schauts bei dir so aus? Also so weiße Reflexionen aus den Vertiefungen bzw. Poren bei schrägem Streiflicht?
Wir haben das auch im Parkett....in allen Vertiefungen spiegelt der lack so weißlich gesprenkelt zurück..

Ist das Parkett von der Firma Bauwerk?
 

Anhänge

  • IMG_0843.JPG
    IMG_0843.JPG
    298,2 KB · Aufrufe: 115
Streiflicht ist grundsätzlich bei Oberflächen im Bauwesen kein Beuteilungskriterium, da diese außerordentliche Beleuchtung Schäden aufzeigt, die sich bei den gegebenen Verarbeitungsgenauigkeiten nicht vermeiden lassen. Und dass Lack, der in Fugen dicker ist als auf der Oberfläche, anders aussieht, ist für mich auch verständlich. Das Problem ist, dass man für Parkett oft sehr viel Geld bezahlt, aber auf solche, mögliche und teils unvermeidbare Effekte nicht hingewiesen wird.
 
Hallo Patrick,

las den Lack abschleifen und Öl den Boden.
Mit Fußboden Heizung wird auf Dauer nur ein geölter Boden funktionieren.

Gruß Manfred
 
Hallo Patrick,

las den Lack abschleifen und Öl den Boden.
Mit Fußboden Heizung wird auf Dauer nur ein geölter Boden funktionieren.

Gruß Manfred

Hi manfred,
danke für deine Einschätzung. Eine ähnliche Überlegung kam mir beim letzten Gespräch mit dem Parkettleger auch.

Es ist ein Trauerspiel. Beim Kauf wurde mir gesagt: "Versiegeltes Parkett ist definitiv pflegeleichter..."
Optisch gefiel mir das geölte eh besser...

VG
Patrick
 
ImageUploadedByzroadster.com1485536799.310073.jpg
So schaut es bei mir nach über zehn Jahren mit Fußbodenheizung aus.
Fällt Dir was auf? Die Stäbchen haben nur einen Bruchteil der üblichen Größe. Und daran liegt es dann auch.
Die große Planke arbeitet so stark wie viele kleinere Stäbchen zusammen. Der Schrumpf wird dabei aber nicht durch viele kleine Einzelfugen aufgefangen sondern nur durch eine einzige, die dann in der Summe eben so dick ist wie viele kleine. Und das ergibt das optische Ergebnis.
Ich wage zu behaupten, dass Du nicht richtig beraten wurdest und/oder der Parkettverkäufer einfach keine Ahnung von seinem Job hat.
 
Einspruch!
Es funktioniert auch lackiert. Man muß nur ein paar Dinge wie oben beschrieben beachten.

Ich habe leider große Stäbchen. :-(

Zuerst muss jetzt die Heizung noch während der Heizoeriode schnellstmöglich richtig justiert werden. Im sommer wird geschaut wie sich der Boden bis dahin verändert hat und dann wird die weitere Vorgehensweise entschieden....
 
Anhang anzeigen 256464
Ich wage zu behaupten, dass Du nicht richtig beraten wurdest und/oder der Parkettverkäufer keine Ahnung von seinem Job hat.
beraten hat mich die Mitarbeiterin des Bauträgers, es gab eine Vorauswahl.
Hell (aufpreis) / Mittel (standard) / Dunkel (aufpreis), Stäbchengröße habe ich die vorgegebene Größe genommen (ohne Aufpreis), alle Varienten geölt oder versiegelt. verfügbar
Dunkel gefiel mir am besten, versiegelt wurde wegen Hinweis auf Pflegeleichtigkeit
 
Streiflicht ist grundsätzlich bei Oberflächen im Bauwesen kein Beuteilungskriterium, da diese außerordentliche Beleuchtung Schäden aufzeigt, die sich bei den gegebenen Verarbeitungsgenauigkeiten nicht vermeiden lassen. Und dass Lack, der in Fugen dicker ist als auf der Oberfläche, anders aussieht, ist für mich auch verständlich. Das Problem ist, dass man für Parkett oft sehr viel Geld bezahlt, aber auf solche, mögliche und teils unvermeidbare Effekte nicht hingewiesen wird.

hi bist du Buagutachter? oder Parkettleger?

richtig..bei der Abnahme spielt es keine Rolle aber ich habe dito das gleiche ...und bei mir hat der Parketthersteller das ganze begutachtet...Fazit: es wurde durch die Parkettherstellerfirma bestätigt dass das durch die Baureinigung (das Parkett war während der Bauphase nicht abgedeckt und eine dicke Gipsstaubschicht drauf durch Abschleifarbeiten an den Wänden und Badfliesentausch) anscheinend der Gpsstaub eingereinigt wurde und nicht mehr rausgeht....bei mir beruft sich der Bauträger nun auf die Grundsatzbeurteilung..also mängelfrei....ich sage aber dass, wenn der Staub nicht eingereinigt worden wäre, es keine optischen Mängel bei Streiflicht gäbe....wer hat nun recht?
 
Ich bin seit über 30 Jahren im Objektgeschäft als Auftraggeber unterwegs, daher eine gewisse Kenntnis der Kriterien.
Auch bei eingereinigtem Schmutz, der ausschließlich im Streiflicht zu sehen ist, würde ich es nicht auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen.
Beuteilungskriterium für den optischen Mangel ist und bleibt die "normale" Beleuchtung, auch wenn ein klarer Fehler begangen wurde.
Nur bei einem sehr wohlgesonnenen Richter wird wohl der Fehler des BT überwiegen. Mir wäre das Risiko zu hoch, die normale Rechtsschutzversicherung deckt üblicherweise Bauleistungen nicht mit ab.
 
Der vom BT beauftragte Gutachter hat natürlich nix erkannt.

Kann mir jmd einen guten Sachverständigen empfehlen (ideallerweise im Raum Köln), damit ich mir natürlich gegen Entgelt noch eine zweite Meinung einholen kann?

VG
Patrick
 
@Hammam
Ich kann dir leider keinen konkreten Sachverständigen empfehlen. Du kannst dich aber im Zweifel an die zuständige Handelskammer (ggf. auch IHK) wenden. Dort kann man dir vmtl. ein paar Experten benennen.
So wird es jedenfalls von Gerichten gehandhabt, wenn dort kein "eigener" Sachverständiger bekannt ist.
 
Vollkommen wertfrei, aber schon selbst und auf der Gegenseite gehabt:
Strehle Koblenz. Ist nicht sooo weit von Köln.
 
Zurück
Oben Unten