EU will eingebaute Tempobegrenzung für Neuwagen

RainerW

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12 Januar 2002
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Straubing
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BMW Z4 G29 M40i
Die EU plant den Einbau von serienmäßigen Tempobegrenzern in Neuwagen.
Das berichtet die "Auto-Bild" in ihrer aktuellen Ausgabe. (Quelle: Auto-Bild)

Die Straßen sind frei, die Sicht ist perfekt und der Termin rückt näher: Viele Autofahrer treten in dieser Situation schon mal aufs Gaspedal und fahren ein paar Stundenkilometer schneller als erlaubt.

Die Elektronik verhindert Tempoübertretungen
Wenn es nach der EU geht, sollen diese Geschwindigkeitsüberschreitungen jedoch schon bald der Vergangenheit angehören. Wie "Auto-Bild" exklusiv berichtet, plant die EU eine Zwangsbremse, die Tempoverstöße unmöglich macht.

Schon 2020 könnte es losgehen
Die sogenannte "Intelligent Speed Adaptation" (ISA) wird in einem aktuellen Bericht der EU-Kommission als Maßnahme gelobt, mit der sich die Zahl der Verkehrstoten um bis zu 37 Prozent reduzieren ließe. Bereits 2020 soll ISA für neu typgeprüfte Fahrzeuge verpflichtender Standard werden, 2022 dann für alle Neuwagen.

Weniger Verkehrstote erwartet
Den Straßenverkehr sicherer zu machen, ist ein erklärtes Ziel der EU: 2020 soll die Zahl der Verkehrstoten in der EU gegenüber dem Basisjahr 2010 (31.500) um die Hälfte sinken. 2015 waren allerdings erst 17 Prozent weniger geschafft. Intelligente Tempobegrenzer könnten für mehr Sicherheit auf Europas Straßen sorgen: Denn Studien gehen davon aus, dass eine Reduktion des Durchschnittstempos um nur ein km/h zu drei Prozent weniger Unfällen führt.

Kritik vom ADAC
Trotz dieser Zahlen ist ISA höchst umstritten. Der ADAC spricht sich aus "Gründen der Verhältnismäßigkeit" gegen die verpflichtende Einführung der Technik aus. Als einer der ersten Autohersteller bietet Ford für die Modelle Galaxy, S-Max und Edge zwar einen Tempobegrenzer an. Das System lässt sich durch festen Pedaldruck allerdings jederzeit überstimmen und ist außerdem abschaltbar. Auch die neue E-Klasse hat einen intelligenten Tempomaten an Bord.

Umstrittene Zwangsbremse
Das letzte Wort ist auch bei der EU-Kommission noch nicht gesprochen: Neben nicht überstimmbaren ISA sind auch ausschaltbare Systeme oder lediglich visuelle und akustische Warnhinweise wie bei vielen aktuellen Navis eine Gesetzesoption.

Man geht allerdings davon aus, dass durch verpflichtende Warnsysteme nur rund acht Prozent der Unfälle verhindert werden - zu wenig für die Ansprüche der EU-Kommission. "Auto-Bild"-Mitarbeiter Benjamin Gehrs: "Unbestritten: Weniger Verkehrstote in Europa sind ein wichtiges Ziel. Erhebliche Meinungsunterschiede gibt es allerdings bei der Wahl der Mittel. Bei der effektiven, aber unbeliebten Zwangsbremse muss sich die EU auf jeden Fall auf viel Gegenwind von Autofahrern gefasst machen."

:4oops::protest:...................corn
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Von solchen Systemen habe ich sonst bislang noch nie gehört oder gelesen. Gibt es die denn schon? Und wie funktionieren die? Woher weiss so ein System, welches Tempolimit grad gilt?

CU
Peter
 
So etwas wird nicht kommen - die Kommunen haben die Gelder von Temposündern schon fest im Haushalt eingeplant, darauf könnten die gar nicht einfach so verzichten.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mir ansehe, wie oft mein Speed-Limit-Info falsch liegt, dann kann das wohl nur ein Scherz sein.
Die Verkehrszeichen im In- und Ausland sind tw. so angebracht, dass es zu eine Fehlerquote von mind. 30% (persönliche Erfahrung) kommt.
Das würde außerdem nur mit Navi funktionieren (Woher soll denn sonst mein Auto wissen, in welchem Land ich gerade bin), weiters wären Gefahrensituationen, wo man nur mit Gasgeben rauskommt als zusätzliche Unfallquelle zu bedenken, und wie mein Vorschreiber so treffend ausgedrückz hat - Die finanziellen EInbußen für den Staat wären auch nicht zu unterschätzen.
In Summe ein vollkommen schwachsinniger Vorschlag, der so sicher nicht kommen wird. (Ausschaltbar und übersteuerbar möglicherweise schon eher).
 
So etwas gab es schon mal vor einigen Jahren:

Im Blog der EU Kommission wurden Pressebereichte aus 2013 wie folgt kommentiert (am 01.09.2013):

Reports in the press over the last day or two have suggested that the EU intends to bring forward “formal proposals this autumn” to introduce automatic speed controls -known as “Intelligent Speed Adaptation” or ISA, into cars. This is quite simply not true and the Commission had made this very clear to the journalists concerned prior to publication.

http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK...d-controls-are-inaccurate-beyond-the-limit-2/

Die Informationsseite zu "ISA" der Kommission: https://ec.europa.eu/transport/road...rtunities/intelligent_speed_adaptation_isa_en

"The opinions expressed in the studies are those of the consultant and do not necessarily represent the position of the Commission."


Mag ja sein, dass es jetzt tatsächlich einen neuen Bericht der EU-Kommission gibt (die Angaben in den obigen Links deuten ja daraufhin, dass weiter geforscht wird). Aber nur weil es einen solchen Bericht gibt, heißt das nicht, dass etwas "geplant" wird. Die EU finanziert laufend irgendwelche Projekte, über die es dann einen Bericht gibt und über den möglicherweise der ein oder andere sagt, es wäre sinnvoll, dies umzusetzen. Aber damit wird noch keine Richtlinie vorbereitet, ja nicht mal eine in die Wege geleitet.

Ich bin mir sicher, sowas kommt nicht mehr in dieser Hälfte des Jahrhunderts. Notfalls codieren wir es eben raus :p :P
 
Da wird es dann schon Tuner geben die den Begrenzer
von Max auf Min setzen.....
Dann isses aus mit der Schleicherei.... :d:d:d
 
Schöner Gedanke....
Aufgrund irgendwann eingeführter Geschwindigkeitsbegrenzer werden alle Blitzer demontiert.
Wir codieren die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder raus... freie Fahrt für uns....

Ups.... bin gerade aufgewacht und hatte einen schönen Traum....


Träumende Grüße
Markus
 
Hier kann der Bericht gelesen werden, dort ab Seite 9 findet sich der sehr kurze Abschnitt zu "ISA":

http://ec.europa.eu/DocsRoom/documents/20508/attachments/2/translations/?locale=de

Auszug:

A potential solution for this problem is the introduction of mandatory intelligent speed adaptation (ISA) systems, consisting of a range of technologies which are designed to aid drivers in observing the appropriate speed for the road environment. These systems which warn the driver when the speed limit is exceeded, or prevent the driver from doing so, provide a very effective strategy for reducing accidents and injury severity. The three main forms of ISA are:

- Advisory - alert the driver to when their speed is too great;
- Voluntary - the driver chooses whether the system can restrict their vehicle speed and/or the speed it is restricted to; and
- Mandatory - the driver’s speed selection is physically limited by the ISA system.

(...)

In any case the system should always be easily overridden by the driver when necessary, e.g. when overtaking. We further suggest that it should be a system based on providing effective haptic feedback, for instance by gently pushing the pedal back to signal the vehicle is driving too fast and speed needs to be reduced. Also, consideration needs to be given to requirements for accurate recognition of speed limits.
 
Und daraus macht die BL**-Zeitung eine Pressemeldung (Zitat von RainerW), und verweist darin mehrmals auf den Artikel in der gedruckten Ausgabe? :g
 
Selbstfahrende Autos ab 2030? Naja, wer weiss. Aber sicher nicht von einem Tag auf den anderen in grossen Stückzahlen. Wenn die Technik soweit ist, dass autonomes Fahren wirklich möglich ist und gut genug funktioniert, so dass solche Autos zugelassen werden, wird es immer noch Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis der Fuhrpark in nennenswerten Teilen ersetzt sein wird.

Aber wozu brauche ich so eine Tempobegrenzung? Als Fahrer bin ich verantwortlich. Zu meiner Verantwortung gehört, dass ich grundsätzlich immer weiss, wie schnell ich bin und wie schnell ich sein darf. Und dass ich das Tempo ggf. den Verhältnissen anpasse. Wenn ich das nicht kann, sollte ich besser zu Fuss gehen, den Bus nehmen oder anderes.

Meine Frage, wie diese Begrenzer aber genau funktionieren sollen, wurde noch nicht beantwortet. Weiss da jemand was?

BTW: Nicht nur Bussen werden budgetiert. Mit ein Grund, warum Elektrofahrzeuge nicht stärker gepusht werden, liegt doch daran, dass sonst die Einnahmen über die Mineralölsteuern etc. wegbrechen würden... ein Schelm, wer sich da jetzt etwas böses bei denkt... ;)

CU
Peter
 
Aber wozu brauche ich so eine Tempobegrenzung? Als Fahrer bin ich verantwortlich. Zu meiner Verantwortung gehört, dass ich grundsätzlich immer weiss, wie schnell ich bin und wie schnell ich sein darf. Und dass ich das Tempo ggf. den Verhältnissen anpasse.


Und wenn ich das alles nicht mehr hinbekomme?
Mit einem selbstfahrenden Auto könnte ich mich dann aber doch wenigstens auch noch relativ sicher als 95jähriger Scheintoter im Straßenverkehr bewegen! ;)
 
Und daraus macht die BL**-Zeitung eine Pressemeldung (Zitat von RainerW), und verweist darin mehrmals auf den Artikel in der gedruckten Ausgabe? :g

Ich will nicht ganz ausschließen, dass das ein oder andere Referat hier schon was vorbereitet. Aber Datum des Berichts (Mitte Dezember 2016), die Formulierung zu ISA im Vergleich zu anderen Kapiteln in diesem Bericht, die schon etwas weiter sind, und der Ausblick am Ende, was bezogen auf ISA alles noch überlegt und berücksichtigt werden muss, sprechen doch recht eindeutig dafür, dass die Autobild hier gezielt zum Zwecke der Gewinnmaximierung empören wollte ;)
 
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